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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1898-03-25 · 12 (25.3.1898) · page 15

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
15 (1898)
Issue
12 (25.3.1898)
Date
1898-03-25
Page
– (sequence 15)
Language
German
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Nr. 12 Dr Vloch's Mmtzrnptzrrfr Seite 235 Bezirkes. Zum Schlüsse dankte Herr stmä. Psed. Ernst B r o d dem Gesammtvorstande im Namen seiner Geschwister für die seinen Eltern heute erwiesenen Ehrenbezeigungen. Trotz aller Geheimhaltung langten viele Telegramme und G l ü ck w u n s ch s ch r e ib e n an den Jubilar, von welchen das der Präsidentin des Frauenvereines im 2. Bezirke Frau kaiserl. Rath Dr. Bertha K o h n, sowie ein Telegramm der im Geschäfte des Jubilars bediensteten Arbeiter, hervorgehoben zu werden verdienen. Wien. (A l l e r h ö ch st e r Dank!) Se. Majestät der Kaiser ließ durch Se. Excellenz den Herrn Statthalter dem Frauen-Wohlthätigkeits-Vereine im VIII. Bezirke der Stadt Wien den allerhöchsten Dank für die am 12. v. M. stattgefundene Huldigungs-Akademie bekannt geben. Der rührige Verein, an dessen Spitze Frau Amalie Beck, die Gattin des k. k. Hoflieferanten Herrn Hermann Beck, steht, hat die Gründung eines Reconvalescentenheim für arme Witwen und Waisen beschlossen, und werden Spenden zu diesem Zwecke in der Bereinskanzlei VIII., Langegasse 1 entgegengenommen und in der „Oesterreichischen Wochenschrift" ausgewiesen. Wien am 16. März. Der humanitäre Geselligkeits-Verein „Societas" veranstaltete Samstag den 12. März in Rohrhofer's Prachtsaal IX., Sechsschimmelgasse 16, eine Wohlthätigkeits- Akademie, welche Dank dem rührigen Comitö einen glänzenden Verlauf nahm. Bon den Vortragenden ist besonders Opernsängerin Fräulein Melanie Edle von Stettner, Fräulein Julie Meixner, Fräulein Henriette Karlsohn, Fräulein Regine Fischer und der Violin-Vortrag des Herrn Arthur Ritter von Jnnffeld 31t erwähnen. Herr Arthur Ritter von Jnnfeld wurde bei dieser Gelegenheit zum Ehrenmitgliede ernannt. Das aufs Prachtvollste ausgestattete Ehren-Diplom wurde vom Schriftführer des Vereines Herrn Berthold Triedl ausgeführt. Wien. (Fr a u en w 0 h lt h äti gkei t P r 0 v id e n z i a. > Am 25. d. M. werden es 25 Jahre, daß Frau Anna Brandt Schriftführerin dieses Vereines ist, seit dieser Zeit ist die Kanzlei selbstredend unentgeltlich in deren Wohnung, wo alle Donnerstag oft 100—200 Arme zur Betheilung sich einfinden und im Laufe der Jahre viele, viele Tausende Arme Hilfe fanden. Außerdem wurde hauptsächlich Wöchnerinnen die Unterstützung ins Haus gestellt. 4 Präsidentinnen fungirten während deren Wirksamkeit. Vor circa 15 Jahren hat Frau Brandt den ersten Ball für den Verein ins Leben gerufen und diesen Bällen ist das große Vermögen des Vereines hauptsächlich zuzuschreiben. Concerte der letzten 3 Jahre sind das ureigenste Werk der ganz außerordentlich rührigen und tüchtigen Präsidentin Frau Kral l. Als Frau Brandt das Amt aus den Händen ihrer Schwiegermutter, Frau Elisabeth Brandt, die eine der Begründerinnen des Vereines, damals unter den Namen „Landstraße", war, waren 40 Mitglieder mit einem Capital