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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1897-03-19 · 12 (19.3.1897) · page 13

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
14 (1897)
Issue
12 (19.3.1897)
Date
1897-03-19
Page
– (sequence 13)
Language
German
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Nr. 12 Seite 249 Tt. Vlsrh's Wochenschrift dortigen Stationsvorstandes über diesen) Vorfall ein Protokoll ausgenommen und von den Herren Ara n y Lazslo, k. k. Hauptmann in Budapest, A. Klug, Agent der Produktenbörse in Wien, Pollak, Kaufmann in Groß-Schützen und Singer, Kaufmann in Wien, unterfertigt. Die Direction der Nordbahn wurde von diesem Vorfall amtlich verständigt. Dieses gerade beispiellose, empörende Benehmen von Bahnbeamten wäre ganz und gar undenkbar, wenn dieselben nicht das Gefühl hätten, in dem Geiste zu wirken, der den leitenden Mächten der Nordbahn genehm ist. Wäre dies anders, würden wohl längst Maßregeln getroffen worden sein, daß antisemitische Regungen dort nicht zum Ausdrucke gelangen, wo schon die Angst vor einem gerechten Urtheile hinreichen würde, sie hintanzühalten. Budapest. (Israelitische Stipendien.) Der Ausschuß des ungarisch-israelitischen Laudesstipendienvereines hat die für das Schuljahr 1896/97 ausgeschriebenen Stipendien folgenden Bewerbern verliehen: 1. Das Baron Josef Eötvös-Stipendium mit 20Ü fl. zu zwei gleichen Theilen den Juristen Bela Weiß (Prußka) und Michael Gold sahn (Topolya); 2. Das Dr. Heinrich Pollak- Stipendium zu 200 fldem Mediciner Mla Spitzer (Budapest); 3. das Dr. Heinrich Pollak-Stipeudium mit 100 fl. dem Mediciner Zoltan Goldhammer (Kecskemet); 4. das Karl Svab-Stipendium mit 120 fl. zu zwei gleichen Theilen beit Technikern Armin Malcsiner (Budapest) und Leo Kal es (Budapest); 5. zwei Moriz Wahrmann-Stipendien mit je 120 fl. zu vier gleichen Theilen den Technikern Eugen Nt o r g e nst e r n (Budapest), Moriz Ritter (Budapest), Moriz Schwa r z (Eperies) und Anton Kövesi (Budapest); zwei Jacob Pottak- Stipendien mit je 100 fl. den Juristen Bernhard B l u m g r u n d (Tökes-Ujfalu) und Aurel L e n g y e l (Nyiregyhaza); 7. zwei Alexander und Louise Svab-Stipendien zu je 100 fl. den Juristen Leo Jakobovics (Csoka) und Ludwig S z e n t e (Kisber); 8. das Baron Leopold Popper-Stipendium mit 100 fl. dem Juristen Karl Bernhard (Trencsin); 9. das Dr. Eduard Oesterreicher-Stipendium mit 100 fl. dem Mediciner Nicolaus Rittersporn (Hajdu-Dorog); 10. das M. L. Fochs- und das Johanna Fochs-Stipendium mit je 100 fl. den Juristen Hugo Honig (Budapest) und Hermann S P i e g l e r (Budapest); 11. das Moriz und Ernestine Schreiber-Stipendium mit 100 fl. dem Hörer der Landes-Rabbinerschule Desider Klein (Gyöngyös); 12. das Arthur Sternthal-Stipendium mit 100 fl. dem Mediciner Ladislaus Jakab (Rev); 13. das Julie und Max Neumann-Stipendium mit 100 fl. dem Techniker Isidor L a m m (Sz.