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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1899-02-10 · 6 (10.2.1899) · page 15

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
16 (1899)
Issue
6 (10.2.1899)
Date
1899-02-10
Page
– (sequence 15)
Language
German
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Nr. 6 Vr. Vloch'« Wochrnschrist Seite 119 waltung dieses Hospitals hat überhaupt den jüdischen Patienten die größte Rücksicht bewiesen. — Das Comitö für die Errichtung einer jüdischen Gewerbeschule für verwahrloste Knaben hat von dem zuständigen Ministerium des Innern ein sehr liebenswürdiges Schreiben erhallen, in dem nicht nur der Plan an sich, sondern auch die Details der Errichtung gebilligt und die Unterstützung des Staates zugesagt wird. — Major Matheu Nathen hat die hohe Ehre gehabt, daß die Königin persönlich ihm den Orden von St. Michael und Georg überreicht hat. Die Decoration fand am 30. Jänner in Schloß Osborne statt. Vermischtes. Wien. (I s r a e l i t i s ch e C u l t u s g e m e i n d e.) K u n d m a ch u n g. Sonntag, den 12. Februar 1899, Vormittags 10 Uhr, findet im Sitzungssaale der israelitischen Cultusgemeiude, I , Seitenstettengasse 4, II. Stock, eine öffentliche P l e n a r - S i tz u n g des Cultusvorstandes statt. Wien. (Tr a u u n g.) Sonntag, den 12. Februar um 1 Uhr Mittags findet im israelitischen Tempel der Leopoldstadt die Trauung von Fräulein Hedwig Klebinder, Tochter des Chef-Redacteurs Herrn Ferdinand K l e b i n d e r, mit dem Redacteur Herrn Edmund P o r g e s statt. Wien. (T r a u u n g.) Sonntag, den 12. d. M. findet im Tempel Seitenstettengasse ' die Trauung des Fräulein Sophie Engel, Tochter des Kaufmannes und Hausbesitzers Herrn Hermann Engel, mit Herrn Gustav Schlesinger statt. Wien. Sonntag, den 12. Februar, 2 Uhr Nachmittag, findet im israelitischen Tempel, Wien, IX.. Müllnergasse, die Trauung von Fräulein Emma Frankl, Tochter des Herrn Adolf Frankl, mit Herrn Ludwig K o h n statt. Wien. Sonntag, den 12. Februar, 3 Uhr Nachmittags, findet im israelitischen Tempel, Seitenstettengasse, die Trauung von Fräulein Johanna T i n t n e r, Tochter des Herrn Directors Tintner, mit Herrn Dr. Jacques Meisels statt. Wien. (Verleihung.) Se. Majestät der Kaiser hat dem Hauptmann I. Classe Leopold Töpfer den Adelstand mit dem Prädicate Edler v. Willisfeld verliehen. Wien. (Der Leopold st ädter Kranke n-Un t e rstützungs - Verein „Nächstenliebe') hält Donnerstag, den 16. Februar, präcise 7 Uhr Abends, in den Saal-Localitäten „Zum goldenen Widder'', II. Taborstraße Nr. 36, seine ordentliche Generalversammlung ab. Wien. Der Vorstand des Bethausvereines „Volkert", Wien, II., Fugbachgasse 7, hat bei seiner am 6. d. M. stattgefundenen Ausschußsitznng den Herrn Jakob Weiß, gewesener. Chordirigent des Herrn Majer Schorr, aus dem Tempelverein, Wien, II., Leopoldgasse 29, als Cantor engagirt. Wien. (Verein zur Hebung der-Ge werbe in Wien.) Einladung zu der Samstag, den 11. Februar d. I.,halb 8 Uhr Abends, in Hernfeld's Restaurant, I. Marc Aurelstraße 6, stattfindenden Plenar-Bersammlung. Tagesordnung: 1. Bericht des Präsidiums. 2. Freie Discussionen über gewerbliche und Vereinsangelegenheiten. PS. Es wird an diesem Abende jedem Mitgliede Gelegenheit gegeben, Wünsche und Beschwerden frei und unumwunden vorzubringen. Hochachtend Für die Vereinsleitung: Der Schriftführer: Der Präsident: A. Kisch. S. Brod. Wien. (Verein „Chewra Kadischa" im XVI. u u d XVII. Bezirk.) Im Gemeindetempel Ottakring, Hubergasse 8, findet Donnerstag, den 16. Februar d. I., halb 6 Uhr Abends, als am Vorabende des 7. Adar eine Seelenfeier für sämmtliche verstorbene Mitglieder des Vereines XVL, XVII. Bez. „Chewra Kadischa" statt. Die Predigt hält Se. Ehrwürden Herr- Rabbiner Dr. Julius Max. Bach. Wien. Sonntag, den 5. Februar (25. Schewat), dem Jahrzeitstage des seligen Rabbiners I. B. Kohn, wurde im Bethause des T.-T.