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Berliner Vereinsbote · 1896-05-08 · Heft 19 (8.5.1896) · page 2

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Berliner Vereinsbote
Volume
2 (1896)
Issue
Heft 19 (8.5.1896)
Date
1896-05-08
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Die Hospitaliten erhalten sonst in der Regel alles, was zum Leben gehört, Wohnung, Verpflegung, selbst Bekleidung und ein gewisses Taschengeld. , Die Anstalt besitzt ihr eigenes Grundstück sowie!Kapitalieri und erfreut sich vieler laufenden Zuwendungen, so dass sie von der Gemeinde nur einen Jahresbeitrag von 1KXK) Mark empfängt. Die Verwaltung dieser ganzen überaus wohlthätigen Anstalt liegt einer Kommission ob, welche der Vorstand der Altefsversorgungs-Anstalt genannt wird. Das Krankenhaus der jüdischen Gemeinde ist zur Pflege und Heilung von Kranken bestimmt. Dasselbe widmet seine Fürsorge vorzugsweise den in die Anstalt auf genommenen .־)Kranken. Die Verwaltung des Krankenhauses wird von einer besonderen Kommission geführt, welche nach der früheren Bezeichnung des Krankenhauses הVorstand der Kranken- Verpfiegungs-Anstalt“, heisst. Wenngleich unter Aufsicht des Vorstandes der jüdischen Gemeinde stehend, vertritt doch der Vorstand des Krankenhauses dasselbe in allen seinen, auch Vermögensrechtlichen Angelegenheiten sowohl den Behörden als Privat personell gegenüber. Unentgeltlich werden nur hiesige bedürftige oder zu auswärtigen Gemeinden gehörige Mitglieder aufgenommen, wenn letztere zu ihrer Ausbildung oder in Dienstverhältnissen. sich hier auf halten, wie Studierende, Gehilfen, Lehrliuge und Dienstboten. Sonst ist der Kostentarif für die von den Kranken zu zahlenden Kostensätze massgebend. Auch diese Anstalt erhält sich ausser von den Einkünften ihres eigenen ■Vermögens von den etatsmässigen Zuschüssen aus der Gemeinde-Hauptkasse. Ein■ Appendix■'hierzu bildet das von wohlthätigen Mitgliedern errichtete ..Siechenhaus der jüdischen Gein e in de a, welches zwar im wesentlichen von dem Vorstand der vorigen Kommission geleitet, dennoch statutarisch get rennt von der Kranken verpflegungs-Anstalt verwaltet wird. Durch eine in jüngster Zeit erfolgte Zuwendung wird es erreicht werden, dass das Siechenhaus mit dem Kamen Jüdische Gemeinde. Gottesdienst. Freitag, den K. Mai in allen Synagogen abends 7L. t im Sonnabend, den i). Mai in der alten Synagoge morg. 81;־, Uhr, in den übrigen Synagogen morgens 0 Uhr. Predigten vorm. 10 I m . Kaiserstr.־ Synagoge Herr Rabbiner Dr. . \V ,*iss e. Jugendgottesdienst naekm. 4Uhr Neue-Synagoge Herr Rabbiner I)r. Rosenzweig. Adendgvttesdienst 8! y Uhr. Gottesdienst an den Wochentagen in allen Synagogen morgens 61 Uhr und abends fiU» Uhr. - ־ Sitzung der־Repräsentanten*Ver- Sammlung Sonn tag, den 10. Mai Vormittags 11 Uhr, im Sitzungssaale Orauienburgerstrasse 80II. Jüdische Telelmlle u. VolKsörAlokheX kOünobsnei׳ Hol, 8psnl>sue,-s<1-. 11—13. für Jedermann geöffhet: Wochentags 1—4, und. 71 10—,״׳, Sonnabends 2—5, Sonntags 10—2. Vereins-Schau. Jüdisches Mädchenstift. Die Erkenntnis, dass man den Annen nur helfen könne, wenn man sich ihrer auch wirklieh;mnimmt, ‘ und sie nicht blos bemitleidet, bricht sich Gottlob immer mehr Bahn und hat Anstalten ins Leben geruh■u. die ihren Begründern zur hohen Ehre gereichen. Unter diesen nimmt .eine hervorragende Stelle das jüdische Miidclumstift, Miinzstr. 