-Balazs); 14. das Lorenz Svab-Stipendium mit 100 fl. dem Mediciner Desider Pap (Kößeg); 15. das Abraham Schwarz und Frau-Stipendium mit 100 fl. dem Hörer der Philosophie Gerson Engländer (Derecske); 10. das Salamon und Josephs Kohn-Stipendium mit 100 fl. dem Mediciner Geza T a u ß (Sorokfar); 17. das Dr. Josef v. Rozsay-Stipendium mit 100 fl. dem Mediciner Simon Ganz (Krompach); 18. das Dr. Jacob Böhm-Stipendinm mit 100 fl. dem Mediciner Koloman Geliert (Nagy-Rippeny); 19. das Wilhelm Singer- Stipendium mit 100 fl. dem Juristen Desider G ö n c z y (Szegedin); 20. das Gerson und Julie Spitzer-Stipendium mit 100 Gulden dem Mediciner David L a n d e s m a n n (Trencsin); 21. das Dr. Adolf Goldberger-Stipendium mit 100 fl. dem Mediciner Ignaz Farkas (Edeleny); 22. das Julius Wolfner- Stipendium mit 100 fl. dem Hörer der Landes-Rabbinerschule Arthur W e i ß k o p f (Budapest); 23. das Dr. Ignaz Hirschler- Stipendium mit 100 fl. dem Mediciner Aladar Else r (Szarvas); das Ignaz und Fanny Schreiber-Stipendium mit 100 fl. dem Juristen Ludwig Schwarz (Csaktornya); 25. das Moriz und Marie Schnridl-Stipendium mit 100 fl. denr Hörer der Philosophie Martin Frendenberg (Losoncz); 26. das Samuel Schwarz-Stipendium mit 100 fl. dem Juristen Josef K el e m e n (Duna-Földvar); 27. das Bernhard v. Deutsch-Stipendium mit 100 fl. dem Mediciner Ernst Fichter (Szatmar); 28. das Sigmund Gomperz-Stipendium mit 100 fl. dem Hörer der Landes-Rabbinerschule Moriz Weiß (Berbo); 29. das Ignaz und Anna Stern-Stipendium mit 100 fl. dem Juristen Julius Kar m a n (Csacza); das Adolf Machlup-Stipendium mit 100 fl. dem Mediciner Philipp H i r t e n st e i n (Szepes- Barallya); 31. das Adolf und Marie Brachfeld-Stipendium mit 100 fl. dem Techniker Wilhelm Leichter (Fünfkirchen); 32. das Moses Bloch-Stipendium mit 100 fl. dem Hörer der Landes-Rabbinerschule Dr. Samuel H e v e s (Becs); das Philipp A. Banmgarten-Stipendium mit 100 fl. dem Techniker Aladar Roth (Budapest); 34. acht Be r ei ns st ipen dien zu je 100 fl. dem Mediciner Sigmund H o l c z e r (Gelse) und den Hörern der Philosophie Hugo B u ch l e r (Predmer), Moriz Freund (Berbo), Friedrich Klauber (Kecskemet), Karl Schwarz (Udvard), Wilhelm Glanz (Barpalota), Max G u t t m a n n (Telkibanya) nud Sigmund K o h n (Pußta-Födönyes); 35. zwei V e r e i n s st i p e n d i e n zu je 50 fl. den Hörern der Landes-Rabbinerschule Ignaz H i r s ch l e r (Csekut) und Armin D o m a n y i (Füzes-Abony). — Sümmtliche .Petenten können ihre Gesuche bei dem Herrn kön. Rath Dr. Josef Simon (Budapest, V., Badgasse 10) in Empfang nehmen. Szepes-Teplicz. Am 14.d.M.fand die Untersuchung in der bereits gemeldeten Postaffaire in Szepes-Teplicz statt. Seitens der Kaschauer Postdirection war Herr Commissär Secretär Emerich K a l m a u entsendet, der im Gemeinderathhaus die Angelegenheit zu Protokoll nahm. Es stellte sich heraus, daß das Postamt sowohl antisemitischer Ausdrücke, als auch mehrerer Unregelmäßigkeiten wegen sich wird verantworten müssen. Das Beste bei der Sache ist, daß man f ü r das Postamt (eben wurde eine Licitation im Rathhause abgehalten, wo sich die halbe Gemeinde einfand) Unterschriften von alten Weibern sammelte. Dies Alles wird — glaube ich — dem Postamt wenig nützen. Die Strafanzeige wurde übrigens auch dem königlich ungarischen hohen Handelsministerium vorgelegt. Lemberg. Herr Moriz L