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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1898-12-30 · 52 (30.12.1898) · page 13

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
15 (1898)
Issue
52 (30.12.1898)
Date
1898-12-30
Page
– (sequence 13)
Language
German
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Nr. 52 Dr. Bloch's Wochenschrift. Seite 95? Wien. Für die kranke blinde Witwe sind uns zugekommen von Frau Marie Heisler in Chrast 2 fl. Wien. An Spenden für die armen Tattisweber in Kolomea sind uns zugekommen von Frau Marie Heisler in Chrast 3 fl. Wien. (Verlobung.) Fräulein Rosa Peterselka, Tochter des Herrn Mar Peterselka, Cantor und Amtsleiter der israelitischen Cultusgemeinde, hat sich mit Herrn Eduard Kaufmann aus Budapest verlobt. Wien. (Spenden-Ausweis für den Brigitte n a u e r T e m p e l b a u.) H. F. 2 si., Janowsky W. 3 fl., I. Stern 5 fl.. Fr. Redlich 10 fl., Dr. Mizer 1 fl., W. M. 2 fl., M. M. flm. 5 fl., Dr. Kaßan 5 fl., Weik v. Wellenstein 10 fl., I. R. 5 fl., A. Winkler u. Co. 2 fl., I. Herschmann 5 fl., A. Deutsch 3 fl., M. H. 5 fl., Dr. Jelener 5 fl., I. Bachrach 5 fl., Dr. Hecht 5 fl., Naschauer 5 fl., Grünbaum 5 fl., L. W. 5 fl., Marmorek 2 fl., E. Kirsch 2 fl., I. May 5 fl., Wunder 2 fl., Sigm. Neustadtl 5 fl., Noe Stroß 5 fl., Brüder Kann 50 fl., H. Patek 3 fl., L. Flamm 2 fl., A. L. W. 4 fl., S. W. sim. 5 fl., Ed. Bondi 2 fl., Dr. Löwy 2 fl., Dr. Deutsch 2 fl., Justitz 5 fl., C. Lemberger 2 fl., B. Kloß 2 fl., Dr. Freund 2 fl., I. Mittler 5 fl., L. Beck u. Söhne 2 fl., W. Freienfeld 5 fl., Dr. Josef Freienfeld 5 fl., A. Kromes 2 fl., Suß u. Bollag 2 fl., Dr. Eibenschitz 2 fl., P. S. 5 fl., Garmann 2 fl., Fischer 2 fl., Kaufmann 2 fl., A. Freund 3 fl., A. Raab 2 fl., Zwieback u. Bruder 5 fl., Dr. M. K. 5 fl., A. Kelsen 5 fl., Dr. Gomperz 2 fl., S. Kelsen 5 fl., L. König 2 fl., Saborsky 2 fl.. Lichtenstein u. Bruder 3 fl., Caro u. Jellinek 5 fl., Ph. Herzog 2 fl., S. Klinger u. Kohn 5 fl., S. Hollitscher 2 fl., Rector Schwarz 5 fl., Marcus Bruckner 3 ft, A. Mayer u. Co. 5., A. Schreiber 2 fl., Neumann 2 fl., Winter 2 fl., B. Kohn 5 fl., Wertheimer 2 fl., H. Kowanitz 2 fl., Dr. Löbl 2 fl., Nachad Web. Doctor 5 fl., I. Aboor 2 fl., B. Aborgenstern 5 fl., B. Kermin 2 fl., I. Großmann S6n. 5 fl., A. Fleischmann 2 fl., G. Beer 2 fl., I. Seelenfried 2 fl., M. Bellak 2 fl., A. Nagel 5 fl., M. Abeles 3 fl., W. Kollmann 5 fl., A. Kahn 2 fl., I. Fuchs 2 fl., E. Pollak 2 fl., M. Wurzel 2 fl., Heinrich Glaser 20 fl., Heinrich Weiner 100 fl., S. Donath 5 fl.; durch Herrn Wünsch gesammelt: Dr. Hermann Blumenfeld 25 fl., Architekt Sedler 15 fl. Zusammen fl. 522. Bereits ausgewiesen 18.594 fl. Summe 19.117 fl. Wie«. (Gesang- und O p e r n s ch u l e). Herr Obercantor Philipp Kläger im IX. Bezirk eröffnet mit Beginn des nächsten Jahres eine von der k. k. Statthalterei concessionirte Gesangs- und Opernschule. Herr Kläger hat bekanntlich das Conservatorium als Schüler Gänsbachers mit Vorzug frequentirt und ist in den letzten Jahren häufig sowohl in eigenen als auch in