von circa fl. 80. Heute zählt der Verein circa 500 Mitglieder mit einem Capital von über fl. 35.000. Mitgliedsbeiträge und. Spenden wurden stets vertheilt. Nur die Ergebnisse der Veranstaltungen wurden gesammelt und geht der Vorstand heute noch daran, ein Haus für Wöchnerinnen zu bauen. Am 25. März feiert Frau Anna Brandt auch ihre silberne Hochzeit und der Vereinsvorstand beabsichtigt, derverdienstvollen Schriftführerin bei dieser Gelegenheit ein Zeichen der Sympathie und Verehrung zu bieten. Herr Brandt ist Bürger der Stadt Wien, langjähriger Armenrath und genießt als Fabrikant und Geschäftsmann in allen Kreisen der Wiener Gesellschaft wohlverdiente Achtung und Anerkennung. Wien. (Ausweis ei u gegangener Spenden zum Baue eines Tempels in der Brigiltenau.) Herr Albert Kohn 150 fl.; Herr Bernhard Morgenstern, Brünn 25 fl.; Herr Lucian Brunner 5 fl.; Herr Dr. Carl Fleischmann 5 fl.; Herr D. Schwarzmann 25 fl.; Herr Siegmund Kauders 10 fl.; Herr Dr. Alfred Berg 5 fl.; Herr Dr. Josef Kohn 20 fl.; Herren Jacob Schick und Bruder 5 fl.; zusammen 250 fl.; bereits ausgewiesen 14.693 fl.; im Ganzen 14.943 fl. Wien. lS penden.) Zur Linderung der Noch des Schutzbefohlenen des Herrn Lederer in Theussing: Ergebniß einer Collecte unter den Mitgliedern der Cultusgenieinde in Theussing 10 fl. 40 kr.; Dr. Wurmfeld, Prag, Platteis 1 fl.; zusammen 11 fl. 40 kr. Wien. (Spende n.) Für die kranken Israeliten des heil. Landes sind uns von Herrn Josef Turnovsky in Kladno 5 fl.; von Herrn M. Schulz, IX., Lackierergasse 9 fl. 50 kr.; von Herrn I. Suschitzki in Jnzersdorf 50 kr.; für das Central- Comitß in Hebron von Herrn B. Krieger in M.-Ostran 3 fl. zusammen; zugekommen 18 fl. Wiener-Neuftadt. In Ebreichsdorf verschied am Montag den 14. d. M. Herr Samuel Schlesinger, Chef der Firma S g a l i tz e r u. Schlesinger. Derselbe wurde am Montag unter zahlreicher Betheiligung der Ebreichsdorfer Bevölkerung mittels Fourgon nach Wien überführt, woselbst die Beerdigung auf dem Centralfriedhof am Mittwoch den 16. d. M. ',10 lihr Vormittags stattfand. Herr Schlesinger erfreute sich sowohl in Geschäftsals auch Privatkreisen größter Beliebtheit und Hochachtung. An ihm verliert die Cultusgemeinde, wie auch das übrige Judenthum einen treuen Glaubensgenossen, die Armen einen Wohlthäter. Die Erde werde ihm leicht! Austerlitz. Das am 7. März in Kraus' Restauration abgehaltene Brudermahl der hiesigen Chewra-Kadischa hatte einen glänzenden Verlauf. Der Präses, Herr Josef Eisler, begrüßte die Gäste und schloß mit einem „Hoch" auf den Kaiser. Herr S. Kollek verlas die Begrüßungstelegramme ferne weilender Mitglieder. Ein bedeutender Beifall wurde der Rede des um die Hebung dieses Festabendes sehr verdienten Vereins-Schriftführers, des Herrn Jg. Krampfliöek, gezollt, welche anerkennend erwähnt zu werden verdient. In der Einleitung dankte der Redner den Damen für ihre Anwesenheit. Hierauf wurde der 50jührigen, glorreichen Regierung unseres Landesvaters Erwähnung gethan, unter dessen milden Scepter in Oesterreichs Gauen die goldenen Worte „Freiheit sei dem Lande und seinen Bewohnern" erschollen und dessen höchstes Streben die Wohlfahrt aller Unterthanen ohne