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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1893-05-26 · 21 (26.5.1893) · page 16

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
10 (1893)
Issue
21 (26.5.1893)
Date
1893-05-26
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Seite 410 _Orsterredtzische Wochenschrift ___E. 21 stammenden Persönlichkeiten angelegt hat, welche durch Talent und Wissenschaft einen hervorragenden Namen erlangt haben, hat sich an die in Wien domicilirende Familie des aus Hohenems gebürtigten, vor einigen Jahren verstorbenen Obercantors und Komponisten Salomon Sulzer mit der Bitte gewendet, die bezeichnete Familie möge dem Bregenzer Museuni ein das Andenken des berühmten Mannes festhaltendes Erinnerungszeichen stiften. Die Familie Sulzer's wird denn auch dem Museum in nächster Zeit ein Portrat Sulzer's übersenden. Wien. (R u d 0 l f s b u n d.) Bei den cm 10. und 17. crt. stattgefuudenen Wahlen wurden folgende Herren als Functionäre auf drei Jahre gewählt: Josef Pollak, Obmann, Mor. Landesmaun, Obmann-Stellvertreter, Dr. Ludwig' Pisk, Schriftführer, ' Sigmund Lampl, Schriftführer-Stellvertreter, R. Pineles, Cassier, Mor. Bondi, 1. Contiollor, Josef Fäßler, 2. Controllor, in den Ausschuß die Herren: Mori; Adler, Arnold Baruch, Alfred F. Bock, S. Goldfarb, Josef Hirschensohn, Ignaz Schuster, Jg. Weiß, Sigmund Bachrach, als Ersatzmänner die Herren S. Buchbinder, N. Kohn, Jacob Löwinaer, Max Pisk. Der Verein, der bereits vas 4. Jahr besteht, hat in humanitärer Richtung, ■ Dank der L-itung des Okmannes Josef Pollak (Fa. Pollak & Neuron) seine Pflichten vollständig erfüllt, da er im ersten 34, im zweiten 50 und im dritten Jahre 55 arme Schulkinder mit vollständiger Winterkleidung versah. Prag. Ich ersuche höflichst, den in der letzen Nummer Ihres vielgelesenen Blattes veröffentlichten Bericht über die feierliche Eröffnung der Ceremonienhalle auf dem neuen israel. Friedhof dahin zu ergänzen, daß, dem Programme gemäß, bei dieser Gelegenheit die Eröffnungsrede von Herrn Oberrabbiner Dr. Ehrenfeld und die Schlußrede von Sr. Ehrwürden Herrn Oberrabbinats-StellvertreterDr. M.Tauber gehalten wurden. Jungbnnzlau. Unser Rabbiner Herr Dr. Grün Wald hat einem ehrenvollen Ruf zum Landrabbiner von Bulgarien in Sofia erhalten und angenommen. Derselbe gedenkt in den nächsten Monaten bereits nach Sofia zu übersiedeln. Berlm, 14.Mai. Preisausschreiben. Die Unterzeichnete Kommission des „Vereines für jüd. Geschichte und-Litteratur, in Perlin" setzt hiedurch einen Preis von fünfhundert Mark für die beste Erzählung aus, die Hillel und seine Zeit behandelt, deren Inhalt und Form dem Verständnis der israelitischen Jugend im Alter von 12—16 Jahren angepaßt sein muß. Als Muster werden die vaterländischen Bolkserzählungen von Ferdinand Schmidt empfohlen. Die Erzählung soll in streng objekiver Darstellung einzig und allein dahin wirken, den religiösen Sinn der Jugend zu kräftigen und sie fiir die Helden und Lehrer Israels zu begeistern. ' ' ' Der Umfang der Erzählung darf nicht 6 Druckbogen übersteigen. Außerdem wird ein Preis von zweihundert Mark für die zweitbeste JngenLschrift gleichen Inhalts und gleicher Tendenz ausgesetzt. Die Mauuscripte müssen bis zum 1. December d. I. mit einem Motto versehen und zwar anonym, in verschlossenem Couvert, in dem der Name des Verfassers enthalten, an den Vorsitzenden des Vereins, Herrn Dr. Gustav Karpeles, Berlin W., Winterfeldstraße 33, eingesandt werden. Die Prüfung wird durch die Unterzeichnete Kommission bis zum 1. Märznächsten Jahres beendet sein und das Resultat s. Z. öffentlich mitgetheilt werden. Das Verlagsrecht der preisgekrönten Erzählung gehört dem „Verein für jüd. Geschichte uud Litteratur", der dem Verfaffer einen bestimmten Antheil am Reingewinn jeder Auslage zukommen lassen wird. Die mit dem zweiten Preis ausgezeichnete Arbeit darf innerhalb der nächsten 3 Jahre nicht veröffentlicht werden. Nach dieser Frist steht dem Verfasser das volle Berfüauugsrecht über dasselbe zn. Rabbinner Dr. A. Rosenzweig, Oberlehrer Dr. M. Schäfer, Pred. Dr. M. Levin, Dr. H. Hildesheimer, Gymn.