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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1897-03-12 · 11 (12.3.1897) · page 15

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
14 (1897)
Issue
11 (12.3.1897)
Date
1897-03-12
Page
– (sequence 15)
Language
German
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Nr. 11 Vr. Vloch's Woltzensttzrift Seite 231 Wien, den 24. Februar. Fräulein Anna Weiner,! Tochter des Herrn Philipp Weiner, Armenrath des j II. Bezirkes, hat sich mit Herrn Ludwig Weiß ans Wien verlobt. Sonntag den 14. März um halb 2 Uhr Nachmittags findet in Wr.-Neustadt die Trauung von Fräulein Ernestine Hofbauer, Tochter des Herrn Bernhard Hofbauer in Wien, mit Herrn Ignatz Schiff, Sohn des Herrn Bernhard Schiss, statt. Am 7. d. M. fand unter zahlreicher Betheiligung im orthodoxen Tempel in der Leopoldsgasse die Trauung des Fräulein Adeline Mahler mit Herrn Joses H o s e l i tz statt. Fräulein Mahler ist die Tochter des verstorbenen Vorstehers des orthodoxen Tempelvereiues Herrn I. Mahler. Sonntag den 14. Mürz, um 3 Uhr Nachmittags, findet im israelitischen Tempel, IX., Mülluergasse. die Trauung von Fräulein Rosa S a d g e r mit Herrn Samt Landau statt. Am 24. Marz findet in Ungareigen in Ungarn die Trauung von Fräulein Malvine Reich, Tochter des Herrn Rabbiners Dr. Reich in Wien (Tempelverein Margarethen), mit Herrn Ferdinand Zuck m a n n aus Budapest statt. Wien, 2. März. Der Kansmännische Unterstützungs- Verein „Osten" hält am 19. d. M. um 8 Uhr Abends in dem Sitzungssaale des Synagogen-Vereines Beth Israel, II., Leopoldsgasse 29, seine XX. Generalversammlung ab. Wien. (SPend e.) Für die arme Familie in Dekan, Post Harosedl, Böhmen, sind uns von Herrn Salamon Fanto in Mistet 2 fl. zugekommen, welche wir ihrer Bestimmung Angeführt haben. Wien. (S p e n d e.) Dem Leopoldstädter Frauen-Wohlthätigkeitsverein Wien, II., Stefaniestraße 2, sind nachstehende Spenden zugekommen: von Herren Gebr. G u t m a u n 100 fl., Herrn Reizes 50 fl., Herrn Rabbiner Dr. Schmidt 25 fl. E. B. Wien. (Auszeichnun g.) Seine Majestät der Kaiser hat in Würdigung verdienstlicher Leistungen im Interesse der Heeresverwaltung den Oberinspector der Aussig - Teplitzer Bahn, Herrn Hermann Tapezierer, den Titel eines kaiserlichen Rathes allergnädigst zu verleihen geruht. Herr Tapezierer ist ein Schwager des bekannten Publicisten Ritter von K l a r w i l l. Wien. (Jüdische a k a d e m i s ch e L e s e h a l l e.) Mit Rücksicht darauf, daß es der Fechtsection der jüdisch akademischen Lesehalle nicht möglich ist, in den Localitäten der Lesehalle die Fechtübungen abzuhalten, werden jene Herren Hausbesitzer und Restaurateure, welche der Section ein geeignetes Local für die Zeit von 6 bis 9 Uhr Abends täglich in der Nähe der Porzellangasse zur Verfügung zu stellen geneigt wären, höflichst ersucht, diesbezügliche Offerten in nächster Zeit an den Fechtleiter der Jüdischen akademischen Lesehalle, IX., Porzellaugasse 45, gelangen zu lassen. Wien, 3. März. (Befähigung zum Rabbin a t e.) Nach einer Verordnung Sr. Exellenz des Herrn Ministers für Cultus