Mannheim
Compact Memory

Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1897-08-06 · 32 (6.8.1897) · page 8

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
14 (1897)
Issue
32 (6.8.1897)
Date
1897-08-06
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/3020846-3021169-3021201--06995-3031302
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Sette 656 Vr. VUntz's Wochrntchrist Nr. 32 Gottlieb" Ta'u'ssi g, 25 Cartons Wiener Fettseife; S. Ungar junior, 50.4 Flaschen Orig.-Selters; I. Trebitsch, 5'4 Dutzend Zahnbürsten, 1 Dutzend Frisirkämme, '/, Dutzend Staubkämme; Ignaz O s e r, 2 7< Dutzend Strümpfe; Gustav Heinsheimer und Comp., '/> Kilogramm Thee, 1 Dose Cacao; Schiller und R o m, 1 Dutzend Kinderstrümpfe; Frau Regine Bettelb e i m, 2 Säcke Mehl; S. Heit, 1 Schachtel Strickwolle; Emanuel Sinai, 2 Dutzend Ruderleibchen; Fräulein Harry Ster ii, Wäsche und Kleider; Isidor G l ü ck. 1 Dutzend Strümpfe; H. u. G., 4 Dutzend Staubkämme, 4 Dutzend Frisirkämme. 4 Dutzend Zahnbürsten; S. A. B a u e r u. Comp., 1 Flasche Alpenkräuterliqueur; Albert Matz ner, 1 Dutzend Ruderleibchen; Sam. F. Goldberger u. Söhne, 1 Stück Blaudruck; Sigmund M a y e r, Tuchreste; M. N e u m a n n, Flicklappen; Leopold R o s en z w e ig n. Söhne, 5 Dutzend Ruderleibchen; Berger, Volk u. Comp., 2 Bouteillen Cognac; D. G r o a g, 2 Groß Stahlfedern; M a y u. H e r o l d, 2 Dutzend Taschentücher; S. Heit, 5 Dutzend Pantoffel; Julius Pollak, Haken und Nägel; Rossitzer Bergbau-Gesellschaft, 20 Centner Kohle; P ö ch h a ck e r u. Comp., 2 Pallete Thee; Benno Rothziegel, 2 complete Hausapotheken; Hermann G o l d e n b e r g, 10 Knabenauzüge; Oesterreichisch-Amerikanische Gummiwaareil-Fabriks-Actien-Gesellschaft, 6 Stück Gummi-Betteinlagen; Dr. Max B r e i t e n st e i n, 20 Bände Jugendlectüre; S. Reich u. Comp., Glasgeschirr; Bernhard Prager und Sohn, 1 Ballen Afrique; I. V o g e l u. Sohn, 1 Sack Mehl; K. k. a. priv. Kaiser Ferdinands-Nordbahn, Fahrpreisermäßigung; K. k. priv. osterr.-ung. Staatseisenbahn-Gesellschaft, Fahrpreisermäßigung; David Fanto u. Comp., 1 Faß Petroleum, 1 Kiste Kerzen; Fritz Redlich, eine Kiste Wtirfelzucker; Rohatetzer Zuckerfabrik, eine Kiste Würfelzucker; Rossitzer Dampsmühle D. Kellner, 1 Sack Mehl, 20 Kilogramm Gries; Dr. S. B o r n e t t, 1 Kiste Zucker; Brüder H i r s ch f e l d, 1 Sack Rollgerste, 1 Sack geschälte Erbsen; Max Hoffman n, 4 Säcke Hülsenfrüchte; Koppel u. Wagner, 1 Rolle Linoleum; Alois W i t r o f s k y, 1 Rolle Wachsleinwand; Moriz Strauß, 50 Kilogramm Reis; Joses A l b e r t i, 3 Hektoliter- Wein; Frau C. Heller, 1 Kautschukwanne; Joses Schlesinger, 12 Stück Gebetbücher; M. Bauer, 50 Liter Rvthwein: Cnltusgemeinde, Bethausvorstand des IX. Bezirkes, Talmud-Thora, Üeberlassung von Localitäteu zur Untersuchung und Ausrüstung der Kinder; Frau Johanna Schneider, Copirvresse; Jg. Honig, Sammlung und Beförderung gespendeter Utensilien. Wien. (Todesfall.) Tieferschüttert steht der Vorstand des „F e r i e n h e i in" vor dem Unerbittlichen, der eine der Besten aus seiner Mitte so Plötzlich, so unerwartet ihm, ihrer Familie, ihrer Thätigkeit entriß. Eleonore