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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1899-01-27 · 4 (27.1.1899) · page 17

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
16 (1899)
Issue
4 (27.1.1899)
Date
1899-01-27
Page
– (sequence 17)
Language
German
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Nr. 4 Vr. Bloch's Wochenschrift Seite 81 geben, welche die von ihnen gewünschte Anzahl von Karten schon früher, entweder mündlich oder schriftlich, dem Curatorium bekanntgeben wollen. Sowohl die Anmeldung als auch die Behebung der Karten erfolgt im Bureau der Gesellschaft: I., Rathhausstraße 13, Hochparterre links, an jedem Wochentage von 2—4 Uhr Nachmittags. Wien. (Auszeichnung.) Der Firma Jsak Schur und Söhne, Leinen- und Damastwaarenweberei in Nachod, wurde die Auszeichnung zutheil, den kaiserlichen Adler im Schilde und Siegel führen zu dürfen. Wien. (Spende.) Für die arme blinde Witwe sind uns von Herrn Adolf Singer in Rican, b. Schwarzkirchen, 5 fl., von L. L. in Wien 10 fl. zugekommen. Wien. (Zum Vortrage des Herrn Dr. Dusch e n e s.) Wir werden ersucht, zu constatiren, daß in dem Vortrage „Die Stellung der Juden in Oesterreich in den letzten 50 Jahren", den wir in unserer Nummer vom 7. Jänner l. I. nur auszugsweise brachten, der Herr Vortragende nach dem Wortlaute seines Vortrages (siehe „Prager israelitische Gemeinde-Zeitung" vom 15. d. M.) darauf hinwies, daß er mehrere Episoden des Kremsierer Reichstages und eine Reihe von Vorkommnissen in Kremsier dem ausgezeichneten Werke Dr. Adolf Frankel-Grüns: „Geschichte der Juden in Kremsier" entnehme und dieselbe citire. Wien. (Ferienheim-Ball.) Für das am 2. Februar in den Sofiensälen stattfindende große Ballfest des Vereines „Ferienheim" werden die Vorbereitungen im großen Stile getroffen. Die Nachfrage nach Karten, welche im Comitälocal, „Residenz-Hotel, I., Teinfaltstraße, zu haben sind, ist eine überaus lebhafte. Für die Nichttänzer wird ein „Gemüthliches" mit dem Ottakringer Terzett etablirt. An der Spitze des Comites stehen Gemeinderath Theodor Ritter v. Goldschmidt und die Vereins- Präsidentin Frau Sofie Grünfeld. Wien. (S p e n d e n - A u s w e i s für den B r igittenauer Tempelba u.) I. Thanen 15 fl.; I. Eisner 5 fl.; Kopp 2 fl.; B. 5 fl.; Schwarz 2 fl.; M. Eisner 3 fl.; Zierer 20 fl.; Placek 2 fl.; Gustav Schweinburg 5 fl.; I. Ullmann 2 fl.; A. Friedmann 3 fl; A. Brandstein 3 fl.; D. Weiß 5 fl.; v. Erdos 2 fl.; Eibufchitz 5 fl.; Freund 3 fl.; Ornstein 3 fl.; Gallia 5 fl.; Bleier 5 fl.; Farker 2 fl.; E. S. 2 fl.; Tr. Stieglitz 2 fl.; Drexler 2 fl.; Robitschek 2 fl.; Schneck 3 fl.; I. Weiß 2 fl.: C. Kohn 3 fl.; Hofmann 5 fl.; Jnl. Seidner 3 fl.; B. Lombek 5 fl.; Jos. König 3 fl.; L. Schneck 3 fl.; D. Reich 2 fl.; C. Schneck 3 fl.; Schreiber 2 fl.; Königstein 2 fl.; Gebr. Pach 3 fl.; S. Silberstein 5 fl.; Rosenberger 2 fl.; Koller 2 fl.; L. Jassinger 2 fl.; Abr. Gold 2 fl.; Nt. Rubinstein 2 fl.; Ph. Goldmann 3 fl.; A. M. Weiler 5 fl.; Glltfreund 2 fl.; S. Jelinek 2 fl.; Glauber 2 fl.; Blumenfeld 5 fl.; M. Winkler & Sohn 5 fl.; Isidor Grohmann 5 fl.; H. Grünwald 2 