Wohlthätigkeitsconcerten mit gleichglänzendem Erfolge ausgetreten. Die Kritik rühmte die herrlichen Stimmmittel Klägers und die Kunst, mit der er sein prächtiges Organ zu behandeln versteht. Es stehen ihm alle jene Mittel des Vortrages und der Empfindung zur Verfügung, die allein den echten Künstler ausmachen. Es ist daher nicht zu verwundern, daß er schon zur Zeit, als er Obercantor in Olmütz war, aus der Reihe seiner Verehrer einen Kreis von Schülern um sich sammelte, die sich zum Theile aus der höchsten Gesellschaft Olmütz, zum Theile — Kläger war Ehrenmitglied im Ofsicierscasino — aus Offizieren recrutirte. Schon an diesen Schülern rühmten die Blätter allgemein die treffliche Schulung und ehrten Kläger durch überaus schmeichelhaftes Lob. Die (anerkannten Leistungen, die Kläger aufzuweisen hat, sichern dem neuen Institute den besten Erfolg. Seit circa drei Jahren ist K l ä g e r bekanntlich Lehrer am Königsberg'schen Mädcheninstitute und erzielte daselbst ausgezeichnete Resultate. Gestützt auf diese Erfolge eröffnet Kläger mit Anfang des nächsten Jahres auch einen Mädchenmrs für Solo- und Salongesang. Skolki (Makkabäerfeier.) Der hiesige Verein „Dorschei Mada" hat am 11. d. M. eine Makkabäerfeier veranstaltet, welche angesichts der beträchtlichen Zahl des theilnehmenden Publicums einen glänzenden Verlauf nahm. Der Obmann des Vereines, Herr Heinrich August, eroffnete die Feier mit einer kurzen, gediegenen Begrüßungsrede. Nachdem die Weihlichter durch den Vereinsvorbeter angezündet und der Segen gesprochen wurde, intonirten 14 Zöglinge der hiesigen Baron Hirsch-Schule unter Leitung des Lehrers Herrn Abraham Katz das „Haneiros haluli“ sammt Musikbegleitung, welches mit Beifall ausgenommen wurde. Herr Dr. weck. Emil Friedländer ergriff sodann das Wort zu einer an Form und Inhalt gediegenen Festrede; begeisternd, wie er sie vortrug, hat sie auch Begeisterung hervorgerufen. „Ein ewiger Kampf ist es, sagte unter Anderem der Redner, den wir Juden, ein Makkabäerhäuflein im großen Weltgebäude, unter steter Gefahr für Seele und Ehre zu kämpfen haben. Mt der Aufgabe, unermüdlich zu kämpfen, steht aber die zweite, Licht anzuzünden, in untrennbarem Zusammenhänge. Gottes erstes Schöpfüngswort lautet: „Es werde Licht!" Licht ist das Symbol Israels und Licht zu verbreiten seine heilige Aufgabe. Alle jene Fürsten und Staatsmänner der Vergangenheit, welche glaubten, das Rad der Zeit aufhalten zu können, denen Bildung und Aufklärung ein Gräuel war, sie Alle waren erbitterte Judenfeinde, einzig und allein aus dem Grunde, weil sie in dem Juden den unentwegten und nicht zu unterdrückenden Träger des Lichtes und der Geifteserleuchtung erblickten. Das darf aber Israel keineswegs behindern, in aller Welt die Chanukalichter der Wissenschaft, der Bildung, der hohen Gesittung und der allgemeinen Menschenliebe zu entzünden, das darf Israel mcht abhalten, diese Lichter in alle Fenster und Thüren zu stellen, damit alle Welt erkenne, wie treu und aufrichtig Israel seine Aufgabe, Licht zu verbreiten, zu erfüllen gewillt ist. Halten wir daher in diesem Kampfe