Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 14 (1897)
- Issue
- 30 (23.7.1897)
- Date
- 1897-07-23
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
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Veite 624 Dr. Vlortz's Wochenschrift. Nr. 30 aus, so müssen die Bewohner sich gegenseitig helfen, um des Feuers Herr zu werden. Von einer Feuerwehr ist keine Spur vorhanden. Nur in den großen Städten, wo Garnisonen liegen, da betheiligen sich auch diese am Löschwerke. Da die Judenviertel in unserem Lande fast durchwegs enge Gassen haben, die oft nicht einmal ein Reiter Passiren kann, so ist es sehr schwer, wenn dort ein Brand entsteht, denselben zu löschen, und ruhig muß mau dann Zusehen, wie ganze Häuserreihen demselben zum Opfer fallen. Wien. Der Präsident der israelitischen Cultusgemeinde, Herr kaiserl. Rath K l i n g e r, hat auf mehrere Wochen einen Urlaub zum Curgebrauche angetreten und werden in dessen Abwesenheit die Präsidialgeschäfte von dem in Wien weilenden Vicepräsidenten Herrn Dr. Gustav K o h n geleitet. Mit Rücksicht darauf, daß die größere Anzahl der Vorstandsmitglieder sich dermalen und für die nächsten Wochen aus Urlaub befindet, werden die regelmäßigen Plenarsitzungen des Vorstandes erst nach Ablauf des Monates August wieder ausgenommen werden können. Wien. (Verlobung.) Herr Victor Klatscher, Genossenschaftsvorstandstellvertreter, corresp. Mitglied der Agramer Handelskammer und Armenrath der Stadt Wien, hat sich mit Fräulein Jda G u t t m a n n, Tochter des Industriellen Leopold Guttmann, verlobt. Wie«, Das Herrenhausmitglied Baron Scharschmidt hat als Beitrag zum Fond des israelitischen Waisenhauses in Wien 200 fl. gespendet. Wien. Die von Dr. Friedrich S. Krauß herausgegebene Monatsschrift für Volkskunde „Der Urquell", auf welche wir bereits einmal die Auftnerksamkeit unserer Leser lenkten, fährt fort, der jüdischen Volkskunde große Beachtung zu widmen. So enthalten die letzten Nummern: Judendeutsche Sprichwörter und Redensarten aus Böhmen, Mähren, Ungarn, Volksüberlieferungen deutscher Juden u. A. Wien. (F e r i e n h e i nt.) Montag den 5. Juli ist aus Petrau in Mähren die aus 28 Mädchen und 7 Knaben bestehende Vorcolonie am hiesigen Nordbahnhofe eingetroffen, wo sie von den Vorstandsmitgliedern erwartet wurde. Die Kinder sahen blühend aus und die daselbst vorgenommene Abwage zeigte allgemeine und bedeutende Körperzunahme. Dienstag, den 6. d. M. sind 50 Knaben mit 2 Lehrern in die Colonie Schattmannsdorf bei Preßburg abgereist, Mittwoch den 7. d. M. 50 Mädchen nach Petrau und 65 Knaben, ebenfalls in Begleitung zweier Lehrer, nach Rossitz auf die Baron Hirsch'sche Besitzung, woselbst durch die Hochherzigkeit der Frau Baronin Hirsch-Gereuth dem Vereine noch mehr Räume als im Vorjahre zur Verfügung gestellt wurden. Wien. („F e r i e n h e i nt".) Die Herren Beiräthe des „Ferienheim" haben itt der letzten Woche