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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1898-05-06 · 18 (6.5.1898) · page 13

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
15 (1898)
Issue
18 (6.5.1898)
Date
1898-05-06
Page
– (sequence 13)
Language
German
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0h. 18 Br. Dwch's BSschrnschrM- .357 chische Aussprüche allgemeine Anerkennung gefunden, sondern auch, wie es in seiner Grabschrift heißt, als vorzüglicher Marhematiker aus. Oppenheim hatte zwei Fraueu. Die erste, Namens Genendel, Tochter des Lippuiauu Kohen, Gemeindevorstehers zu Hannover, starb im Jahre 1713. Er heiratete dann die Tochter des Landesrabbiners Wolf Spira, die Schifra geheißen harte. Am 23. September 1736 hatte Oppenheim im Alter von 72 Jahren seine irdische Laufbahn vollendet. Er hatte zwei Söhne Hirsch Jsaac und Josef. Ersterer war Rabbiner in Hildesheim. Nach dem Tode Oppenheim's wurde Moses Jsak Spira, Enkel des bereits erwähnten Oberrabbiners Aron Simon Spira, zum Landesrabbiner ernannt. Moses Jsak Spira war der Schwiegervater des berühmten Rabbi Jonathan Eibenschütz Nach dem Tode Moses I. Spira wurde die Institution des böhmischen Landesrabbinates aufgehoben und an ihre Stelle das Kreisrabbinat, das in jüngster Zeit gegenstandslos geworden, eingeführt. Correspondenzen. Sitzung des Vorstandes der israelitische« Cultusgemeinde vom 1. Mai 1898 unter dem Vorsitze des Präsidenten Herrn kais. Rath KUnger. Beginn 10 Uhr Vormittags. An Spenden sind folgende Beträge zur Vertheilung an Arme eingelanfen: Von Herrn Dr. Ernst Latscher, Hof- und Gerichtsadvocaten in Wien, 100 fl., welche ihm anläßlich eines anhängig gewesenen Rechtsstreites zur Verfügung gestellt wurden. Von Herrn Bernhard Stern 500 fl. ans Anlaß des Ablebens feiner Gattin Elise geb. P a c i f i c o. Von Frau Rosalie Winter 50 fl. anläßlich des Sterbetages ihres Gatten Ignaz Winter. Von Herrn Dr. Gustav Fried, Hof- und Gerichtsadvocaten in Wien, 100 fl. anläßlich des Ablebens seines Vaters Herrn Hermann S. Fried. Den Spendern wird der Dank votirt. Herr Präsident k a i s.. R a t h K l i u g e r berichtet über die am 25. v. M. stattgefnndeue Vorstellung des Präsidiums bei dem Minister für Cnltus und Unterricht, bei welchem Anlasse Bicepräsident Landesschulrath Dr. Gustav K o h n nähere Mittheilung macht über die dem Minister vorgetragenen Beschwerden in Schulangelegenheiten; des Weiteren gibt der Präsident bekannt, daß er dem an ihn seitens der Proponenten des allgemeinen österreichisch-israelitischen Bundes gerichteten Ersuchen wegen Einladung sämmtlicher cisleithanischen Gemeinden zum Beitritt in den „Bund" zu entsprechen bereit sei. Gemäß der geltenden Wahlordnung hat für die vier Wochen vor Ablauf der Wahlperiode vorzunehmende Ersatzwahl der im Wege der Auslosung mit Ende dieses Jahres zum Austritte kommenden Mitglieder des Vorstandes, das Vertreter- Collegium sechs Wochen vor der Wahl die Wählerliste zur Einsicht der Gemeindeangehörigen aufznlegen. Man werde daher bald mit diesen! Gegenstände sich zu beschäftigen haben und werde es Aufgabe der V. Section fein, rechtzeitig Vorschläge über den Modus der laut ß 6 des Statutes vorzunehmenden Auslosung vorzulegen. Der Präsident theilt weiters mit, daß in Folge der im Leopoldstädter Tempel eingeleiteten Adaptirungs- und Renovirungsarbeiten wider Erwarten gleich nach Beginn der Arbeiten aus baupolizeilichen und sanitären Gründen, sowie ans Rücksichten für die Würde des Gottesdienstes sich nach einem unter Zuziehung von Bauverständigen vorgenommenen Localaugenscheine, die Notwendigkeit ergeben habe, sowohl den Hauptals auch den Jugendgottesdienst in diesem Tempel einzustellen. In der Zwischenzeit wird der tägliche Gottesdienst im kleinen Betsaale, 1l., Tempel'gasse 3 abgehalten werden; da dieser Raum jedoch ein sehr beschränkter ist, werden die Betsitzinhaber eingeladen, für die Zeit der Adaptirungen den Tempel in der Seitenstettengasse zu besuchen. Für das Schebuothfest werden besondere Maßnahmen durch Miethe geeigneter Localitäten getroffen werden und diesbetreffend werde rechtzeitige Bekanntmachung an die Betplatzinhaber der Leopoldstadt erfolgen. Die für den Leopoldstädter Tempel angeküudigten Trauungen werden während der fraglichen Zeit, Folge