aus, damit wir verdienen genannt zu werden: „Die würdigen En'el der Makkabäer." Es folgte hieraus eine Rede des Lehrers Katz in hebräischer Sprache, der in kurzen aber markanten Zügen ein Bild des ewigen Juden aufrollte, der wie der Dornbusch brennt, aber nicht verzehrt wird. Redner schloß mit einem warmen Älppell an die Jugend, die nationalen Heiligthümer im Judenthume zu wahren und jüdisches Wissen zu pflegen. Als letzter Redner trat Herr Sandner auf, der in polnischer Spräche die Frage des Judenthums behandelte. Die Feier übte einen nachhaltigen Eindruck auf das anwesende Publicum ans. A. R. Bistritz a. H. (C o l l e g e n t a g.) Donnerstag den 23. d. M. fand hier im Hotel „zur weißen Rose" eine Zusammenkunft der hier ans Ferien weilenden jüdischen Studenten unseres Ortes sowie der Umgebung statt, in welcher Herr Max Deutsch über das Thema: „Die Religion im Dienste des Zionismus" referirte. Redner widerlegte den Zionismus, gestützt auf viele Bihelstellen, sowohl vom religiösen als auch moralischen Standpunkt. Die zahlreich anwesende Studentennr>d Bürgerschaft faßte eine beinahe einhellig angenommene Resolution, in welcher die Hoffnung ausgesprochen wird, daß sich die jüdische Studentenschaft von phantastischen Ideen wieder ernster Arbeit zuwenden werde. Naab. Wie alljährlich, zu Beginn der Winterszeit, veranstaltete auch in der verflossenen Woche der Raaber israelitische Frauenverein einen Geselligkeitsabend, dessen Reinerträgniß der Unterstützung von Hilfsbedürftigen gewidmet ist. Der Erfolg war diesmal ein überaus günstiger. Durch Mitwirkung von Dilettanten, die sich aus den hervorragendsten Männern der Wissenschaft und künstlerisch veranlagten jungen Damen aus den besten Kreisen der hiesigen jüdischen Gesellschaft recrutirten, insbesondere aber durch die glänzende Gesangsleistung der am Budapester königlichen Opernhaus engagirten Sängerin Fräulein Lili Sznntä, Tochter des hiesigen Obercantors. Das diftinguirte, zahlreiche Publicum spendete den Milwirkenden, Allen voran Fräulein S z ü n t 6, reichen Beifall. Hervorheben müssen wir, daß das Gelingen dieses Abends auch , der Mühenahme der Vereinspräsidentin Frau Herzberg-Keppich und den^Ausschußdamen zu danken ist. Bukarest. Frau Baronin Hirsch hat der jüdischen Gemeinde in Jassy 52.000 Frcs. zur Errichtung israelitischer Schulen in Moineschti, Dorohoj, Bivoluri und Leschpezi zugehen lassen. Mn unsere Leser! Anfangs Jänner k. I. beginnen wir mit der Veröffentlichung des sensationellen Ghetto-Dramas: „iKaüm Srfjiuarjtnkopf” Von Gabryela v. Zapotska. Autorrstrte Bearbeitung für die deutsche Bühne von S. A. Landau. Dieses Theaterstück der berühmten polnischen Schriftstellerin und Schauspielerin, in dem zum erstenmale das Ghetto-Milieu dramatisch behandelt wird, ist dem Namen nach bereits in den weitesten Kreisen bekannt. In Warschau wurde es ununterbrochen nacheinander 114 mal, in Krakau und Lemberg wiederholt unter allseitigem Beifall aufgesührt. Juden und Christen sahen plötzlich eine neue Welt unsäglichen

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