eine große Rührigkeit hinsichtlich der Jnspectionsreisen entfaltet. So besuchte Herr S. Heit am 17. Juli die Schattmannsdorfer Knabencolonie, die Herren Moriz Graf und Baumeister Melcher am 18. Juli die Mädchencolonie in Petrau und Herr Docent Dr. Josef Grünfeld am 18. Juli die Knabencolonie in Rossitz, welche der Verein in eigener Regie führt. Die Herren fanden nicht nur die Kinder vorzüglich aussehend, sondern waren auch von der Ordnung und Eintheilung in den Colonien vollkommen befriedigt. Wien. (Ter humanitäre Gesclligkcitsvcrein «Rudolssbuttb") veranstaltet am 1. August d. I. einen Ausflug nach^Prestburg. Abfahrt mittelst Scparatdampfer 3/J Uhr Früh von der H-erdinandsbrückc. Rückfahrt 0 lihr Abends mit der Staatsbahtt. Eigene Mnfik von Wien aus. In Preßburg findet nach Besichtigung der Lchenswürdigkeiten der Stadt ein Waldfcst (Conccrt, Tanz, Prciskegeftcheiben, Sacklaufen 2c. 2c.) statt. Die Betheiligung an diesem Ausflüge, der Preis für Hin- und Rückfahrt incl. Theilnahme an den dtversen Bcluni gungen beträgt blos fl. 1.50 per Person, verspricht eine große zu werden. Programm sowie Theiluehmerkarten ä fl. 1.50 sind frerlll. -^bmann, Herrn Joses P 0 l l a k, II. Fcrdinandsstraße 30, beim Easttcr,-Hcrrn Em. Taub, II., Glockengüsse 13, sowie bei sämmtlichen Ausschußimtgltedern Zu haben. Ter Reinertrag fließt dem Kinderbeklewungsfonde zu. „Sulzer'sche Necitations-Vovtragsweisc". Ter rühmlichst gut bekannte emeritirtc Obercantor Joachim Abras, I., Wollzeilc 18, besitzt eitle neue Methode speciei zur Entwicklung der Stimme und Heranbildung des richtigen Ansatzes/, schön klingende Brusttöne zu erlangen; die Stimme ausdauernd bis ins hohe Alter erhalten zu können. Joachim Abras, ehemaliger LIev du 6ou86rvatore äs »>usiqu* bei Professor Mr. G. Roger de l'Opera de Paris kam nach Wien im September 1873, tun die Art und Weise der Recitations- Borträge des heiingegangenen Obercantors Professor - Salomon Sulzer abzulauschen, von bettelt er sich auch viel anzueigneu wußte, beseitigt alle im Organe vorkommende Fehler zu tief oder zu hoch singend 2c. Jnstruirt systematisch, zu schön, deutlich und correct grammatikalischer Aussprache der Gebete des innigen und scelenvollen Vortrages. Auch Musiktheorie zur Orgauisirung und Leitung eines Tempelchores 2c. Wien. (Ausweis e i n g e g a n g e n e r Spenden z um B au e eiil es Teutp els in d er Bri gitten att.) Sammlung des Herrn Heinrich Weiner 57 .fl.; die Herren: Dr. Max Bardach 5 fl.; I. Lederberger 2 fl.; Wm. Frey 2 fl.; Moriz Kollisch 2 fl.; A. Schick 3 fl.; Goldstein 3 fl.; Marens Kurz, Retz 2 fl.; H. Eltbogen für Block 1 fl. 50 kr.; Jacob Kohn für Block 12 fl., zttsammen 89 fl. 50 kr. Bereits ausgewiesen 11.825 fl. 50 kr., im Ganzen 11.915 fl. Wien. (S P e n d e.) In Folge Ausrufes durch Sr. Ehrwürden Herrn Rabbiner Dr. Simon Mandl in Kostel zur Rettung eines völlig unverschuldet ruinirten Kaufmannes vom