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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1895-05-03 · 18 (3.5.1895) · page 20

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
12 (1895)
Issue
18 (3.5.1895)
Date
1895-05-03
Page
– (sequence 20)
Language
German
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Seite 340 Dr. Bloch's Wochenschrift Nr. 18 allgemeiner Natur, über Zubereitung und Aufbewahrung der Speisen rc. In zwei Abtheilungen folgt dann eine Fülle von Recepten zur Herstellung der mannigfachen Speisen und Getränke; besondere Capitel behandeln die Zubereitung der israel. Ofterspeisen. Beigegeben sind einige Uebersichten von Menus und zahlreiche sonstige wisfenswerthc Mittheilungen aus den verschiedenen Gebieten der Kochkunst. (rrnab *sr Briefe von berühmten jüdischen Gelehrten.) Von Dr. Alexander B ü ch l e r. Verlag der Buchhandlung Sternberg & Comp., Budapest. Mit Freuden begrüßen wir die Erscheinung dieses historisch bedeutungsvollen Werkes. Der junge, geistreiche Verfasser — ein würdiger Schüler seines berühmten Meisters, Professors Dr. David Äflufmonn — ist den Lesern dieser Blätter längst bekannt aus seinen Beiträgen zu der „Festgabe der Oesterreichischen Wochenschrift": „Das Centenarium S. I. L. Rapoport's" (1886, Seite 403 - 411); er t)<xt auch durch andere Arbeiten auf dem Gebiete der jüdischen Geschichte einen Namen sich erworben. In diesem Werke veröffentlicht Dr. Büchler geschichtlich werthvolle Briefe, die bisher noch nirgends erschienen sind, und uns den Einblick gewähren in die Anschauungen und Gedanken, in die Erlebnisse und Kämpfe bcrühutter Geistesheroen. Sic zeigen uns zugleich, wie es keine Rosen ohne Dornen, kein Licht ohne Schatten gibt, so waren auch diese leuchtenden Gestalten nicht frei von gewissen Schwächen, denen wir aber trotzdem, oder eben deshalb, unsere Bewunderung nicht versagen können. Der talentvolle Verfasser zeigte diesmal, daß er auch in der hebräischen Sprache eine Fertigkeit besitzt. Das vorliegende Werk, welches, wie schon der Titel beweist, dem greisen Professor und Direktor am Budapesier Rabbinerseminar, Herrn Moses Bloch, zur Feier seines achtzigsten Geburtstages gewidmet ist, enthält in der Vorrede in kerniger, hebräischer Sprache dieBiographie dieses verdienstvollen, gelehrten Professors. Das ganze Werk umfaßt 26 hebräische Briefe, deren Inhalt folgender ist: 1. Brief. Eine Streitschrift gegen die damals sehr verbreitete Secte des Sabathai-Zwi. 2.-4. Eine leidenschaftlich geführte Polemik. MarcuS Benedict, Landesrabbiner in Mähren, richtet einen Brief an den Berliner Rabbiner Zwi-Hirsch, dessen Sohn R. Saul das Werk: „B^omim rauseh“ verfaßte, dessen Inhalt Bauet einer scharfen Kritik unterzieht, welche Vater und Sohn entschieden zurückweisen. 5. Ein in classischer hebräischer Sprache geschriebener Brief Beer Oppenheimers in Preßburg an S. Rosenthal, in welchem er den Tod seines Freundes, des Gelehrten Baruch Ieiteles in Prag, tief beklagt. 6.—16. enthalten zumeist Briese von und au S. I. L. Rapoport. Wir möchten hiemit die Aufinerksamkeit der gelehrten Kreise, welche Interesse für die jüdische Geschichte haben, auf diese Briefe lenken, vorzüglich auf die Briefe Rapoport's, R. Moses Sofer's, Hirsch Chagoth's, M. Landau's, S. L. Goldenberg's, Mendl Mohr's, Jakob Bodek's. Zum Schluffe zollen wir dem gelehrten Verfasser Anerkenmurg für seine lobenswerthe Arbeit. Möge er auf der begonnenen Bahn des Forschens rüstig fortschreiten und noch viel Treffliches und Belehrendes auf dem Gebiete der jüdischen Geschichte zu Tage fördern. Wien, am 1. April 1864. Dr. N. Kohn. Briefkasten. Wien, VH. Tr. «ytanj E—dt. In Ihr berühnitcs Stylblüthen Herbarium stiften wir die Stelle aus dem Feuilleton der „Reichsfchmähschnorrpost" vom 25. d. M.: „Vor drei Jahrhunderten lag die kalte Sängerleiche in der Kirche des heil. Onosrius ausgestellt." — Lieb? Was?! In der Grammatik ist das Organ Spitzer-Weimar's (!) besonders fest: „Statt einem Juden sind nun mehrere die Seele der Pferdebahn." „Statt" regirt doch den Genitiv — ganz ungenügend, lieber Täufling, in deutscher Sprache, wie in Religion. Eisenstadt. „Alter Freund." Wir