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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1895-01-04 · 1 (4.1.1895) · page 18

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
12 (1895)
Issue
1 (4.1.1895)
Date
1895-01-04
Page
– (sequence 18)
Language
German
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Seite 16 Veprrrrichlptze rvochrnfchrtfl Nr. 1 % *e W gemeinde Herr W e i s h a u s die Geschichte der Makkabäer, wies auf die damalige Lage der Judenheit hin, die das Heldeugeschlecht der Hasmonäer in den verzweifelten Kampf trieb und wie dasselbe durch seinen glänzenden Sieg einen Beweis jüdischen Muthes erbrachte. Es folgte die Rede des Herrn Dr. Fichner, der eine Parallele zwischen der damaligen Stellung der Judenheit und der jetzigen zog und aus die sich ergebende Consequenz hinwies; Einheit und Brüderlichkeit im Schoße Israels und Einheit nach Außen und Innen. Die jüdischen Melodien, welche nun ertönten, trugen zum angenehmen Verlaufe der schönen Feier bei. Kolomea, 31. December 1894. Am 26. l. M. fand hier die erste Makkabäerfeier des hiesigen Zionvereines „Beth Israel" bei einer massenhaften Betheiligung der hiesigen jüdischen Bevölkerung statt. Aus dem sehr reichhaltigen Programme sind außer einigen schönen Declamationen rc. besonders die vorzüglichen Reden der Herren Taubes und D u n a j e r in deutscher, des Herrn M. Lachs in hebräischer und des Herrn Marcus Rothfeld in polnischer Sprache hervorzuheben. Mit der Absingung des schönen Liedes: „Dort wo die Ceder" im Chore, schloß diese jüdisch-nationale Feier. Kanitz. Am Scyabbos-Chanucka hielt unser sehr geschätzter Rabbiner, Herr Dr. H. Flesch eine Festrede, die die weiteste Verbreitung verdient. Der junge aber glänzende Redner geißelte in begeisterten Worten den Jndifferentismus unserer Zeit und erinnerte daran, daß das Weihesest uns lehrt, für Gott und Religion zu kämpfen. Kozlow. Am 23. v. M. feierte der Verein „D e g e l Jeschurun" seine Makkabäerseier in solenner Weise. Als Festredner waren aus Lemberg delegirt. Herr R. A. B r a u d e s, ferner die Herrn K. Stand und Dro. D. Mal z. Ferner sprachen noch die Herren Nathan S ch o r r, Vorsteher der israelitischen Cultusgemeinde Zloczow, Vereinspräsident Herr Schlager und Vice-Präsident Herr Igel. Bemerkens- Werth sind noch u. A. ein geschichtlicher Vortrag des Herrn M. Neiger aus O z y d o r, eine Rede des Herrn Joachim Neiger aus Kozlow „allegorische Erläuterung sämmtlicher Chanucka-Vorsc riften im Talmud", sowie die Schlußrede des Herrn Brandes und des Herrn Dr. Malz. In stark vorgerückter Stunde schloß die erhebende Feier und die Bersammelten verließen sichtlich erbaut den Saal. Diwre „Chen". Koritschiur, den 1. Jänner 1895. Sonntag am 30. December fand hier eine schöne, seltene und erhebende religiöse Feierlichkeit statt. Eine von den Kindern des Herrn David Drucker, Holzwaarenfabrikanten aus Brünn, aus Anlaß der silbernen Hochzeit ihrer Eltern für den hiesigen Tempel gespendete, sehr kostbare Thorarolle, mit Mantel und Krone und Jad versehen, wurde ihrer heiligen Bestimmung zugeführt. Im Tempel wurde der Weiheact mit Gebeten und Chorgesängen unter Leitung unseres würdigen Cantors, Herrn M. Preßburger, abgehalten. Hierauf hielt der Herr Rabbiner Dr. Kosenmann aus Brsenz die Festpredigt, die auf die versammelten Zuhörer den besten Eindruck machte und auch verdienten Beifall fand. Der Redner wählte zum Thema die Frage, welche große Bedeutung die Thora für das Judenthum haben müsse, daß sie im Stande sei, aus dem Rahmen eines Familienereignisses herausgewachsen, sich zu einem die ganze Gemeinde vereinigenden Feste zu gestalten. Den Schluß des Festes bildeten die vor der offenen Bundeslade von dem Prediger äußerst wirkungsvoll vorgetragene Gebete für Seine Majestät den Kaiser und das allerhöchste Kaiserhaus. Bei dieser Gelegenheit darf man nicht unerwähnt lassen, daß sich Herr D. Drucker durch seine Humanität und Glaubenstreue sowohl in der mährischen Hauptstadt, als in seinem hiesigen Geburtsort, der zugleich der Geburtsort seiner Frau ist, allgemeiner Hochachtung und des besten Leumundes erfreut. Proßnitz, 31. December 1894. Lö b li ch eRedaction! Wir ersuchen um Aufnahme folgender Zeilen in die nächste Nummer Ihres Blattes: Der m Nr. 49 vom 7. December unter Chiffre „E. B." aus Proßnitz