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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1896-01-03 · 1 (3.1.1896) · page 14

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
13 (1896)
Issue
1 (3.1.1896)
Date
1896-01-03
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Dr. Bloch's Wochenfchrist Nr. 1 Seite 14 innigen des Cultns suaetiilivt werden, das hängt von uns Allen ab, denen Wohl und Wehe des Judenthuni's am Herzen liegt. Aus Syrien. Aus meiner Studienzeit in den Fünfzig e r-Jabren erinnere ich mich, daß mein Reliaionslehrer des \ Oefferen äußerte,^daß : te Zeit nicht mehr fern fei. in welcher! man die heilige Liadt Ierusa! e m mit der Eisenbahn zu erreichen vermögen würde. Diese Zeit ist nun gekommen: von Jaffa nach Jerusalem fährt man bereits auf Eisenbahnschienen und in Bälde wird nun auch die Hafenstadt Beirut mit der Perle des Ostens. Damaskus, durch eine Eisenbahn verbunden sein, denn die Arbeiten an derselben gehen ihrem Enöe entgegen. so daß die Eröffnung des Bahnverkichrs zwischen B e i r n t und Damaskus in Bälde zu erwarten stebt. Anfangs wird Damaskus wohl erst in etwa 77 e 77 StntD-n erreicht werden können: nach Coniolidiri777g der Bahnstrecke wird die Fahrzeit nur 4'/: Stunden betragen wahrend Hish-riae Omnibnsfabrt auf der großen Fghrffraß" 7 ,n 0 s Stunden erforderte Auf der Bahnstrecke D a m a L k n >---H 0. u v a n entwickelt sich der Verkehr immer mehr. Nach Mitthei^itna der arabischen Zeitnna el-bssebir verkehrte,7 auf dieser Strecke in der Zeit vom 18 Juli bis zum 81. D e e e m b e r 1891 hin und zurück 1 4.0 00 Personen nnd von da an hi- 7-7,7 8 April dieses Jahres 5007 Personen. — Weitere E'fenbahnstrecken sind geplant von Beirut nach Darabulns 77»d Saida, von Haifa und Akka nach D a m a s k 77 § endlich von Egypten ber von p 1-A risch über Gaza nnd Jaffa dem Meeresufer entk-na nach Saida, law'- von Damaskus über H 0 m s, .5 (t m n, Haleh „ach Biredschik zum Anschlüsse an den Envbrat vnh dianatalischen Bahnen. Bon der sprischen Hüffentramhah 1, D a 7' a b 7! l n S.P - i r I! t-S e i d a sind Zweigbahne" geplant nach Iler ei-Xaw.ar, 'Bi'kfaja nnd Ghazir, sowie vc>,7 7 n r n f, n \ „?. 77ach Damaskus, wofür eine belgische lA-s.'llschalt di- Eaneesi'nn erhalten bat; auch die geplante eavvtisch-7'v,ische Bahn sea-A'-i.rab-.Iatlal baut eine belgische Gefefffchakt. In 777cht Par vi ternpr Zeit wird Eonstantinopel lvon S k n t a ,-i an-l durch die Babn direct mit den Hauptonten d-s O'üent? : Beirut. D a m a s k u s, Jerusalem, M 0 s n l. D? a r b e k n (nach Persien hinl und mit ß a r p und Ase 7andria verbanden seilt. Mit Fertigstellung dieser Bahnen wird der Handel S h r i e n s uns P a l ä ist? 77 a s e-n-n ungeahnten Aufschwung nehmen. New Nork Herr Ahlwordt debntirte hier iw Cooper llnian. Das Gintrittsaeld zu seiner ..Vorstellung" betrug einen halben Dollar, doch landen sich 77 77r Wenige, die;ur Rangirung der finanziellen Berbaltniffe des Rectors aller Deutschen beitti^raaen aen-iat waren. Z-rder waren diese Wenigen zumeist — Jnd-77 7!'7d leider ließen sich diese Inden zu Handlungen binr-iß-n. die w'r 77"ter keinen Umständen billigen können. Nicht w't dem W'rfetr van faulen Eiern, mit schweigender Verachtung str 77? N7gn senes Galichn-r. Jnt-reffant war eine lebt? Woche abaehaltene Pastoren- Bersamm^nna in welcher d'e aeistlichett Herren gegen die Aa'tatianLtoitr Ablwardi'ä Ansprachsst, hielten. An der Veria'nmhtng nahmen DH eil 7 R-M. Dr Horace Byrnes von der 9g?-'n,arial^irche: Rev Dr. Drank W. Nor!b. der Seeretär der MiDio77sges.'llschast hör Metb. Evise. Cbnrch; Rev. Geo Van Alftavne der Präside,,^ de'' Nord-Brooklvner Methodrsten- K'rchen-Donmrett^ nnd Rev, D". A. C. Gaebelem von der shave ns DLrael".Mir'ian An V>N' Plattform saßen außer- ".,ch Rev Dr W. W Millies nnd Rev. Dr. B. F. Saxon. Alle ^e^ner hielt.m fh-e Ansprachen in englischer Sprache, nur Dr. ^.-eb'l-in ff,rach denllch nnd übersetzte die anderen Reden. -n-w deutsch- Pastor eröffnete den Reigen mit einer kraft- „gllen Bermadruna dgoagen. daß ein berüchtigter Hetzer, der 777 Dentschta77h 77,11 s-n'en ansiübrerffchen Umtrieben kein Glück ""habt habe, bier ein.