machen Sie auf den Schmähartikcl: „Jüdische Wcinhändlcr" der „Ostdeutschen Rundschau" Nr. 112 aufmerksam. Einer ist da wohl machtlos — aber eine ansehnliche Corporation könnte dagegen wirksam Front machen und von arischen Weiu-Pantschern erzählen, die das Instrument, „Weinwerkel" benamset, mit erstaunlicher Virtuosität drehorgeln. Ludwigshafen. „Jul. Z." Das innerste Wesen dieses Strebers, per sich nun am Ziele seiner Wünsche sieht, möchten Sie gerne ergründen? Ein erfahrenerer Psychologe könnte an dieser Aufgabe kläglich scheitern. Vielleicht dient Ihnen als Fingerzeig bei Ihrem Unternehmen der Satz des La Rochefoucauld: „Die heftigsten Leidenschaften gönnen uns oft Erholung, die Eitelkeit hält uns in r a st l o s er B e w e g u u g." Wien. Robert Kl—r. Sie haben ganz correct gehandelt. Spinoza sagt: „Die Tugend des Menschen, der nach den Geboten der Vernunft lebt, z6gt sich gleich groß in V e r m e i d u u g wie in U e b e rwindung der Gefahren." — Für Ihr Schreiben und den Ausdruck freundschaftlicher Gesinnung Dank. Bielitz. „Junge Dichterin" (?). Ihre Verse sind recht schlecht, liebes kleines Fräulein. Bitte, lassen Sie das Dichten ganz sein und ist Ihnen dies nicht möglich, so senden Sie uns wenigstens uicfjts mehr ein. Es hat geschmerzt . . . Temesvar. „Ed. K." Sie empfehlen die ungeeignetste Methode. Wenn ein Haus in Flannnen steht, muß man löschen und die benachbarten Gebäude schützen — todtschwcigeu uud iguoriren? Das wäre eine schlechte Brandpolizei. Ch. Macerovicz in Lodz. Wir bestätigen Ihnen den Empfang des Abonnementsbctrages bis Ende Juli 1895. Bernhard Salzer, Donnerskirchen. Wenden Sie sich mit Ihrer Frage lieber direct an Sr. Ehrwürden Herrn Rabbiner K n t n a in E i s e n st a d t. (Gisela-Verein.) Der uns vorliegende Rechenschaftsbericht des Gisela-Vereines entwirft in denkbarst übersichtlicher Weise ein ungeschminktes und getreues Bild der Resultate, welche baut' einer fachtüchtigen Leitung und des steigenden Ansehens, dessen sich der Verein erfreut, im Jahre 1894 erzielt wurden. Das Anwachsen des Versicherungsstockes von fl. 26,581.000 aus fl. 33,350.000 Versicherungscapital, die Erhöhung der Prämiencinnahme von fl. 1,212.000 im Jahre 1893 auf fl. 1,565.000 im Berichtsjahre, die Steigerung der Reserven von fl. 3,881.000 auf fl. 5,131.000 und die Erzielung eines Reingewinnes von fl. 142.000, aus welchem den bezugsberechtigten Mitgliedern die sehr ansehnliche Dividende von 10 Procent ihrer Jahresprümie zugeführt wird, sind die wesentlichsten Merkmale der auch nach jeder anderen Richtung hin sehr günstigen Bilanz. Sorgfalt in der Wahl der Anlagewerthe, das Bestreben, durch Ansammlung außerordentlicher Reservefonds dem Vereine eine noch gefestigtere Basis zu verleihen, und größte Sparsamkeit in Bezug auf die Verwaltungsauslagen Helsen mit, die Prosperität des Gisela-Vereines zu heben. Aber auch eine anerkcnnenswerthe humanitäre Thätigkcit wird entfaltet, indem im Jahre 1894 aus dein im Nahmen des Vereines bestehenden Fonds zur Ausstattung armer Mädchen einer großen Anzahl von unterstützungsbedürftigen Bräuten die Mittel zur Eheschließung geboten wurden. Im Herbste iibersiedclt der Verein in ein neues würdiges Heim, welches er durch den Ankauf des Hauses I., Franz Josefs-Quai Nr. 1 erivvrben hat. Sommerwohnung. Ein grosses, lichtes, möhlirtes Zimmer, Hausgarten, sehr billig zu vermiethen. Auskunft ertheilt: Ed. Friedmann, Frein bei Reichenau, N.-Ö. Concurs. Vom 1. August 1. J. ist in der israel. Oultusgemeinde Eiwanowitz (Mähren) die Stelle eines Cäntors, der Koreh, Schochet lind befähigt ist, den hebräischen Unterricht zu ertheilen, zu besetzen. — Hiemit ist ein Jahresgehalt von 600 Kronen nebst Schachtgebühren, sonstigen Emolumenten und freier Wohnung verbunden; der hebräische Unterricht wird extra honorirt. , Bewerber haben Gesuche sammt Befähigungszeugnissen bis 13. Juni daher einzusenden. Kur dem Acceptirten werden die Reisespesen vergütet. Der Cultusvorstand. Herausgeber u. vcrantw. Redacteur: N<Jchsra1hsaögtordrtt1»r Ar. Aosef S. Alloch. — Druck von Stern & Steiner, Wien, 11., Floßgasse 12.

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