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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1893-11-10 · 45 (10.11.1893) · page 11

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
10 (1893)
Issue
45 (10.11.1893)
Date
1893-11-10
Page
– (sequence 11)
Language
German
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Nr. 45 VeüerretchUrtzc WocherrtchrM Sette 885 v. Gomperz 25 fl., Frau Baronin Sophie v. Todesco 25 fl., Frau Baronin Jella Oppenheimer 25 fl., Frau Josefine v. Wertheimstein 25 fl., Herren W. Lothringer u. Comp. 50 fl., Herren Brüder Samek 25 fl., Frau Philippine Bauer 50 fl., Herr Donat Zifferer 30 fl., Herr und Frau Ludwig Bunzl 50 fl., Herr und Frau I. Porges 30 fl., Herr Philipp und Frau Olga Popper 30 fl., Herr Theodor Ritter v. Taussig 20 fl., Frau Louise Mandl 20 fl., Frau Pauline Kohn 10 fl., Herr Carl Redlich 10 fl., Herr Ludwig Wollheim 10 fl., Herren H. Munk's Söhne 5 fl., Herr Dircctor Weißhut 20 fl., Frau Annica Benvenisti 20 fl., Frau Antonie Großmann 15 fl., Herr Emil Horner 5 fl., Frau Mathilde Porja 5 fl., Frau Adele Heilpern 5 fl., Herr Leopold Freistadl 5 fl., Herr Albert Speyer 5 fl., Frau Baronin Hella v. Waldberg 5 fl., Frau Anna Fried 5 fl., Herr Heinrich Russo 5 fl., Herr Bernhard Pollak 5 fl., Frau Rapa- Port von Porada 10 fl., Herr Gottlieb Bettelheim 5 fl., Frau Laczi v. Gutmann Gelse 15 fl. — Herr Heinrich Deutsch 20 fl. — Herr Josef Thalberg 200 fl. — 2. Gründungsbeitrag. — Kleine Spenden 21 fl. — Herr Bernhard Pollak 5 fl. Zur Bekleidung armer Schulkinder spendeten ferner: Herr Donat Zifferer 10 fl. — Frau Emma Pappenheim 10 fl. — Frau Emilie Quittner 10 fl. Spenden und Beitrittserklärungen für den Verein übernehmen: Frau Rosa Zifferer, IX., Maximilianplatz 6, Frau Regine K o p st e i n. I.. Neuthorgasse 13, Frau Johanna F r ö hl i ch, IX., Frankgasse 1, und Frau Regine B e t t e l h e i m, lX., Koliugasse 5. Wien. Der humanitäre Geselligkeitsverein „Gemüthlichkeit" veranstaltet Dienstag, am 14. November, 8 Uhr Abends, im Restaurant KHüner, I., Schottenring 19, eine Bekleidung armer Schulkinder. Wien. (Ein n achahmensw erthes Beispiel.) Bor einigen Tagen starb ein Bediensteter der hiesigen Weingroßhandlungsfirma Römer u. Comp., welcher der mosaischen Confession angehörte. Die Kosten des Leichenbegängnisses wurden von den Chefs der Firma bestritten, welche mit ihrem gesammten Personal, zumeist Christen, dem Sarge bis auf den Friedhof folgten. In dieser Zeit wüsten Judenhasses ist ein solcher Beweis von Menschenliebe und Duldsamkeit doppelt erfreulich., Wien. (Wiederkehr aus Chicago.) Dem kürzlich von dem Besuche der Weltausstellung in Chicago zurückgekehrten Oberinspector der Nordbahn und Vorstände der Wagenwerkstätte in Floridsdorf, Herrn F. Reifer, welchen derselbe im Aufträge der Nordbahn-Direction studienhalber unternommen, bereiteten die Beamten und das Aufsichtspersonale dieses Etablissements einen festlichen Empfang. Der Eingang zu dem Bureau des Werkstätten-Vorstandes war in geschmackvoller Weise decorirt und durch Pflanzengruppen flankirt; ein mächtiges Blumenbouquet bildete den Schmuck des Zimmers selbst, in welchen der in Begleitung des Werkstättenleiter-Stellvertreters Herrn OberingenieurS t r e m ch a Eingetretene sämmtliche