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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1897-01-22 · 4 (22.1.1897) · page 13

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
14 (1897)
Issue
4 (22.1.1897)
Date
1897-01-22
Page
– (sequence 13)
Language
German
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Nr. 4 Dr. Vloch's Wochenschrift Chewra-Kadischa, Ofen 10fl.; Chewra-Kadischa, Boskvwitz 10 fl.; Chewra-Kadischa, Vukovar 10 fl.; Chewra-Kadischa, Pardubitz 5 fl.; Chewra-Kadischa, Mährifch-Ostran 5 fl.; Chervra- Kadischa, Ledetsch 3 fl.; Chewra-Kadischa, Czorno 6 fl. 40 kr.; Chewra-Kadischa, Miskolcz 5 fl.; Chewra-Kadischa, Znaim 5 fl.; Chewra-Kadischa, Jglan 5 fl.; Chewra-Kadischa, Projetz 5 fl.; Chewra-Kadischa, Neubistritz 5 ff.; Chewra-Kadischa, Grvß- Meseritsch 5 fl.; Chewra-Kadischa, Szikszv 5 fl.; Chewra-Kadischa, Kvhl-Janowitz 5 fl.; Chewra-Kadischa, Mies 5 fl.; Chewra-Kadischa, Papa 5 fl.; Chewra-Kadischa, Nikolsburg 5 fl.; Chewra-Kadischa, Saaz 5 fl.; Chewra-Kadischa, Nen-Nanßnitz 5 fl.; Chewra-Kadischa, Nowak 2 fl.; Chewra-Kadischa, Wien, XVIII. Bezirk 5 fl.; Chewra-Kadischa, Schaffa 5 fl.; Chewra- Kadischa, Bresnitz 5 fl.; Chewra-Kadischa, Basarhely 5 ft.; Chewra-Kadischa, Floridsdorf 5 fl.; Chewra-Kadischa, Samt 5 fl.; Chewra-Kadischa, Nasice 5 fl.; Chewra-Kadischa, Andrichan 6 fl.; Chewra-Kadischa, Szuczan 5 fl.; Chewra-Kadischa, Arad 5 fl.; Israelitische Gemeinde Magierow 3 fl. 80 kr.; Israelitische Gemeinde Rimaszombot 5 fl.; Israelitische Gemeinde Butyiu 5 fl.; Franen-Berein, Prerau 5 fl.; Franen-Bereiu, S. A.-Ujhely 2 fl. 15 kr.; Jg. Donat, Baan 5 fl.; Chewra- Kadischa, Kostl 5 fl.; Chewra-Kadischa, Holleschau 5 fl.; Chewra- Kadischa, Tokay 5 fl. 75 kr.; Chewra-Kadischa, Steinamauger 4 fl. 95 kr.; Salvmon Spitz, Rokwitz 7 fl.; M. de Waldberg, Bukarest 5 fl.; Rabbiner Spiro, Mährisch-Ostrau 5 fl. 60 kr.; Marmarosch, Bank & Co., Bukarest 5 fl.; Josef Reicher, Braila 7 fl. 14 kr.; Nute Schapira, Gurhanwre 5 st.; Chewra-Kadischa, Netschetin 5 fl.; Chewra-Kadischa, Dees 3 fl.; Chewra- Kadischa, Zala-Egersheg 5 fl.; Chewra-Kadischa, Radnitz 3 fl.; Chewra-Kadischa, Nyerbator 5 fl.; S. Weißbart, Warschau 5 fl.; Chewra-Kadischa, Wien, innere Stadt 25 fl.; Chewra-Kadischa, Börösvür 5 fl.; Cultus-Borstand, Straßnitz 5 fl.; Cnltus-Borstand, Kremsier 5 fl.; Chewra-Kadischa, Raab 5 fl.; Chewra- Kadischa, Wischau 5 fl.; Josef Berger, Wischau 5 fl. Beim 2. Ausweis ist um 11 fl. 10 kr. irrthümlich mehr ausgewiesen worden, denn die Spenden betrugen blos 299 fl. 75 kr., während 310 fl. 85 kr. angeführt wurden, haben daher diese Differenz abgefchriebeu, um nicht erst eine Richtigstellung zu veranlasse». Summe 392 fl. 69 kr., von früher 1282 fl. 7 kr., daher im Ganzen 1674 fl. 76 kr. Indem den edlen Spendern hiemit für ihre Hochherzigkeit der innigste Dank votirt wird, ergeht an die gutherzigen Glaubensgenossen, namentlich an die frommen Brüder- und Frauenvereine, deren Satzungen in der Hilfe für die leidende Menschheit und die Bestattung der Juden nach ritueller Borschrift gipfeln, im Hinblick auf das bisherige ungenügende Sammlungsergebniß der wärmste Appell, nach ganzen Kräften mitzuwirken, die angestrevten, von reinster Humanität eingegebenen Zwecke zu fördern, und in denk Bewußtsein den Lohn des Allmächtigen zu fittbeit, zur Abstattung der geschilderten erbarmungswürdigen und bejammernswertsten Seenen, welche sich alljährlich