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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1893-12-22 · 51 (22.12.1893) · page 14

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
10 (1893)
Issue
51 (22.12.1893)
Date
1893-12-22
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Sette 1000 Vrstrrrrichiptzr WochrnschrM Nr. 51 und Herr Isidor Farchy, Reichsraths.Abgeordneter Dr. Bloch, Cultus-Vorsteher Dr. Marcus Spitzer, viele Gemeindemitglieder und Gäste. Nach Anzünden des Chanuckalichtes durch Ober-Cantor Bauer, der diese Function mit Chor und Orgelbegleitung vornahm, hielt Herr Director M. Groag eine warmempfundene und formvollendete Festrede, die allgemeinen Eindruck hervorrief. Darauf folgte die Kaiserhymne und nachher recitirte Herr Ober-Cantor Bauer für die verstorbenen Stifter der Talmud-Thoraschule das Menncha-nechona (Haschkawa) genannt. Mit Absingung des Jigdal durch den Tempelchor unter Leitung des Chordirigenten L ö w i t endete die schöne und erhebende Feier. EB. Proßnitz. (Die Wahl für die Repräsentanz in die israelitische Cultusgemeinde) hat nachstehendes Resultat ergeben: Zum Vorstand: Herr Josef Singer, zu dessen Stellvertretern Herr Samuel Hirsch, Herr Marcus Neumann; als Ausschußmänner die Herren Dr. Gustav Zweig, Filipp Freiberger, Sigmund Pollak, Sigmund Reiner. Die Wiederwahl des Herrn Josef Singer als Cultusvorstand hat ipi Hinblick auf die ungetheilten Sympathien, welcher sich dieser Functionär ob seiner gewissenhaften und pflichttreuen Amtirung erfreut, allgemeine Befriedigung hervorgerufen. Krakau. Wie die „Wiener-Zeitung" meldet, hat der Kaiser dem außerordentlichen Professor des Strafrechtes und Strafproceffes an der Universität in Krakau Dr. Josef Rosenblatt den Titel und Charakter eines ordentlichen Universitäts- Professors verliehen. Krakau. 10. December. Sehr geehrter Herr Redacteur! Ich ersuche Sie, die in Nummer 49 Ihres geschätzten Blattes auf Seite 957 gedruckte, aus Krakau eingesandte Correspondenz dahin berichtigen zu wollen, daß ich nicht mehr Mitglied des Krakauer Cultusvorstandes bin. Im Voraus für die gütige Ausnahme dieser Zeilen dankend, lege ich um so größeren Nachdruck darauf, da ich von meinen politischen Gegnern beschuldigt werde, diese Correspondenz inspirirt zu haben. Hochachtend, Ihr ganz ergebener David Süßkind. Lemberg, 17. December. Donnerstag den 14. d. M. fand im hiesigen Frohsinnsaale die Trauung des Musikfeldwebels Adolf B öden st ein statt. Derselbe ist außer seiner dienstlichen Stellung, der er zur vollkommenen Zufriedenheit seiner Vorgesetzten obliegt, Capellmeister der vor einigen Jahren ins Leben gerufenen Musikcapelle des israelitischen Waisenhauses. Durch hingebungsvollen Eifer brachte er die Kinder in der Musik so weit, daß sie heute ei» gern gehörtes Orchester bilden/ Er ist deshalb allseits bekannt und beliebt, was auch bei diesem feierlichen'Acte zu Tag: trat. Außer einem zahlreichen distinguirten Kreise seiner Glaubensgenossen wohnte eine stattliche Anzahl höherer Officicre seines Truppenkörpers der Trauung, welche Herr Rabbiner Dr. Caro vollzog, bei. Przemysl. Fräulein Marie M a n e l e s, Tochter des Schriftstellers Herrn A. Maneles, hat sich mit Herrn Adolf Czaczkes in Lemberg verlobt. Przemysl. Auch hier hat der Zweigverein „Zion" eine Makkabäerfeier veranstaltet, die am 10. d. M. unter großer Betheiligung der jüdischen Bevölkerung abgehalten wurde. Eine mehrhundertköpfige Menschenmenge war bereits im Festsaale versammelt, als der gelehrte Herr Gedaljah Schmelkes, Rabbinatscandidat hier, als Erster das Wort ergriff. Seine geistvolle und inhaltsreiche Rede, welche die Kämpfe des Judenthums behandelte, entfesselte einen Sturm von Begeisterung. Es sprachen ferner Herr Banquier Jacob Ehrlich in hebräischer Sprache, Herr Dr. Salz aus Tarnow und Schriftsteller Bromberg ebenfalls aus Tarnow (in polnischer Sprache) und Rabbinatscandidat M. L. Landau und die geistreichen Ausführungen der Redner wurden sehr oft von stürmischen Beifalle unterbrochen. Noch ist zu erwähnen eine hebräische Declamation von Victor Mermelstein. Die erhebende Feier endete mit einer kurzen Dankesäußerung des würdigen Vorsitzenden Herrn Markus Schmelkes. Rzeszow. Samstag den 16. d. M. füllte die Räume des Vereines „ChowewZion" ein dichtgedrängtes Publicum; diespäter Angekommenen stauten sich im Borhause an. Herr Dr. Jakob K o h n aus Wien, sprach über die Judenfrage in einer zweistündigen Rede, welche mit wiederholtem, zum Schluffe langanhaltendem Beifall belohnt wurde. Herr Lehrer Kammerling dankte Herrn Dr. K o h n im Namen der Versammlung. Sniatyn. Herr P. Eisenstein, Thierarzt in Sniatyn, bat sich mit Fräulein Helene Medina, Tochter des Herrn Leon A. Medina, Mitglied der