Berliner Vereinsbote
- Journal
- Berliner Vereinsbote
- Volume
- 2 (1896)
- Issue
- Heft 39 (26.9.1896)
- Date
- 1896-09-26
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/3019627-3019682-3019719--297-3020736- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Allen Freunden u. Mannten y>ige ich hiermit, an, dass ich vom1 ׳. Oktober d. J,;* I» mein Musik - Conservatorium von der Christinenstr. 31 nach ׳־״'׳ Fehrbellinerstr.181■ verlebe. —־.) ־Heichzoitigbringe ich mich den verehrten Vor- Ständen der p. p. Vereine zur Stellung v. musilc für Festlichkei16n ein ן)f‘e 111 (I. i. Eri uneruug. Max Schmerl, ('upehmstr. Vorzüglich sitzende Oberhemden nach Mass oder!3rohe-!!.׳md sehr hiilig. Defekte werden ׳■׳‘iiovirt. Gustav Cohn, Wallnertlieaterstr..33. i Gsellius’sGhe Buchbdlg. Berlin, Mohrenstr. S2, ׳flerirt in neuen Exempl.: Die {Heilige Schrift der Israeliten. 1 übers, v. L. Philippsoli. IUustr. v. G. Dore. Original-Pracht-־ •inband statt 811 für 50 M.! Prof. Oppenheim. ־Bilder aus (dem jüdischen Familienleben. 12!Bla11 FoIio in OriginalיMappe 20 M. Achtung, meine Damen! Bitte ausschneiden! Alle Costüme: Sport-Costüme, Normal- Costüme. Ball- und Gesellschafts- Toiletten, englische, französische Modelle, liefert chic modern Atelier H6iS6, Friesenstr. 22. &0F* Lejn־da111el1 können eint.reten. I׳**,ginn“eines neuen O'ursns, Perfecte Ausbildung: Einzige Geh ran- -lait für den SW.. S. u. W. Berlins. Zu den Feiertagen empfehlen wir die in den jüdischen Dörfern des heiligen Landes gebauten und gekelterten UM״ Weine. -HW Sichron-Jaakob (weiss) .... per Flasche Mk. 1,20 Esra (rot, süss) ...... .. 1,50 .. ׳ Rlsehon rZion (rot, herb). 1,75 ״. /׳ ״ Jaffa, Cognac . ,4 ״ .. ״ הכשר Sr. Eh!׳würden des'Herrn Rabbiner Dr. J. H ildeskeimen* wird .auf Wunsch׳ heigofügt. MMm Versand nach allen Orten des In- und Auslandes. ^VW Bestellungen, sind zu richten an das Comite für die Ausstellung der Erzeugnisse jüdischer Dörfer in Berlin. Berliner Gewerbe-Ausstellung 1896. Cairo bei Berlin. Fernsprecher III. 1190 Otto Schwabe Rosenthalerstr. 5. -—~m—— Haus- Telegraphen, Telephon- und Sprachrohr-Anlagen. Reparaturen. Mantal "'erden nach neuesten IVIClIllCl Modellen angefertigt und modernisirt. 1 Ascher, Chorinerstr. 64׳ T. apeten ßebr. f|ampe BERLIN S.W." Linden-Strasse701.Tr. gegenüber dem Militiir-Arrest. ""׳®■T* Telephon Amt IV. 5057. *H»s Masseuse fürIIerrsc 11 afte! 1. H <1 rren u. Damen, äusserst gewandt. Friedrichstr. 131 d. Vorderhaus, I Treppe rechts. AIoy I 11hranp71/t Anfertigung feinster Herrenbekleidung HU3Ä LUUI dllbiyiv m Maass Massige Prejse , Schneidermeister Ne״h״ite״ i״ dc״ts״,!״,״ ״.״1״cht eng- Friedrichstrasse 105 B. üschen stom•״. ' ...—■ Reichhaltige Musterkollektion jederzeit zu Diensten. — - — Kitte «msschrrrrven; W> H. Bsststier Photograph Berlin, Landsbergerstr. 82 nahe Alexanderplatz. 1 Dtzd. Yisitporträts 0 RAUh | od. 3 Kabinetsbilder Nach alten Bildern werd. Vergrüsserungen schon ■חי für 3 Mark -יי■ angefertigt. Auf briefliche _Anfrag. umgehend Bescheid. (.Teölfnet. Sonntag bi- 8 Uhr. > Haene ' Tapezier u. Decorateur Grosse Frankfurterstr. 64. Anfertigung von Decorationen,eleganter u. einfach. Polstermöbel sowie -s&iiimtl. im Tapezier- Fach vorkomm. Arbeiten. für feinsten Louise Drogotschyn (früher im Hause von V. Altmann) Hollmannstr. 