Mannheim
Compact Memory

Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1895-01-04 · 1 (4.1.1895) · page 10

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
12 (1895)
Issue
1 (4.1.1895)
Date
1895-01-04
Page
– (sequence 10)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/3020846-3021061-3021063--04180-3028353
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Seite 10 »ellerremrUape MortzrMrtzrm Str. 1 Abg. E. v. S. (in seiner Rede fortfahrend): Im Uebrigen stehe ich der Regierungsvorlage sympathisch gegenüber. Meine - Herren, es ist leider nicht zu leugnen, daß, obschon seit Langem kein Jude, kein Hebräer, kein Kind Israels (Heiterkeit rechts), kein Jtzig (Große Heiterkeit rechts), kein Manschel (Stürmische Heiterkeit rechts) in Deutschland mehr zu finden ist, die Entjudunz der zurückgebliebenen Urgermanen (Na na!) noch immer keine befriedigenden Fortschritte gemacht hat. Für die Entmauschelunz unserer Sprache und Literatur (Sehr gut!) ist noch so gut wie nichts geschehen: Wo Sa — (Ironische Rufe links: „Woßu?" Heiterkeit.) Wo Sudermann, Halbe, Hartleben (Wiederholte ironische Zwischenrufe: „Hartleben? H artheißen die Leute!" Heiterkeit.) Ich bitte Sie, mich nicht so oft zu unterbrechen, ich bin sehr erregbar und bei meiner Gesund — (Zuruf: Bei main' Gesund? Heiterkeit.) Ich sage also: Wo solche Schriftsteller mit ihren jüdischen Schamlosigkeiten das geistige Leben beherrschen, da möchte man mit dem großen Frankfurter (Zuruf: „Wer ist Frankfurter?" Große Heiterkeit.) Abg. E. v. S. (erregt): Wie heißt—(Stürmische Heiterkeit links. Rufe: Wie haißt?) Wie heißt der Jtzig da drüben, der sich fortwährend erfrecht, mich zu unterbrechen? (Abg. Bolle-Berlin (Antisemit): Sehr jut.') Abg. E. v. S (schreiend): Selbst Jud'! (Der Abgeordnete verläßt die Tribüne nnd fällt über den Abg. Bolle her. Schallende Unruhe. Der Bicepräsident Freiherr von Buol wird auf den Zwischenfall aufmerksam gemacht.) Z.cep:au)ent F.eihecc v. Baol-Becenberg: Ich mache den Redner darauf aufmerksam, daß wir noch nicht in die Specialdebatte eingetreten sind. (Tosende Heiterkeit.) Abg. Gerber (zur Geschäftsordnung): Ich beantrage commiffionsweise Behandlung des Abg. v. Sonnenschein, und zwar bitte ich, eine Commission von 21 Mitgliedern einzusetzen. (Der Antrag findet nicht die genügende Unterstützung.) Abg. E. v. S. Die Entrüstung des Abg. Gerber wundert mich durchaus nicht. Ich behaupte, daß er mit jüdischem Gelde gekauft ist. Präs. v. Schweinhagen: Ich kann nicht dulden, daß Sie ein Mitglied des Hauses — Abg. E. v. S.: Herr Präsident, ich habe nur gesagt: „Ich behaupte es; ich habe ja noch gar nichts b ewiesen! Präs. Das ist etwas Anderes. Entschuldigen Sie. Abg. E. v. S.: Bitte. — Ich wende mich jetzt wieder zu den Juden. (Murren und Unruhe.) Pardon, ich wollte sagen: Ich gehe nun wieder zu den Juden über. (Lärm.) Scheuen wir vor keinem Mittel zurück, meine Herren, auch den letzten Rest von jüdischem Wesen in unserer Nation auszubrennen und auszutilqen. Leider aber sehen wir uns noch lange nicht dem letzten Rest gegenüber! Noch immer wimmelt es in unseren Gerichtsannalen von Betrügereien. Schwindeleien, Unterschlagungen und Hinterziehungen. Woher kommt das, meine Herren, da doch längst der letzte Jude aus Deutschland verschwunden ist? Das kommt von dem jüdischen Geld, meine Herren, das noch immer in unserem geliebten Baterlande Zugang findet. Es ist von unseren profundesten und unbestechlichsten Gelehrten, wie Rohling, Elias Cohn und Wackerbarth auf das Unwiderleglichste bewiesen worden, daß in den jüdischen Münzwerkstätten in Argentinien bei der Herstellung sämmtlicher Münzsorten das Blut von Christenkinder zur Verwendung kommt und daß dieser Zusatz dem jüdischen Mammon die dämonische Kraft verleiht. Warum laffen wir überhaupt noch jüdisches Geld unsere Grenzen passiven, da man doch schon im vorigen Jahrhundert, wie ich Ihnen aus einer antisemitischen Zeitung vom Jahre 1892 beweisen kann, die „Judengroschen an ihrem baut gout erkennen" konnte? Möge die Regierung doch gefälligst Grenzwächter mit bewährten und staatlich geprüften Geschmacks- und Geruchsorganen anstellen! Warum frage ich Sie, unterhalten wir noch immer Handelsbeziehungen zu jenem jüdischen Raubstaat, der bezeichnender Weise und nur durch die Schuld der Juden den Namen Argentinien führt? Warum lasten wir uns mit Fleischextract und Conserven von ihnen beschummeln? Ist der Germane gut genug dazu, daß er die Hinterviertel vom Ochsen ißt, die der Jude nicht mag? Lagen wir die Amerikajüden (Heiterkeit) ihren Meistbeschummelungsvertrag mit anderen Ländern abschließen und verbieten