türkisch-sepharischen Gemeinde in Wien, verlobt. Sniatyn. (Eine Baron Hirsch-Feier., Aus Sniatyn wird uns berichtet: Der Sonntag vom 10. d. M. wird der hiesigen jüdischen Bevölkerung in unvergeßlich angenehmer Erinnerung bleiben. Es fiel auf .diesen Tag das Geburtsfest des hochherzigen Philantropen Baron Hirsch, des Stifters der hiesigen Schule, und die schöne Chanuckafeier. Diese Gelegenheit benützte die Schulverwaltung, um im Vereine mit der akademischen Verbindung „Hasmonaea" einen Makkabäerabend zu veranstalten. Derselbe nahm einen in des Wortes vollster Bedeutung glänzenden Verlauf. Der große Festsaal der Schule konnte die zahlreich erschienenen Gäste, zu denen auch der Bürgermeister, sonstige Honoratioren der Stadt, viele Mitglieder der akademischen Verbindung „Hasmonaea" und eine große Gesellschaft aus Czernowitz gehörten, kaum, fassen. Den Abend erössnete eine schwungvolle Rede des stuck, jur. Ebner, Präses der „Hasmonaea" und ein formvollendetes lebendes Bild, darstellend, den Untergang Zions, schloß denselben. Außerdem fanden Biolin-, Clavier-, Gesangsvorträge und Declamationen statt. Stryj. Sonntag den 10. d. M. fand im großen Saale zu den „Drei Kronen" eine von der jüdisch-nationalen Partei veranstaltete Makkabäerfeier statt, deren glänzender Verlauf noch lange in der Erinnerung unseres Publicums bleiben wird. Eine wirkungsvolle einleitende Rede hielt Herr Dr. Fichtner aus Stryj, die Festrede der als hervorragender Redner bekannte Dr. Jakob K o h n aus Wien, welcher als Delegat der Parteileitung erschienen war; Herr Brandes aus Lemberg sprach ein sehr beifällig aufgenommenes Schlußwort. Die musikalischen Nummern mußten ausnahmslos wiederholt werden. Mateszalka. (Elektrische Beleuchtung.) MätSszalka gehört zu den ersten der kleineren Provinzstädte in Ungarn, welche sich einer elektrischen Beleuchtung rühmen können. Dieses gemeinnützige Unternehmen kann sein Entstehen der Opferwilligkeit unserer Glaubensgenossen', der Familie Szalkai verdanken, welche weder Mühe noch Kosten scheute, um eine elektrische Centralanlage auf dem der Familie Szalkai gehörigen Fabriksetablissement zu errichten und mit Hintansetzung der materiellen Interessen den elektrischen Strom sowohl für die Straßen, als auch für Private zum Selbstkostenpreise zu liefern. Ein Beispiel, welches der Nachahmung seitens unserer, Mitbürger würdig erscheint. Die Anlage, welche seit dem Monate Mai d. I. in Betrieb ist, wurde durch die renommirte Wiener Firma Kremeneczky, Mayer & Co. geliefert und ist man mit den Leistungen derselben überaus zufrieden. Stuttgart. Wie ich von gut unterrichteter Seite höre, ist die Wahl des Herrn Seminardirectors Dr. Th. Krön er in Hannover zum Nachfolger des im vorigen Jahre verstorbenen Kirchenrathes und Rabbiners Dr. v. Wassermann so gut wie gesichert. Herr Dr. Th. K r o n e r hat auf Wunsch und Einladung der israelitischen Oberkirchenbehörde und des israelitischen Kirchenvorsteheramtes am 4. d. vor denselben einen Probevortrag gehalten und durch diesen sowohl, als auch durch seine Persönlichkeit ganz außerordentlich befriedigt. Der gute Ruf, der Herrn Dr. Th. Kroner vorausgeht, läßt hoffendaß durch dessen Anstellung der religiöse Sinn in Stuttgart und in ganz Württemberg wieder mehr geweckt und gehoben werde. Beuthen (O.-S.), 12. December. Heute sind es 25 Jahre, daß Herr Dr. med. Mannheimer hier das Ehrenamt eines Stadtverordnetenvorstehers bekleidet. In Anerkennung seiner großen Verdienste um die hiesige Commune haben die städtischen Behörden ihm die höchste Auszeichnung, die die Bürgerschaft zu vergeben hat, verliehen, indem sie ihn zum Ehrenbürger ernannten. Die künstlerisch ausgeführte Urkunde wurde ihm heute Mittag durch den Oberbürgermeister Dr. B r ü h n i n g überreicht. Rybnik (Oberschlesien.) Der Großindustrielle Herr Ferdinand Haase, durch die hochherzige Stiftung des oberschlesischen Waisenhauses als Philanthrop in weiten Kreisen unserer Provinz bekannt, ist im Alter von 76 Jahren gestorben und am 8. December von einem überaus großen Trauergefolge zur letzten Ruhe begleitet worden. Paris, 4. December. Die Neuwahlen für das Central- Comitö der „Alliance Israelite Universelle" sind nunmehr beendet. Die folgenden Herren sind in das Central-Comite neugewählt: Felix Alcan. Verlagsbuchhändler, Grand-Rabbin I. G. Dreyfuß, Jacques Machiels, Rentier, I. Wolfs, Generalinspector der Brücken und Straßen, sämmtlich in Paris. Ferner Dr. Heinrich Meyer Cohn in Berlin, Daniels Polak in Amsterdam, Salomo Fernandez in Konstantinopel, Charles Hallgarten in Frankfurt a. M., Doctor Jastrow in Philadelphia, Dr. I. Löw in Szegedin, Doctor I. S. Moses in Chicago, F. Philippsohn in Brüssel,

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