Pechkranz war eine hochgebildete Frau mit warmem Herzen, hilfbereiter Hand, von der kein Bittender unerhört ging. In ihrer Gebnrtsstadt bethätigte sie schon ihren eminenten Wohlthätigkeitssinn durch Gründung eines Vereines, in welchem arme Mädchen zum Selbsterwerb herangebildet werden; in Wien interessirte sie sich für alle Humanitären Bestrebungen, aber ihre ganze volle Sympathie wendete sie dem im Jahre 1892 begonnenen Unternehmen zu, auch jüdischen, armen Kindern die Segnungen eines Ferialaufenthaltes zu verschaffen. Als dieses Unternehmen unter Vorsitz von Frau Sofie Grünfeld im Jahre 1894 zu einem Vereine mit dem Namen „Ferienheim" nmgestaltet wurde, zeichneten sich Eleonore Pechkranz und ihr Gatte als erste Stifter desselben ein. Die Dahingeschiedene übernahm das Amt einer Leiterin des Jucasso, welches sie mit ihrer bekannten geschäftlichen Umsicht und Tüchtigkeit ausübte; auch sonst war die feinsinnige, auch schriftstellerisch tüchtige Frau eine kluge Rathgeberin, die aus ihren Erfahrungen viel geben konnte und deren Rath auch stets hochgeschätzt wurde. Der im Vorjahre erfolgte Tod ihres Gatten, mit denr sie in langjähriger, glücklicher Ehe verbunden war, hat dieses edle, vornehme Frauenherz tief und unheilbar getroffen; über diesen großen Schmerz fand sie kurz vor ihrer Reise, von der sie nicht mehr lebend zu uns zurückkehren sollte, noch ergreifende Klageworte. Daß diese Frau, die mit unendlicher Liebe an unserem „Ferienheim" hing und deren Gedanken sich stets mit dessen Vervollkommnung beschäftigten, es nicht mehr miterleben kann, unser Ziel, „das eigene Heim", mit ihren Augen zu schauen, muß uns tief schmerzen. Aber, muß sie uns auch weltlich entrückt sein, ihr Geist, ihre Liebe zu unserer Sache, wird stets mit unserem Werke, bei dessen Entstehung sie wacker mitgewirkt, verwoben bleiben; dem Namen Eleonore Pechkranz ist in der '• Geschichte des „Ferienheim" ein unauslöschliches Angedenken gesichert. Antonie Graf, Schriftführerin des „Ferienheim". Aus dem Kreise unserer Leserinnen erhalten wir folgende weitere Zuschrift: Sonntag am 1. August wurde hier Frau Eleonore Pechkranz zu Grabe getragen, an deren Sarge nicht blos ihr greiser Vater, ihr einziger Sohn, sondern eine große Anzahl treuer Freunde trauernd stand. Die Leiche war von Karlsbad auf den Centralfriedhof überführt worden, woselbst sich der Sohn, Herr Dr. Johann P e ch k r a n z mit Gattin, vom Vereine „Ferienheim", dessen Vorstand die Verblichene angehört hatte, die Vorstandsmitglieder Herr Docent Dr. Josef G r ü ii s e l d, Herr S. Heit und Frau, Herr M. Graf und Frau, sowie außerdem viele treue Freunde und Bekannte eiugefuuden hatten. Herr Oberrabbiner Dr. G ü d e m a n u hielt eine ergreifende Trauerrede, welche das ganze Leben der Verstorbenen und ihre glänzenden Eigenschaften als Gattin, als Mutter und als Geschäftsfrau beleuchtete und umfaßte. — Herr Docent Dr. G r ü n f e l d hielt der Dahingeschiedenen am offenen Grabe einen Nachruf im Namen des Vorstandes des „Ferienheim", worin er besonders ihre Leistungen auf humanitärem Gebiet hervorhob. Tief ergriffen verließen die Tranergäste das Grab. Es ist der