und Unterricht Dr. Freiherrn v. Gautsch haben die Candidaten für das Amt eines Rabbiners in Kärnten in Beziehung auf ihre allgemeine Bildung nachzuweisen, daß sie mindestens das Obergymnasium mit gutem Erfolge zurückgelegt haben. Den bereits in Verwendung stehenden Rabbinern, gegen deren Bestellung seitens der staatlichen Cultusbehvrde keine Einwendung erhoben wurde, wird der Nachweis allgemeiner Bildung erlassen. Ebenso wird der k. k. Landespräsident für Kärnten ermächtigt, den dortigen Rabbinats-Candidaten in rücksichtswürdigen Fällen diesen Nachweis nanrens des Herrn Ministers für Cultus und Unterricht zu erlassen. Spende. Frau Baronin Clara von Hirsch hat dem Bethaus- und Kranken-Unterstützungsverein „L i w i a s Che n," II., Obere Donaustraße 89, nächst der Stefaniebrücke, eine Spende von 500 Frcs. übersendet. Der Verein ist der Erste und Einzige gewesen, der nach den Ableben des Philantropen Baron Moriz von H i r s ch im Bethause einen Trauergottesdienst veranstaltete, der, vom damaligen verdienstvollen Obmann Emil Jelinek angeordnet, nunmehr alljährlich am Sterbetage des Philantropen abgehalten wird. Wien. (Ausweis eingegangener Spenden zum Baue eines Tempels in der Brigittenau. Von Herrn Samuel Frommer 5 fl.; Max Schindler 2 fl.; Jsack Landau 3 fl.; Moriz Herzog l fl.; Josef Bauer 1 fl.; Ludwig Kraus 1 fl.; Kl. Mani Kvhut 50 kr.; Schwarz (gesammelt) fl. 2.50; Samuel Saffran 2 fl.; Spitzer & Steiner t fl.; Michael Färber 2 fl.; L. Drey 5 fl.; Dr. M. Hellmcmn 5 fl.; Moriz Eltbogen 20 fl.; I. B. Mautner 20 fl.; I. Feitler 5 fl.; Franz Katz 2 fl. Wien. (Spenden für das Inserat: „I n st ä n d i g st e Bitte!") Eine arme Familie, deren Oberhaupt brustleidend ist und deshalb keinen Erwerb findet, um seine 9 Kinder zu ernähren, sind uns zu den bereits arrsgewiesenen 81 fl. 90 kr. von Helene, Ernst und Bertha L ö w y, Hotzenplotz, aus ihrer Sparbüchse 1 fl. 50 kr. uttb von B. B. in Frendenthal 1 fl., in Summa 84 fl. 40 kr. zugekommen, welche wir ihrer Bestimmung zugeführt haben. Wien. (Literarischer Geselligkeits-Verein jüdischer Mädchen „Moria".) Am 4. d. M. veranstaltete dieser Verein im großen Saale des kaufmännischen Vereines eine Akademie mit nachfolgendem Tanzkränzchen. Dieser Festabend, welcher die Elite der hiesigen jüdischen Gesellschaft zusammenführte, nahm einen äußerst animirten Verlauf. Nach der Begrüßung der Gäste eröffnete die Präsidentin Fräulein Camilla Wagner den Festabend durch eine gehaltvolle Tendenzrede. Hierauf folgten musikalische und deklamatorische Vorträge. Den Schluß der Akademie bildete die Aufführung des Lustspieles: „Unter vier Augen" von Ludwig Fulda, welches durch seine glanzvolle Darstellung sich an die vorhergegangenen Nummern würdig reihte. Wie bereits erwähnt, folgte hierauf ein Tanzkränzchen. Ein Kranz jugendfrischer Mädchen und schöner Frauen wurde nicht müde, bis in die Morgenstunden dem Tanze zu huldigen. Der außergewöhnlich zahlreiche Besuch dieses Festes legt deutlichen Beweis dafür ab, welche Sympathien sich der Verein „Moria" in der Wiener Gesellschaft erworben hat. Der nächste Vortragsnachmittag findet