Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 12 (1895)
- Issue
- 8 (22.2.1895)
- Date
- 1895-02-22
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 8 Oesterrrktzisrhe Wochenschrift Seite 133 Nochmals die Thiernamen. Die „Unverfälschten Deutschen Worte" bringen abermals die Sache in ihrem Briefkasten in ebenso umständlicher, wie Polizeiwidrig alberner Weise zur Sprache. Hagen, Wolfung. Es ist wirklich zu dumm; der polnische Jude stellt Judennamen wie: Hirsch, Wolf, Leeb, Bär (Beer) u. dgt. mit der altgermanischen Koseform „Wolf" (Verkürzungaus: Wolfhart, Wolfker, Wolfgang rc. rc.) auf eine Stufe. Sie haben Recht. Wenn ein Deutscher den Namen Wolf führt, so hat er ihn von seinen germanischen Vorfahren ererbt — wenn aber ein polnischer Jude oder sonst ein in deutsche Lande eingewandeter Semite einen derartig klingenden Namen führt, so stammt er aus der Zeit, wo die Juden von Üaatswegen gezwungen wurden, sich statt ihrer hebräisch klingenden Mauschelnamen, womit sie allerlei Schwindel trieben, deutsch, französisch, slavisch. kurz „europäisch klingende" Namenberzulegen. Dies geschah zumeist im XVII. und XVIII. Jahrhundert. Wenn also ein Jude Hirsch oder Wolf heißt, so hat dies mit der germanischen Koseform nichts zu thun, sondern ist ein auf's Gerathewohl dem Thierreich entlehnter und angenommener Name. Hatten wir Unrecht mit der Bemerkung: „Frech — aber dumm!"? Bezugnehmend hierauf erhalten wir die bemerkenswerthe Zuschrift: Geehrter Herr Redakteur! Also der jüdische Name „Wolf" und der germanische (?) Wolf stehen nicht auf einer Stufe? Dieser ist nach den „U. D. W." ein Thiername und der erstere vermuthlich ein — Pflanzenname. Der Deutschnationale, der dies geschrieben, ist von einer geradezu unglaublichen Beschränktheit und Unwissenheit. Unsere Thiernamen kommen doch schon in der Bibel vor. Juda ist Löwe und Leo blos eine Uebersetzung aus dem Hebräischen. Doch das „Geschichtenbuch" braucht ja ein Urariernicht zu kennen. Ich verzeih' ihm auch, daß er nicht weiß, daß Jona, der Profet, Taube geheißen. Was er aber doch wissen sollte und müßte, ist, daß um das Jahr 1450 Wolflein von L o ch a m e n sich eine Ehrenstelle in der mittelalterlichen deutschen Literatur erwarb, durch Anlage des sogenannten Locheimer Liederbuches. (Bergl. Arnold in Chrysander's Jahrbuch für musik. Wissenschaft II., 12 ff.) Also im 17. und 18. Jahrhundert erst tauchen die jüdischen Thiernamen auf? O abgrundtiefe Gelehrsamkeit! O frecher und dummerHorribile-Scribifax! Im 12. sind sielängst gang und gäbe. Ebenso unbekannt dürfte dem Herrn sein, daß sich im Judendeutsch eine große Menge mittelhochdeutscher Worte erhalten hat. Wer Mittelhochdeutsch mit Erfolg treiben will, wird das Judendeutsch nicht umgehen können. Eine erstaunliche Anzahl von Ausdrücken und Wendungen, die aus dem Hochdeutschen verschwunden sind, haben sich im Judendeutsch lebendig erhalten. Bei Walter und Wolfram und den Mystikern sind sie zu finden. Ich kann auf Wunsch damit dienen, mein freches und dummes Bürschlein. Also hübsch die Nase einzieh'n und was lernen, und wär's auch nur von Hirsch Wolf Löw-Bee r. Papst Pius IX. und natürliches Gemeinsamkeits- Gefühl» („Unverfälschte Deutsche Worte" Nr. 4, 1895.) Daß sich Rassenjuden unter der Geistlichkeit beider „Consessionen" vorfinden, ist ja eine alte, schon öfters behandelte Thatsache. Ist doch erst noch in der neuesten Zeit ein Hebräer Erzbischof geworden! (Kohn in Olmütz.) Doch noch viel zu wenig ist es bekannt geworden, daß der vorige Pap st jüdischer Abkunft war. Für die Zugehörigkeit des Papstes Pius IX. zur jüdischen Rasse gibt es mehrere Belege. 1. Es hat der Marquis von Consolini ein Buch geschrieben, betitelt „Pio nono im Embreo“, in welchem er behauptet und uachzuweisen sucht, daß Pius IX. einer jüdischen Familie entstammt. 2. Dr. Jäger berichtet in seinem Buche „Entdeckung der Seele" 1. Band, S. 246, von einem Dr. M., über dessen außerordentlich scharfen und seinen Geruchssinn ein ganzer Abschnitt handelt und durch vielen Beweisstoff belegt ist, u. A. auch durch folgende Stelle: Bt. schreibt: „Später erkannte ich durch den Geruchssinn auch solche Personen, die entweder durch Kreuzung oder durch das Spiel der Natur nichts weniger als Juden gleichsehen, die auch Niemand im Entferntesten dafür hielt, ja die es vielleicht kaum selbst noch wußten, daß sie jüdischer Abstammung seien, oder doch nichts davon wissen wollten. 