fl.; I. Zeisler 2 fl.; S. Schicke 2 fl.; David Strauß 5 fl.; S. Karpeles 5 fl.; Julius Blanm 10 fl. Zusammen 214 fl.; bereits ausgewiesen 19.741 fl.; Summa 19.935 fl. Wie»,. Herr Lector I. F r i e d m a n n hat sich dem Vereine jüdischer Mädchen „Hadassa" in liebenswürdiger Weise für eine Reihe von Vorträgen über Bibel und biblische Literatur zur Verfügung gestellt. Diese Vorträge werden ohne Zweifel für die Hörerinnen eine Quelle edlen Genusses und nachhaltiger Anregung sein und finden jeden Samstag von 8—9 Uhr Abends im Beth-Hamidrasch, Tempelgebäude, II., Tempelgasse, statt. Gäste (Damen) willkommen. Wien. Der Humanitätsverein des X. Bezirks Favoriten, dem Herr Weiß präsidirt, hielt Sonntag, den 15. d. M. die alljährlich um diese Zeit statthabende Gedächtnißfeier für die im abgelaufenen Jahre verblichenen Vereinsmitglieder ab. Der prachtvolle Tempel nahm sich bei glänzender Beleuchtung im festlichen Trauerschmucke herrlich aus. Der Besuch der Männer und Frauen war sehr zahlreich. Der Cantor, Herr Schlesinger, executirte die rituellen Gesänge mit dem Chore unter Harmoniumbegleitung auf's Vortrefflichste. Die Festpredigt hielt Se. Ehrwürden Herr Rabbiner Dr. Löwy. Wien. (B e st e l l u n g zum S ch ä tz m e i st e r.) Der gewesene Obmann-Stellvertreter des Tempelvereines, Wien XI., Herr Leopold W e i ß, wurde mit Decret des k. k. Handelsgerichtes Wien vom 16. Jänner 1899 zum Schatzmeister für gebrannte geistige Flüssigkeiten ernannt und gleichzeitig als Zwangsverwalter in die Liste der Zwangsverwalter für die den Handel mit gebrannten geistigen Flüssigkeiten betreffenden Gewerbe eingetragen. Derselbe wurde am 20. Jänner vom k. k. Oberlandesgerichtsrathe von V i t k o r e l l i in Eid genommen. Wien. (Auszeichnung.) Der bei der hiesigen israelitischen Cultusgemeinde als Tempel- und Friedhofdiener thätige Herr Jakob Nessel wurde jüngst für seine 40jährige treue Dienstleistung von der hoben k. k. niederösterreichischen Statthalterei mit der Jubiläumsmedaille ausgezeichnet. Herr Jakob Nessel dient feit dem Jahre 1855 ununterbrochen bei der Wiener israelitischen Cultusgemeinde und erfreut sich noch heute, trotz seiner 72 Jahre, vollkommener körperlicher und geistiger Frische. Wien. (Tanzinstitut Heimann.) Am 31. Jänner l. I., 9 Uhr Abends, findet das diesjährige Schüler- und Familienkränzchen der Tanzschule Heimann im Festsaale des „Hotel Continental", II., Taborstraße, statt. Das Arrangement liegt in den bewährten Händen des beliebten Tanzmeisters Julius Singer. — Karten sind im Institute, II., Praterstraße 43, erhältlich. E. B. Wien. (Jüdische Arbeiterfreundlichkeit.) Von befreundeter Seite wird uns ein schöner Zug jüdischer Arbeiterfreundlichkeit mitgetheilt, welchen wir der Öeffentlichkeit nicht vorenthalten wollen. Bei der Wiener Großindustriellenfirma D. S ch w a r z m a n n u. Co. war der Schneidermeister Herr Mayer Böhm durch 25 Jahre als Zuschneider bedienstet, wurde aber in Folge seines hohen Alters und seiner Kränklichkeit arbeitsunfähig. Böhm versuchte wohl wiederholt, sich zur Arbeit zu stellen, hielt es aber immer nur einige Tage aus und mußte