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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1892-06-24 · 26 (24.6.1892) · page 19

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
9 (1892)
Issue
26 (24.6.1892)
Date
1892-06-24
Page
– (sequence 19)
Language
German
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Nr. 26 Oeperrrichische Wochrnschrtfl. Seite 489 XuuäuiÄ6lmriA. Nachdem die Bewilligung zur Errichtung von Privat-Betlocalitäien für die hohen Feiertage mit Erlass der hohen k. k. nied.- österr. Statthalterei vom 23. September 1881, Zahl 2<>555, der (Kompetenz des Vorstandes der hiesigen Israel. (Kultusgemeinde zugewiesen worden ist, so werden für diejenigen Personen, welche die Absicht haben, Betlocalitäten zu eröffnen, folgende Normen im Allgemeinen zur Kenntniss gebracht. 1. Die mit 50 kr.-Stempel versehenen Gesuche um die Erlaubniss zur Errichtung eines Trivat-Betlocales sind bis 15. Juli 1802 in der Kanzlei der Israel. (Kultusgemeinde (I., Seitenstettengasse Nr. 4, 2. Stock) einzureichen. — Auf Gesuche, welche nach dem 15. Juli 1892 einlangen, wird keine Rücksicht genommen. 2. Die betreffenden Gesuchsteller haben für sich und für die zu verwendenden Vorbeter (die Namen der Letzteren sind in dem Gesuche anzugeben) entsprechende Ausweise über Character und Moralität zu erbringen. 3. Weibliche Unternehmer sind ausgeschlossen. 4. Die dem Gottesdienste zu widmenden Localitäten dürfen keine Solchen sein, deren gewöhnliche Bestimmung im Widerspruche mit dem Gottesdienstlichen Zwecke steht. — Zur Verwendung als Betlocalität ist auch die Zustimmung des betreffenden Ilauseigenthümers beizubringen. 5. Die Gesuchsteller werden aufmerksam gemacht, dass in der Nähe von dauernd bestehenden Bethäusern kein Betlocal bewilligt wird. 6. Die Gesuchsteller haben sich zu verpflichten den 20. Theil der ihnen von der Behörde bewilligten Sitzplätze der (Kultusgemeinde für arme Personen (Männer und Frauen) unentgeltlich zur Verfügung zu stellen. 7. Sollte der betreffende Gesuchsteller die Absicht haben, die Localität durch Zeitungen oder Placate zu annonciren, so ist die betreffende, vom Gesuchsteller Unterzeichnete Annonce mit dem Gesuche dem Vorstande zur Genehmigung vorzulegen. 6- Für jedes Betlocal hat der Unternehmer eine entsprechende Polizei-Aufsicht beizustellen. WIEN, im Juni 1892. Der Vorstand der Israel. Cullusgeineinde. Ettel Goldschmidt’sclie Stiftung für Techniker, Lehrerswitwen und Krankenwärter. Der Vorstand der hiesigen israel. Cultus-Gemeinde bringt hiermit zur Kenntniss, dass die Zinsen ans den vom Herrn Moriz Ritter von Goldschmidt zum Andenken an seine in Gott ruhende Mutter Frau Ettel Goldschmidt gegründeten Stiftungen im October des Jahres 1892 zur Verleihung kommen, n. z. für einen Techniker ä fl. 100.—, für eine Lehrerswitwe ä fl. 100.— und für einen Krankenwärter, beziehungsweise Krankenwärterin, ohne Unterschied der (Konfession ä fl. 30.— Bedingungen: 1. Die Techniker und Lehrerswitwen müssen der israel. (Konfession angehören, aus Frankfurt am Main gebürtig oder im Österreich. Kaiserstaate geboren sein, die Techniker in Wien stndiren, und die Lehrerswitwen in Wien oder nächster Umgebung wohnen. 2. Nebst den Armuthszeugnissen haben die Techniker Studienzeugni3se,die Lehrers witwen vom Wiener Bah inate ausgestellte Wohlverhaltungszeugnisse und die Krankenwärter, resp. Krankenwärterinnen Dieustzeugnisse von öffentlichen Instituten oder beglaubigten Privatpersonen beiznbringen. Den Vorzug haben a) Verwandte des Stifters Herrn Moriz Ritter von Goldschmidt oder seiner Gattin Frau Nanette geh. Landauer, b) Lehrerswitwen, welche eine grosse Anzahl unversorgter Kinder haben. Die Gesuche werden in der Kanzlei der israel. Cultus-Gemeinde (I., Seitenstettengasse 4, 2. Stock) wose'bst Gesuchsblanquette unentgeltlich zu beheben sind, in den Amtsstunden von 9 - 12 Uhr Vormittag, bis 20. Juli d. J. entgegengenommen. In dem Gesuche ist anzngehen, ob der Bewerber in dem Genüsse e'nes Stipendiums steht, eventuell in welchem Betrage. WIEN, 15. Juni 1892. Der Vorstand der israelitischen (Kultus-Gemeinde. 200.0001 Gulden zu gewinnen schon am 1. Juli mit einer Wiener Communal-Promesse ä Gulden 3'/, und 50 kr. Stempel. Wechselstnben-Actien-Gesellschaft mt i u 99' Wollzeile 10 WI EN, Strobelgasse 2. __ _ Circa Viereinhalb Millionen Gulden wurden bisher mit von uns verkauften Losen und Promessen gewonnen. Soeben erschienen Beiträge zur Geschichte der lüga^er von Dr. N. J. Weinstein, Wien 1892. 75 kr. Commissions-Verlag von Cb. D. Lippe’s, Buchhandlung. II., Praterstrasse 13. Bestens empfohlen wird Josef Saphier, (Klavierstimmer seit 1879 Wien, HE. Radetzkystrasse Nr. 7. Junger Student wird auf’s Land über die Ferienzeit für 2 Volks- und 1 Realschüler gesucht. Gefällige Anträge über A*ter und Gehaltsansprüche an Leopold Werter VI., Ilofmühlgasse Nr. 7. 4 I 4 I 4 4 Marienbad. Ich Halte mich Verpflichtet, die ergebene MittHeilnng zu machen, daß ich das V.r 3 Jahren von meinem Bruder Herrn D. Löwenthal angekaufte Restaurant „GtalrLilsement Löwenthal" oberhalb der Waldmühle wieder verkauft habe und daher nicht weiter führe. Ergebenst Josef Löwenthal. Avis! auf obige Mittheilung, ik. I I I Bezugnehmend auf obige Mittheilung, erlaube ich mir deni P. T. Publikum anzuzeigen, daß ich in meinem „Hotel Walhalla" Franz-Josef Platz einen großen Speisesaal nebst geräumigen Nebenlokalitäten gebaut habe. Lärrnntliche Räume find eleetrisch beleuchtet. Auch sind daselbst comsortable Wohnungen für Eurparteien und Passanten zu billigsten Preisen zu haben. Für gute curgemäße Küche und aufmerksamste Bedienung sorgt bestens D. L ö w e n t h a l Besitzer, I I I I

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