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Berliner Vereinsbote · 1896-10-16 · Heft 42 (16.10.1896) · page 6

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Journal
Berliner Vereinsbote
Volume
2 (1896)
Issue
Heft 42 (16.10.1896)
Date
1896-10-16
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Welt mir. was habe ich gesündigt gegen unsren Herrgott und sein heiliges < Jesetz, dass mir.flies •in meinem Alter begegnen soll?! Daniel, wepn Du eilte Liebe zu Deiner Mutter lutst, wenn Dix nicht ihr graues Haar in die (Gruft bringen willst, so lass diesen thörüdtten Gedanken fahren! Nein ich gebe meine Einwilligung nicht ״ ich werde mich an .Deinen Arm hängen und Deinen Fuss umklammern, dass Da, Gott bewahre,' Deine Mutter schlagen oder zertreten musst, ehe!eh' Dielt loslasse! ..,u Die alte Lea 11׳ hatte während dieser Worte ihre Stimme immer mehr erhoben, dass sie zuletzt zu einem Schreien und Zetern ward, dass die Nachbarn hätten zusammenlaufen mögen. Ihre erhitzte Phantasie sah schon alle die grässliehen Bilder vor sieh, und aus der Tiefe des Mutterherzens <111011 der Sehmerzensruf der Verzweiflung. Duster und schweigsam aber stand der bleiche Jüngling daneben, sah das Händeringen der greisen Mutter, hörte ihr Wehklagen, ohne dass er erschüttert zu werden schien. Da trat Salme zu seiner Frau und sagte zu ihr ruhig: ,.Sei doch nicht gleich so ausser Dir, Leah! geh hinaus in die Küche. ich will mit Daniel reden, er war doch immer ein guter Sohn und wird der Stimme seines Vaters gehorchend( '(Fortsetzung folgt.)

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