Berliner Vereinsbote
- Journal
- Berliner Vereinsbote
- Volume
- 2 (1896)
- Issue
- Heft 39 (26.9.1896)
- Date
- 1896-09-26
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Aber da ־׳hat..Estherleben die Arme zuerst wieder um ihren Mann geschlungen und sein Opfer verweigert: ״Veilchen soll sie heissen, wie Deine gute Mutter selig,“ hat sie bestimmt, und der Best ihres kurzen Erdendaseins ist in Liebe und Innigkeit zwischen allen dahingegangen. In Marias Armen ist Esther gestorben, und ihre letzte *) Novellen aus dem jüdischen Familienleben. Berlin 1889. — Druck und Verlag von Emil Streisand. BitF ist gewesen: ״Mein Herzenssamson, lass mein Veilchen oft zu der guten Maria bringen, und wenn sie gross ist, soll sie mit mein’ Maria mich auf dem guten < >rt besuchen, das erlaubst Du doch, mein Samson?‘4 Das hat er ihr alles zugeschworen, und weil er gar so schrecklich geweint und gejammert•׳ hat. da ist ihm gottlob entgangen, dass seine sterbende Frau die Melodie vom Lutherlied gesungen hat, aber ich halfs gehört und Maria auch. die . hat mich erschrocken angesehen, ich hab' Samson getröstet, und die unglückliche Mutter war in Stumpfsinn zusammen gesunken, als der Tod zu Esther, ihres Herzens Abgott, kam. Weil aber־ keine andere Frau bei dem plötzlichen Ende zugegen war, hat Maria sich hoch aufgerichtet und mit christlich gefalteten Händen hat sie ihrer treuen Freundin das ,.Schina Isroel“ im Sterben gesprochen.44 — ״״״ — Huben schluckte seine Thränerf hinunter: ״Gott, Herr im Himmel, warum bin ich so’n unglücklicher Krüppel geworden? Hält' ich sie gefreit —- sie lohte heut" noch, das süsse Geschöpf, ich IiätV sie 'yauf Händen durchs Leben getragen,“ / ״Aber Ihr wolltet von Veilchen erzählen und sprecht von ihrer Mutter,u erinnerte Herr Stern. ״ Wenn ich Euch dies nicht qBdärt hätte, so würdet