bei der Beerdigung von verstorbenen Glaubensgenossen abspielen, beigetragen und mitgewirkt zu haben, daß armen jüdischen Lungenkranken während ihrer Cur in RoLnau ein wenn auch nur bescheidenes Asyl geboten werden könne. Spenden wollen gefälligst gerichtet werden au die „Oestcrreichische Wochenschrift" oder an Herrn Marcus Neumann in Proßnitz. Dr. L. S. S k r e i n k a, Dr. Richard O p p e n h e i m, Curarzt in RoZnau. Curarzt in RoLnau. Marcus N e u in a n n, Mitglied des Cultus-Borstandes in Proßnitz (Mähren). Diakovar, 10. Jänner. Ein herzerhebendes Fest, bezeichnend das Berhältniß der Cultusgemeinde zu ihrem Präses, fand Dienstag den 5. Jänner l. I. in'unserer Cultusgemeinde statt. An genanntem Tage verheiratete nämlich Herr Adolf K o h n, der langjährige und verdienstvolle Präses ver israelitischen Cultusgemeinde zu Diakovar, seine jüngste und anmuthige Tochter Frida an den Sohn des sehr geachteten und hervorragenden Großökonomen aus Siklos, Herrn Doczi Spitzer. Diese Gelegenheit benützte die Cultusgemeinde, um ihren allseitig beliebten Vorsteher aus Anlaß der zwanzigsten Wiederkehr jenes Tages, an welchem seine so erfolgreiche Thätigkeit für die Cultusgemeinde begann, zu einer erhebenden Kundgebung zu einem Frendentag zu gestalten. Schon vor Monaten bildete sich eist Comitö, welches sich die Aufgabe stellte, ein lebensgroßes Oelporträt des Jubilars anfertigen zu lassen, das auch zu Stande kam und am Tage des Jubiläums feierlichst enthüllt wurde. Nach vollzogener Trauung im! Tempel begaben sich sämmtliche Anwesende, darnnter auch die Spitzen > der hiesigen Behörden in den festlich decorirten Sitzungssaal und die; schöne Feier nahm, mit der Festrede unseres allverehrten Rabbiners; «Seite 77 Sr. Egcwürden Herr» Dr. Marcus Ehrenpreis, in welche er die großen Verdienste des Jubilars um Gemeinde und Chewra-Kadischa, um Schule und Armenwesen hervorhob. ihren Anfang. Der Festredner schloß mit einem Zioio auf den Jubilar, in welches die Anwesenden begeistert einstimmren. Die eigentliche Enthüllung des sehr gelungenen, von dem sehr talenlirten jungen Maler Ignatz Fürst aus N.-Palanka ausgeführten Bildes vollzog der Vertreter des Fest- und Arangirungscomite's Herr Miso Sommer mit einer wirkungsvollen croatischen Ansprache. Bicepräses Herr Jacob Fuchs übernahm sodann das Bild in den Besitz der C-iltusgemeinde. Mit vor Rührung thräneuelstickter Stimme dankte der so Gefeierte Allen und setzte durch eine Sltstung im Betrage von 2000 Kronen zur Ansheiratnng armer jüdischer Mädchen der Feier die Krone auf. Avends fand im Hanse des Jubilars ein Empfang der Deputationen der Cultusgemeinde, der Chewra-Kadischa und der Cnltusbeamten statt. Beim Hochzeitsmahle, welches ..ntürlich auch das Festessen anläßlich des Jubiläums bildete, ging es besonders hoch her. Herr Adolf Kohn wurde hier in zweifacher Weise, als Jubilar Und als Hvchzeitsgeber, durch sehr sinnreiche Toaste aeseiert. Kattowitz, 10. Jänner. Die Jubiläumsfeier unseres Rabbiners Herrn Dr. K o h n am 6. d. M. gestaltete sich zu einer imposailten Kundgebung, die nicht blos den Jubilar, sondern auch unsere Gemeinde, unsere Stadt und ihre Bürgerschaft ehrt, denn sie war ein Zeugniß von den innigen Beziehringen, die den Jubilar mit seiner Gemeinde itreb beide mit den Angehörigen der anderen Confeffivnen in unserer Stadt verbinden. Bon allen Seiten trafen Glücklvünsche und Gaben in reicher Fülle ein. Nach vielen