Berliner Vereinsbote
- Journal
- Berliner Vereinsbote
- Volume
- 2 (1896)
- Issue
- Heft 29 (17.7.1896)
- Date
- 1896-07-17
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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(Schluss, j .,Weshalb der (irossiierzog nicht mehr so i'reundlich war. weiss ■ich nicht.u fuhr sie etwas schüchtern fort, vielleicht weil Abi ein Jude ist -״ oder es that ihm leid, däss er mich, zunr Bleiben genötigt, denn er blickte mehrere Male ungeduldig nach dem gedeckten Tischchen. Ich erriet seine Gedanken und sagte entschuldigend: ״Ich will Hoheit nicht länger stören und jetzt gehen. Hoheit erwartet gewiss zum Abendbrot die Frau Grossherzogin. Ach, wie reizend myss׳ es sein, wenn man so ganz vertraulich sich von all dem lästigen f Zwang und Hofceremoniel zurückziehen kann, und in dieser herrlichen Wohnung die holde Gemahlin bewirten darf!a Hoheit nickte dazu, sah aber ganz veräriesslicfr aus, so dass ich nochmals' bat, er möge mir die unangenehme Störung, die ich ihm ver- Ursache, entschuldigen. Er fragte dann, so herzlich - gut wie er ist, ob ich *nicht ein Gläschen Wein «trinken wolle und etwas Confect nehmen. Nun wollte ich ihn nicht durch eine Weigerung beleidigen, musste aber den Wein ablehnen, weil Hoheit nicht wusste, ob er gekoschert war, und ebenso das Confect. Ich steckte es aber in meine Tasche und sagte, dass ich es meinem. Vater, und Bräutigam zeigen wolle.u ' . Diua griff in das P< den täseh chen und zog das feine Mareipan 'hervor, welches Abi lächelnd aus den Händen nahm. Hie erzählte weiter: ״Da sah er mich ganz merk- -io Novellen aus dt?m jüdischen Familienleben. Berliü 1889. Druck und Verlag‘ von Emil Streisand.