Rande der Verzweiflung, dessen wackere, mit allen Tugenden geschmückte Gattin ihm und ihren 7 unversorgten Kindern im blühenden Alter von 47 Jahren durch den Tod entrissen worden, nachdem die schwere Kraitkheit derselben (Typhus) die letzteit Mittel erschöpfte, sind uns von Herrn Salomon Traub in Karlsbad 5 fl. ö. W. und von Herrn Abraham Fischer in Wien, XII., Mineralbadgaffe 9, 2 fl. ö. W., Frau Katharina Brüll, Unterach am Attersee (Neighof) 2 fl. ö. W., zusammen 9 fl. ö. W. zngegangen, welche wir der Bestimmung zugeführt haben. RoLnau. (D r e i u n d z w a n z i g st e s S p e n d e n v erzeich n i ß.) Zur Errichtung eines israelitischen Friedhofes und eines Asylhauses für lungenkranke, arme Glaubensgenossen im Curorte R 0 z nau sind weiters nachstehende Spenden eingegangen von: Frau Dr. Simmels, Lemberg 10 fl.; Dr. Karol, Prag 5 fl.; L. Grätzer, Holleschau 5 fl.; Menschenfreund, Wien 5 fl.; Dr. Ignatz Schmidt, Kolm 5 fl.; Jonas Goldhammer, Drohobycz 5 fl.; H. Baumgarten, Wien 4°50 fl.; Alfred Fluß, Freiberg 4 fl.; Eduard- Jäger, Wien 2 fl.; D. Menasche, Zator 2 fl.; Sunche Ohlgießer, Czernowitz 2 fl.; Salomon Finkelstein, Stryj 2 fl.; H. Lindenbaum, Przemysl 2 fl.; Bertha Herzbaum, Tarnow 1'50 fl.; Leo Kramer, Wien 1 fl.; Sigm. Schönberger, Eisenstadt 1 fl.; Josef Steinhard, Eisenstadt 1 fl.David Löwe, Wien 1 fl.; Beruh. Amster, Wien 1 fl.; Moritz Weiß, Wien 1 fl.; I. Sterman, Wien 1 fl.; H. Leichter, Prag 1 fl.; Therese Tauber, Lundenburg 1 fl.; Chesed Weemneth, Lemberg 5 fl.; Arm itt Kumt, Börsensensal, Wien 2 fl.; zusamtnen 71 fl. Letzter Ausweis fl. 3921-38, Summa fl. 3992'38. Dr. L. S. S k r e i n k a, Adolf P 0 l l a k, Curarzt in Roznan, Fabrikant in Prvßttitz. Marcus N e u tu a n tt, Mitglied des Cultnsvorstandes in Proßnitz (Mähren). Klagenfurt. (Zweiter Ausweis der Spenden für Erbauung eines israelitischen Leichenh a u s e s.) Jacob Hacker, Sopron, 2 fl.; Emanuel Streit, Wien, 1 fl.; Hermann Mandl, Wien, 1 fl.; Moritz Hacker, Sopron, 3 fl.; Bankhaus S. M. v. Rothschild 25 fl.; H. Kronberger, Steyr, 5 fl.; M. Hammer, Wien, 1 fl.; Frankel & Toch, Wien, 5 fl.; Hermann Spiegler, Wien, 5 fl.; Bunzlau & Weitter, Wien, 5 fl.; Ignatz Honig, Spediteur, Wien, 5 fl.; Bernhardt Weiß 6 Sohn, Wien, 5 fl.; Ignatz Abelles, Wien, 2 fl.; Chewra- Kadischa Teplitz 5 fl.; Cultusgemeinde Brünn 20 fl.; Cultusgemeinde Wiener-Neustadt 5 fl.; Chewra-Kadischa Neutra 5 fl. 4 zusammen 100 fl., bereits ausgewiesen 166 fl., in Summa 266 fl» Prosnitz, 20. Juli. Gestern wurde hier Herr G e r s 0 tt Schick zu Grabe getragen. Einer angesehenen Familie entsprossen, hatte der Verblichene durch sein bescheidenes, biederes Wesen es verstanden, sich bei den hiesigen Gemeindemitgliedern überaus beliebt zu machen. Ein imposantes Leichenbegängniß gab auch hievon Zeugniß, welch' großer Werthschätzung sich der Verklärte auch bei den christlichen Mitbürgern erfreute. In der