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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1895-06-28 · 26 (28.6.1895) · page 9

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
12 (1895)
Issue
26 (28.6.1895)
Date
1895-06-28
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Nr. 26 Dr. Dloch's rWvchenschrift. zog, so daß das Eisen klang, daß er nichts von lieberen Lebenslagen wußte, als zu gehorchen nur dem Himmelskönige. Auf richtete sich der Edeling, wollte seinen unerwachsenen Sohn da erschlagen, mit dem Schwerte röthen das Mannkind, mit dem Messer, wenn es der Mächtige znließ. Doch wollte ihm der leuchtende Vater nicht den lieben Sohn nehmen zum Opfer, sondern mit der Hand er's wehrte. Es kam, um ihm zu steuern, eine Stimme von dem Himmel, der Hochklang der Glorie: „Erschlag' Du, Abraham, Dein eigen Kind nicht, den Sohn mit dem Schwerte! Sichtlich ist die Wahrheit, da Dich versucht hat der König aller Wesen, daß Du dem Waltenden hieltest wohl Deinen Bund und feste Treue: nun soll Friede Dir werden in Deinen Lebenslagen, auch im Alter nicht schwinden. Einen Eid schwört Dir der Engel König, der Walter der Geschicke und der Weltvölker Gott, der wahre Siegeskönig, bei seinem eigenen Leben, daß Deines Geschlechtes uns Deines Stammes Magen, der Randkämpfer Reih' und Zahl von allen Erdbewohnern nicht können gezählt werden, so wenig jemand vermag zu zählen die Steine auf der Erden, die Sterne am Himmel, der Seeberge Sand und die gesalzten Wogen. Besitzen sollen zwischen den beiden Seen bis zu den Völkern Aeghptenlands das Laich der Kananäer Deine Leute, des Vaters Freikinder, der Völker bestes." lieber Achsel schaute da der heilige Mann und sah einen Widder unfern von dannen einsam stehen in Brombeersträuchen fest. Abraham nahm den und Hub ihn auf den Altar für sein eigen Kind, schwang alsdann sein Schwert und schmückte das Opfer, den rauchenden Weihaltar mit Widderblute, weihte Gott die Habe und sagte Dank für alles Heil, das eher oder später ihm der Gaben Herr gegeben. II. Mose. 1. M o s e, der Leute Führer. Mose hat das wunderbare Recht und Gesetz Gottes den Weltvölkern gegeben, wodurch sie nach bösem Wege ihres Lebens Buße finden können; langdauernden Rath gab er den Lebenden und stellte es in der Helden Willen, ob sie gehorchen wollten. Dazu verlieh ihm der ewig waltende Gott seine eigene Macht, daß er gewürdigt ward, viele Wunder zu thun. Er war lieb dem Herrn, der Leute Führer, ein rechter Aldermann, der kluge und verständige Kriegsvolksweiser, der tapfere Volksherzog. Das Geschlecht Pharao's, die Widersacher Gottes, sollte der muthreiche Männersührer strafen und seine Mannen, die Söhne Abraham's, zum Erbsitz führen. Der holde Fürst, der Weltvölker Gott, gab ihm Gewalt der Waffen gegen der Wuthfeinde Graus. Schaaren wurden erschlagen «durch den Würgengel), Geheul entstand bei der Hortwarte Hinfall; es schlief der Saljubelsang, des Schatzes beraubt; denn um Mitternacht hatte der Mein*)- schädiger viele der Erstgeborenen furchtbar gefällt, die Burgwarte getödtet; cs schritt der Blutmörder weithin. Das Land qualmte von der Getödteten Leichen, tobt war die Jugend und Wehklagen weithin, Weltjubel wenig, alles Gelächter verstummte, die Schmiede des Gelächters lagen als Leichen. Da ward erlaubt den Leuten die Fahrt; der Tag war berühmt, da die Teufelsgötzen sanken, als die Menge auszog. Gestraft waren die altelenden Egyptervölker dafür, daß sie auf weite Zeit zu wehren gedachten den Freunden Mose's die verlangende Lust zur lieben Reise. Nun brachen sie auf mit rüstigem Führer, der sein Volk muthvoll leitete. Er fuhr vorbei mit dem Volke an der Burgen Unzahl, zog unkunde Wege und kam in's Land verbrannter Burggehänge und gebräunter Leute, aber der heilige Gott schirmte das Volk allda gegen den Sonnenbrand, mit Gebälk übcrbreitend den brennenden Himmel, die heißglühende Luft mit heiligem Netze. Eine Wetterwolke (Wolkensäule) hatte weitumfassend die Erde abgetheilt vom Himmel und geleitete die