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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1898-05-06 · 18 (6.5.1898) · page 16

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
15 (1898)
Issue
18 (6.5.1898)
Date
1898-05-06
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Seite 360 Dr. Vwch « Wocherchtzrifl Nr. 18 Wien. (Trauung.) Dienstag den 10. Mai, 12 Uhr Mittags, findet im israelitischen Tempel I., Seitenstettengasse die Trauung von Fräul. Melitta Elias, Tochter des Herrn Dr. Elias, mit Herrn G. N e b l statt. Wien. (T r a u u n g.) Dienstag den 10. Mai findet in Krakau Hotel Imperial die Trauung von Frl. Mathilde Klein, Tochter des Herrn Moriz Klein in Wien, mit Herrn Hippolit Frommer aus Krakau statt. Wien. (T r a u u n g.) Mittwoch den 18. Mai, Nachmittags 3 Uhr, findet zu B e r l i u iu der Reformsynagoge. Johannisstraße 16, die Trauung von Fräulein Helene Edle von Z w i k l i tz, Tochter des Herrn Felix Edlen von Zwiklitz in Berlin, mit Herrn Med. Dr. Oscar S a m u e l y, Sohn des Großindustriellen Herrn Samuel Samuely in Wien, statt. Wien. 22. April. Die Avancement-Liste für Mai bringt die Ernennung mehrerer jüdischer Stabs- und Ober-Officiere. Darunter befinden sich der Marine-Oberstabsarzt erster Classe Dr. Wilhelm Sachs und der Marine-Oberstabsarzt zweiter Classe Dr. Nathan Fried. Ersterer besitzt Oberst-, letzterre Oberstlieutenant-Rang. Wien. Auch am zweiten Jahrzeitstage des seligen Philanthropen Baron Hirsch hielt der Gelehrte und hebräische Schriftsteller Marcus W e i ß m a n n C h a j e s, im Beth ha- Midrasch (kl. Schiffgasse 17) eine vortreffliche inhaltsreiche Rede, anknüpfend an die Wochenabfchnitte, „Achre - Moth, Kedoschim" unter Anwendung der auf die großartigen wohlthätigen Stiftungen des erwähnten Barons und dessen hochherziger Gattin Frau Baronin Clara de Hirsch, und citirte viele paffende Talmudstellen. Wien. Aus Anlaß des Sterbetages des hochseligen Baron Moriz Hirsch fand am 30. April l. I. im Bethause „Liwias Chen", H., Obere Donaustraße 89 eine solenne Trauerfeier statt, welcher zahlreiche Andächtige anwohnten. Das Vereinsmitglied Herr Jacob März versah die Trauerfunction, Wie«. (S ch l u ß st e i n l e g u n g.) Dienstag den 10. Mai, 107, Uhr Vormittags, findet in Wien X., Humboldtplatz 7, die feierliche Schlußsteinlegung des zur bleibenden Erinnerung an das 50jährige Regierungs-Jubiläum unseres allgeliebten Kaisers erbauten Tempels statt. Wien. (40j ä h r i g e s Jubiläum.) Der Bethausdiener der israelitischen Cultusgemeinde, Herr B e r t h o l d Rosenberg, vollendet am 14. d. M. das 40. Dienstjahr in diesem seinem Amte. Er hat sich stets durch strenge Pflichterfüllung und unverdrossene Arbeitsfreudigkeit ausgezeichnet. Wien. (Todesfall.) Am 2. d. M. verschied hier Moses F e ß l e r. der Präsident des Wohlthätigkeitsvereines für die westlichen Bezirke Wiens „Nachlath Jeschurun" und Vorstandsmitglied des Tempelvereincs Mariahilf, im 82. Lebensjahre. Herr Moses Feßler widmete sein langes, an Arbeit und Ehren reiches Leben der Stärkung und Kräftigung unseres heiligen Glaubens und der hingehendsten Sorge für jüdische Jntereffen. Er genoß einen weitverbreiteten Ruf und allgemeine Verehrung, so daß ihn nicht nur zahlreiche jüdische Vereine, sondern auch seine Heimatsgemeinde Nikolsburg zu ihrem Ehrenmitgliede ernannte. Die Liebe und Achtung seiner Glaubensgenossen gelangte insbesondere bei der Feier seines 80. Geburtstages zum imposanten Ausdruck. Arme Preisen seine selbstlose Wohlthätigkeit und Mildherzigkeit und verlieren in ihm einen fürsorgenden Vater. Das am 5. d. M. stattgefundene Leichenbegängniß gestaltete sich zu einer großartigen Trauerfeier, welche Zeuguiß gab von der wahrhaft patriarchalischen Verehrung, deren sich Moses Feßler erfreute. Wien. Am 2. Mai starb im 78. Lebensjahre Frau Katharina Stern, geb. Hüller, nach längerer, schmerzlicher Krankheit. Die Verblichene war eine Dame, welche durch seltene Gaben des Geistes ausgezeichnet war und deren Herzensgüte und Wohlthätigkeitssinn allgemein bekannt waren. Mit besonderer Sorgfalt widmete sie sich der Erziehung ihrer Söhne und Töchter und erlebte die Freude, sie in hervorragenden gesellschaftlichen und geschäftlichen Positionen zu erblicken. Die Leichenfeier gestaltete sich zu einer imposanten Trauerkundgebung. Die Söhne, Töchter und Schwiegertöchter, sowie die Herren Oberstlieutenaut Frederick Bowyer-Love, Oberstabsarzt Dr. Deunis Francis Keegan als Schwiegersöhne betrauern mit Allen, welche die treffliche Frau gekannt, ihren Heimgang. Für jüdische Interessen