a z a r u s hat gelegentlich seines 30jährigen Jubiläums als Director der Galizischen Hypothekenbank dem Stadtpräsideuteu 300 fl. für jüdische und ebensoviel für christliche Arme überwiesen. Dem Jubilar wurden aus den weitesten Kreisen Beweise ehrender Anerkennung zutheil. — Weiters machte Herr Moriz Lazarus aus demselben Anlasse dem hiesigen israelitischen Cnltusvorstallde die Mittheilung, daß . er ein Krankenhaus für 80 Betten auf eigene Kosten erbauen und der Gemeinde widmen werde. Die Kosten des Krankenhauses dürften sich auf 120.000 fl. belaufen. Da das hiesige israelitische Krankenhaus sich in einem desolaten Zustande befindet und die Gemeinde wegen mangelnder Mittel zum Baue eines neuen nicht schreiten konnte, wurde die Spende des Direktors Lazarus mit großem Danke acceptirt. Kuttenberg, 12. März. Löbliche Redaction! In der letzten Nummer Ihres geschätzten Blattes wird in einer Berichtigung aus Kuttenberg meiner Wenigkeit gedacht, daß ich auch mit der jnngczechischen Partei gewählt habe. Ich constatire nun, daß ich um 3 Uhr das Wahllocal betrat, sofort den zusammengefalteten Wahlzettel direct der Wahlcommission übergab, von der er in meiner Gegenwart unter die vielen hundert andern Wahlzettel geschoben wurde, und daß ich mit keinem Menschen dort oder anderswo nach der Wahl darüber gesprochen, wie ich gewühlt, daher auch Niemand wissen kann, wie ich gewühlt habe, und daher auch Niemand berechtigt ist, in einem öffentlichen Blatte mit Bestimmheit zu behaupten, welchen Candidaten ich meine Stimme gegeben habe. Ich bin fest überzeugt, daß mein Wahlzettel ebenso ausgesehen, wie die andern, da er absolut kein äußeres Merkmal trug. S. A b e l e s, Rabbiner. RoLnau. (Zehn tes S p e n d e n - V e r z e i ch n i ß.) Zur Errichttmg eines israelitischen Friedhofes und eines Asylhauses für lungenkranke arme Glaubensgenossen im Curorte R o z n a u (siehe Aufruf in der Nummer 50 der „O e ste r r ei ch is ch e n Wochenschrift" vom Jahre 1896) sind weiters nachstehende Spenden eingegangen von: Humanitäts-Verein „Bnai Brit“, Reichenberg 25 fl., Humanitäts-Verein „Bnai Brit“, Pilsen 20 fl., Oberrabbiner M. Kayserling, Budapest 5 fl., Oberrabbiner Moses Katz, Neutra 5 fl., Rabbiner S. Stern, Saaz 5 fl., Rabbiner Jacob Spiro, Mährisch-Ostrau 5 fl., Nina Singer, Proßnitz 6 fl., Salomon Tauber, Mistek 5 fl., Sigmund Neustadtel, Prag 5 fl., Ignaz Glaser und Albert Löwy, Salzburg 5 fl., Sami Reich, Berzevicze 4 fl., Sammlung Emil Furcht, Pirnitz 3 fl. 25 kr., Gottlieb Schmelkes, Prag 2 fl., Ungenannt, Weitentrebitsch 1 fl., Herniann Lampl, Pullitz 1 fl., Dr. S. Heller, Meseritsch 3 fl., Chewra-Kadischa Totis 5 fl., Chewra- Kadischa Tulschkau 2 fl., Chewra-Kadischa, Veszprim 5 fl., Chewra-Kadischa, Onod 1 fl., Chewra-Kadischa Kaßejowitz 2 fl., Chewra-Kadischa, Horazdowitz 5 fl. 5 kr., Chewra-Kadischa, Biala-Lipnik 5 fl., Chewra-Kadischa, Luze 2 fl., Chewra- Kadischa, Mohacz 5 fl., Chewra-Kadischa, Heves 5 fl., Chewra- Kadischa, Budweis 5 fl., Chewra-Kadischa, Dobris 3 fl. 30 kr., Frauen-Verein, Kecskemet 5 fl., Frauen-Verein, Teschen 5 fl..

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