eines dankenswerthen Entgegenkommens der Vorstände der türkisch-seyhardischen Gemeinde und des Vereines „Beth Israel", nach Wahl der Parteien entweder im türkischen Tempel (11., Eircnsgasse 22) oder im Tempel des Vereines Beth Israel <1!., Leopoldsgasse 26) durch die Functionäre der Cultusgemeinde vorgenommen werden. Die Conflrmation der in der Leopoldstadt wohnenden Confirmaudinnen wird im Stadttempel stattfinden. Diese Mittheilungni werden genehmigend zur Kenntniß genommen. Herr Battrath Stiaßny referirt namens der 11. Section über die Verleihung von Stiftungen. Um die Ignaz Blumenfeld'sche Widmung für Musiker im Betrage von 180 fl. find 20 Petenten eingeschritten. Die Jury, bestehend ans den Professoren Ignaz B r ü l l, Julius Epstein und Carl Goldmark, hat folgenden Ternavorschlag erstattet: * I. loco Jaques W olf; II. „ Moriz Biolin; III. „ Arthur Ä ch nabe l. Ueber Antrag des Referenten wird die genannte Widmung an den Componisten Jagues Wolf ans Wien verliehen. Den Herren Juroren wird der Dank votirt. Um die Dr. Adolf Sack s'sche Stiftung für Techniker, ans welcher 3 Plätze per je 300 fl. zur Verleihung gelangen, haben 71 Bewerber cvmpetirt. Die Znerkennttng erfolgte im Sinne des Referenten-Antrages an 2 Wiener und 1 Prager Petenten. Aus den erübrigten Zinsen der Dr. Adolf Sack s'schen Stiftung für Herz- und Aortakranke per circa 3000 fl. werden über den namens der III. Section erstatteten Antrag des Herrn Referenten Dr. G r ü n f e l d an 38 Petenten theils periodische, theils einmalige Unterstützungen zur Vertheilung gebracht. Nach Berathnng einiger Personalangelegenheiten gibt Herr Präsident kais. Rath K l i n g e r bekannt, daß er zum Zwecke, der gemäß § 97 des Statutes vorzunehmeuden Erledigung des Rechnungsabschlusses für das Jahr 1897 eine öffentliche Sitzung des Vorstandes für den 15. d. M. anberaunren werde. Schluß der Sitzung I Vz Uhr Nachmittags. Wien. (Auszeichnung.) In der jüngsten Generalversammlung des Niederösterreichischen Gewerbevereines wurde wie alljährlich eine Reihe von Vereinsmedaillen aus verschiedenen Stiftungen Angehörigen des Handels- und Gewerbestandes zuerkannt. Auch unser Glaubensgenosse. Herr Leopold Wollner, wurde durch die Verleihung einer silbernen Medaille ans der Freiherr v. Schwarz - Senborn - Stiftung ausgezeichnet. Die „Wochenschrift des Niederösterreichischen Gewerbevereines" schreibt über Herrn W o l l n e r u. A. : * „Im Avril 1890 trat Herr Wollner bei der Actiengesellfchaft für Cartvnnagen-Jndnstrie in Dresden als Correspondent ein, erwarb sich in kurzer Zeit das besondere Vertrauen des Vorstandes dieser Gesellschaft, des Herrn Jean Scherbel in Dresden, auf dessen Wunsch er am 1. April 1891 in das bedeutende Fabriks- und Exporthaus dieses Herrn eintrat. Seine Kenntniß der französischen, englischen, italienischen und spanischen Sprache und seine sonstige Tüchtigkeit, welche sich namentlich im persönlichen Verkehr mit den vielen die Firma Scherbel aufsuchenden Einkäufern manisestirte, veranlagte Herrn Scherbel, Herrn Wollner mit einer leitenden Stellung in seinem Etablissement zu betrauen, welche er am 1. October 1895 nach viereinhalbjäh.riger Thätigkeit ausgab, um die erworbenen Kenntnisse in seiner Vaterstadt Wien zu verwerthen. Herr Wollner ist gegenwärtig bei dem Großindustriellen Herrn Julius Ritter Leon von W e r n b u r g in Wien als Buchhalter und Correspondent für fremde Sprachen zur vollsten Zufriedenheit seines Chefs thätig und zeigt seine Laufbahn von dem lebhaften Bestreben, seine Kenntnisse zu erweitern und die gewonnenen Erfahrungen in seiner Heimat zu verwerthen." Nebst dem Genannten wurde die Schwarz-Senborn-Medaille noch zwei anderen Herren verliehen, in deren Namen Herr Wollner bei der durch den Handelsminister Dr. Baernreuther vorgenommenen feierlichen Preisvertheilung in tiefempfundenen und von der Versammlung mit lebhaftem Beisalle begleiteten Worten seinen Dank aussprach. Baden, 29. April. Einen der Besten und Edelsten haben wir zur Ruhe gebettet. Herr Bernhard K v h n. Clavierfabrikant aus Wien, starb gestern hier im 69. Lebensjahre nach kurzem schmerzlichem Krankenlager. Er hat aus den bescheidensten Anfängen zur geachteten Stellung, zu Wohlhabenheit und Ansehen

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