Sonntag, den 14. d. M. im Vereinslocale I., Schottenring 23 II. Stock, präcise 3 Uhr Nachmittags, statt. Herr canck. jur. Lauer wird über die Rolle des jüdischen Weibes in der Geschichte und Literatur sprechen. Gäste (Damen) sind herzlich willkommen. Wien. (Der humanitäre Geselligkeits-Club „Vocalia) veranstaltet Donnerstag den 18. März 1397 im Etabissement „Apollo-Saal", XVIII., Gentzgasse 54, einen geschloffenen Maskenball. Ball-Musik der Capelle des k. u. k. Infanterie-Regimentes Nr. 71. FZM. Galgotzy. Saaleröffnung 8 Uhr. Enträe-Karte 1 fl. Familienkarte für 3 Personen 2 fl. Maske oder Soiräe-Toilette. — Das Reinerträgniß dient zur Bekleidung armer Schulkinder. Karten sind bei sämmtlichen Mitgliedern, im Club-Caiä Frenzl, XVIII., Staudgasse 60 und beim Schriftführer Jg. Katz, XVIII., Karl Beckgasse 6 zu haben. , Wien. (W o h lt h ä ti gk ei t s - F e st.) Der Schutz- und Kranken-Unterstützungsverein der Hausirer Wiens veranstaltet am 18. März d. I. in Schwender's Saallocalitäten ein Wohlthätigkeits-Fest. Das Reinerträgniß soll zur Bildung eines Witwen- und Waisensondes der Hausirer Wiens verwendet werden. Etwaige Spenden zum Juxbazar oder Geldsendungen sind an den Obmann des Festcomites, Herrn Simon R o s e n z w e i g, Wäschefabrikanten, XIV., Sechshauserstraße 16, gütigst zu übersenden. Wien. (C o st u m e - K r ä n z ch e n.) Tanzinstitutsinhaber Herr Jul. H e i m a n n veranstaltet im Vereine mit dem Leiter seiner Schule am 18. d. M. im Prachtsaale des „Hotel Continental", II., Praterstraße, ein Costume-Kränzchen, welches, nach den Vorbereitungen zu schließen, sehr allimirt zu werden verspricht, um so mehr, da dieses am Purimtage stattfindet und daher die Familien der Leopoldstadt daselbst vereinen wird. Wien. (R u d o l f s b u n d.) Die diesjährige, am 28. Februar 1897 unter der Devise „Einst" und „Jetzt" abgehaltene Masken-Redoute, war eines der schönsten Feste, die der Verein bis nun veranstaltete. Der Saal im „Hotel Central" war, trotzdem kein öffentlicher Kartenverkauf stattsand, zum Erdrücken voll. Das Arrangement lag in den Händen der Herren Gustav Weiß und Emil Sachs, Beide Vereinsmitglieder, und erregte der Maskeneinzng die besondere Bewunderung aller Anwesenden. Die Musik besorgte die Capelle des k. u. k. Infanterie- Regimentes Nr. 48 aus Preßburg in exactester Weise, im Gemüthlichen ließen die „Sieveringer" ihre flotten Weisen ertönen. Das Fest war in allen Theilen gelungen und wird allen Anwesenden in angenehmer Erinnerung bleiben. Der Kinderbekleidungsfond kommt dabei gewiß nicht zu kurz. Samstag, den 27. März 1897, '/,8 Uhr, findet in der Restauration Hatschet, Praterstraße 11. der letzte kleine Bergnügunsabend im heurigen Jahre statt. Für diesen Abend sind größere Vorbereitungen getroffen, um sowohl den p. t. Bereinsmitgliedern als auch deren Gästen einen vergnügten Abend zu bereiten. Fräulein Jofefine P o l l a k, Tochter des unermüdlichen und verdienstvollen Obmannes Herrn Josef Pollak, hat das am . 28. Februar bei der Masken-Redoute als ersteu Preis gewomrene

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