Beamte und Aufsichtsorgane versammelt fand. Nach einer kurzen Begrüßungsansprache des genannten Oberingenieurs, in welcher derselbe Namens der Versammelten der aufrichtigen Freude über die wohlbehaltene Ankunft ihres Chefs Ausdruck gab, trat Oberinspector Reifer .auf jeden Einzelnen zu und, das spontane und herzliche Moment dieser Ovation freudig empfindend und betonend, ging er an keinen ohne Willkommengruß und Händedruck vorüber. Auch seitens der Arbeiter, welchen er ein wohlwollender Chef ist, wurde Oberinspector Reifer aufs Herzlichste bewillkommt. Wien-Josefstadt. Der isr. Fraueu-Wohlthätigkeitsverein im VHI. Bez. Josefstadt hat den Beschluß gefaßt, auch in diesem Jahre im Anfänge des nächsten Monates eine beträchtliche Anzahl armer Schulkinder mit completer Winterkleidung zu versehen. Der junge Verein besteht erst im zweiten Jahre, ist noch schwach an materiellen Kräften und hat dennoch Unglaubliches geleistet an kranken Frauen, armen Wöchnerinnen und verschämten Dürftigen in echt jüdischem Sinne „Matan Bessesser". Dies ist hauptsächlich zu verdanken der Präsidentin, Frau Amalie Beck, und den Frauen N. Frankl und A. Drab, wie dem ganzen unermüdlich thätigen Frauencomite. Es ist überhaupt ein günstiges, erfreuliches Zeichen der Zeit, daß bei dieser feindlichen Strömung, die gegen Israel gerichtet ist, die Frauen unseres Stammes so ' energisch eingreifen, das umsichgreifende Elend zu lindern und armen Familien hilfreich beizustehen. Der isr. Frauen-Wohlthätigkeitsverein bittet daher um milde Gaben an Geldbeiträgen, Kleidungsstücken, welcher Art immer, damit nicht mehrere arme Kinder ans Mangel au Vorrath zurückgewiesen werden müssen. Die kleinste Gabe ist willkommen und werden die Gaben der Spender dankbarst anerkannt werden. W. N. S. Spenden sind zu adressireu: Frau Amalie Beck, I., Doblhoffgasse 5. Wien. Mit aufrichtiger Freude begrüßen wir eine Nachricht, die uns aus dem Kreise der vor Kurzem eröffneten israel.- theologischen Lehranstalt zukommt. Die Hörer dieser Anstalt, von dem Wunsche und dem Streben geleitet, durch einmüthiges Wirken Großes zu leisten, haben sich zur Gründung eines theologischen Vereines entschlossen, dessen Zweck ein doppelter sein soll: einerseits die Förderung der geistigen Interessen der Hörer, die durch homiletische Uebungen und Vorlesungen auf dem weiten Gebiete der jüdischen Literatur und Wissenschaft erreicht werden soll, andererseits die Unterstützung der Mitglieder durch Darlehen aus der Bereinscasse. Es ist zu hoffen, daß der junge Verein bald eine segensreiche Thätigkeit entfalten wird und wir setzen es als bestimmt voraus, daß sich unter unseren Glaubensgenossen eine Anzahl von Männern finden werde, die durch ihren Rath und durch ihre wohlthätige Unterstützung die Bestrebungen dieses Vereines fördern werden. Bei der"am 1. d. M. abgehaltenen constituirenden Sitzung des theologischen Vereines wurden die Wahlen des Präsidiums vorgenommen, die folgendes Resultat ergaben: Präses: Herr Drd. Alois Freund; Vice-Präses: Herr Drd. Josef Hoff; Cassier: Herr Bernard Fuchs; Schriftführer: Herr M. Steif und Herr M. Hoch; Ausschuß-Mitglieder: Die Herren Z. S e g a l, S. F r i e d m a n n und M. S ch o r r. Wir wünschen dem theologischen Vereine der Hörer an der Israelitisch-theologischen