Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 9 (1892)
- Issue
- 26 (24.6.1892)
- Date
- 1892-06-24
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 458 Orsterrrichischr Wochenschrift. Nr. 36 Von Interesse ist die Zwischensrage über die M i n i m. Die beste Erklärung des Wortes bleibt aber doch die Fleische r's als „©eftirer" von Min-Partei, da die Grundbedeutung des Wortes unbedingt „Spaltung" ist. Daß unter Minim auch Polytheisten gemeint sind, ist außer Frage. Die Hauptsache ist, daß wir aus Weinste iu's Arbeit, welche reich an Material aber arm an positiv sicheren Resultaten ist, des Wesentlichen nicht viel erfahren. Mit Bedauern muß aber die Unzuvcrläsiigkeit der Citate bemerkt werden. Bei sorgfältiger Durchsicht wären auch sprachliche Unrichtigkeiten leicht vermieden worden. Nichtsdestoweniger liest mau die Abhandlung mit Interesse und ist man immer dankbar sür einen guten Wink in der dunkeln Geschichte der Esiäer. Die Zusammenfassung im Schluß-Capitel ist gut und würdig gegeben. Feuchtwang. Wien, Juni 1892. Neue Schriften. Concurs. Bei der israelitischen Cultusgemeinde in Taus kommt mit ]. November 1892 die Stelle eines geprüften Volks Schullehrers der zugleich Cantor und Schächter sein muss und in Gemässlieit der Ministerialverordnung vom 27. December 1891 Z. 17.713 das Amt eines Rabbiners versehen kann, zu besetzen. Jahresgehalt 750 Gulden nebst freier Wohnung und den üblichen Emolumenten. Religionsunterricht am Gymnasium wird separat honorirt. Bewerber um diesen Posten wollen ihre Offerte ^nit Nachweis über Befähigung, Alter, Familienstand und bisherige Thätigkeit bis zum 1. Juli a. c. bei dem gefertigten Vorstande einbringen. Nur dem Acceptirten werden die Reisespesen zu Probevorträgen vergütet. Der Vorstand Ueber das Buch Jona. Exegetisch-kritischer Versuch von Dr. M. Löwy, Rabbiner in Temesvar. Commisiionsverlag von Ch. D. Lippe, Wien, U. Praterstraße 13. Die Pflichten des Besitzes nach Bibel und Talmud. Bon Tr. Adolf Kurreiu, Rabbiner und Prediger in Teplitz, Böhmen. Verlag von I. Kaußmann in Frankfurt a. M. 1892. Leone Hebreo. Neue Studien von Dr. B. Zinnnels, Rabbiner. Heft I. Verlag von Moritz Waizner L Sohn, Wien, 9. Kolingasse 11. Thal der Thränen. Grabreden, unter Mitwirkung namhafter Rabbiner und Prediger, herausgcgeben von I. Gossel, Prediger der ifr. Cultusgemeinde in Camcn. Verlag von I. Kauffmann in Frankfurt a. M. 1892. Rede zur Einweihung des israelitischen Friedhofes in Bili«, gehalten von Dr. Adolf Kurrein, Rabbiner in Teplitz. Im Selbstverlag. S. Pascheles illuftrirter israelitischer Volkekalender für das Jahr der Welt 5053 (1892—1^93). Verlag von Samuel W. Pascheles in Prag. Juveniis dum sumus. Humoresken aus dem Gymnasium von Dr. Sigismund Feffler. Verlag von Karl Kollegen in Wien, G. Winkelmann in Berlin und G. E. Schulze in Leipzig. Einfluß der Goldwährung auf das Einkommen der Brvölkernngsklaffeu «ud des Staates. Eine social-politische Studie von Dr. M. Ettinger. Verlag von M. Breitenstcin, Buchhand lung in Wien und Leipzig. Wochenkalender. Wochen- Juni-Juli 1892 Siwan- Tamus 5652 Kalender Freitag 24 29 mp I.Nosch-Chodesch Samstag 25 30 Sonntag 26 1 2 tr ii Montag 27 2 Dienstag 28 3 Mittwoch 29 4 Donnerstag * 30 5 Freitag 1 6 Briefkasten. Joach. Neiger, Ozydow: Entspricht nicht dem Nahmen unseres Blattes. Concors, Bei der isr. Cultusgemeinde in Beneschau bei Prag ist der Posten eines Cantors per sofort oder spätestens 1. September 1892 zn besetzen Derselbe muss