24, II. Billigste Preise. Firmen-Schilder-Malerei von A. Berkheim, Dragonerstr. 18.!ilieiihaft! loh kann die breiten, grossen Frauenstücke nicht leiden, wenn au011 unsere anderen 'Tochter die Schönbeiten Schwerins heissen. — ״ Aber ich sprach von Emil Schmidt. Als er nun wieder ■zurückgekommen war und seine Eltern ihn hier zu behalten wünschten, bekam er einen Titel vorn Grosshorzog und etablierte sich als Klavier- und Gesangslehrer. Leah und .Betty wollten ihn auch zum ■■Lehrmeister haben und bald kam der blonde, junge Mann in unser Haus. Er war artig and bescheiden, ohne auf die frühere Bekanntschaft' ziu pochen, und Samson war höflich und achtungsvoll und zahlte ihm gern das hohe Honorar, denn er lehrte die Mädchen wi׳ kl ich schön spielen, wie der Herr ja heut’ Gelegenheit hatte zu beurteilen. Veil dien setzte den .Unterricht■ nicht mehr fort, doch ging׳ sie nach wie vor zu Maria, kam aber Ernil zu uns, verliess sie gewöhnlich nach seinem Eintritt die Stube und wir :dachten alle, sie würden sich nicht leiden. ״ Ich wollt, wir glaubte! bs heutל noch!" Herr Stern wollte fragen, aber die Stimme'versagte* ihm den Dienst, er schloss die Augen und lehnte den Kopf an einen der Tuffsteine. Huben führ wieder in seinen Mitteilungen .fort:■ ״Als Veilchen so an 18 Jahre alt war, hat sie ihren Vater um. eine; Unterredung. Und was war’sV Es ist kaum zu glauben, sie wollte einen Christen heiraten! Samson tobte witj^ ein Wahnsinniger. Äie versprach zwar, ihrer Religion״ treu zu bleiben und in England eine 1 Oivilehe zu sohliessen, aber ihr Vater ward bei jedem Wort rasender. ׳ Deshalb: verweigerte ׳ Veilchen den Namen ihres Geliebten zu nennen, so sehr Samson auch drohte und befahl. Die■ Stiefmutter hat geraten: .,.Lass sie doch gehn, so weit der Himmel‘ blau, gieb ihr der Mutter Mitgel»rächtes. und weiter gehen Deine Vate!*pflichten nicht.״ Aber mein Vetter ist doolUn guter Mann und liebt״sein. KnuKwie oiiL rechter Vater.und nach seiner harten Meinung ist sm Verlorene, wenn sie einen Christen ■heiratet., also hat er ihr gesagt: ״Willst Du mit meinem Fluch belastet, Dieb auf ewig von mir■ scheiden, Veilchen, so geh! Aber so lang Du des Goien Bild im Herzen trägst, nennst Du mich nicht Vater mul betrittst ajich nicht, die Synagoge mehr.״ In den ninJisten Tagen war!(׳oschosehanahc ־ Veilchen ,ist nicht mit in die Schub gegangen. Als iii 1* A'ater gefragt, weshalb sie zu Hause geblieben, hat sie Job».* g*.*־ antwortet: ״Weil ich des Geliebten Bild'.im Herzen trag« - Gott ich hab’.gezittert, so blass ist der 'geworden. Dann hat er״ das scharfe Tranchiermesser ergriffne, und ml!חס wölbt ich mich vor Veilchen werfen, als er sich von ihr abwendet, dem gedecktem Tuch zu, ■und mit einem״ Um k das kostbare Damast tue) 1 zerschneidet. ,.Da sitzest Du fortan, ich esse nicht mehr mit Dir , von einem Tuch," rief er, und das zurückgeti «d׳-m- Blut schoss wie ein glühender Strom in seinen‘Kopf Veilchen weinte’und'setzte sich ans Endo des Tis«!ms. ihre Grossigutter verliess den Ehrenplatz am oberst.**!! Ende und setzte sich neben sie, aber sic sagte kein Wort der Entgegnung, nur ihre Blicke sprachen Trotz und Hohn. Gott, welches Fest das war!:‘ *> Neujahr. (Schluss folgt.) 2910