Berliner Vereinsbote
- Journal
- Berliner Vereinsbote
- Volume
- 2 (1896)
- Issue
- Heft 7 (14.2.1896)
- Date
- 1896-02-14
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Geburten: Eil* Sohn: Horm FeodorGrätz; und Frau Flora geb. Cohn, Hm. Gustav Berger und Frau geb. Graupe. Hrn. Jul. Fried- I&tid# und Frau Anna geb. Frank. Hrn. Selmar Fürst u. Frau Helene geb. Teppich. Hrn. R.-A. Herrn. Hirschfeld und Frau Marie geb. Lewin. Verlobungen: Frl. Clara Pelz mit Hrn. Arthur Guter. Vermählungen: Herr JaquesKuschnitzky mit Frl. Wally Persicaner. Sterbefälle: Hr. Paul Grätz, Frl. Rosaiie Glaser, Hr. Conrad Wifctkowsky, Frau Rebecca Breslauer geh. Markuse, Hr. Siegism. Dewitz. Am 6. d. Mts. verschied plötzlich unser langjähriges Mitglied Herr Siegism. Dewitz im Alter von 57 Jahren. Wir betrauern in dem Da- 1 uhgeschiodenei 1 11nseren edlen Freund u. Mitarbeiter, der mit vollem Verständnis und hingebender Opfer- Willigkeit allezeit die Interessen des Vereins gefördert und' durch viele Jahre das mühevolle Amt als Kassierer mit peinlicher Exaktheit verwaltet hat. Wir werden dem leider zu früh Entschlafenen stets ein treues ehrendes Andenken bewahren. Oer Vorstand des Humanitätsvereins Gewul tauw. G. Michaelis, Vorsitzender. NEU?,Ihm י ■SS- Berlin. €harIotten8tr. 1H. Concert-, Salon-, Stutz-Flügel n. PIANINOS kstleelBts Systeme anerkannt von 5?ranz Liszt, Prof. Kullack u. v. A. 1890« Dunetiin Äusst 2 mal nräniiirt. Bestes Confeet der Welt gef Fondants ä Pid. 1,40. Prallnöes a Pfd. 1,50. Arrangements zu Diners und Fest-!ichkeifen werden nach Angabe prompt ausgeführt. Marzipan-, C hocolad.cn-, Nougat-, u. Fondants־Eier, sowie Atrappen, Brom iv- und Glas-Eier in grosser Auswahl empfiehlt ׳ I. Fassbender, Hoflieferant Friedrich־• Strasse 178. Telephon-Amt I. 165? Von dem Wunsche geleitet, die Heranbildung eines tüchtigen Handwerkerstandes unter unseren Glaubensgenossen thatkräftig zu betreiben und auf immer weitere Kreise auszudehnen, wenden wir uns an die Mitglieder jüdischer Gemeinden mit der ergebenen Mitteilung, dass wir im Frühjahr 1805 zur Gründung eines Vereins Lehrlingsheim Pankow zusammengetreten sind. Die seit dem Jahre 1813׳ hierselbst bestehende ״Gesellschaft zur Verbreitung der Handwerke und des Ackerbaues unter den Juden im Preussischen Staate״ hat zwar seit einigen Jahren ähnliche Be- Strebungen verfolgt, wie unser Verein, indem sie zu Pankow Wohnräume mietete und in denselben die ihr anvertrauten Lehrlinge zwecks wirksamer Beaufsichtigung ausserhalb der Werkstätte unterbrachte; ,zur dauernden Erfüllung dieser ihrem bisherigen Wirkungskreise nicht zugehörigen Aufgabe erwiesen sich jedoch ihre Mittel als bei weitem nicht zureichend und die Mietsräume als unzulänglich; zudem ist ihr Arbeitsfeld noch ein so umfangreiches, dass es zweckmässiger erschien, die Gesellschaft zu entlasten, als ihr eine dauernde Ausdehnung ihrer Thätigkeit über den bisherigen Rahmen hinaus zuzumuten. Solche Erwägungen reiften in uns den Entschluss, den vorerwähnten Verein Lehrlingsheim Pankow ins Leben zu rufen, welcher bestimmt.ist, bedürftigen und würdigen Handwerkslehrlingen Unterhalt zu bieten, und sie durch einen zugleich ihre Erziehung und Fortbildung fordernden Leiter beaufsichtigen zu lassen; denn in demselben Maasse, in welchem Berlin an Wachstum zunimmt, erweist ׳es-sich als unbedingt erforderlich, die meist im Alter von 14 bis 17 Jahren stehenden, von Hause aus der Regel nach nicht genügend beaufsichtigten Lehrlinge während der Dauer ihrer Lehrzeit fortgesetzt wirksam zu kontrolieren und dabei die Fortschritte in ihrer Ausbildung zu überwachen. Nur auf diese Weise lässt sich für die Zöglinge ein ausreichender Schutz gegen die Gefahren der Weltstadt schaffen. - . Die grossherzige Hilfsbereitschaft edler Menschenfreunde bat uns in den Stand gesetzt, das