23 ein, 'das jetzt seinen (!.Jahres- 1״-rieht horausgegobon hat. Von den unbemittelten jüdi- ״Hospital der jüdischen Gerneindeu vom Krankenhaus vollständig: getrennt und. derartig erweitert werden wird, dass es für 80 Insassen bietet. Die Beerdigungsanstalt der jüdischen Gemeinde hat den Zweck, die vorkommenden Leichenbegängnisse und Beerdigungen nach den religiösen Vorschriften zu bewirken. Die Anweisung der einzelnen Grabstellen, die Censur der Leichensteine und deren Inschriften, wie die■ Ueherwachung und gehörige Verwendung der Spenden liegt dem danach benannten Vorstand'der Beerdigungsanstalt ob. Hieran ist die Waisen-Kommission aiizuschliessen. Die Aufgabe dieser Verwaltungskoramission besteht in der* Fürsorge für Verpflegung und Erziehung der hiesigen jüdischen Gemeinde augehöriger, verwaister oder verlassener def Armenpflege der Gemeinde anheimfallender Kinder. Ausserdem aber hat die Kommission die Oberaufsicht über diejenigen Stiftungen, welche sich mit Angelegenheiten der Waisen beschäftigen. Eie Einnahmen der Waisen-Kommission bestehen in den Zinserträgnissen der ihr zum Zweck der Waisenpflege überwiesenen oder künftig zufallenden Kapitalien, den laufenden freiwilligen Beiträgen, Geschenken, Legaten, Zu- Schüssen von Einzelnen oder corporativen Gesamtheiten und in den Zuschüssen seitens der jüdischen Gemeinde. Das Reichen he im' 8 c h e W a i 8 e n h a u s steht in ge - trennter Verwaltung statutarisch unter dem Vorstande der Gemeinde und einem besonderen Kuratorium. Die Schätzungs-Kommission hat die Einschätzung der Gemeindemitglieder zu den Geldbedürfnissen der Gemeinde zu besorgen. Die Heberolle der Gemeinde wird alljährlich von ihr aufgestellt und dem Vorstände übergeben. Die Benachrichtigungen an die Gemein de mitglieder über die erfolgte Einschätzung werden von der Kommissioh erlassen. Solche finden indessen nur, an neubesteuerte oder anders veranlagte Personen statt. Behufs neuer Besteuerung hat der Gemeinde-Vorstand der Kommission jedesmal die erforderliche Mitteilung zu machen. (Wird fortgesetzt) Verein für Arbeitsnachweis. Kloster-Strasse 44. Fernsprecher 5, 3366. Geschäftsstunden 9 1 und 3-8 Sonntag 10—!2. Wir erbitten dringend Arbeitsgelegenheit für folgende Kräfte: Commis und Expedienten verschiedener Branchen. — Stadtreisende. —- Buchhalter. — Comptoiristen auch für fremde Sprachen. ~~ Schreiber. — Gärtnergehilfe. ■— Buchhindergesellen. — Conditorgehülfen. — llhrmachergehülfen. -- Glasergehalfen. -״ Tapezierergeholfen. — SattlergehUlfen. - Handwerkerlehrlinge. — Cigarrenarbeiter. — Verheiratete Männer für jede Beschäftigung — Hausdiener. — Cassenboten. auch mit Cautionen. — Buchhalterinnen, — auch erste Kräfte mit Spracht enntnissen —Verkäuferinnen verschiedener Branchen. — Expedientin fürTapisserie. - Lehr- ^jjjädchen^^für^engrosjiind^^letaü^mitliöhereri^^ Central-Verein deutscher Staatsbürger jüd. Glaubens. Ordentliche Versammlung am Dienstag, den 12. Mai 1896, abends 8y4 Uhr präcise in DräseFs Festsälen, C., Neue Friedrichstr. 35. | Tages-Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Rabbiner Dr. Ludwig Rosenthal: ״ Jehuda Halevi und Walther v. d. Vogel weide*■. 2. Geschäftliche Mitteilungen. 3. Discussion. Der Vorstand. Gäste, welche durch Mitglieder eingeführt werden, haben Zutritt; weitere Eintrittskarten stehen den Mitgliedern auf dem Bureau, Kronenstr. 22 II, zur Verfügung. sehen Volksklassen sucht es gerade den armen Mädchen tu helfen, indem es dieselben durch hauswirtschaftliche Erziehung zu tüchtigen Dienstboten heranbildet. Unter der bewährten Leitung der Hausmutter Frau Henriette Baer und unter der regelmässigen Aufsicht der Vorstandsdamen lernen die jungen Mädchen kochen, waschen, plätten, nähen, Zimmer auffäumen, kurz alle für einen geregelten Haushalt erforderlichen wirtschaftlichen Leistungen, Von den 16 ehemaligen Zöglingen erfreuen sich 8 als Köchinnen, 6 als Hausmädchen und 2 als Mädchen für Alles der voll- XDuDrxirixlixxlixxxr Vereinigung Monbijou, f Erste Sitzung mit Damen! Mittwoch, 13. Mai pr. ü Uhr Cassel's Hotel Burg-Strasse 16. Vortrag des Herrn Diamant. Alle activon u. inactiven Mitglieder werden dringend gebeten zu erscheinen. Gäste haben Zutritt Der Vorstand B. Wolff. rrrr rinn 1 tu 11 itttt!

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