Berliner Vereinsbote
- Journal
- Berliner Vereinsbote
- Volume
- 2 (1896)
- Issue
- Heft 39 (26.9.1896)
- Date
- 1896-09-26
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Sobokoläden-, Konlitürsn-Nändlung L. Dünckler, 3 Neue Promenade 3 empfiehlt zu den Festtagen Desserts, PralinAs, Schocoladen Marmeladen, cand. Ingwer, Honig, Pommeranzensehalen, Bisquits, Bonbonnieren, Atrappen, mit feinem Konfekt gefüllt, in reicher Auswahl. Sämmtliche Fabrikate der Holl. Th. flildebraiid & Sohn. Vorzüglichen Eiercognac, Rum, Likör und Cognac. 3 Neue Promenade 3. Bestellungen nach auswärts werden pünktlich ausgeführt. . Chemische MsvkanstslU Fäihsrvi Garderoben-Retnigung Wasch-Anstalt für Gardinen, Stores, Decken. j | Teppich-Neinigungs- und Ktopf-Knsfalk. i Fabrik: 660in n., 6runn6n8tr. 73. 15 eigene Annskme-Lolrale in Berlin. X Leske & Fabian X '*״™triioi. Kohlenhandlnns .Jt't’d. Am Görlitzer Bahnhof, Görlitzerstr. 17 : Ifaiijit-Cointdir: Leipziger Strasse 33׳ =- liefern ihre vorzüglichem Brennmaterialien ah Vorzeiger dieser Annonce zu besonderen Vorzugspreisen Herren-Garderobe nach Maass M. 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Kuben und besann sich, wie er seine Erzählung fori setzen sollte. 1 Ihn Hamburger Herr fragte wieder: ,.Ist denn die alte Frau damals auch?“ — / er -zeigte auf die Stirn. ,,Nein, neu!,״ rief hastig der alte Mann, ..das wjir ja schrecklich,'׳ «,s ist ja zwanzig .fahre her, so lange hält kein;Mensch solchen Zustand aus. ׳Erst seit zwei Jahren ist sjie so. als Veilchen sich mit ihrem Vater über Schmidt erzürnte.“ ■*.Emil Schmidt, ist (las nicht?“ iVug stutzend Herr Stern. , .,Der berühmte Pianist, ja wohl Herr, und der Sohn von Esthers geliebter Freundin,“ nickte cilVig'.mid begeistert der kleine Mann, -;,,das musikalische Talent.׳ Ivat er '׳ vorr seimun Vater, dem I hganisleu gehabt, der wie ich Ihnen erzählt‘, auch ^0 . himmlisch'spielen könnt'.' Mif depi Emil ist den armen landen aber ein Segensstrabl niedergoschieiiem S< hon als' er acht ,Jahre alt war, haben die Menschen über ihn g<•staunt, wie er inf ■Theater gespielt. Die voruehmsteu Herrschafteti haben ihn beschenkt, und was unser Grossherzog ist. der hat, ihm' die Mittel gegeben, dass׳׳er bei berülnuten Meistern studieren konnte. Als er nun von weiten II eisen w ied er gekommen ist, war er selbst ein Meist er, a her de blicht und׳ einfach, ein rechter Goi; wisst Ihr Herr, den ■nichts wann oder kalt macht, “ Herr Stern schüttelte lächelnd den dunkelhaarigen Kopf: ,,Künstler pflegen selten so■ phlegmatischer Natur zu sein,“ warf er ein, aber der kleine Huben rief heftig: >Thut mir doch den Gefallen, und red't nicht so. Sie haben kein Feuer und ■keine Flamme im Blut, wenn sie nicht erst 'ne Flasche Wein trinken. Unser Veilchen ging mit des Vaters Erlaubnis oft zu Frau Maria, * hat m׳'s doch der Toten beschworen, und weil das Kind so vi‘01 Lust zur Musik zeigte, hat der Organisten so bu sie unterrichtet, ein Kind das andere, und die ■Freundschaft׳ der Mutter ist auf die Kinder üborgegangen. Mein guter Vetter hat die. Leut' nicht so gekränkt, ihnen dafür (Leid zu bieten, nein, nur an Feiertagen hat er ihnen Wein und Kuchen und für den Knaben schöne Kleider geschickt; und wenn Frau Maria auch nicht mehr zu uns kam, seitdem eine neue Frau im Haus, traf sie sich doch mir der Orossmutter bald liier und dort, und Hess ■Herrn Samson Dank sagen. Z ' Emil kam öder zu uns. .Weil es in Schwerin förmlich Mode war, den talentierten Knaben einzuladen, spielte er, wenn wir (lese Ilse halt hatten, auch bei uns, denn an Ge- Seilschaften fehlte es nicht, seitdem eine neue Frau jus Haus gekommen. ׳ Sie ist eine brave Frau, liüt' der Jdergott mein' Zung’, dass ich nichts Böses über sie red', aber sie ist mir zu gebildetv sie kann mir zu viel — und ihre Töchter erst.! '-״־ Na, was geht’s mich an. Ich bin des Vetters re dl de Hand im Geschäfte, er kann mich nicht entbehren, das wissen sie, und wenn die feinen Frauensleut den miesen,*)׳ unmodernen Vetter auch gerne poter**) wären —׳■ ich geh’' nicht, so lang mein Veilchen im Haus ist; das Kind lieb’ ich, ' als wär's mein eigen, die ganze Mutter, so ׳fein, so . *) hässlich. .!!<׳s.