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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1898-01-21 · 3 (21.1.1898) · page 16

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
15 (1898)
Issue
3 (21.1.1898)
Date
1898-01-21
Page
– (sequence 16)
Language
German
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MTwraraarrMru. ir^m1nn«n-MM':i ■■ ' »IW»giri««nnagWa>'J* «cttc 56 Vr. VlVch*s Wothrnschrtft Nr. 3 Wien. (Oesterreichisch-JsraelitischeUnio n.) Samstag den 22. Jänner d. I., halb 8 Uhr, findet im Restaurant Khuner I., Schottenring 19. eine Vereinsversammlung statt. Tagesordnung: 1. Mittheilungen des Präsidiums. 2. „Die gegenwärtige politische Situation", besprochen vom Landtags-Abgeordneten Regierungsrath Professor Friedrich Kick. 3. Anträge und Interpellationen. Gäste willkommen! Der Vorstand. Wien. (Freiherr Nathaniel v. Rothschild.) Der Kaiser hat dem Freiherrn Nathaniel v. Rothschild die Hoffähigkeit verliehen. Seinem Bruder, Freiherrn Albert v. Rothschild, ist diese Auszeichnung schon vor mehreren Jahren zu Theil geworden. Wien. Sonntag den 23. d. M. findet um halb 1 Uhr Nachmittags im Hotel Central, Taborstraße 8, die Trauung von Frl. Therese Lazarus, Tochter des Herrn M. Lazarus, mit Herrn Jgu. Buchsbaum aus Preßburg statt. Wien. Herr Robert Brüll, General-Directionsrath im Eisenbahnmiuisterium feierte am 12. d. M. mit seiner Frau Jenny geborenen Oppenheim das Fest der silbernen Hochzeit. Von den vielen Freunden und Verwandten des Jubelpaares kamen demselben die herzlichsten Gratulationen und sinnige Aufmerksamkeiten zu. Wien. (S p e n d e.) Aus Anlaß einer Hochzeit hat Herr Hermann W e i n.b e r g e r aus Fünfhaus für den 111jährigen Greis eine Collecte veranstaltet, die den Betrag von fl. 14 ergeben hat. Der Betrag wird seiner Bestimmung zugeführt. Wie». (Jüdische akademische Lesehalle.) Die Jüdische akademische Lesehalle veranstaltet Samstag, den 15. Jänner, 7 Uhr Abends, im Gewerbevereinssaale einen Vortrag des Herrn Redacteur Heinrich Glücks mann: „Anti, eine Zeitplauderei" mit anschließender Recitation des Herrn Raphael F a e l b e r g. Wie«. Der literarische Geselligkeitsverein jüdischer Mädchen „Mo ri a" veranstaltet Dienstag den 8. Februar im Saale des kaufmännischen Vereines, I., Johannesgasse 3, einen Vortragsabend mit nachfolgendem Tanzkräuzcherl. Wien. (Verein jüdischer Mädchen „Hadass a".) Der neugewählte Ausschuß im Mädcherwerern „Hadass a" setzt sich aus folgenden Damen zusammen: Präsidentin: Bertha Schulmann; Vicepräsidentin: Karoline Lederer; 1. Schriftführerin: Rosalie Hammer; 2. Schriftführerin: Melanie Eisenschreiber; Eassierin: Rosa Kraus; Bibliothekarin: Jenny Bock; 3 Revisorinnev: Eäcilie Lederer. Nelly Bock, Emilie Fuchs. Der nächste Vortragsnachmittag des Vereines findet Sonntag den 23. d. im Sitzungssaale der Cultusgemcinde, Seitenstettengasse, statt und sind Gaste herzlich willkommen. Beginn 4 Uhr. Wien. Der H u m a u i t ä r e V e r e i u derGroß- M e s e r i t s ch e r in Wien veranstaltet Donnerstag den 3. Februar 1898 im Prachtsaal des „Hotel Continental" (Eingang : II., Taborstraße 4) ein Costüm-Kränzchen (ohne Cvstümzwang) zu humanitärem Zwecke. Die Ballmusik besorgt die Capelle des bosnisch-herzegowinischen Infanterie-Regimentes Nr. 1 Beginn 9 Uhr. Tanz-Arrangement: Herr Julius Singer. Wien. (Tischgesellschaft „Humor". XVI. Hellgafie 7.) Die humanitäre Tischgesellschaft „Humor" veranstaltet Sonntag den 30. Jänner 1898. halb 10 Uhr, im Ballsaale Ronacher einen Costumeball. Ballmusik besorgt die k. u. k. Jnfanterie-Regiments-Capelle Nr. 61. Ritter von Hold. Das Tanzarrangement liegt in den Händen des Herrn Tanzmeisters Julius Singer. Seitdem Bestände dieser Tischgesellschaft, welche im Jahre 1892 gegründet wurde, gelangten nachweislich gegen 1000 Gulden ausschließlich an würdige, israelitischeMrme'zur;Vertheilung und es sollen auch dieses Mal die Ueberschüsse aus den Einnahmen des Balles dem gleichen Zwecke zugeführt werden. Wie«. Herr Em. Baumgarten feierte am 15. d. M. sein 70. Geburtsfest. Durch zwei Jahrzehnte gehörte er dem Wiener israelittschen Cultusvorstand und auch dem niederösterreichischen Landesausschuß an und wichtige Referate wurden seiner bewährten Einsicht anvertraut. Humanitären Bestrebungen widmete er sich stets mit Aufopferung und Hingebung. Mit der Feder trat er gewandt und (energisch für die Rechte der Unterdrückten ein. Der verdiente Mann wurde vielfach durch Gratulationen erfreut. In vollster geistiger Frische und körperlicher Rüstigkeit schreitet er auf den 80er los. Seine Verehrer