-Lehrer Dr. Lachmann. Berlin. Der deutsche Kaiser hat den Commercienrath Herrn M. Goldberger zum geheimen Commercienrath ernannt. Chicago. Unser Landsmann Herr Sigmund Zeisel wurde zum zweiten Stadtanwalt in Chicago mit einem Gehalt von 5000 Dollar jährlich bestellt. Das Amt ist ein überaus einflußreiches und ehrenvolles und es ist eine erfteuliche Thatsache, daß einer unserer Glaubensgenossen zu diesem Amte berufen worden. _ Roman von S. Kohn. Verfasser von „Gabriel". (Jeder unbefugte Nachdruck wird mit aller Strenge verfolgt werden. Uebersetzungs» 8) rechte Vorbehalten.) „Sire," sprach endlich Prinz Eugen, „gestatten allerhöchst: Sie die Bemerkung, daß die Worte welche allerhöchst Sie, so eben auszusprechen geruhten, mir nicht neu sind; — wir Beide hatten sie gemeinschaftlich aus dem Munde eines erlauchten, edlen, hochherzigen Mannes gehört! — Allerhöchst Sie hatten sich meine Fürsprache bei allerhöchst Ihrem Bruder erbeten, ..... Oesterreich befand sich in der härtesten, bedrängtesten Lage'; — alle seine Alliirten standen im Begriffe sich von ihm abzuwenden," die Türken rüsteten, die Mißvergnügten in Ungarn regten sich, Oesterreich stand am Rande eines tiefen, bodenlosen Abgrundes; — aber es gab ein Mittel es zu retten. Wenn allerhöchst Sie einer Prinzessin des mächtigsten Hofes in Europa, einer schönen, geistreichen Königstochter, die Hand reichen wollten, — dann wäre aus einem mächtigen Feinde Oesterreichs, ein mächtiger Verbündeter geworden. Alle Minister befürworteten diese Verbindung und empfahlen dem Kaiser, allerhöchst Ihnen zu erklären, daß wenn Sie das Interesse Oesterreichs nicht berücksichtigen, die für Sie bestimmte Gemahlin zurückwiesen, Oesterreich seine mächtige Hand von allerhöchst Ihnen abziehen, Sie in Spanien Ihrem Schicksale überlassen würde; — aber Sire, Sie hatten schon gewählt— Elisabeth Christine von Braunschweig, damals die Tochter eines zweitgeborenen Herzogs-Sohnes, des winzigsten Regenten in Deutschland, des Fürsten..von Blankenburg.; — und Sie liebten die wunderherrliche Prinzessin — und als Ihr Bruder Ihnen damals diese Worte zurief, da trat ich an Ihrer Seite vor ihm hin und rief ihm zu: Zerstören Sie nicht um politischer Zwecke willen das Lebensglück zweier edler Menschen! Vertrauen Sie auf Gott der helfen kann! — und, fügte ich hinzu: wenn Sie Sire, mich für die treuen Dienste, die ich Ihnen und Ihrem Vater geleistet belohnen wollen, ertheilen Sie Ihre Genehmigung zu dein Bunde König Karls und der herrlichen Elisabeth von Braunschweig — und Kaiser Karl von Oesterreich! Ihr Bruder Kaiser Josef war gütig gegen Sie und gab Ihrem Herzensbunde seinen Segen und Sire, Sie wurden der glücklichste Gatte der Welt! — Nun denn, sowie allerhöchst Dero Bruder huldreich gegen Sie gewesen, so mögen allerhöchst Sie huldreich gegen dessen Waise sein; — und so wie allerhöchst Dero Bruder meine Fürbitte für allerhöchst Sie erhörte, so mögen auch allerhöchst Sie die Bitte, die ich für dessen Waise an' allerhöchst Sie richte, allergnädigst gewähren! . . . . . . Sire, allerhöchst dieselben geruhten mir mehrmals allergnädigst zu schreibe«: Ich hätte Ihrem geheiligten Haupte die Krone, die oft ans demselben schwankte, erhalten, ich hätte Oesterreich, als es von äußeren und inneren Feinden bedroht war, vordem Zerfall, vor völliger Vernichtung bewahrt; Sire Allerhöchst Sie hatten die Gnade, mir zu schreiben, Allerhöchst Sie wären mir zu ewigem Danke verpflichtet; .— Allergnädigster Herr und Kaiser! Allerhöchst Sie haben mich mit Gnaden und Hulden überhäuft; aber kaiserliche Majestät, ich habe mir während meiner mehr als dreißigjährigen Dienstzeit nie irgend, eine Gnade erbeten, jetzt das Allererstemal flehe ich Allerhöchst Sie an: Zertreten Sie nicht das Lebensglück Allerhöchst Ihrer Nichte, lassen Sie die Waise Allerhöchst Ihres verstorbenen Bruders nach Ihrem Herzen wählen und versagen Sie Ihrem treuesten, ergebensten Diener seine e r st e und letzte Bitte nicht und glauben Sie daß ich Ihr treuester und ergebenster Diener bin! Reißen Sie den Argwohn, den meine Feinde in Ihr edles, großes Herz gesäet, aus demselben, glauben Sie den Berläumdern nicht! Ich liebe Maria Josefa, als wenn Sie mein Fleisch und Blut wäre, aber ich, Eugen von Savoyen, werde den Eid, den ich Kaiser Karl geschworen, halten, und wenn — gegen alle menschliche Voraussetzung — Gottes Fügung.es bestimmt hätte, daß ich, Allerhöchst Sie, den um zwanzig Jahre

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