Mannheim
Compact Memory

Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1896-08-28 · 35 (28.8.1896) · page 22

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
13 (1896)
Issue
35 (28.8.1896)
Date
1896-08-28
Page
– (sequence 22)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/3020846-3021115-3021151--05943-3030202
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

hiesse ja den äugest reiften Zweck gänzlich verfehlen, da sonst zu befürchten wäre, dass nach Schmälerung der ohnehin knapp ausreichenden Unterstützung der Gesunden, diese 1 selbst zu Kranken gemacht, oder gar aus Mangel an Brod J den Missionären in die Hände fallen würden! i Die hohe Wichtigkeit der heiligen Sache, die ausser- : ordentliche Tragweite der ausgesprochenen Befürchtungen,! und das Bewusstsein, dass die Hand unserer treuen Brüder j nie erschlafft, dass unsere Glaubensgenossen Alle nie ihr j Herz verschliessen, wenn es gilt, für das Leben und die! Gesundheit unserer theuren Brüder im hl. Lande in die j Schranken zu treten, gibt uns den Muth, zur Ausführung i dieser grossen Aufgabe zu schreiten. Indem wir diesen j Aufruf ergehen lassen, sind wir im Voraus von der umj fassenden Opferfreudigkeit unserer Glaubensgenossen, der I zahlreichen und starken Betheiligung derselben an unserem j Unternehmen überzeugt. j Wohlan denn, auf! theure Glaubensgenossen alle! 1 Rabbinen, Lehrer und Vorsteher, und besonders Ihr speciell mit den Interessen des hl. Landes betraute Männer, Ihr ’&?’ jHNl O’NDJ, auf, erhebt hoch das Panier unseres i heil. Glaubens! Lasset Euch von der Wichtigkeit Eurer | Aufgabe durchdringen, sucht Euere Brüder und Freunde j zur Betheiligung jan diesem erhabenen Werke der Wohlj thätigkeit zu bewegen. Ermattet nicht im Anspornen zu Spenden, im Einsammeln von Beiträgen für die heilige Sache'! Möge der Allgütige unserem Werke Seinen Segen 1 verleihen.” jQ □’NiTn Worte, der Tiefe unseres Herzens entstammend, Dl?n Ü’DJDJ, finden ja den Weg in die Herzen unserer Israel. Brüder. Hoffen wir, dass die Ausführung dieses Werkes reinster gottgefälligster Nächstenliebe dazu beitrage, recht bald die glückliche Zeit herbeizuführen, von der der Prophet Jesaia uns verheissen: to tswD nns vo'v? n’unx to na hn inoB- □’tJaxnDn Freuet Euch mit Jerusalem. Frohlocket mit der heiligen Stadt, Ihr Alle, die als ihre Freunde Euch bewährt; Ihr, die Ihr um sie getrauert, jubelt nun ob ihrer Wonne! Beiträge und Spenden können sowohl an Jeden der Unterzeichneten, als auch an die verehrlichen Herren D’frOJ p~iN“! eingesandt werden. Die eingaugeuen Spenden werden veröffentlicht. Im Elul 5633. S. B. Bamberger, Distriktsrabbiner zu Würzburg. 8. R. Hirscli, Rabbiner d.isr. Religionsgesellschaft zu Frankfurt a. M. Akiba Lehren, Präsident der Pekidim und Amar kalim der Gemeinden des heiligen Landes, residirend zu Amsterdam. A. Steril, Oberrabbiner zu Hamburg. Dr. JML Lehmann, Rabbiner der jisr. Religionsgesellschaft zu Mainz. Dreiundzwanzig Jahre sind seit Veröffentlichung dieses Aufrufes verflosssen. Seine Unterzeichner sind inzwischen sämmtlich von ihrem irdischen Wirkungskreise abgerufen worden und das Unterzeichnete Comite hat von den Heimgegangenen diese hohe Aufgabe übernommen, die zu einem erspriesslichen Ende zu führen ihnen versagt war. Die Zahl der jüdischen Bevölkerung in Jerusalem hat sich in diesen 23 Jahren verdreifacht, die englische Mission ist mit grösseren Opfern als je bestrebt, durch den Bau reichlich ausgestatteter Spitäler die jüdischen Kranken an sich zu ziehen. Die Unzuträglichkeit alles dessen, was die jüdische Krankenpflege in Jerusalem zu leisten vermochte, ist aus den hier beigefügten Erklärungen der Herren Oberrabbiner Jerusalems Elejaschar und Salant, der Vorstände der Spitäler Bikur Cholim und Misgab Ledoch und der Aerzte Jerusalems in ergreifender und überzeugender Weise ausgesprochen» Dass dieser Aufruf in der ganzen jüdischen Diaspora bei jedem Einzelnen ein offenes Ohr, ein jüdisch fühlendes Herz finden und zur raschen wackeren That bewegen möge, das ist unser innigster Debenswünsch, für dessen Erfüllung wir den Segen Gottes und die thätige Sympathie aller Zionsfreunde erbitten. njn □v>3 bi naw . Im Ijar 5656. Das Central-Comite für flie ErricMaai eines jiisclien Krankenhauses in Jerusalem: Rabbiner Dr. Breuer,-Frankfurt a.M., Vorsitzender M. de Lima-Amsterdam Distr.-Rabb. M. L. Bamberger-Kissingen Prov.-Rabb. Dr. M. Cahn-Fulda Oscar LehmanrüMainz Theodor Homburger=Frankfurt a. M- Max M. Kulp-Frankfurt a. M. M. I. Goldschmidtson-Amsterdam M. 8. Rubens jr.-Amsterdam Wilhelm Hackenbroch-Frankfurt a. M. Michael Katzenstein- „ Cassier Dr. Israel Roos- > Schriftführer Adolf Stern-Frankfurt a. M.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.