Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 16 (1899)
- Issue
- 5 (3.2.1899)
- Date
- 1899-02-03
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/3020846-3021277-3021283--08558-3032943- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr. 5 Dr. Bloch's Wochenschrift Seite 101 Höhe von 75.000 Francs bewilligt, jedoch unter der Bedingung, daß die jüdische Gemeinde in Jaffa die andere Hälfte andererseits anfbringe. Durch diese großniüthige Gabe sind wir unserem hcißersehnten Ziele um ein Bedeutendes näher gerückt. Unsere arme Gemeinde, die für die gewöhnlichen täglichen Ausgaben des Hospitals genug zu sorgen hat, ist leider durchaus nicht im Stande, die hohe Gegenstimme allein anzubieteu. Um aber dieses echt menschenfreundliche Werk doch vollbringen zu können, wenden wir uns namens der Kranken und Leideilden an unsere wohlthätigen Brüder und Schwestern mit der flehentlichsten Bitte: Folget dem edlen Beispiele Eurer hochherzigen Schwester, der Frau Baronin v. Hirsch, und helfet gemeinsam mit ihr das Werk der Liebe und Barmherzigkeit ausbauen! Helfet, die Steine zu einem Baue einzeln zusammentragen, in welchen! viele Leiden geheilt und unzählige Mitmenschen dem gräßlichsten Elende entrissen werden sollen. Wer je das Elend des Lebens geschaut oder an seinem eigenen Körper erfahren hat, wer ein fühlendes Herz für Armuth und Unglück hat, der wird Ulls — wir sind davon überzeugt — gerne in unserem hohen Unternehmen unterstützen. Dann werden wir mit Gottes Hilfe das schöne Haus errichten — an der Pforte Zions ein ewiges Monument der Mildthätigkeit uub der Nächstenliebe Israels. Der Vorstand der jüdischen Gemeinde und des „Schar- Zion"-Hospitals in Jaffa. Gütige Spenden sind zu adressiren an die Redactiou dieses Blattes oder an den hochwürdigen Herrn Rabbiner Ch. L. H o r e w i tz in Krakau, oder direct an das Israelitische Hospital „Schaar-Zion" in Jaffa, Palästina. N i s s i n C o h e n. I. M. P i n e s. M. A d e l m a n n. S i m o n R o k a ch. C. L a p i n. I o s e f M o s ch e. I. M. A s e s k o w i tz. Vermischtes. Wien. Der Leopoldstädter Frauen-Wohlthätigkeits-Verein, Wien, II., Stefaniestraße 2, hält Sonntag, den 5. Februar 1890 um halb 5 Uhr Nachmittags im Sitznngssaale der israelitischen Cultusgemeinde, I., Seitenstettengasse, die lll. ordentliche Generalversammlung ab. Tages-Ordnung: 1. Rechenschaftsbericht. 2. Cassabericht. 3. Bericht der Cassa-Revisoren. 4. Neuwahlen. 5. Anträge. Anträge sind längstens 3 Tage vor der Generalversammlung bei der Präsidentin, II., Stefaniestraße 2, einzubringen. Wien. (Spende n-A u s w e i s f ü r d e n B r i gitt e rauer Tempelbau.) Salomon Albert Anselm Freiherr von Rothschild fl. 2000; Gesammelt Vs Herrn Sessel, Floridsdorf fl. 14; Leop. Walter fl. 3; D. Kosl fl. 2; Josef Lamberger fl. 2; S. L. Schoßberger fl. 5; Salo Tedeska fl. 10; zusammen fl. 2036, bereits ausgewiesen fl. 19.955; Summa fl. 21,991. Wien. (Mädchen - C o m i t e Ferienheim.) Das Mädchen-Comitk des Ferienheim, dessen Wohlthätigkeitsaction zu Gunsten armer verkrüppelter Kinder unter der Devise: „Die Jugend für die Jugend" das weiteste Interesse verdient, hat trotz des geringen Jahresbeitrages von nur 1 Krone, schon eine hübsche Anzahl jugendlicher Theilnehmer und Theilnehmerinnen gewonnen. Neuerdings sind dem Mädchen-Comitö an Spenden zugekommen: Von N. N. N. 3 Kronen; unter der Chiffre A. R. W. 18 Kronen und von B. G. durch Fräulein Tina Kahan^ 30 Kronen. Anmeldungen und Beitrittserklärungen nimmt entgegen: das Präsidium des Mädchen-Comites: Ida Freyberg, Präsidentin, 1., Schottenring 31. Caroline Schneider, I. Vice-Präsidentin, IX., Berggosse 17. Sofie Hirsch, H., Vice-Präsidentin, 11., Czerningasse 7. Elsa D ö r y, Cassierin, I., Helferstorferstraße 6. Paula Kahane, Schriftführerin, 1., Wallnerstraße 1a. Wie». Herr Guido Fuchsgelb, Beamter der israelitischen Cultusgemeinde Wien, hat sich mit Frl. Ernestine D o h a n, Tochter des Herrn Samuel Dohan, Realitätenbesitzer in Wien, verlobt. Wien. Der Verein ..Tornesch Ewjonim“ hielt am Samstag, den 28. Jänner seine General-Versammluug, die recht gut besucht war. Der Verein hat den