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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1896-05-01 · 18 (1.5.1896) · page 8

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
13 (1896)
Issue
18 (1.5.1896)
Date
1896-05-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Seite 356 Dr. Bloch's Wochenschrift. Nr. 1b Clara Berger, Vicepräsidenün, Gonzagagasse 5. — Julie Fialla, Vicepräsidentin, I., Schottenring 23. — Antonie Graf, Schriftführerin, U., Praterstraße 28. — Jenny Schur, Cassierin, I., Schottengasse 10. — Eleonore Pechkranz, Leiterin des Jncasso, I., Schottenring 14. — Rosa Freyberg, I., Schottenring 31. — Adele Friedmann, VH., Schottenfeldgasse 48a. — Philippine Gelbhaus, IX., Stroheckgasse 13. — Jda Güdemann, 1., Heinrichsgasse 3, Regine Heit, I., Rudolfsplatz 10. — Rosa Hildesheimer, III., Marokkanergasse 16. — Julie Herzl, IX., Pelikangasse 16. — Antonie Passauer, I., Zelinkagasse 4. — Regine Reichel, I., Börsegasse 12. — Caroline Rosenbaum, VII-, MariahÜferstraße 114, Antoinette Schwarzmann, I., Schottenring 35. — CäcilieAdler, Vorstandsmitglied des israelitischen Blindeninstitutes, IX., Wasagasse 8. — Licco Adutt, Vicepräsident der türkisch-israelitischen Gemeinde, I., Hohenstaufengasse 4. — Paul Althof, Schriftsteller, I., Opernring 23. — Dr. Moriz Benedikt, Universitäts-Professor, I., Franziskanerplatz 5. — Dr. Alfred Berger, Hof- und Gerichtsadvocat, I., Gonzagasse 5. — Gottlieb Bettelheim, Präses des Tempelvereines im IX. Bezirke, Kolingasse 5. — Dr. I. S. Bloch, Schriftsteller und Redacteur, 11., Untere Augartenstraße la. — Heinrich Böhm, Fabrikant, VII., Schottenfeldgaste 30. — Jacob Brandeis, Vorstandsmitglied der israelitischen Cultusgemeinde, IV., Schwindgasse. 12. — S. Brod, Präsident des Vereines zur Hebung der Gewerbe, I., Wipplingerftraße26. — Jgu. Brüll, Professor und Compomst, IX., Liechtensteinstraße 4. — S. Eisenberger, k. k. Connnercialrath, VII., Schottenfeldgasse 7. — Jgnace Mtter von Ephrusti, k. k. priv. Großhändler, I., Franzensring 24. — David Fanto, Großindustrieller, I., Neuthorgasse 2. — Friedrich Fanto, Großindustrieller, I., Renngaste 13. - Max Fleischer, Architekt, VII., Neustiftgaste 64. — Dr. Sigmund Gelbhaus, Rabbiner und Prediger, IX., Stroheckgasse 13. — Heinrich Glücksmann, Schriftsteller und Redacteur, IX., Pramergasse 1. — Theodor Ritter von Goldschmidt, k. k. Baurath, Gemeinderath der Stadt Wien, Opernring 6. — Alfred Grünfeld, k. k. Kammervirtuose, 1., Getreidemarkt 10. — Dr. Josef Grünfeld, Universitäts- Docent, I., Schottenring' 2. — Dr. S. Grünhut, k. k. Hvftath, Universitätsprofestor, IX., Berggasse 22. — Dr. Moritz Güdemann, Oberrabbiner, I., Heinrichsgasse 3. — S. Heit, 'Kaufmann und Ortsschulrath, I., Rudolfsplatz 10. — I. Hieldbnrghäuster, Vorstandsmitglied der israelitischen Cultusgemeinde, I., Riemergaste 16. — Leo Hildesheimer, Privatier, III., Marokkanergasse 16. — Emanuel Hoffmann, Bezirksausschuß, XVIII., Carl Ludwigstraße 27. — Jacob Jaiteles, Kaufmann, I., Werderthorgasse 9. — Albert Janowitzer, Exporteur, VII., Seideirgaste 18. — B. Kanitz, Börsebesucher, I., Werderthorgasse 9. — Moriz Karpeles, Vorstandsmitglied der israelitischen Cultusgemeinde,!., Neuthorgaste 17. — Dr. Max Kassowitz, Universitätsprofestor, I., Steindlgaste 2. —Isidor Kauftnaim, akademischer Maler, II. Mathildenplatz 3. — Dr. Gustav Kohn, Mitglied des Landesschulrathes, I., Salzgries 