wir auf das Strengste die Einfuhr aller jüdischen Münz- und Cohnsorten. Präs. v. Schweinhagen: Ich muß doch den Redner bitten, zur Sache zu sprechen. Wir verhandeln noch nicht über den Vertrag mit Argentinien, sondern über die Entjudungsnovelle. Abg. E. v. S.: Herr Jude Schweinhagen, hier wird überhaupt nichts verhandelt. Die jüdisch-spitzfindige Unterscheidung zwischen dem, was zur Sache und nicht zur Sache gehört, überlasse ich getrost der kaltherzigen semitischen Dialectik. Das deutsche Gemüth sträubt sich gegen solche Rabbinerkniffe. Wenn der Präsident sich solche Jüdeleien erlauben darf, ist es höchste Zeit, daß wir seine Rechte beschneiden. Zweiter Bicepräsident v. Plack: Herr Abgeordneter, ich mache Sie darauf aufmerksam, daß Sie selbst soeben unser deutsches Gefühl auf das Schwerste verletzt haben, indem Sie von Beschneidung sprachen. Wenn Sie in dieser jüdisch-schamlosen Weise fortfahren, entziehe ich Ihnen das Wort und dann haben Sie gar nichts mehr. Abg. E. v. S. (heftig erschrocken): Ich werde zur Sache sprechen. Meine Herren, es kann uns ja nicht verwunderlich erscheinen, daß wir in der Entjudung unserer Nation noch keine befriedigenden Resultate erzielt haben, wenn wir bedenken, welche Erziehungsmächte bei uns noch immer in maßgebender Weise wirksam sind. Wenn unsere Kinder in der Schule Lehren empfangen wie: „Du sollst nicht stehlen", „Du sollst nicht tödten", „Du sollst nicht ehebrechen", so brauche ich nur den Urheber dieser Gesetze zu nennen und sie sind genügend charakterisirt. Meine Herren, der Verfasser dieser famosen Gebote ist ein gewiffer Moses Amramsohn (Große Bewegung); der Name sagt genug wohl schon. (Heiterkeit. Sehr gut!) Meine Herren, sollen wir uns von einem Juden Gesetze vorschreiben lasten? (Stürmischer Beifall. Rufe: Nein, nein!) Wenn sich ein Jude erfrecht, uns das Stehlen zu verbieten, dann thun wir's g erade! (Minutenlanger tosender Beifall.) Von einem Juden laste ich mir noch lange nicht befehlen. Das hat sogar der Fürst B i s m a r ck als selbstverständlich betrachtet, an dessen jüdischer Abkunft doch heutzutage Niemand mehr zweifelt. Es ist ja noch ein wahres Glück, daß ein so eminenter Gelehrter wie Max und Moritz Bewer rechtzeitig und mit ausreichender Evidenz die rein germanische Abstammung Jesu Christi nachgewiesen hat; ich hätte sonst, so leid es mir gewesen wäre, auch diese erhabene Duldergestalt als eine jüdische bezeichnen müssen. Wer aber hat uns über die Lehren und die Lehre Jesu in erster Linie wieder berichtet? Natürlich wieder die Juden, die, wie Sie sehen, schon damals es verstanden haben, die gesammte Literatur an sich zu reißen. Es wird die höchste Zeit, meine Herren, daß wir ein germanisches Evangelium in einer Serie von Bilderbogen bei Gloeß in Dresden erscheinen lassen. Meine Herren, es liegt auf der Hand, daß all diesen schreienden Mißständen nur durch eine ganz radicale und energische Reform zu begegnen ist. Meine Herren, es ist längst durch unsere bedeutendsten Physiologen bewiesen, daß die jüdische Nase nicht nur das hervorstechendste Merkmal, sondern daß sie der Accumulator aller jüdischen Schändlichkeit ist. Unser Bestreben muß deshalb dahingehen, jede, wenn auch noch so leise angedeutete Nasenbildung mit der Wurzel auszurotten und zu vertilgen. Unser unverrückbares Ideal muß sein: die allgemeine und obligatorische Einführung der Hurrahn a s e! Unter Hurrahnasen, meine Herren, versteht man stumpfwinklige Nasen, Nasen, die sich mit unerschrockener, echt deutscher Offenheit zum Himmel richten und Regen und Sonnenschein gleichermaßen Eingang gewähren. Man hat dieseNasendeshalb so genannt, weil sie fortgesetzt auf eigene Verantwortung Hurrah zu rufen scheinen. Wo nun die Natur ein Kind nicht mit dem Geschenk einer solchen Sturm- und Drangnase liebevoll begünstigt hat, da müssen die staatlich vereidigten Hebammen oder Aerzte gehalten sein, durch entsprechende Eingriffe die gesetzliche Nasenform herzustellen, und wo eine unglückliche Veranlagung solche Eingriffe wirkungslos macht, muß mit spartanischer Rücksichtslosigkeit das Kind entweder getödtet oder nach Argentinien verschickt werden. Erst wenn so allüberall in deutschen Gauen dem urgermanischen, antisemitischen Geiste ein würdiges Organ geschaffen worden, erst dann kann dieser Geist sich machtvoll entfalten und brausend durch die deutschen Lande weh'n! Die Zeit ist da, der jüdischen Gumplokratie ein für allemal ein Ende zu machen und das lange genug unterdrückte deutsche Löschhorn zu heben und aufzurichten. Das, meine Herren, ist und bleibt die radicalste

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.