sodann wieder das Krankenlager aussuchen. Da erhielt er, Böhm, den Besuch des Geschäftsleiters obiger Firma, Herrn Moriz G e l b a r t, welcher demselben namens des Herrn David Schwarzmann, Chefs der Firma D. Schwarzmann u. Co., die Mittheilung machte, daß ihm eine reichliche Pension bewilligt worden, damit er seinen Lebensabend sorgenfrei in Ruhe verbringen kann. Ueber diesen Zug von wahrer, edler Menschenfreundlichkeit auf's Tiefste gerührt, wollte Böhm Herrn David Schwarzmann seinen tiefgefühlten Dank abstatten, welcher aber ihm seine Ansprache nicht beenden ließ, sondern zur Antwort gab: „Sie haben mir treu gedient, ich bin glücklich, Ihre treuen Dienste lohnen zu können. Leben Sie noch lange in Gesundheit und Zufriedenheit." Ein Commentar ist überflüssig. Wien. (Todesfälle.) Professor Dr. Emil Zuckerkand! hat einen schweren Verlust erlitten: Sonntag Früh ist hier, 83 Jahre alt, sein Vater, Herr Leo Zuckerkandl. gestorben. — Im Rudolfsspitale auf der Landstraße starb der Abtheilungs- Assistent des Primarius Dr. v. Bamberger, Dr. Schi dl off. Derselbe erkrankte erst vor wenigen Tagen an einer heftigen Blinddarmentzündung. Obwohl schon am zweiten Tage der Erkrankung die Operation gemacht wurde, konnte der bösartigen Krankheit doch nicht mehr Einhalt gethan werden und bald machte der Tod den Leiden des jungen, zu den schönsten Hoffnungen berechtigenden Arztes ein Ende. Dr. Schidloff war als Arzt und Mensch bei den Patienten, sowie bei seinen Vorgesetzten ungemein beliebt. Sein Hinscheiden rief in den Aerztekreisen tiefe Theilnahme hervor. Rührend war es anzusehen, wie todtkcanke Patienten, die für sich selbst nichts mehr hofften, von dem tragischen Schicksale des jungen Assistenten betroffen wurden. Wien. (Todesfall.) Vorige Woche starb hier nach kurzem Leiden der Oberinspector i. R. der Nordbahn, Herr Koppelmann S a ch s e l, im Alter von 78 Jahren. Der Verblichene, der in Fachkreisen als ausgezeichneter Eisenbahnbetriebstechniker einen glänzenden Ruf genoß, stand durch 45 Jahre im activeu Dienste. Im Jahre 1848, kurz nach der Gründung der Nordbahn, trat er in den Dienst derselben und bekleidete viele Jahre den Posten eines Stationschess in Brünn, woselbst er sich im Kriegsjahre 1866 um die Militär- und Provianttransporte außerordentlich verdient machte. In Anerkennung seiner hervorragenden Wirksamkeit wurde er damals vom Kaiser mit dem goldenen Verdienstkreuze mit der Krone ausgezeichnet. Für seine nicht minder verdienstvolle Thätigkeit im bosnischen Feldzuge wurde er dann mit dem Ritterkreuz des Franz Josef - Ordens decorirt. In all' seinen verschiedenen Stellungen, auch als Betriebsinspector in Mährisch-Ostrau und Wien, erfreute er sich dank seiner Humanität, die mit strenger Rechtlichkeit gepaart war, der Verehrung und Sympathie seiner Beamten, sowie der größten Werthschätzung Aller, die ihn kannten und jemals mit ihm gesellschaftlich oder geschäftlich in Berührung kamen. An seiner Bahre trauern seine Gattin Frau Caroline S a ch s e l, mit der er lange Jahre in der denkbar glücklichsten Ehe lebte,

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