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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1899-10-20 · 42 (20.10.1899) · page 10

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
16 (1899)
Issue
42 (20.10.1899)
Date
1899-10-20
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Seite 782 Vr. Bloch's Wochenschrift. Sir. 42 auxilio brachit secularis. Et; nihilominus Carissimos in Christo filios nostros Romanorum Hungaviae et Bohemiae Necnon Poloniae Reges illustres ac dilectos filios, nobilis viros, principes et barrones et quoseunque alios in temporalibus dominos caeterosque Christi fideles illarum partium in domino requirimus et attentius hortamur, ut apud officiales et minostros ac populos eorum autoritatem snam interponere velint quo ipsi Judaei injuste persecutionem non patiantur, ut Christi an a benignitate allecti de animabus eorum Deo lucrandis major spes concipi possit. Datum Romae apud sauctum Petrum sub annulo piscatorio die XII Maij MDXXXX pontificatus nostri Anno sextoi Blasius etc. Litterae Suprascriptae titulo beatissirai Pauli papae tertii ac annulo piscatnrio communitae sanae salvae integrae omnique vitio suspicionis carentes ad requisitionem increduli Abrahami Szkolnij nomine totius universitatis Judaeorum Posnaniensum faetam juxta suum tenorem et continentiam sunt ad Acta, praesentia inserta._ Schreiben des Domiuicanergenerals Johann Baptist de Marinis in Rom au Pater Alan Chodoruski, Ordeusproviuzial Polens, in Krakau. Vom 9. Februar 1664. Admodum Reverende pater provineialis salutem. Pro parte miserorum Hebraeorum, quotquot in regno Poloniae dispersi habitant, supplicitei maesteque nobis exponitur, ipsos ibidem ab imperito vulgo et nonnullis privato livore sibi infensissimis per varias calumnias et imputationes maligne traduci et in specie quasi ad ritum sui panis azimi sanguinem Christianorum soleant adhibere, nec alio tendere has criminationes, quam ut instautibus Varsaviae comitiis palam periclitentur vel ut populariter exosi et omni persecntione severius affligendi etc. Proinde ad nostram et aliorum regularium praelatorum miserieordiorem aequitatem perplexi confugiunt per De um obsecrantes, si quid fortasse aut praesidii aut intercessionis a religiosis subditis nostris ibidem valeant in tanta necessitate, discrimine et angustia obtinere. Nos igitur iusta commiseratione tacti liarum Serie Paternitati Yestrae committimus, quantenus per 86 et suos (quantum sine pi aeiudicio verae nostrae fidei et reipublicae ofiendiculo fieri postet) miserrimae genti contra iniustas quaslibet calumnias cuccurat, si quidem Christianae mansuetudinis ac pietatis est. etiam istis, sicuti per iniuriam opprimuntur, viscera humanae charitatis exhibere. Peculiariter vero Paternitas Yestra per uuiversam provinciam nostro souque nomine mandat singulis divini verbi praedieatoribus, ut pro concione aliisque datis ocasionibus generatim popolus dehortentur, ne illicitis odiis, falsis delationiuus, confictis comminicationibus, probris, contumelliis, aut quocunque insultu ac saeviendi libidine calamitosam hanc gentem divexando Deum nostrum ipsorumque legislatorem lockt werden und größere Hoffnung gefaßt werden kann, ihre Seelen für Gott zu gewinnen. Gegeben zu Nom bei St. Peter unter dem Fischerring am 12. Mai 1540, im sechsten Jahre Unseres Pontifikats. Die oben geschriebene Urkunde, mit der Aufschrift des Hochseligen Papstes Paul Hl. und mit dem Fischerring besiegelt, ist ganz und unversehrt von jeglichem Verdachte eines Fehlers und ist auf Verlangen des ungläubigen Abraham, Synagogendieners, welches im Namen der ganzen Posener Juden erfolgte, nach ihrem Wortlaut und Inhalt den gegenwärtigen Acten einverleibt worden. Auf diese Bulle bezieht sich die Angabe bei Zalaszewski, Jus Regni Polonii tom flit. 6 § 4 p. 78: „Janusovius in Regestris Statuti sui folio 1364 refert super hanc illis (Judacis) concessam Bullam a Paulo III. Papa de dato Romae die XU Maji Anno 1540, in qua datur testimonium, quia Judaei non utantur sanguine Ohristiono“. (Janusovius berichtet in den Regesten seines Statuts Seite 1364 über diese ihnen (den Juden) vom Papst Paul III. gewährte Bulle, in welcher bezeugt wird, daß die Juden kein Christenblut gebrauchen.) Uebersehrrng. Dem sehr ehrwürdigen Pater der Dominikaner Provinz unseren Gruß! Seitens all' der unglücklichen Juden, welche im Königreich Polen zerstreut wohnen, wird uns flehentlich und betrübt vorgebracht, daß sie ebendort von der unerfahrenen Menge und einige, die ihnen aus privater Mißgunst sehr verfeindet sind, infolge verschiedener Verleumdungen und Beschuldigungen böswillig beschimpft werden und zwar besonders unter dem Vorwände, daß sie zum Ritus ihres ungesäuerten Brotes das Blut der Christen zu verwenden pflegen; diese Beschuldigungen hätten keinen anderen Zweck, als den in Warschau demnächst zusammentretenden Reichstag glauben zu machen, daß sie, dem Volke überaus verhaßt, eine öffentliche Gefahr bilden und daher durch die strengsten Verfolgungen vernichtet werden müssen. Deshalb nehmen sie in ihrer Verwirrung zu unserer und der anderen Ordensprälaten mitleidsvollen Billigkeit ihre Zuflucht, indem sie uns bei Gott beschwören, ob sie nicht vielleicht irgend einen Schutz oder Einspruch seitens der uns untergebenen Ördensgeistlichen in ihrer so großen Noth, Gefahr und Angst erhalten können. Vom gerechten Mitleid ergriffen, beauftragen wir daher hiermit Ew. Ehrwürden, daß Ihr und die Eurigen (soweit dies ohne Präjudiz unseres wahren Glaubens und ohne Schaden des Staates geschehen kann) dem so unglücklichen Volke gegen alle die ungerechten Verleumdungen zu Hülfe kommt, da es ja Pflicht der christlichen Milde und Frömmigkeit ist, auch jenen, sobald sie ungerecht bedrückt werden, den Schooß der Menschenliebe zu öffnen. Besonders aber möge Ew. Ehrwürden in der gesammten Provinz in unserem und in Eurem Namen den einzelnen Predigern des göttlich en Wortes befehlen, daß sie von der Kanzel aus und bei anderer sich überhaupt bietenden Gelegenheit das Volk ermahnen, nicht durch unerlaubten Haß, falsche Beschuldigungen, erdichtete Mittheilungen, Schmähworte, Verleumdungen oder durch irgend eine Verspottung und Lust zur Ausschreitung dieses unglückliche Volk zu verfolgen und dadurch unseren Gott und ihren eigenen Gesetzgeber zu beleidigen, inden sie albern glauben, sich dadurch den Dank der Gottheit zu erwerben, während uns doch sowohl das christliche Gesetz, als auch die Ethik der Natur etwas anderes lehrt. Wenn die Juden gegen einen Christen sündigen, so gibt es in den einzelnen Städten und Staaten gesetzmäßige Behörden, welche nach öffentlicher Prüfung und nach Erforschung der Wahrheit das Vergehen bestrafen sollen, aber P r i v atpersonen haben kein Recht, nach Lust gegen die Juden zu wüthen, noch viel weniger,Verbrechen

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