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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1894-03-16 · 11 (16.3.1894) · page 13

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
11 (1894)
Issue
11 (16.3.1894)
Date
1894-03-16
Page
– (sequence 13)
Language
German
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Nr. 11 Vesterreichtschr Wochenschrift SeUe 213 deutung durch das unter der Leitung des Obmannes Josef- Pollak arrangirte, glänzend besuchte Costümkränzchen zu zeigen, bei welchem ihm der Ausschuß des Vereines „Habsburg", bestehend aus den Herren Max Hübsch, Otto Kranzler, Feilbogen und Weinberger, treulich zur Seite stand. Von den Damen erwähnen wir Frl. Rosa Pollak (Amor), Frl. Josefine Pollak (Gärtnerin), Frl. Johanna Neuron (Spanierin), Frl. Charlotte Spitz (Bebe), Frls. Ernestine und Anna Lewinsohn (Kleeblättcheu), Frl. S. Liebreich und Frl. Guttmann (Rastelbinder), Flr. Löbl. (Fantasie), Frl. Fanny Zeisler (Jockey), Frau Eugenie Pisk, Frl. Marie Pisk u. A. Das Tanzarrangement leitete Herr Singer. Die Ballmusik besorgte die Capelle des Infanterie- Regimentes Erzherzog Carl Nr. 3. Wie». (Concert Ebner.) Erst auf dem Umwege einer großen Concert-Tournße in zahlreichen Städten und Badeorten Oesterreichs und Deutschlands gelaugte die Wiener Violin-Virtnosin Frl. Amalie Ebner nach Wien, wo die jugendlich , interessante Geigerin am 1. März l. I. im kleinen Musikvereiussaale ein selbstständiges Concert gab. Das Debüt der Wiener Künstlerin in Wien, preisgekrönte Schülerin des Wiener Conservatoriums, hatte einen glänzenden Erfolg, von dem auch die gestrengen Kritiker der Wiener Presse belobend und anerkennend Notiz nahmen. Frl. Ebner spielte mit poetischer Auffassung Grieg's berühmte Bivlin-Sonate op.8 und hatte in Bruch's 0-moll-Concert Gelegenheit, ausgeglichene Technik und ein Stückchen Birtuosenthum zu zeigen. Am besten gefiel ihr gesangreicher Ton in Svendsen's Romanze und das prickelnde Temperament in Wiemawsky's v-änr Polonaise. In verständnißvoller Weise schmiegte sich die Clavierbegleitung des Herrn Zemlinsky dem Spiele des Frl. Ebner au, deren ausgesprochenes Talent wohl Aussicht auf eine ehrenvolle künstlerische Laufbahn eröffnet. Frl. Nini Pollatschek, eine stimmbegabte Schülerin der Gesaugsmeisterin Frau Dustmann, trug mit hübschem Ausdrucke einige Lieder vor und erntete wohlverdienten Beifall und Herr Arthur Barensfeld erwies sich als vortrefflicher Clavierbegleiter besonders für stimmungsvollen Gesang, wie ihn Frl. Pollatschek dem zahlreich erschienenen Auditorium zu Danke bot. Wien-Donänfeld, 12. März. (Wo hlth ätigkeits Costümkränzchen des israelitischen Frauenvereines Floridsdorf.) Am 10. d. veranstaltete der hiesige israelitische Frauenverein ein Wohlthätigkeits-Constümkränzchen. Die diesjährige Obmännin des Ballcomite's Frau Emanuel Grüntvald leitete im Vereine mit einem Herrn Spitz das Kränzchen so präcise, daß das Arrangement allgemeine Anerkennung und ungetheilteü Beifall fand. Die Musik besorgte das 2. Infanterieregiment und der Saal, unter Aufsicht des Herrn Spitz arrangirt, machte einen wirklich vortrefflichen Eindruck. Die junge Damenwelt von Floridsdorf glänzte in wahrhaft prächtigen Costümen; -namentlich die Frls. Bertha Weinberger (Rothköpfchen), Selma Grünwald (Rvcvco), Rosa Glaser (steirische Bauernbraut), Therese Grünwald (russische Bäuerin) und noch andere mehr. Die unstreitige Ballkönigin jedoch war Fräulein Sophie Schlesinger. Ihr Costüm, die Sternennacht darstellend, bestand aus gelber Seide mit schwarzem Gaze-Ueberwurf, der mit vergoldeten Sternen übersäet war. Das schwere aufgelöste Haar war durch ein Diadem, in dessen Mitte ein Stern glänzte, zusammengehalten. Der Reinertrag von circa fl. 200 wird für kranke, arme Frauen verwendet. Wien, 10. März. Das am 8. März in I. Rappel's Rosen-Sälen stattgefundene Costume-Kränzchen des Losvereins „Engel" war überaus zahlreich besucht, Dank dem Obmanne des Vereins Herrn Adolf Engel, sowie dem Herrn Goldschläger an der Spitze des Ball-Comites. . Von den Erschienenen sind zu nennen Herr und Frau Dr. Lichtenstein, Herr D. Weiß, Obmann des israel. Humanitäts- Vereines sammt Frau Gemalin, Herr Siegm. ,Rosenthal, Obmann des Tempelbau-Vereins und Dr. Schüller. Den Ball eröffnete Frau Hermine Löwy mit Herrn Adolf Engel, diesen schloß sich dann die bunte Menge tanzender Paare an. jSehr originell war Herr I. Hirschler als reisender Engländer, Fräulein Irma Lichtenstern als reizende Croatin, welche ihre Spielsachen zu wohlthätigem Zwecke verkaufte. Ferner drei allerliebste xstltes entants, Frl. Emmy, Olga Rosenfeld und Rosa Reißer. Erwähnenswerth ist noch Frau Paula Alt als resches Wäschermädel, Frl. Sophie Steiner als Zigeunerin, Frl. Hermine Engel als Tirolerin und eines der hübschesten Mädchen Frl. Regine Adler als Hannele. Wien. Mittwoch den 21. März l. I. findet zu Gunsten eines ehrwürdigen, siechen Greises in S. Jellinek's SaalLocalitäten, V., Margarethenplatz 7, ein Wohlthätigkeits- Kr änz ch en statt. In Anbetracht des wohlthätigen Zweckes hat Herr Jellinek in munificenter Weise seine Localitäten kostenfrei zur Verfügung gestellt. Etwaige Geldsendungen bittet man an den Cassier Herrn Leopold Stepper, V., Pilgramgasse 5, oder an das Co mite in S. Jellinek's Gasthaus, V., Margarethcnplatz 7, senden zu wollen. Prag, 7. März. Am 1. März wurde der kaiserliche Rath Wilhelm Winterstein zur Erde bestattet. Derselbe war lange Zeit Mitglied der hiesigen Cultusgemeinde-Repräsentanz. Bei dessen Leichenbegängnisse waren alle Mitglieder derselben, sammtliche Rabbiner und die Spitzen der hiesigen Gesellschaft antvefend. In der Leichenhalle hielt Oberrobbiner Dr. Ehrenfeld über Einladung der Cultusgemeinde-Repräsentanz eine formvollendete treffliche Leichenrede am Grabe, Gemeinde-Prä,es Dr. Rosenbacher einen Nachruf, in welchen er dem Dahingeschiedenen für seine ersprießliche Thätigkeit im Dienste der Gemeinde den Dank aussprach und den Gefühlen der Trauer über den Verlust des verehrten College» in wenigen aber herzlichen und kernigen Worten Ausdruck gab. — Der Vorstand der Mechelsynagoge hat den durch die Affanirung der Josesstadt nothwendigen Umbau ihres Gotteshauses begonnen. Dasselbe soll bedeutend vergrößert werden. — Dem eben ansgegebenen Jahresausweis des Vereines zur Unterstützung erwerbsunfähiger, unbemittelter Individuen unter dem Directorate des noch geistig frischen und regsamen Phlipp Schwab (auch M. d. C.-G.