9. — Dr. Jacob Kohn, k. k. Landesgerichtsrath, II., Obere Donauftraße 15. — Carl Kraus, Fabrikant, VH., Neubaugaste 56. — Leopold Langer, Bezirksausschuß, Bankier, I., Kärntnerring 1. — Bioritz Leinkauf, k. k. Commercialrath, II., Novaragasse 48. — Johann Lichtenstadt, Redacteur, I., Wallnerstraße 1. — Dr. Rudolf Lothar, Schriftsteller, II., Asperngasse 5. — Isidor Mautner, Webereibesitzer, I., Löwelstraße 12. — Sigmund Mayer, Kleiderfabrikant, II., Obere Donaustraße 32. — Dr. Philipp Meitner, Hof- und Gerichtsadvocat, I., Gonzagagasse 12. — Adolf Ritter v. Nassau, Realitätenbesitzer, I., Stadiongasse 2. — Dr. Moriz Passauer, I., Zelinkagasse 4. — Alois Pollak, k. k. Commercialrath, VII., Myrthengaste 13. — Friedrich Pollak, kaiserlicher Rath, VII., Myrthengaste 13. — Friedrich Pollak, Fabrikant, VI., Schmalzhofgasse 4. — Leopold Pollack, Handelskammerrath,!., Babenbergerstraße 1. — Leopold Reichel, Fabrikant, I., Börsegasie 12. — Hermann Robitsek, kais. Rath und k. k. Commercialrath, I., Ebendorferstraße 6. — Adolf Rosenbaum, Fabrikant, VII., MariahÜferstraße 9fr. 114. — Moritz Rvsenthal, königl. rumänischer Hofpianist, I., Börseplatz 6. — S. Rosner, Vorstandsmitglied der isr. Cultusgemeinde, XVII., Veronikagasse 37. — 9t. Schefftel, Fabrikant, IX., Porzellangasse 42. — Dr. Adolf Schmiedl, Rabbiner und Prediger, II., Ferdinandsstraße 23. — Max Schüller, Fabrikant, VH., Zieglergasse 10. — Moritz Schur, Webereibesitzer, I., Schottengasse 10. — D. Schwarzmann, Fabrikant, I., Schottenring 35. — Adolf Ritter v. Sonnenthal, k. und k. Hosschaufpieler und Ober-Regisseur. XVIH., Anastasius Grüngasse 54. — Dr. Marcus Spitzer, Hof- und Ge - richtsadvocat, Vicepräsident der Oesterr.-Jsr. Union, I., Mari Q Theresienstraße 30. — Wilhelm Stiaßny, k. k. Baurath, Mitglied des Bezirksschulrathes, I., Rathhausstraße 13. — Jacob» Strauß, Fabrikant, VI., Gumpendorferstraße 77. — Dr. I. Taglicht, Rabbiner und Prediger, VI. Thurmburggasse 4. — Gottlieb Taussig, Fabrikant. XII., Schönbrunnerstraße 123. — Adolf Meiste, Mitglied des Deutschen Volkstheaters, I., Babenbergerstraße 5. — S. Wärndorfer, Spinnereibesitzer, I., Börsenplatz 6. — Donat Zifferer, Architekt und Stadtbaumeister, IX., Maximilianplatz 6. — Jg. Zucker, k. k. Commercialrath, I., Wipplingerstraße 45. Beiträge nehmen entgegen: Die Präsidentin des „Ferienheim" Frau Sophie G r ü n f e l d (I., Schottenring 2), die Cassierin Frau Jenny Schur (per Adresse Moriz S ch u r, I., Helferftorferstraße 11), Herr S. Heit (I., Rudvlfsplatz 10) und die Redaktion dieses Blattes. Ein seltsamer Erlaß In der „Österreichischen Wochenschrift" wurde seinerzeit mit Nachdruck eine Beschwerde urgirt, die gegen die Auffassung sich richtete, daß eine Volks- und Bürgerschule, die unter einer Leitung stehen, eine Anstalt sei, aber die Schülermajorität doch nur nach der maßgebenden Bürgerschule berechnet werde. Der Erlaß der Schulbehörde, der auf diese Beschwerde erfolgte, lautet: „Erlaß des k. k. n.