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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1896-04-24 · 17 (24.4.1896) · page 12

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
13 (1896)
Issue
17 (24.4.1896)
Date
1896-04-24
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Seite 340 Dr. Vloch's Wochrulchrifi. Nr. 17 Innigkeit an ihm hing. Für das Ansehen, das Tr. Wise sich erwürben, zeugt wohl auch der Umstand, daß seine Co siegen im Rabbinerstand, sene nicht ausgenommen, die durch ihre religiöse Richtung zu seinen entschiedensten Gegnern zählten, doch die größte Verehrung und persönliche Hochachtung für ihn hegten. Der Rabbiner, der in solch mustergiltiger Weise seiner Gemeinde als geistiger Leiter und Führer voranschritt, hat in seinem Sohne, der selber schon als Rabbiner fungirt, den lebendigsten Beweis für die erbauliche Macht des Beispieles und der Erziehung hinterlassen. Im Alter von 22 Jahren betrat dieser Sohn die Kanzel in der Synagoge der Bne Jeschnrnn und der junge Mann, in lvelchem der Geist seiner Ahnen lebt, hat sich würdig seines Vaters und seiires Großvaters gezeigt.. Er ist bereits jetzt ein gefeierter Redner und man knüpft edle Hoffnungen an seine Zukunft. In den Werken seines Geistes und in den leiblichen Kindern lebt dieser Gerechte weiter. Dr. Aaron Wise, dem nur das Alter von 52 Jahren zu erreichen beschieden war, wird unvergessen bleiben. Tie Trailer, die sich bei seinem Begräbnisse kundgab, war eine echte und wahre, sein Andenken wird ein gesegnetes bleiben. M. T. Vermischtes. Wien. (D e ft e r r e i ch i s ch - I s r a e l i t i s ch e U n i o n.) Samstag den 2b. April l. I., Abends halb 8 Uhr, findet im Restaurailt Khuner, I., Schottenring 19, die zehnte ordentliche Generalversammlung statt. Tagesordnung: 1. Mittheilnngen des Vorstandes. 2. Rechenschaftsbericht. 3. Cassabericht. 4. Neuwahl des Vorstandes. 5. Anträge und Interpellationen. Wien. (V e r e i n z u r H e b ii n g de r G e w e r b e.) Einladung zu der Dienstag den 28( April 1896, V-8 llhr Abends, in M. Khuner's Restauration Schottenring 19 stattfinderiden V . ordentlichen Generalversammlung. Tagesordnung : 1. Jahresbericht des Vorstandes, 2. Cassabericht pro 1895, 3. Anträge und Interpellationen. Hochachtungsvoll S. Brod, Präsident, A. Kisch, Schriftführer. Wien. (T r a u n n g.) Sonntag den 26. April a. 2' -i Uhr Nachmittags, findet im israelitischer! Tempel der Seitenstettengasse die Trauung der Anstreichermeisterin Fräulein M at h i l d e Tischler mit Herrn Jane u A. S ch w a r zm a u n aus B r a i l a statt. ’ Wie- (T ranu n g.) Sonntag den 3. Mai, 12 Uhr Mittags, findet im israelitischen Ternpel F. Seitenstettengasse die Trauung von Fräulein Anna L ö b l Tochter des Herrn Präs. Leop. Paul L ö b l, mit Herrn Theodor Weiß statt. Wie» rO r d e n s v e r l e i h n n g.) Der Kaiser hat dein Ingenieur und Fabriksbesitzer I a e v b G u t f e l d in Berlin in Anerkennung seiner gemeinnützigen und ersprießlichen Thätigkeit als geschäftsführender Secretär des Ungirisch- Oesterreichischen Hilssvereines irr Berli'.r den Orden der Eisernen Krone verliehen. Wien. Im