veröffentlichte Bericht, der übrigens bezüglich der studentischen Berhältniffe unrichtig ist, rührt weder von dem Unterzeichneten Vereine, noch irgend einem seiner Mitglieder her, noch stehen dieselben in irgend einem Zusammenhänge damit. Ferialclub deutscher Hochschüler in Proßnitz. Tarnopol. Am 24. v. M. veranstaltete der Humanitätsverein „Benei-Zion" eine Makkabäerseier mit folgendem Programm : 1. Eröffnungsrede des Herrn Dr. Taubeles 2. Chorgesang, 3. Festrede Dr. D., 4. Declamation Frl. Pomeranz, 5. Declamation, Hebräisch, N. S e g a l, 6. Sonate für Clavier und Violine von Beethoven Frl. Pomeranz und Herr Wolsthal, 7. Declamation (polnisch) Tehias Ham es im H. M., 8. Rede K. Stand aus Lemherg, 9. Schlußrede Herr Mälzer aus Lemberg, 10. Schlußworte und Volkshymne. Der löbl. Vereinsverwaltung gebührt der Dank der Theilnehmer für den genußreichen Abend. Gewitsch. 27. December. In Gegenwart des Ortsschulrathes, der Gemeindevertretung mit dem Herrn Bürgermeister N. V eith und eines distinguirten Publicums fand am 23. d. M. an der deutschen Schule eine Chanucka-Feier statt. Herr Rabbiner I. Weiß besprach die Bedeutung des Chanucka-Festes, worauf vom Cantor Blau die Benedictionen über die Chanucka-lüchter in weihevoller Weise unter Mitwirkung des Chores gesungen wurden: religiöse Lieder und Gedichte wurden nun von Schülern vorgetragen. Gott lieb erwähnte in patriotischer Rede des Geburtstages der Kaiserin, worauf die Volkshymne gesungen wurde. Der Herr Bürgermeister vertheilte Kleider an arme Schüler, erwähnte der Schulstiftungen und ermahnte die Kinder, der Wohlthaten eingedenk zu sein. Zum Schluffe sprachen Schüler in kindlicher Weise ihren Dank aus. Breslau, 1. Jänner. Die jüdische Wissenschaft hat einen großen Verlust erlitten. Herr Dr. David Rosin, Docent am hiesigen jüdisch-theologischen Seminar, derzeit Vorsitzender des Lehrercollegiums, verschied gestern plötzlich um 3 Ühr Nachmittags, nachdem er noch Vormittags den Seminarrabbiner Herrn Dr. Lewy, anläßlich feiner silbernen Hochzeit in einer längeren, glänzenden Ansprache beglückwünscht hat. Einen ausführlichen Nekrolog bringen wir in der nächsten Nummer. Foesani, am 13/25. December. Dienstag den 27. December 1894 (8. Jänner 1895) findet im eigenen Hause des Herrn Zahnarztes Julius Flittmann zu Focsani (Rumänien) die Trauung seiner Tochter Rebecca Flittmann mit Herrn Maurice K r i e g l e r statt. Brüx. Am 26. December starb hier nach kurzem Leiden der emerit. Religionslehrer der hiesigen Cultusgemeinde Herr Adam Sattler, Besitzer des goldenen Verdienstkreuzes, im 86. Lebensjahre. Der Verstorbene war im Jahre 1809 zu Wallisgrün in Böhmen geboren, widmete sich mit dem 17. Lebensjahre dem Lehrerstande und erlangte seine Ausbildung in P r a g. Vom Jahre 1840 angefangen wirkte er in verschiedenen Gemeinden Böhmens segensreich als Lehrer. Seit dem Jahre 1862 in Brüx, ertheilte er durch 25 Jahre bis 1887 den Religionsunterricht am Brüxer Obergymnasium und an der Volks- und Bürgerschule und erwarb sich allgemein die Liebe seiner Schüler und bte Anerkennung der Vorgesetzten Schulbehörden. Im Jahre 1872, also im 62. Lebensjahre, unterzog er sich mit Bewilligung des hohen Ministeriums an der Prager Universität einer Prüfung aus Logik, Psychologie, Moral und Rechts-Philosophie mit bestem Erfolge und widmete mit voller Geistesfrische bis kurz vor seinem Tode seine freie Zeit philosophischen Studien. Mit allerhöchstem Entschlüsse vom 20. Juni 1888 wurde ihm das goldene Berdienstkreuz verliehen. Die hiesige Cultusgemeinde hat dem Dahingeschiedenen in den letzten Jahren ihre Dankbarkeit durch munificente Bewilligung einer höheren als der vertragsmäßigen Pension bewiesen. Aber auch in den Kreisen der christlichen Bevölkerung erfreute sich der Verstorbene großen Ansehens und erregt dessen Tod trotz des hohen Alters allgemeine Theilnahme. Der Vorbeter von Cham. Erzählung aus der Zeit des. dreißigjährigen Krieges von S. K o h n, Verfasser von „Gabriel". (Fortsetzung.) Wallenstein sprach nach kurzem Bedenken, wenn auch noch immer trotzig und in halbem stolzen Scherze: „Ich brauche mich vor Ihm und vor keinem Menschen auf Erden zu entschuldigen; — aber Er hat Gott zum Richter angerufen. Biel wird's Ihm kaum helfen; — aber ich will Jhm's explit

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