-Vereines, II., Malzgaffe 16, eine Gedenkfeier abgehalten. Herr Rabbiner Kramer bot in der Gedenkrede ein Lebens- und Schaffensbild des Verblichenen, dem es nicht vergönnt war, sich voll auszugestatten und die Früchte seines Schaffens in sichtbaren Erfolgen einzuheimsen. Den Ernst der Stunde benützend, widmete der Redner zwei „Großen Israels", welche im Laufe dieses Jahres in ein besseres Jenseits abberufen wurden, einen ergreifenden Nachruf. Den Schluß bildete ein von religiöser Begeisterung durchglühter Wirk- und Mahnruf für Limud Tauroh, der im Gemüthe der Zuhörerschaft noch lange nachklingen wird. Wien. (Ehrung.) Die österreichisch-ungarische Colonial- Gesellschaft ernannte den Präsidenten des Vereines zur Hebung der Gewerbe in Wien, Herrn S. Brod, zu ihrem correspondirenden Ehren- Mitgliede, eine Auszeichnung, welche nur selten und nur an hervorragende Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens verliehen wurde. Aus diesem Anlasse fand am 31. Jänner d. I. eine f e stliche Versammlung des Vorstandes sammt seiner Damen statt, in welcher in feierlicher Weise dem Ausgezeichneten das von dem Präsidenten der Gesellschaft, Fürst Alfred W rede, gezeichnete Diplom von einer Vorstands-Delegation der Colonial- Gesellschaft, an deren Spitze Schriftsteller Jacques I a e g e r stand, überreicht wurde. Herr I a e g e r feierte die Verdienste des Herrn Brod um den Verein, sein Wirken als Mensch, wie als öffentlicher Bereinsfunctionär und gedachte des Ferneren auch des Vereines selbst, der ein Sammelpunkt und eine Hilfsstelle Aller ist, welche es gut und ehrlich mit dem Gewerbestande meinen. Herr S. Brod dankte in würdiger Weise. Sowohl in seiner als in den späteren Reden erklang ein freundlicher Ton auf die Colonial-Gesellschaft, die wahrhaft menschenfreundlich wirkt und Tausenden von russischen, polnischen und ungarischen Juden den unausweichlichen Weg nach dem fernen Westen zur Auswanderung hilfreich und uneigennützig ebnete. Als wichtiger Factor und Bindeglied zwischen der Heimat und den überseeischen Ländern hat die Gesellschaft bis nnn schöne Resultate erzielt. Diesem Gedanken gab Bicepräsident G u t t m a n n trefflichen Ausdruck. Als Delegirter des vom Frauenvereine im II. Bezirke errichteten Lehrmädchen Hortes war Herr kaiserl. Rath Dr. S. Kohn, ferner Bezirksausschuß Herr Wald stein erschienen. Siraftnitz. Am 4. Februar wurde unter großer Betheiligung der Bevölkerung Frau Jetty I a i t e l e s, 83 Jahre alt, zu Grabe getragen. Die Verewigte war als Wohlthäterin von Alt und Jung gekannt und deshalb auch von Jedermann geehrt. Sie war eine Escheth chajil im wahren Sinne, in der sich Frömmigkeit und Herzensgute gepaart haben. Die hohe Verehrung, die man ihr entgegenbrach le, zeigte die Beerdigung, an der sich nicht blos die gesammte jüdische Bevölkerung, sondern auch alle Kreise der christlichen Gesellschaft betheiligten. Herr Jakob Jaiteles in Wien erleidet durch den Tod seiner Mutter einen schweren Verlust. Prag. Der Nestor der Sprachenlehrer Prags, Herr Simon Meckler, wurde zu Grabe getragen. Eine lange Reihe von Trauecgästeu gab dem im hohen Alter dahingeschiedenen Gelehrten das letzte Geleite. An der Bahre widmete der Herr Rabbiner Dr. Nathan Grün dem Entschlafenen einen ergreifenden Nachruf. Troppau. (E h r u n g.) Am Sonntag, den 5. Februar gab es in unserer Gemeinde eine interne, aber herzliche Feierlichkeit, die unserenr verdienstvollen Cultusvorsteher Herrn Dr. Th. Sonnenschein galt, der seit 10 Jahren durch das allgemeine Vertrauen unserer Gemeinde an deren Spitze steht und die Cultus-Attgelegenheiten mit großem Aufwand an Zeit und Mühe mit seltener Hingebung verwaltet. Aus diesem Anlasse versammelte sich der Cultusausschuß im prächtig geschmückten Gemeindesaale zu einer Festsitzung und der II. Vorsteher, Herr Sigm. Spitzer, hielt eine Ansprache an den Vorsteher, in welcher er in sehr warmen, anerkennenden Worten die hervorragenden Verdienste desselben um unsere Gemeinde hervorhob, der vielen trefflichen Institutionen gedenkend, namentlich aber des herrlichen neuen Tempels, um dessen Bau Herr Dr. Sonnenschein sich besonders verdient machte. Sodann wurde dem Herrn Dr. Sonnenschein eine prächtig ausgeführte Dankadresse überreicht. Herr. Dr. Sonnenschein dankte in bewegten Worten für die ihm zutheil gewordene Ehrung, versprach auch ferner seine Kräfte in den Dienst unserer Gemeinde stellen zu wollen und bat auch um fernere Unterstützung seitens des Ausschusses, welche zu einem gedeihlichen Wirken seines Amtes unbedingt nothwendig sei. Nach Schluß der Sitzung überbrachten die Beamten der Gemeinde ihrem, ihnen stets wohlwollenden Vorsteher die Glückwünsche, worauf Herr Dr. S o n n e n s ch e i u erwiderte, er könne mit Freuden constatiren, daß die Beamten ihn stets in seinen Intentionen unterstützt haben, da jeder in seinem Fache feilte Pflichten voll und ganz erfülle und nur dadurch ein gedeihliches Wirken im Tempel und Schule möglich war, daher auch unser Gottesdienst und unsere Schule als muster-

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