Verein „Esra" hielt am 19. d. M. der Obmann Herr Benjamin Fuchs einen Vortrag über „Schnldisciplin". der recht gelungen war. Voll packender Lebensbilder, Klugheit und Sittlichkeit. Alles war erftent darüber uild zollte dem auch sonst allezeit sehr wackeren Herrn Fuchs auftichtigen Dank. Wien. Der Justizmiuifter hat den mit dem Titel und Eharakter eines Landesgerichtsrathes bekleideten Rathssecretärs bei dem Landesgerichte in Czernowitz Dr. Bernhard B a r b e r zum Landesgerichtsrathe bei diesem Gerichtshöfe ernannt. E. B. Wien (Silber n e H v ch z e i t s f e i e r.) Sarnstag den 20. d. M. feierte Herr Friedrich Strauß, Gesellschafter der Firma Em. F e u e r st e i n & Co., mit seiner Gemahlin K a r o l i n e, geborene H i r f ch, das Fest der silbernen Hochzeit im engsten Familienkreise. Dem silbernen Hochzeitspaare siird seitens der zahlreichen Verwandten, Freunde und Bekannten Ovationen und Glückwünsche zugekommen. Wie;'. Ter Unterrichtsminister hat den Privatdvcenten an der Univeifttät in Wien Dr. Stanislaus P i n e l e s zum Mitgliede der rechtshistorifchen Staatsprüfungs-Commission in Wien ernannt. Wie». (Ein j ü d i s ch er W v h l t h ä t e r.) Der hier jüngst verstorbene Med. Dr. Emanuel B n n z e l, ans Prag gebürtig, hat insgesammt eine Viertel Milliorl Gulden für wo'hlthätige Zwecke gewidmet. Die Widmungen sind ausdrücklich für Juden und Christen zu gleichen Theilen gemacht. Wien. Pro und Contra Dr. K aise r, Direetvr der deutschen Cvlonialabtheitung, nehmen die antisemitischen Wiener Organe Partei. Vergani hält Dr. Kaiser für seinen Posten ganz unbefähigt, er sei ein „Jnd" während die „Deutsche Zeitung" denselben in Schutz nimmt und eine Lanze sirr ihn einlegt. „Erkläret mir Graf Oerindur u. s. w." Wien (V o r t r a g s a b e n d in i t T a n z k r ä n z ch en.) Am 25. April 1896. 9 Uhr Abends, veranstaltet Herr Bernhard Klein, Obercantor in Floridsdorf, auf Wunsch zahlreicher Gönner und Freunde im Prachtsaal des „Hotel Central", II. Bezirk, Taborstraße, einen Vortragsabend mit Tanzkränzchen, unter gefälliger Mitwirkung bedeutender Knnstkräfte. Die artistische Leitung hat Herr I. L ö w i t, Chvrdireetor, das Tanzarrangement Herr Julius Heinrann, Mitglied der k. k. Hofvper, frerlndlichst übernommen. Der Abend verspricht sehr aniniirt und genußreich zu werden. Svireetvilette. Wie». („Osten.") Der XIX. Jahresbericht des Kaufmännischen Unterstützungsvereines in Wien bietet ein befriedigendes Bild von der Wirksamkeit desselben. Die Einnahmen betrugen 4280 fl. 65 kr., und es wurde dadurch ermöglicht, 486 Hilfsbedürftige mit 2354 fl. zu unterstützen. Hoffentlich werden die Cultusgemeinden Galiziens, der Bukowina und Rumäniens dem Appell des Vereines um reichlicheer Betheiliaung an seinen Zielen willfahren. Wien, 16. April. Ehrenvoll und bescheiden, wie er in Gottesfurcht wohlthätig wirkend gelebt, verschied hier im 62. Lebensjahre nach 52jähriger, sehr glücklicher Ehe mit seiner edlen, Frau Cäcilie Kulka, geborene Stark, Herr Isidor Kulka. Der Verklärte, ein ehrenwerther, wohlhabender Kaufmann, that sich z» Trencsen als langjähriger Cultus- und Chewra-Vorsteher