war Frau Stern stets mit Rath und That bereit. Sie zählte ' seit Gründung unseres Blattes zu unfern wohlwollenden Gönnern. Friede ihrer Asche! Ehre ihrem Angedenken! Wien. (Todesfall.) Am Freitag den 29. v. M. verschied im 72. Lebensjahre nach längerer schmerzvoller Krankheit Frau Cäcilie Klein geborne Pollak, eine durch edle Herzenseigenschaften ausgezeichnete Dame, deren Heimgang lebhaft beklagt wird, von Allen, die sie gekannt haben. Die Leichenfeier fand unter außergewöhlicher Theilnahme statt. Herrn Hermann E l t b o g e n einem ihrer Schwiegersöhne, dem rührigen Präses des Brigittenauer Bethausvereines, sind viele Condolenzen aus allen Gesellschaftskreisen zugegangen. Wieu. (B e r i ch t i g u n g z u m S p e n d e n a u s w e i s. Wir werden ersucht, zu constatiren, daß die im vorwöchentlichen Spendenausweise für Jerusalem angeführten: „Von Rabbiner Reich in Baden 16 fl." sich aus Spenden von Alois Fleischmann 5 fl., Mathias Adler 6 fl., Director Felder 5 fl. zusammeusetzen. Wien. Die bekannte Graphologin Frl. Dolphine P o p s e hatte verflossenen Monat im „Oesterreichischen Naturheilverein" eine graphologische Seance und erntete den reichsten Beifall des zahlreich anwesenden Publicums sowohl mit ihren Erklärungen und Zeichnungen, aus welchen man die Güte, Egoismus, Aufrichtigkeit, Verschlossenheit und noch andere Eigenschaften erkennt, als auch mit der Beurtheilung der ihr anonym vorgelegten Schriftproben. Frl. P o p ö e. wird bei Verlobungen, Stellengesuchen, in Fällen, wo es sich um die Förderung der Selbsterkenntnis; handelt, sehr häufig um ihr Gutachten gefragt, sowie bei Feststellung gefälschter Schriften, bei Wechselfälschungen, anonymen Briefen rc. Die Graphologin bleibt bis 20. Mai in Wien, wo sie, VIII, Schlösselgasse 26, Sprechstunde von 3-5 Uhr, schriftlich und mündlich ihren interessanten Beruf ausübt. Wien. Montag den 2. Mai d. I. fand in Robitsek's großem Saale die Generalversammlung des „E h e w r a B i k u r C h o l i m" vom IX. Bezirke statt. Vorstand Leopold H e n d l begrüßte die Versammlung und constatirte die Beschlußfähigkeit Zur Erstattung des Rechenschaftsberichtes entspinnt sich eine lebhafte Debatte, weil die im Vorjahre gewählten Revisoren nicht zur Revision einberufcn wurden, und wird schließlich über Vorschlag des Mitgliedes Herrn Prager dem Ausschüsse das Absolutorium ertheilt. Bei der hierauf vorgenommenen Neuwahl wurden mit überwiegender Majorität in den Ausschuß geivählt die Herren: Leopold Hendl zum Vorstand, Josef R o s e n z w e i g zum Vorstand-Stellvertreter, Wilhelm L ö w Y zum Schriftführer, Samuel F l o ch zum Cassier und als Ausschüsse die Herren Herrn. Fischer, Sal. O e st e r r e i ch e r, L. Witrofsky, Leop. Weiß und Moritz B r a t m a n n. Zu Revisoren wurden die Herren Siegft. K a tz und I. Prager bestimmt. Wilhelmsburq (Niederösterreich). Am 27. v. M. hielt der ehrwürdige Bezirksrabbiner Herr Dr. Schächter aus St. Pölten eine Religionsprüfnng hier ab und hat sich sehr lobend über das pädagogische Wirken und die Vortragsweise des Religionslehrers Herrn Josef Löwinger, hauptsächlich im Hebräischen, ausgesprochen. Znaim. Bei der am 17. April stattgefundenen Vorstandswahl wurden gewählt die Herren: a) Hermann Steiner, der sich während 13jähriger Wirksamkeit wahrhaft unsterbliche Verdienste erworben hat, zum Präses. b) JUDr. Siegmuud R o s e n f e l d und Johann M u ch a zu Beiräthen; c) I. S. Bart, Leo K o h n, Albert L ö w e n st e i n, Jacob S ch i d l o f, MUDr. Emanuel Ullman n, Rudolf W o tz i l k a in den Cultusausschuß. . d) Max Bart, Rudolf L ö w i, Aron Scheuer als Ersatzmänner. e) Hermann Glaser, Josef H e r m a n n, Wilhelm Zulb König, Heinrich Läufer, JUDr. Gustav Schuierdrehe r, Samuel Scheuer, Moritz Lechwitz Schwarz, Siegmnnd Steiner, Alexander Weiß. Jglau, 2. Mai Gestern feierte hier Herr Wilhelm Oesterreicher das sünsundzwanzigste Jubiläum des Bestandes seiner Firma. Der Jubilar, der einer der angesehensten jüdischen Patriciersamilien entstammt, erfreut sich in Folge seiner äußerst coulanten Geschäftsgebahrung, sowie seines integren Charakters wegen des unbegrenzten Vertrauens der jüdischen wie auch seiner zahlreichen andersgläubigen Geschäftsfreunde. Als Mitglied des Vorstandes unserer Cultusgemeinde hat sich Herr Oesterreicher die größten Verdienste um unsere Gemeinde erworben. Seine Seelengüte, sein wahrhaft jüdisch-humaner Sinn, der alle seine Handlungen durchzieht, hat ihm auch die vollste Achtung seiner Mitbürger, sowie die Verehrung seiner Unter-

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