zu Pankow bei Berlin, Miihlenstr. No. 20 belegcne Grundstück zu erwerben; Wir haben auf diesem ein ausschliesslich den Zwecken des Lehrlingsheims dienendes Gebäude errichtet und beabsichtigen, dasselbe in diesem Frühjahr seiner Be- Stimmung zu übergeben. Wenn es uns nun auch gelungen ist, eine Anzahl, von Mitgliedern zu werben, so reichen doch die zur Zeit vorhandenen Mittel bei weitem nicht aus, um das Bestehen des Heims dauernd zu sichern; wir meinen, dass die Sicherung dieser die besten Erfolge vorsprechenden Einrichtung gerade in der gegenwärtigen Zeitströmung ein Gebot der Pflicht und Menschenliebe ist. Wir erlauben uns deshalb, an unsere Glaubensgenossen die Bitte zu richten, unsere Bestrebungen durch Zuwendung eines Betrages unterstützen zu wollen. Der jährliche Mindestbeitrag ist auf 10 Mark, der Mindestbeitrag zur Erlangung der immerwährenden Mitgliedschaft auf 500 Mark festgesetzt. Jeder von uns ist bereit, Beiträge entgegenzunehmen. Berlin, im Januar 1896. Verein Lehrlingsheim-Pankow. Das Curatorium. Dr. Max Weigert, Joseph Fraenkel, Bernhard Kraft, W., Rielganstr. 2, W., Jägerstr. 19, W., Magdeburgerstr. 25, Vorsitzender. stellvertret. Vorsitzender. Schriftführer. Dr. A. Strelitz, Julius Bodonstein, N., Oranienburgerstr, 38, W., Taubenstr. 73, stellvertret Schriftführer Schatzmeister. Isidor Loewö, SW., HoUmannstr. 32,?teilvertret. Schatzmeister Adolf Ginsberg, Dr. M. Jufcrosinski, Rudolf Mosse, N., Karlstr. 31. N., Weinbergs weg 11 c. W-, Leipziger Platz 15 Zur gefl. Beachtung der Consumenten! Da ich trotz der persönlichen Aufforderung des/Vorstehers der Synagogen-Gemeinde Adas jisroel, Herrn Zamori mich unter die sogenannte Aufsicht der Gemeinde nicht stellen will, wurde in der Presse bekannt gemacht, das mein Fleisch־ und Geflügelgeschäft ״nicht unter der Aufsicht der Gemeinde" steht. Infolge meiner Erwiderung im Berl. Tageblatt und der Allgemeinen Zeitung des Judentums vom 7. d. M. droht nun Sr. Ehrw. Herr Rabbiner Dr. d.'Hildesheimer brieflieb, mir die Kaboloh zu entziehen, die er mir etwa sechs Wochen nach meinem freiwilligen Austritt aus dem Dienste derAIemeinde, in dein ich 8 Jahre gestanden, unaufgefordert erteilt hat/ Mich kann diese Drohung nicht treffen, da ich in allerjüngster Zeit Atteste über meine Qualifi cation von rabbinischen Autoritäten ersten Ranges erhalten habe. Ich erkläre, dass ich streng koschere, Ware liefere, ohne die Abgaben für eine derartige Aufsicht zu bezahlen, was mich in die Lage setzt, bessere Ware zu billigerem Preise abgeben zu können. / / Berlin, den 6. Februar 1896. 8. SS. Gillis, ehemaliger und anerkannter Schächter voniRabbinat Sr. Ehrw. des Herrn Rabbiner Dr. I. Hildesheimer. Grüner Weg 118 (Haltestelle der Pferdebahn)« IL Geschäft: Central-Markthalle, Stand 180. Für B&ek**-Üei$ter mit la. Referenzen, kräftig, durch Varluste gezwungen Beschäftigung zu suchen als Werkmeister, Kassenbote, Hausdiener oder Synagogendiener, bitte ich Edeldenkende mir darin behültlich zu Gefl. Mitteilungen sub K. L. 116 an die Expedition dieses Blattes. Gustav Silberstein Tapezierer u. Decorateur Eigene Gardinen-Waschu. Spann-Anstalt. BERLIN O. Wallnertheater-Strässe 16. Uebernahme sämtlicher Dekorationsarbeiten bei Umzügen. Reparatur Werkstatt. H. Kretschmer, Egfr ־TB 30״rzügl.Mittagstiscl1 Couvert 1 Mark und k la carte, reichhaltige Frühstücksu. Abendkarte. Hauptverkaufsstelle särntl. hiesigen, von der berühmten Krakauer Wurst und echt Wiener Salami. jeden Freitag Abend Fische! Sonntags nach dem Theater bis 1 Uhr Nachts geöffnet סערת ס^חל ה^ביג Offerire frische Matzes ä Pfund 25 Pfg., bei Abnahme von 5 Pfd. ä 24 Pfg. Theematzes 30 Pfg., Eiermatzes 80 Pfg., Honig 70 Pfg., sowie sämmtliche Oster-Waren empfiehlt Samuel Ctutldiid Dragoner-Strasse 28. 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