Berliner Vereinsbote
- Journal
- Berliner Vereinsbote
- Volume
- 2 (1896)
- Issue
- Heft 29 (17.7.1896)
- Date
- 1896-07-17
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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jüdischer Selbsterkenntnis fühlen wir aber, dass wir uns in diesem Falle selbst zu nahe treten würden Und verzichten deshalb 'auf jede weitere Kontroverse ein für alle Mal. nur möchten wir humstatieren. dass von־־ jenem Gedichte die Schlussstrophen mit absichtlicher Consequenz weggelassen sind, ein antisemitisches Manöver, dessen Praxis genugsam bekannt ist und dessen Erbärmlichkeit jedem einleuchten muss, der sich noch die Fähigkeit bewahrt hat. Vorurteils־ frei denken and fühlen zu können. Es giebt eben Menschen, deren' Charakter es ist, keinen zu besitzen und• Mistpfützen, gegen welche, man verzeihe ams die etwas derbe Spräche, e׳s — kein eau de ׳ C.ologne׳ giebt. Vermischtes. Einer der beschäftigtsten und geachtetsten Berliner־ Aerzte,• der Geheime Sanitätsrat Dr. Moritz Kirstein i ist im Alter von öd Jahren nach kurzer Krankheit gestorben. Er war in weiten Kreisen unserer . Bürgerschaft seines biederen, echt inetischenfreundlichen Charakters-wegen ge־ schätzt, und er war ebenso sein־ der vert raute Freund und Ratgeber* in «len Familien, wie Helfer in der Kot, soweit Hilfe möglich war. Allen humanitären Bestrebungen in unserer Stadt brachte er das regste Interesse entgegen, und* so wird Ijlenn der Heimgang des rüstigen Mannes vielt ach/ betrauert Werden. Der■ Verstorbene war ein wackerer Mensch, ein braver Bürger,, ein überzeugungstreuer A.11־ bänger des fortgeschrittenen Liberalismus auf allen Gebieten, auch auf dem religiösen. In diesem Sinne wirkte er auch in der'Vertretung der hiesigen israelitischen G> - meinde. zu deren eifrigsten Mitgliedern der'Verstorbene zählte. Viele■ jüdische Vereine verlieren in ihm ein thätiges. rühriges Mitglied, das nur schwer zu ersetzen sein wird. Grösste und billigste Bezugsquelle für 4.A frische av Blumen. VJ *r $ k BERLIN W. Charlottenstr. 48. Telephon Amt I, 984. W> Bitte ausfchneiden! » B. 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