wünschen, ihn keineswegs unter pari herzugeben. Wien. Donnerstag den 6. d. M. fand im israelitischen Blinden-Jnstitute ein Requiem für weiland Baron Jonas KöN'igswarter statt. Diesem Acte ging die feierliche Enthüllung des von dem bekannten Maler Ad. A l b e r t i trefflich gemalten Bildnisses des verstorbenen Präsidenten, kais. Rath Dr. W ö l f l e r voraus. Obercantor Singer trug das Minchagebet und einen Psalm unter Mitwirkung der Zöglinge der Anstalt in besonders erhebender und weihevoller Weise vor. Das künstlerisch vollendete Bildniß macht durch seine Porträtähnlichkeit, durch den wohlgetroffenen Gesichtsausdruck, durch die vortreffliche Wiedergabe der geistig sinnenden Augen und des meisterhaften Colorits den besten Eindruck. Director Heller hielt eine schwungvolle Gedächtnißrede. Dem feierlichen Acte wohnte das gesammte Curatorium, mehrere Vertreter des Cultusvorstandes und ein distinguirtes, geladenes Publicum bei. Wien. Anläßlich des Geburtstages des Sultans Abdul Hamid fand Sonntag den 9. d. M. im türkisch-israelitischen Tempel eine Sultanfeier statt, welcher der türkische Botschafter, Excellenz Mahmud N e d i m B e y mit dem Botschaftspersonale, Consul v. Dirsytay sammt Gemahlin, Consul T h a l b e r g v. Nevlinsky, Abgeordneter Hofrath K a r e i s, Polizeibezirksleiter Ken da, mehrere Gemeinderäthe, der Vicepräses der Wiener Cultusgemcinde Dr. Gustav Kohn, Vorsteher Wasser Vogel, Bezirksausschuß Ellbogen, Rabbiner Dr. Gelbhaus und andere Festgäste beiwohnten. Der Botschafter wurde im Vestibüle vom Gesammtvorstande Präses Marcus M. R u s s o, Vicepräses Licco A d u t t, Vorsteher A. M. Elia s, Rudolf Mazliach, Cäsar D a n o n, Gabriel H. A d u t t und dem Secretär Dr. Eduard T h a l e r empfangen und unter den Klängen eines Orgel- und Harfenpräludiums in das festlich beleuchtete Gotteshaus geleitet. Die Feierlichkeit wurde mit einem Matowu eröffnet, und hieraus hielt Rabbiner P a p o in spaniolischer Sprache die Festpredigt. Besonders exact und wirkungsvoll brachte der unter Leitung des Chordirigenten L ö w it stehende Chor die Festhymne von H. Elias zur Aufführung. Hierauf recitirte Obercantor Bauer das Gebet für Se. Majestät den Sultan, und mit der Absingung der Sultan-Hymne fand dann die Feier ihren Abschluß. Beim Verlassen des Gotteshauses sprach der Botschafter seine vollste Anerkennung sowohl dem Vorstande, als den beiden Functionären über die schöne und erhebende Feierlichkeit aus. Wie«. (K o ch k u n st a u s st e l l u n g.) Bei der vorige Woche geschloffenen Kochkunstausstellung wurde auch Herr Adolf Bader für einen ausschließlich privilegirten, von ihm erfundenen Eierköpfer mit einem Anerkennungsdiplom ausgezeichnet. Wien. (P r ä m i i r u n g einer Koscher-Sel-. cherei.) Der bürgerliche Fleischselcher Herr Carl Lustig, Wien, II. , Circusgaffe 10 und 20, wurde am Eröffnungstage von Seiner Majestät durch eine huldvolle Ansprache ausgezeichnet. Der Kaiser geruhte zu äußern: „Ihre Ausstellung ist wirklich sehr geschmackvoll und sehr appetitlich." Herr Luftig erhielt die goldeneMedaille der A u s st e l l u n g für seine vortrefflichen Fabrikate, welche sich durch Wohlgeschmack, Haltbarkeit und reinliche, streng rituelle Zubereitung im In- und Auslande größter Beliebtheit erfreuen. Sie werden in der eigenen Selchwaarenfabrik des Herrn Lustig hergestellt und blos das Allerseinste ist ihm — Wurst. Der Betrieb steht auf der vollen Höhe der modernsten Technik und die Elektricität hilft mit, treibt Räder und setzt alles in Schwung. Aber die eigentliche treibende Kraft des Ganzen ist doch der Eifer des Chefs, der 1871 mit kleinen Mitteln sich etablirte, nunmehr im eigenen Hause residirt und am Tage der Eröffnung der Kochkunstausstellung zugleich seine Silberhochzeit mit seiner im Geschäft rastlos mitthätigen Ehegattin feierte. An herzlichen Glückwünschen fehlte es dem in Folge seiner ttefflichen persönlichen Eigenschaften allgemein beliebten Paare keineswegs. Wien. Der israelitische Wohlthätigkeits-Verein für den III. Bezirk veranstaltet am Donnerstag den 27. Jänner 1898 in Dreher's Saallocalitäten III., Hauptstraße 97, eine Akademie unter Mitwirkung von hervorragenden Kunstkräften, sowie der Capelle des k. u. k. Infanterie-Regimentes Hoch- und Deutschmeister Nr. 4. Der israelitische Wohlthätigkeits-Verein für den III. Bezirk hat es sich zur Aufgabe gestellt, die armen israelitischen Witwen und Waisen (tzdes III. Bezirkes zu unterstützen; doch reichen die ihm zur Verfügung stehenden Mittel nicht aus, dem

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