Leute zum Schutz gegen das heiße. *) man, Laster. Seite 4SI hinnnelsklare Lohfeuer. Die Helden staunten, die fröhlichste der 'schaaren. Der Schirm des Tagschiffes (der Sonne) wand sich über die Wolken. Es hatte der weise Gott der Sonne Laufbahn mit einem Segel überzettet, obwohl die Menschen nicht die Maststricke kannten, noch auch die Segelstangen sehen konnten. Es ward nun der Heerlager drittes, dem Volk zur Freude. Vor ihnen Feuer und Wolke im hellen Aether, zwei Hochsäulen, die theilten eine um die andere die Reise nach Tagen und nach Nächten. Am Morgen erhüben die Muthigen ihre Heerposaunen mit hallendem Ton, mit hehrem Hochklang; dann brach das Heer auf, wie Mose gebot, der hehre Männerführer dem Mannvolke Gottes. Das Segel teufte ihre Fahrt; das Volk war in Lust und hallend war des Heeres Lärm. Ein Himmelszeichen stieg auf an jedem Abend, ein ander Wunder, das seltsam nach der Sonne Niedergang ständig in Lohe erglänzte über den Leuteschaaren, eine brennende Säule. Blinkend strahlte über dem Volke der Schützen funkelnder Glanz, daß der Schildschmuck schien. Der neue Nachtwart sollte weilen über dem Wehrvolk, daß nicht durch Wüstengraus die graue Heide durch holmige Wetter mit gefahrreicher Noth das Volk erschrecke. Der Vorgänger hatte blinkende Strahlen und drohte mit Brandes Schrecken dem Heerzug, mir heißer Lohe das Wehrvolk zu verbrennen, wenn sie nicht muthscharf dem Mose gehorchten. Schimmernd schien das Heer, die Schilde glänzten, die Randkümpen eilten, bis an des Landes Ende sich der Leuteschaar entgegen die Fluthenveste stellte. Ein Lager erhob sich; müde warfen sie sich hin, und Speise reichten den Muthigen die Mahldiener, ihre Handkraft zu stärken. Das war das vierte Lager, der Randkämpfer Rast beim Rothen Meer. 2. Der Randkümpen Rast am Rothen Meer. Da ereilte sie auf ihrem Zuge Angstschrecken, des Wehrvolkes Todesgraus. Der feindliche Verfolger kam, der vorher lange Angstnoth den Erbsitzlosen bereitete, bitter Weh' und Qual. Heißes Wallen war dem Herzen nahe; böslich wollten sie jetzt Blutrache nehmen, wofern der machtreiche Gott auf der Fahrt der Vernichtung ihnen Erfolg verliehe. Da ward der Muth der Männer mißvertrauend, als sie von Süden sahen Pharao's Heer hcrannahen, die Schilde schwingen, die Schaaren glänzen, die Fahnen flattern, das Volk die Mark betreten. Nun flogen die Kampfgere, der Krieg war im Zuge, die Bordrande blinkten, es bliesen die Posaunen. Rings herum riefen die Kriegsheervögel, die Heerkainpfgierigeu; heiser krächzte der Rabe, der Federbethaute, über Volksleichen, der schwarze Walstattkieser. Die Wölfe sangen ihr übel Abendlied in Aases Hoffnung, die kummerlosen Thiere, zu künden todtberühmt dort auf der Feinde Spur der Volksmenge Hinfall; sie riefen als Marcwarte um Mitternacht. Da entfloh mancher Geist. Die Markpfade maßen aus dem Mannvolke bisweilen stattliche Kämpen mit der Streitrosse Bugen. Es ritt der Siegkönig vor dem Siegesbanner, der Männer Führer mit den Marklandschaaren. Den Kampfhelm sprengte der Kriegswart der Helden, der König seine Kinnberge in des Kampfes Hoffnung; er sprengte mit Todesmuth, er hieß seine Heerschaaren halten eifrig feste Fahrcolonnen. Die Feinde sahen es mit leidigen Augen. Um den Fürsten ritten furchtlose Krieger; die grauen Kampfwölfe begrüßten die Schlacht,- nach Heerkampf dürstend, hold ihrem Könige. Er hatte aus der Leute Schaar erlesen zu dem Kampfe zweitausend ruhmvolle, thatenreiche Männer; das waren Könige und Kniemagen, nach dem Abstammungsrecht adeltheuere; es führte jeder einzelne Kämpe des bewaffneten Geschlechtes so Viele zum Kampf als sie in der Frist da finden konnten. Die jungen Unterthanen waren all beisammen in des Königs Gefolge. Es gebot das Horn in dem Haufen, wohin die Helden sollten gerüstet ziehen, der Recken Kampfschaar. So führte Schaar über Schaar das Schlachtheer vorwärts, Feinde über Feinde, viele Tausend des Maunvolkes Menge; sie eilten muthig vorwärts, sie

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