- B-rsvlgnng von friedlichen amerikanischen Börger" inw'uiren wolle, wozu er es auf die Nachkommen der '"-ftpr: Eolonistet, Ren-Dtglands abaeseben hätte. In diesem Lande h-llk-'n Raum 'für derartige Ilmtriebe. Sodat7u verlas Dr. Gaebelein einen Brief, den der -ha'tsglls cina-lad^ia D" Parkbnrst übersandt hatte. Der Pastor drücktdar?" s-i,, Bedauern ans. am persönlichen Erzchcho'n n-'-bind-rt 7" sein, und gleichzeitig seine herzlichste Shmt-athimit dm:, Zweck d-r"Versamwlung. Ahlwardt habe s;fl’ Zik^chvn-ssnng in: Cooper Union wohl verdient. Der Judenfreffer" habe sich eben an die Unrechte Schmiede gewendet. Es sei amerikanisch, jeden Mann und jeder Nation eine Chance zu. geben. Er selbst — Dr. Parkhurst — habe mit jüdischen Mitbürgern, namentlich während der letzten Jahre, angenehme Beziehungen unterhalten und dieselben als vertrauenswürdig, intelligent und strebsam kennen gelernt. Gerade weil die Juden in Folge dieser lobenswerthen Qualitäten in der Regel es zu etwas bringen, würden sie von ihren Neidern angefeindet. Er werde es nie vergessen, daß die alten Patriarchen und Propheten uns die göttliche Offenbarung überliefert haben, welche die feste Grundlage unserer modernen Civilisation sei. Wien. Professor S. Hammerschlag, Bibliothekar an der Wiener israelitischen Gemeindebibliothek (Wien, H„ Ferdinandstraße. Tempelgebäude) begeht Samstag den 4. Jänner 1896 die Feier des siebzigsten Geburtstages. Professor Hammerschlag, ein Mann von umfassender Bildung und großer theologischer Gelehrsamkeit, der Jahrzehnte hindurch den israelitischen Reffgionsunterricht in Wien geleitet hat, zählt wegen seiner strengen Gesinnung, seines festen Charakters und seiner persönlichen Liebenswürdigkeit zahlreiche Verehrer in allen Kreisen der Gemeinde. Er erfreut sich geistiger und körperlicher Rüstigkeit und sieht seine drei Söhne hochgeachtete Stellungen in der Gesellschaft einnehmen. Professor Hammerschlag hat die Predigten aus dem Nachlasse des seligen Mannheimer edirt und unfern Lesern ist er durch seine interessanten Beiträge in der „Wochenschrift" in anter Erinnerung. In deren Namen übermitteln wir Herrn Professor Hammerschlag zu dem frohen Tage die herzlichsten Glückwünsche. Wien. (Trauung.) Sonntag den 5. Jänner, 2 Uhr Nachmittags, findet im israelitischen Tempel II., Tempelgasse die Trauung von Fräulein Hermine F e r y, Tochter des Herrn S. Fery. mit Herrn Max Kobn statt. bl. B. Wien. (0 6er ft Ritter von E i ß.) Wie wir bereits zu melden in der Lage waren, hat der Kaiser die Uebernahme des Obersten Alexander Ritter von Eiß, Commandanten des Landwehr-Jnfanterie-Regiments Brünn, in den Ruhestand aus sein Ansuchen angeordnet und anbefohlen, daß demselben bei diesem Anlasse der Ausdruck der allerhöchsten Zufried enheit bekanntgegeben werde. Wien. (Dr. Camillo Kuranda) wurde zum wirklichen Motionsrathe im Handelsministerium ernannt und sind demselben ans diesem Anlasse aus den weitesten Gesellschaftskre.sen Beglückwünschungen zugekvmmen, denen auch wir uns mit Befriedigung anschließen. Wien. Mittwoch ^den 25. December fand im Hause H.( Vereinsgaffe Nr. 15 die Trauung des Frl. Sarah P o l l a k, Tochter des verewigten Herrn Rabbiners M. P o l l a k, mit Herrn Salomon Lustig. Religionslehrer in Brünn, statt. Die Wohnräume waren dicht gefüllt von all den vielen Freunden der Familie, die an dem Feste theilnahmen; darunter bewerkten wir: Herrn und Frau Dr. B loch, Herrn und Frau Stadtbaumeister Z i f f e r e r, Herrn und Frau Lector Friedmann. Professor B ü ch l e r. Obercantor Singer, Jnspector K a n i tz u. A. Den Trauungsact vollzog Herr Oberrabbiner Dr. G ü d e m a n n. der eine herzliche und erhebende Ansprache an das Brautpaar richtete; die cantoralen Functionen vollzog ein Cousin der Braut, Herr Obercantor Heller aus Brünn, dessen Stimmmittel und Vortragsweise allgemein verdiente Bewunderung erregten. L. B. Wien. (Todesfall.) Am 24. v. M. verschied hier Herr David Zins, Bater des bekannten Hof- und Gerichtsadvocaten Herrn Dr. Sigmund Zins und des in. richterlichen Kreisen hochangesehenen k.!. Landesgerichtsrathes Herrn Dr. Jacob K o h n. Der Verblichene war in weiteren Kreisen als biederer Charakter und wohlthätiger, eifriger Glaubensgenosse bekannt. Wien. Dr. Arthur Eichenwald, k. u. k. Regiments¬ und Chefarzt, genoß in Folge seines Pflichteifers in seiner ausgebreiteten ärztlichen Kenntnisse die höchste Achtung bei'seinen Militär-Vorgesetzten, wie bei dem Publicum in N. Er war in glücklichster Ehe mit einer Tochter des Herrn Dr. Jacob Kohn-Simonson vermählt. Von einer Lungenentzündung heim gesucht, ist er hier im Hause seines Schwiegervaters ge-

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