musikalisch gebildet, guter Koreh und womöglich auch Schochet sein. Dieser Posten ist mit dem Jahresgehalte von 600 fl. nebst der Schechita, welche jährlich ein Erträgniss von 800 bis 400 fl. ergibt, oder ohne Schechita nach Uebereinkommen 800 bis 900 fl. nebst üblichen Emolumenten verbunden. Probevortrag unerlässlich und werden die Beisespesen bloss dem Acceptirten vergütet. Offerte nebst Zeugnisabschriften, welche nicht retonrnirt werden, sind an den gefertigten Vorstaud zu richten. Alois Bindler. M. Grünhut. V aeanz. Durch eine ehrenvolle Berufung unseres bisherigen Stadt- und Conferenz-Rabbiners, des Herrn Dr. Adolf Schwarz, nach Oesterreich, wird das hiesige Rabbinat frei und soll demnächst wieder besetzt werden. Die Stelle ist, abgesehen von freier Wohnung und nicht unbedeutenden Casualien mit einem festen Anfangsgehalt von 4000 Mark ausgestattet, einschliesslich des Honorars für Ertheilung von Religionsunterricht an den höheren Schulen. Bewerber, welche akademisch gebildet, anerkannt gute Prediger und Schriftgelehrte sein müssen, wollen sich unter genauer Angabe ihrer bisherigen Thätigkeit und ihrer persönlichen Verhältnisse bis spätestens 1. Juli d. J. au uns wenden. Karlsruhe (Baden), 8. Juni 1892. _Der Synagogenrath. J. v. A. Seeligmann. Concurs. In der Israel. Cultusgemeinde Jaroslai} ist die Stelle eines Synagogen-Vorbeters nfi zu besetzen. ' Derselbe muss sowohl im hebräischen als auch im musikalischen Fache tüchtige Kenntnisse besitzen, und hat die Verpflichtung, einen entsprechenden Chor auf eigene Kosten zu erhalten. Jahresgehalt: 1000 fl ö. W. nebst üblichen Emolumenten. Auf diesen F osten können auch Vorbeter ohne Chor competiren, ein solcher würde jedoch nur einen Jahresgehalt von 600 fl. Ö. W. zu beziehen haben. Bewerber wollen ihre gehörig instruirten Gesuche an den gefertigten Vorstand spätestens bis zum 15. August 1. J. einsenden und während dieses Zeitraumes zu einer Probeandacht erscheinen. Reisespesen werden nur dem Acceptirten vergütet. Jaroslau, den 7. Juni 1892. DER VORSTAND der Israel. Cultusgemeinde ffeinrich Strisower Präses. L. D. Königsberg’sche Stiftung in Wien. An der Leopold Dif.mar Königsberg’schen Mädchen-Erziehungs-Anstalt iu Wien gelaugt vom nächsten Schuljahre ab die Stelle einer Institntsleiterin zur Erledigung. Bewerberinnen haben in ihrem durch Docnmente belegten Gesuche nachzuweisen: 1. Die österreichische Staatsbürgerschaft. 2. Die mosaische Confession. 3. Ihr Alter (von höchstens 40 Jahren). 4. Stand (ledig oder verwitwet). 5. Familien-Verhältnisse, bei Witwen eventuell die Anzahl der Kinder. 6. Pädagogische Befähigung. 7. Befähigung zur Führung der Hauswirthschaft des Institutes. Mit dieser Stelle ist ein Gehalt von jährlich fl. 600 ö. W. nebst freier Wohnung und Verpflegung verbunden, ferner für je fünf vollendete Dienstjahre eine jährliche Zulage von fl. 100. Haben diese Quinquennal-Zulagen die Höhe von fl. 400 erreicht, so findet keine weitere Gehaltserhöhung statt. Die Anstellung erfolgt vorläufig provisorisch auf ein Jahr und behält sich das Curatorium vor, mit Beginn des auf das vollendete provisorische Dienstjahr folgenden Kalenderjaltres (1. Jänner) die definitive Anstellung zu beschließen. Die Gesuche sind bis 31. Juli 1892 in der Kanzlei der Israel. Cultusgemeinde in Wien, I., Seitenstettengasse Nr. 4 bei der Buchhaltung zn überreichen; später eingehende Gesuche werden nicht berücksichtigt. Wien, am 15. Juni 1892. Vorstand der Israel. Cultusgemeinde in Wien.