Zweck, arme Durchreisende an Sabbath- und Festtagen mit Kost zu versorgen, nachdem die bisher übliche Gastfreundschaft in der Großstadt sehr abnahm. Ferner werden Reconvalescenteu, welche das Krankenhaus verlassen, und verschämte Arme nach Möglichkeit unterstützt. Besonderer Dank gebührt Herrn Prof Simon Hoffmann für seine rührige Thätigkeit im Interesse des Vereines, welcher nach dem vorliegenden Jahresberichte im vergangenen Jahre 1613 fl. für seine edlen Zweck verwendete. Möge der fromme Wunsch, daß dieser Verein an Mitgliederzahl wachse und Ersprießliches wirke, kein pium desiderium bleiben. Wien. (Verein jüdischerMädchen „Hadass a.) Am 9. Februar veranstaltet der Mädchenverein „Hadassa" einen Vortragsabend mit nachfolgendem Tanzkränzchen. Derselbe wird im Feftsaale des Hotel Central, II., Taborstraße 8, stattfinden. Das Comits ist eifrig bemüht, den Abend, zu welchem bedeutende Knnstkräfte ihre Mitwirkung zugesagt haben, zu einem genußreichen zu gestalten. Familienkarten ä 3 fl., Herrenkarten ä 1 fl. sind bei Frl. Rosa Hammer, Praterstraße 13, Lloydhof, und an der Abendcasse zu haben. — Am 22. Jänner las Herr Dr. Schorr an dem Bortragsnachmittag des Vereins den ersten Theil seines hochinteressanten Vortrags: „Flavius Josephus." Die Fortsetzung desselben wird Freitag, den 5. Februar erfolgen Wien. (Todesfall.) Freitag, den 20. Jänner l. I. wurde Frau Fanny Schwarz geborene Weinberg er, Gattin des hiesigen Communal- und Religionslehrers Jcsef Schwarz, auf dem Centralfriedhofe zur ewigen Ruhe bestattet. Se. Ehrwürden Herr Rabbiner Dr. Wolf hielt die Trauerrede und schilderte die besonderen Tugenden der Dahingeschiedenen. Anknüpfend an die Stelle des Wochenabschnittes: (Euxod. Cap. 10, B. 23.) „Aber bei allen Kindern Israels war Licht in ihren Wohnungen" — während bei den Egyptern dichte Flnsterniß herrschte — hob derselbe hervor, daß die Frömmigkeit, Bescheidenheit und echte jüdische Religiosität eine Leuchte und ein Muster den Zurückgebliebenen gewesen und bleiben möge. Sie entstammte einer angesehenen Familie aus Satoralja-Ujhely in Ober-Ungarn. Der Gatte verlor an ihr — nach 35jähriger Ehe — eine treue Gattin, die Kinder eine aufopferungsvolle Mutter. Am offenen Grabe dankte der tiefergriffene Gatte für die Liebe und. Gnade. Chesed scheosim im hamesim hu chesed schel emes! Wie». Sonntag, den 22. v. M. wurde der im Alter von 53 Jahren verstorbene Fabrikant Herr Leopold I o k l, Schwiegervater des Schriftstellers Herrn Hermann Bahr, zu Grabe getragen. Herr Rabbiner Dr. Bach hielt am Sarge eine ergreifende, trostreiche Rede. E. B. Wien. Herr Rabinowitz, Drechsler irr Jerusalem, versendet an die besser situirten Glaubensgenosse» Blumenalbums von hoheni künstlerischen Werthe. Diese Albums enthalten getrocknete Blumen aus historisch wichtigen Gegenden des gelobten Landes. Dem Urtheile hervorragendster Botaniker zufolge ist das Herbarium Rabinowitz' in der That ein Meisterwerk auf dem Gebiete der Pflanzencouservirung. Aber auch die Enveloppe des Albums ist ein Kunstwerk, welches auch dem elegantesten Salon zur Zierde gereichen muß. Sie besteht aus einem Cedernholz von wunderbarem Flader, verziert mit einem herrlichen Mosaikrand nach venetianischer Arbeit. Herr Rabinowitz ist ein armer Handwerker, gesegnet mit zahlreicher Familie, und leidet schwer unter der Ungunst der in Jerusalem für Juden herrschenden Verhältnisse. Brün». (Große Legate.) Der am 23. v. M. hier plötzlich aus dem Leben geschiedene Chef der Malzfabriksfirma F. Morgenstern und Sohn in Brünn, Herr Bernhard Morgeust e r n, hat eine große Anzahl humanitärer Legate letztwillig testirt. Außer zahlreichen Legaten an Familiengehörige, Angestellte und Diener hat Bernhard Morgenstern für wohlthätige und gemeinnützige Vereine rund 55.000 fl. und für von ihm neu creirte Wohlthätigkeitsstiftungen zusammen rund 111.000 fl., demnach im Ganzen 166.000 fl. für humanitäre Zwecke hrnterlassen. Zlabings. (Eine hochherzige Spende.) Herr Lazar Stukhart hier hat in rühmenswerther Munificenz als Stifter des Tempelbaues und Gründer des Vereinshauses in Zlablings neuerdings 1600 Kronen auf ewige Zeiten zu 4Pereent