Schreiberin dieser Zeilen eine Herzeilspflicht, der edlen Heimgegangenen in einigen pietätvollen Worten zu gedenken. Frau Eleonore Pechkranz war eine wackere Frau mit gutbesaitetem Gemüth, dabei von einer männlichen Energie, was sie als langjährige Mitarbeiterin in dem ausgebreiteteu Bankhause ihres verstorbenen Mannes bewies. Nach dessen Tode führte sie selbst, trotzdem sie vom Schnierze gebeugt war, mit Tüchtigkeit das Geschäft weiter. Sie trug ihre psychischen und physischen Schmerzen, ohne zu klagen, im Stillen, so wie sie auch bemüht war, die Schmerzen Anderer still und unbemerkt zu lindern; wo es nicht mit Geld ging, that sie es mit klugen tröstenden Worten. Sie war von einer seltenen Belesenheit und beherrschte fünf Sprachen in Wort und Schrift. Ueber ihre schriftstellerische Thätigkeit kann ich nicht nrtheilen, da es zumeist Uebersetzungen von und ins Polnische waren. Ihr Wirken für die jüdischen Vereinscolonien wird Ihnen wohl von dem Verein „Ferienheim" zur Würdigung empfohlen werden. Trotz der vielen Pflichten erfüllte sie jede einzelne mit Liebe und Gewissenhaftigkeit und blieb immer eine aufopfernde, selbstlose Gattin und Mutter. Möge sie sanft ruhen, wir wollen ihr Andenken in Ehren halten! L. W. Wien. (Das XI. Verband s fest des Deutschen S ch w i m m - V e r b a u d e s.) Trotz des Hochwassers fand gestern in der Wiener Militär-Schwimmschule das XI. Verbandsfest des Deutschen Schwimmverbandes (Berlin) statt. Dasselbe endete mit dem Siege der Wiener S ch w i m m e r, indem die Mitglieder des Wiener Schwimm-Club „Austria" Otto Wahle und Simon O r l i k alle Hauptconcnrrenzen im großen Style gewannen. Siegreich sind die Beiden für Oesterreich eingetreten und man kann sagen, daß das Deutsche Schwimm-Verbandsfest ein Ehrentag für den Wiener S ch w i m m - C l u b „A u st r i a" war. Wahle siegte in der Meisterschaft von Deutschland über die kurze Strecke (100 Met.) gegen den Europa-Meisterschwimmer vom vorigen Jahre Arnold T o e p f e r (Berliner Schwimm- Club „Poseidon") nach hartem Kampfe, während O r l i k in der Meisterschaft von Deutschland über die lange Strecke (1500 Met.) Toepfer derart überlegen war, daß dieser, nach 1200 Met. aussichtslos geschlagen, den Kampf aufgebeu mußte. Weiters gewann Wahle noch das Jubiläumsschwimmen (Ehrenpreis des Erzherzogs L u d w i g V i c t o r). Grotz-Enzersdorf. (Viertes S P e n d e n v erzeich n i ß zum T e m P e l b a u.) Löbl. israelitische Cultusgemeinde Floridsdorf 400 fl.; Die Herren: Adolf Reichsfeld, Verbocz 2 fl.; Max Reichsfeld, Verbocz 1 fl.; E. Fürst und Sohn, Hradisch 10 fl.; Dr. Kornell, Matzen 10 fl; M. Münzer, k. k. Kanzlist, Czernowitz 5 fl.; A. Weiß, Wien 2 fl.; Moritz Reichsfeld, Verbocz 1 fl.; Marcell und Rudolf Mayer, Wien 3 fl.; A. Fleischmann, Baden 5 fl.; Hermann Rekchsfeld, Verbocz 3 fl.; Samuel Schindler Zlin 2 fl.; Carl Meißl, Zlin 1 fl.; S. Wassermann, Zlin 50 kr.; F. Schindler, Zlin 50 kr.; S. Styaßny, Zlin 1 fl.; I. Fuchs, Zlin 1 fl.; S. Weiner, Thierarzt, Zlin 1 fl.; N. Schimmel, Zlin 1 fl.; S. Wassermann, Zlin 50 kr.; Leopold Reichsfeld, Verbocz 1 fl.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.