Hunderten zählten die Telegramme ans allen Theilen Deutschlands. Zwanzig Deputationen überreichten Adressen. Die Synagvgengemeinde Kattowitz verehrte dem Jubilar eine sehr bedeutende Ehrengabe, der oberfchlesische Rabbinerverband einen kostbaren silbernen Pokal, ehemalige Schüler einen Silberkasten, der Jungfraneuverein der Gemeinde eine Krystallkrone, Schülerinnen der Töchterschule einen Tafelaufsatz, die jüdischen Gymnasiasten eine Salonlampe u. s. w. In Deputationen erschienen die Gemeinde, die Stadtverordneten, der Pastor der evangelischen Kirche, der altkatholische Pfarrer, das Gymnasium, der Thierschutzvereiu, der Krieger- und Landwehrvereiu, das Curatvrium des Rybniker Waisenhauses, der oberschlesische Gemeindebund, das Berliner Rabbiner-Seminar u. A. in. Bormittags fand unter Orchesterbegleilung eine Feier in der Synagoge statt, bei welcher der Jugendfreund des Jubilars, Rabbiner Dr. Rosenthal aus Breslau, die Festrede hielt. Nachmittags fand im Hotel de Pruste ein Diner statt, au dem mehrere hundert Personen, darunter der Gymuasialdirector, der erste und zweite Bürgermeister, mehrere oberschlesische Rabbiner und andere Männer von Stellung und Rang theilnahmen. Schier zahllos waren die Reden an und über den Jubilar, der tief bewegt erwiderte und besonders seines Lehrers, des greisen Directors des Berliner Rabbiner-Seminars Herrn Dr. Israel Hildesheimer gedachte. Ein von Herrn Regierungsbaumeister Grünseld versagtes wvlilgelnngenes Festspiel beschloß den für unseren Rabbiner und seine Gemeinde denkwürdigen Tag. Karlsruhe. Aus Baden lö. Jauner, wirv uns geschrieben: Kaum hatte der Redactmr Max Rose die Leitung des in Heidelberg erscheinenden „Badischer Volksbore" übernommen, so fand er auch schon, daß es der antisemitischen Partei an etwas fehle, nicht etwa an Anstand, nein, aber an einem — Acten schrank.' Herr Rose j erläßt deshalb folgenden Aufruf: „Gesinnungsgenvsjen! Die Partei; bedarf dringend eines Actenschrankes, um die begonnene Organisation ' in geordnete Verhältnisse zu bringen. Ordnung spart viele Arbeit. Wir richten an die Parteifreunde hiermit die dringende Bitte, die entstehenden Kosten von etwa 100 Mark durch außerordentliche Spenden aufbringen zu wollen und an ven Unterzeichneten einzusenden. Die Beträge werden in 14 Tagen an gleicher Stelle quittirt. Wir bitten um sofortige Zusendung. I. A. Redacteur Max Rose, Hauptstraße 25. Das Bestreben, die antisemitische Partei in „geordnete Verhältnisse" zu bringen, verdient in doppelter Beziehung innerhalb und außerhalb der Partei Anerkennung. Im Uebrigen sind wir überzeugt, die ,,außerordentlichen Spenden" werden so reichlich eingehen, daß der gewünschte Betrag stark „überzeichnet" wird und daher nicht nur ein Actenschrank gekauft, sondern auch noch Anderes „geordnet" werden kann. Stockholm. (Tie Inden in Schw ede n.) Schweden zählt unter einer Bevölkerung von 4!,4 Millionen Seelen etwas über 4000 Juden, von denen die meisten in Stockholm und Gothenburg wohnen. Diese sind zu Ende des vorigen Jahrhunderts allesammt aus Polen eingewandert und standen bis in die jüngste Zeit unter Ausnahmsgesetzen, obschon ihre politische Stellung weit bester war, als die der Glaubensgenossen in ben östlichen Ländern. Im Jahre 1870, gleich nach der parlamentarischen Reform, erhielten sie volle bürgerliche und politische Rechte, Hellte steht ihnen jede

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