Lehranstalt, welcher der Anregung des Herrn Drd. Alois Freund sein Entstehen verdankt, das beste Gedeihen. Budapest. Demnächst werden auch auf den ungarischen Universitäten die in Wien üblichen Promotionen 3iib auspiciis imperatoris“ eingeführt. Interessant ist es, daß bis nun nur Einer unter sämmtlichen Hörern der Universität das Recht dazu erlangt hat, und zwar Herr Dr. Sigmund Goldberger, ein fleißiger Hörer der Landesrabbinerschule zu Budapest, der zu Anfang dieses Schuljahres sein philosophisches Doctorexamen, »summa cum laude“, das heißt mit höchster Auszeichnung, abgelegt hat. Dies ist für die jüdische Hochschule ein schönes Zeugniß. J. H. Lemberg, den 4. November 1893. Am 29. October wurde in Wien in aller Stille die Feier der silbernen Hochzeit des hiesigen achtbaren humanen Cultusvorstehers und Landesadvocaten Herrn Dr. Heinrich Gottlieb mit seiner edlen Gattin Sali begangen. Das Jubelpaar erfreut sich allgemeiner Beliebtheit, was in zahlreichen telegraphischen Sympathiekundgebungen vieler Corporationen zum Ausdruck gelangte. Still und geräuschlos vollzog sich die erwähnte Feier des Jubelpaares unter vorangegangener früherer Stiftung von 10.000 fl. für Waisenmädchen von den Familien Moritz Marie Wohlfeld und Dr. Gottlieb sammt Gattin, ebenso still und geräuschlos wie die Thätigkeit des wissenschaftlichen Gelehrten und humanen Dr. Heinrich Gott lieb vor sich geht. Mähr -Weißtirchen, 6. November. Das vor einiger Zeit von Sr. k. u. k. Majestät, unserem allergnädigsten Kaiser dem Herrn Glassabriksdirector Jacob Haas; in der rühmlichst bekannten Firma S. R eich n. Co m P. zu K r a s n a verliehene goldene Berdienstkreuz mit der Krone wurde gestern Abends in feierlicher Weise durch den Herrn k. k. Bezirkshauptmann zu W a l. - M e s e r i t s ch , Freiherrn v. G a st h e i m b , eigenhändig dem Biedermanne an die Brust geheftet. Eine nach vielen Tausenden zählende, allen Schichten der Bevölkerung angehörende Menge fällte den um das Fabriksctablissement sich weithin ausdehnenden mit zahlreichen Fahnen geschmückten Bodencomplex. Der für die eigentliche Feier bestimmte Riesensaal war in ein Paradies umgestaltet. Gegen 5 Uhr Abends betrat Herr Baron G a st h e i m b an der Seite des Directors H a a s z den Festraum. In einer den Auszuzeichnenden sehr ehrenden Rede hob der Herr Bezirksh.niptmann die großen Verdienste hervor, die Jener sich eben so sehr auf dem Gebiete der Industrie als auch der Humanität durch viele Jahrzehnte erworben. Herr Director H a a s z dankte tiefbewegt für die allerhöchste Gnadenbezeugung und bat den Herrn Bezirkshauptmann, diesen Dank au die Stufen des allerhöchsten Thrones gelangen zu lasten und schloß mit einem dreifachen Hoch auf Se. Majestät, in welches das im Saale nach vielen Hunderten zählende Publicum begeistert einsieh begleitet von einem Tusch, der vor dem Locale mit Lampions in Reih und Glied aufgestellten Feuerwehren und anderer Vereine. Hierauf trat der älteste Chef des Hauses Herr S. R e i ch. der selbst erst vor Kurzem durch den Franz Joses-Orden ausgezeichnet, ein Ehrengreis in vollster Geistesfrische, au den Decorirten heran. Mit freudiger innerer Bewegung dankte er dem Director, daß durch seine

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