Confessionsunterschied ist, zu dessen geheiligter Person wir Juden mit berechtigtem Vertrauen emporblicken. Beim Schluffe der wirkungsvollen Rede erhoben sich alle Anwesenden und stimmten in ein Hoch auf unseren geliebten Kaiser ein. Nach dem 2. Gange dankte Frau Jos. Eisler und toaftirte auf die anwesenden Herren, was mit einem abermaligen Toaste des Herrn Jg. Krampflieek auf die Familie Eisler erwidert wurde. — Für den heiteren Theil des Festes sorgten: Herr Cantor Schön, Herr Julius Kollek und Herr I. Tyntner durch Gesang und Vorträge. Prag. (Verein der jüdischen Hochschüler in P r a g.) Das Ergebniß der am 19. d. M. stattgefundenen Wahlen des Ausschusses für das Sommersemester 1898 ist folgendes: Obmann Med. Meißner, Obmann-Stellvertreter M.-U.-C. Sachs, 1. Schriftführer Med. Kaufmann, 2. Schriftführer Techn. Wiener; Cassier Med. Moll; Bibliothekar J.-U.-C. Kral; Oeconom Techn. Gel ln er. Prag, 14. März. Wie alljährlich sind auch in diesem Jahre die statutenmäßigen Büßpredigten der Chewra-Kadischa abgehalten worden. Mit der Abhaltung der ersten ist der vor Kurzem zum Prediger der Zigeunerschul erwählte Herr Doctor A<adar Deutsch vom Vorstande der Chewra betraut worden. Dr. Deutsch löste seine Aufgabe zur Zufriedenheit der zahlreich versammelten Zuhörer. Der reiche Beifall, der dem Herrn Dr. Deutsch zu Theil wurde, veranlaßte ihn, die Predigt zu veröffentlichen. Dieselbe wird gewiß wegen des interessanteck Themas, das sie behandelt — Jüdische Pietät — die Leser anregen und befriedigen, wie sie die Zuhörer angeregt hat. Die zweite Rede hielt, wie alljährlich, der jeweilige Öberrabbiner der Prager- Gemeinde in der Klaussynagoge. G. Prag, am 20. März. Heute fand das Leichenbegängniß des Universitäts-Docenten Med. u. Chir. Dr. Jacob Schutz statt. Derselbe, der Nestor der Prager Aerzte, hatte das Alter von 82 Jahren erreicht. Unter anderen Verdiensten, die er sich um die Allgemeinheit erworben, verdient hervorgehoben zn werden, daß er ein Mitgründer des vor weit mehr als einem halben Jahrhundert entstandenen israelitischen Vereines »Nächstenliebe" war, der sich aus kleinen Anfängen zu imposanter Höhe emporgeschwungen, zu den allerersten wohlthätigen Instituten der Gemeinde gehört und die segensreichste Wirksamkeit entwickelt. Dem Leichenwagen folgten der Decan der medicinischen Facultät Dietrich, die Hofräthe Professor Krasnapolsky und Professor P nbram, die Professoren Kisch, Werl u. A., der Oberrabbiner und die Rabbiner Prags und der Umgebung, der Präses und Bicepräses der israelitischen Gemeinde-Repräsentanz, zahlreiche Mitglieder derselben, Schriftsteller, Toctoren aller Facultäten Großindustrielle, Vereinsvorstände u. A. m. Friedek. (N e u w a h l e u.) Gegen die am 31. Mai 1896 vollzogene Wahl der Ausschuß-Mitglieder in die Cultusgemeinde wurde der Recurs eingebracht. In Folge Entscheidung des Ministeriums für Cultus und Unterricht wurde dem Recurse stattgegeben und im zweiten Wahlkörper die Wahl eines, im ersten jedoch die Wahl sämmtlicher fünf Mitglieder angeordnet. Bei der Neuwahl wurde im zweiten Wahlkörper Herr Marc. Brenner, Kaufmann in Mistet, im ersten Wahlkörper die

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