rühmlichst hervor. Er baute schon vor 30 Jahren ein geräumiges, lichtes Schulhans, förderte den Unterricht, renovirte das Gotteshaus Und reorganisirte wohlthätig das Gemeindewesen daselbst. Seine zahlreichen Verwandten und Freunde aus der Residenz und aus Nah und Fern versamn.elten sich, um trauernden Herzens ihm die letzte Ehre zu ertveisen. Sein Neffe, Herr Dr. Jacob Tauber, Rabbiner in Prerau, gab an der Bahre in hinreißender Beredsamkeit dem gerechten Schmerze der Familie einen nachhaltig wirkenden Ausdruck, die ihren Senior und ihren erfahrenen, herzenswarmen Berather verloren. Unter den Leidtragenden erwähnen wir die Herren: Schriftsteller Eduard Kulka, Schuldirektor Emanuel Groag, Professor H. Groag, Vorsteher Sigmund Groag, Dr. G. Baß, Dr. Bauer, I. Adler, Brüder Morgenstern, Adolf Schramek, Gebrüder Stark, Alfred Tauber, Cantor in Wien, Frau Dr. Schramek rc. Se. Ehrwürden Herr Rabbiner Dr. Schmied! pries in dem sehr ergreifenden Nachrufe die großen Tugenden des frommen Herzens und Gemüthes, die der Verklärte, der einer allen, berühmten Familie Mährens entstammt, in der Gelehrsamkeit, Edelmuth und Charakterbildung im hohen Maße bethätigte. Sein Bruder war Herr Rabbiner Samson Kulka, sein Schwager der weltbekannte Talmudist und Humanist Isaak Tauber und der gewesene Vorsitzende im Rabbinate Wolf Groag in Leipnik, sein Neffe Rabbiner Dr. Nehemias Brüll in Frankfurt a. M. Der Vielbetrauerte hinterließ namhafte Stiftungen für Thoraunterricht und für Wohlthätigkeit seiner Vaterstadt Leipnik und den Cultusgemeinden Trencsen und Wien. Das Andenken des Gerechten ist zum Segen, er ruhe sankt in Frieden. Wie». („Nächstenliebe.") Der Allgemeine Krankeu-Unterstützungsverein „Nächstenliebe" veröffentlichte seinen Rechenschaftsbericht für 1895, aus welchem ersichtlich ist, daß der Verein seine Statuten gründlich revidirte und dieselben im Geiste unserer modernen Zeit umgestaltete. Die Zahl der Mitglieder ist auf 371 gestiegen und der Vorstand hat auch die Gründung eines außerordentlichen U n t e rst ü tz u n g s f o u d s beschlossen, welchem ausschließlich freiwillige Spenden zufließen sollen, und der für jene wohlthätigen Zwecke in Anspruch genommen werden soll, für welche statutarisch die Mittel des Vereines m'ckit veiwend't werden dürfen. Wien. Die nächste Bühne, welche G o l dm ark's meisterhafte Oper „Hei in ch e n a m H erd" zur Aufführung bringeil wird, ist die Berliner Hofoper, welche das Werk bereits erworben hat. Die Berliner Premiere der Oper wird noch in dieser Saison stattfinden. Wien. Fürst H v h e n l v h e begibt sich seit vierzehn Jahren alljährlich nach Paris, um sich von dem Zahnarzt B Y n g in der Rne Cambon sein Gebiß prüfen inld in Stand setzen zu lassen. Byng entstanunt einer elsässischen Familie. Wien. (Prediger Manheimer - Berein.) Am 17. October d. I. gelangen die Zinsen des Prediger Manheimer- Vereines zur Vertheilung. Anspruch auf eine Unterstützung haben Rabbiner. Prediger und Lehrer in Oesterreich-Ungarn, welche dienst- I unfähig geworden sind, oder deren Witwen und Waisen. Nachzuweisen

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