1847, als ich Pius IX. zu Rom den „Pantoffel" küßte, war ich der erste, der des Papstes hebräische Abstammung behauptete, die er, 3. 1861 selbst den Gebrüdern C h o m a n s L y o n g e g e u ü b er z u g e st and — und ohne daß ich wußte, daß 4. der Cardinal Consalvi schon längst gesagt: „E_ un Ebreo!“ (Er ist ein Hebräer!) 5. Die „Antisemitische Correspondenz" schrieb vor mehreren Jahren, daß, wie ihr von Stammbaum-Forschern mitgetheilt sei, Pius IX. aus einer jüdischen, zum katholischen Christeuthum übergetretenen Familie Ferrati stamme, die selbstredend zu den adeligen gehöre. Es ist dieses nichts Auffälliges, denn wir haben ja die Belege, daß auch in Polen, besonders zur Zeit Kasimirs^ des „Großen", die reichen jüdischen Familien durch die Taufe in den Adelsstand erhoben wurden. Danach wird nun auch Manches aus dem Leben dieses heiligen Vaters klar. Denn über seine Sinnlichkeit erfahren wir aus den „Briefen ml Seine Heiligkeit den Papst" von R. Großmaun einige packende Stückchen. Die Krone aber von Allem bildet die Unfehlbarkeits-Erklä r u u g. Eine solche Ueberhebung ulld Anmaßung wird aber erklärlich, wenn nian eben erfährt, daß sie einem Judengehirne entsprossen ist. So bildet nun die lieue katholische Glaubenssatzung von der Unfehlbarkeit des Papstes ein Stück raffenjüdischer Lehre. — Den Lesern wird nun mich das Verhalten des P a p st e s zum Hause Rothschild iu anderem, klarerem Lichte erscheinen. So weit Herr Georg Schönerer. Was sagen dazu die Lstl c g e r, V e r g a ll i lind die Mannen der „Vereinigten Christen"? lAus Freideulichland, Nr. 13, 1895.) Berurtheilung eines Pfarrers wegen Meineid. Lemberg, 15. Februar. Der römisch-katholische Pfarrer von N i e m i r o w, Ladislaus M s c i s z, wurde von den hiesigen Geschwornen des Verbrechens des Meineides schuldig gesprochen und auf Grund dieses Verdictes vom Gerichtshöfe zu einer sechsmonatlichen, mit Fasten in jeder Woche verschärften Kerker st rase verurtheilt. Die „Arbeiter-Zeitung" über die Landtagsantisemiten. „Der G r e g o r i g hat seine Geschichtsphilosophie klar zusammengefaßt; das Paradies des Mittelalters ist zusammengebrochen, daran war der „unglückliche Martin Luther" schuld, und die heutige Ordnung wird umgestürzt. daran sind die verfluchten Juden schuld, welche die Socialdemokratie erfunden haben und leiten. Wenn der Mann spricht, meint man „einen Chor von hunderttausend Narren" zu hören, und wüßte man nicht, daß die Antisemiten den Blödsinn zu ihren taktischen Behelfen rechnen, so würde man nicht begreifen, daß Lueger nicht hinausgeht, wenn der Mann ihn durch eine Rede blamirt. Wir werden natürlich den Herren Gr eg orig und Schneider nicht die gänzlich unverdiente Ehre erweisen, mit ihnen über die Socialdemokratie zu discutiren. Diese Herren ernst zu nehmen und sich vor ihnen zu fürchten, überlassen wir den Liberalen, welche, nebenbei bemerkt, sehr undankbar sind. Denn diese Hanswurste der Antisemiten reden geradeso, als ob sie von den Juden dafür bezahlt würden." Fremdenfemdliche Placate in Canton. Es ist eine interessante Erscheinung, daß die Christen in China für die einheimische Bevölkerung ebenso der Gegenstand intensiven Aberglaubens sind, wie die Juden für gewisse Volkskreise Europas. Ein sremdenfeindliches Placat aus Canton, das die „Frkf. Ztg." am 1. August 1894 veröffentlichte, beweist das klar. Es lautet wie folgt: Bern eh mt es! Alle Beamten in und außerhalb der Stadt vom General-Gouverneur und Gouverneur bis jum niedrigsten Soldaten und Gerichtsdiener trachten nach Geld. In Nichtachtung der hohen Gnadenerweise des Kaisers bedrucken und schinden sie das Volk aus Furcht vor den fremden Ungeheuern. Grund zur Klage haben wir mehr als genug; durch R i e ch ki s s en. die sie verbreiten, vergiften sie uns. Honkong ist ein Handelsplatz; dort schlachtet man Weiber lebendig und vernichtet so zugleich zwei Leben: tausend und abertausend Fälle lassen sich ansühren. Unsere Häuser und Wohnungen werden vernagelt, obdachlos irren wir umher. Versenken wir unsere Klagen ins Meer, da wo es am tiefsten ist: ein Ctiv für dieselben finden wir nimmer! Unsere Beamten sind mit Blindheit geschlagen, ihre Ohren sind raub, taub; die fremden Teufel brauchen nur einen Asterwind m lassen, so fallen sie nieder in hohem Erschrecken. Darum Fremde, so wenig ich euch biete, das Wenige müßt ihr wissen. Sollte es zu irgend etwas kommen, als erstes reißt herunter die Gotteshäuser; alsdann schlagt dir Barbaren