-ö. Landesschulrathes vom 30. August; 1895, Z. 8135, betreffs der Bestimmung 'des Glaubensbekenntnisses des Leiters einer Volks- und Bürgerschule, an welcher die Majorität; der Kinder der Volksschule dem israelitischen, die der Bürgerschule, dem katholischen Glaubensbekenntnisse angehört. Das hohe k. k. Ministerium für Cultus und Unterricht hall mit dem Erlasse vom 30. Juli 1895, Z. 9485, über den Recurs des- Vorstandes der israelitischen Cultusgemeinde in Wien gegen den« Erlaß vom 15. Februar 1895, Z. 1265, wegen der angeordueten Angehörigkeit eines Schulleiters an einer allgemeinen Volks- und> Bürgerschule für Mädchen in Wien zum katholischen Glciubensbekenutniffe anzuordnen gefunden, daß n.it der definitiven Besetzung der Schulleiterstelle an der erwähnten allgemeinen Volks- und Bürgerschule erst nach Ablauf von fünf Jahren seit der-Errichtung, beziehungsweise vollständigen Ausgestaltung der Bürgerschule vorzugehen und bis dahin diesbezüglich nur ein Provisorium zu verfügen sei. Im Uebrigen wurde der Recurs abgewiesen. Für diese Ministerialentscheidung waren nachstehende Erwägungen bestimmend: Bei der Vereinigung der allgemeinen Volksschule mit einer Bürgerschule unter einer gemeinsamen Leitung erscheint der betreffenbe Schulleiter zwar an beiden Anstalten angestellt, doch kann für die Bestimmung der Confession desselben, da im ■ § 48 des Reichsvolksschulgesetzes vom 2. Mai 1883, R.-G.-Bl. Nr. 53, nur von einer Anstalt die Rede ist, nur die Bürgerschule als maßgebend angesehen werden, und zwar sowohl wegen ihrer höheren, ihren Vorrang vor der allgemeinen Volksschule bedingenden Organisation als auch wegen der ihr allein für die Lehrbefähigung des Schulleiters zukommenden Bedeutung. Gegenwärtig kann jedoch mit der definitiven Besetzung des in Rede stehenden Schulleiterpostens nicht vorgegangen werden; denn da der Anordnung des § 48 des citirten Gesetzes, wonach bei der erwähnten Confessionsbestimmung der Durchschnitt der Schülerzahl der vorausgegangenen fünf Schuljahre zur Grundlage zu nehmen ist, offenbar die Absicht zugrunde liegt, die Lösung der Fragen der vorliegenden Kategorie von constanten, durch einen längeren Zeitraum zutage getretenen Verhältnisse abhängig zu machen, so erscheint es im gegebenen Falle wo dieser Anordnung gegenwärtig wegen des erst kurzen Bestandes der Bürgerschule noch nicht entsprochen werden kann, consequentermaßen geboten, mit der Schaffung bleibender Verhältnisse bis zum Ablaufe eines Quinqucnniums inuezuhalten, respective für diesen Zeitraum blos vrovisoiische Verfügungen zu treffen." Eine kritische Prüfung ergibt sofort, daß wir hier einer Auslegung des Gesetzes ad hoc gegenüberstehen. Die Bestellung c o n f e s f i o n e l l e r Leiter wurde gesetzlich bestimmt, damit der Schulleiter in Erkrankungsfätten den Religionslehrer s u p p l i r e n könne. Das war der Grund, der fiir die Bestimmung angeführt lvurde. Ist nun die Mehrheit der Schüler in der Volksschule jüdisch, in der Bürgerschule aber katholisch, so wären bei katholischer Leitung die jüdischen Schüler — im Falle der Erkrankung des Religionslehrers — ohne Religionsunterricht. Aus der ratio legis sowohl als dem gesunden Menschenverstande ergibt sich zweifellos Folgendes: Ätl einer Anstalt kann es nur eine Schülermajorität geben. Bei derer: Berechnung müssen aber die Volks- und Bürgerschulclassen in gleicher Weise berücksichtigt werden. Eine andere Berechnung muß zweifellos zu Consequenzen führen, die kaum mit dem Geiste der Gerechtigkeit in Einklang zu bringen sind. Christlicher Radfahrsport. Der Antisemitismus wird allmälig zu einem Sport, an welchem der mehr oder minder gebildete Pöbel mit und ohne Glacehandschuhe vergnügt sich betheiligt. Der Wahnsinn und die Nichtswürdigkeit dieses Sports erstreckt sich nunmehr auch schon ans dei: Sport im Allgemeinen

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