-R. und Obmann der ArmemCommission) zufolge sind 241 Darlehen von 400 bis 30 Gulden herab in Summa 33.000 Gulden zinsenlos verabfolgt worden. — Sonntag am 4. d. M. fand die Generalversammlung der Altmänner der Beerdigungsbrüderschast statt, in welcher sich der Vorstand die Ermächtigung ertheilen ließ, in einem zwischen der Gemeinde-Repräsentanz und jenem ausgebrochenen Conflicte die Rechte der Brüderschaft energisch zu vertheidigen. Die Gemeinde-Repräsentanz hat, nachdem die der Taxenbestimmung zu Grunde liegende Geschäftsgebahrung des Jahres 1892 einen Ueberschuß von circa 18.000 Gulden ergeben, nach den bestehenden Bestimmungen die Grnndtaxe um weitere 15 Perzent ermäßigt, der Vorstand will sich aber diesem Aussprüche nicht fügen und die Taxen in unveränderter Höhe einheben. Sammtliche Steuerzahler, 2400 an der Zahl, stehen selbstverständlich auf Seite der Repräsentanz. Die bei der Generalversammlung der Altmänner Anwesenden, zum großen Theile steuerfrei oder den geringst besteuerten Classen angehörend, sind durch ihre Abstimmung der Ansicht des Beerdigungsvorstandes beigetreten. — Vorige Woche cursirte hier in den Kreisen von Studenten, Commis, jungen Kaufleuten u. A. eine - Petition an den Schriftsteller S. Kohn, er möge den in Ihrem geschätzten Blatte erscheinenden Roman „Fürstengunst" möglichst bald in einer wohlfeilen Volksausgabe veröffentlichen, um dessen Anschaffung auch Minderbemittelten zu ermöglichen. Dieselbe wird, wenn dies nicht mittlerweile schon geschehen ist, in den nächsten Tagen überreicht werden. Prag, den 9. März 1894. Der Stadentenverein „Maccab a e a" hielt am 1. d. M. seine 2. ordentliche Genera t v er s a m mluug ab. Der Obmann des scheidenden Ausschusses Herr Med. I. Münz gab in seinem Rechenschaftsbericht ein klares Bild der im verflossenen Wintersemester entfalteten Thätigkeit. Als 1. Theil derselben führte Redner zunächst die interne Fcicr des Maccnbäerfestes an, um „zu beweisen, daß wir noch mit Begeisterung unserer Bäter gedenken, die für die edle Sache unseres Bolksthums hochherzig ihr Gut und Blut wagten." Er gedachte weiter der im Vereine gehaltenen Rede des Herrn Doctor I. Kohn — des gewesenen Obmannes des „Kadimah" — über „d i e neuesten Strömungen im Jndenthume", welcher Vortrag, vor einem zahlreichen Publicum gehalten, durch seinen gediegenen Inhalt ungetheilten Beifall gefunden hatte. Dem Herrn Dr. Kohn wurde an dieser Stelle der Dank des Vereines ausgesprochen. Nach Erledigung mehrerer freier Anträge wurde zu den Wahlen geschritten, die folgendes Resultat ergaben: Obmann: Tech. Kraus; Obincnn-Stellvertreter: Med. Münz; 1. Schriftführer: Med. Sachs; 2. Schriftführer : Jur. Bondy; Cassier: M>d. Katz; Bibliothekar: Med. Tolesi; Oeconom: Med. Beckmann. Ersatzmänner: Med. Singer, Med. Weiß. Tech. Finket. Schiedsrichter: Mied. Pick, Med. Kogon, Tech. Fauwers. Revisoren: Med. Guttmann, Med. Weil. Pilsen. Am 17. Februar l. I. veranstaltete Herr Roderich Baß unter Mitwirkung der Capelle des k. u. k. Infanterie-Regiments Herzog von Württemberg Nr. 73 hierorts ein Concert und verschaffte hiedurch dem kunstsinnigen Publicum Pilsens einen überaus genußreichen Abend. Der jugendliche Clavierkünstler, der vor 2 Jahren in Wien das Conservatorium mit Auszeichnung verließ, einen Bösendorser Clavierfliigel im Werthe von 900 fl. als Ehrengabe erhielt und mit der silbernen Gesellschaftsmedaille ausgezeichnet wurde, erfreute I sich schon im vorigen Jahre seitens der Musikliebenden unserer 1 Stadt bei einem stattgefundenen Concerte des lebhaftesten Bei-

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