Berliner Vereinsbote
- Journal
- Berliner Vereinsbote
- Volume
- 2 (1896)
- Issue
- Heft 6 (7.2.1896)
- Date
- 1896-02-07
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Vereins ״Juda’s Töchter“, der da mitarbeitet Än dem grossen Werke, sein Volk Israel zu führen ״durch Nacht zum ...Licht!u Der •grauende Morgen sali die Festversammlung noch beim Tanz beisammen, und alle Teilnehmer gingen wohl mit dem gehobenen Gefühl nach Hause, einem sowohl in geistiger, als auch in geselliger Hinsicht schön verlaufenen Feste ׳beigewohnt zu haben. Der Vorstand des Vereins ״Jüdische Lesehalle und Volkshihliothek" hat sich in seiner Sitzung am 3. Februar wie folgt eonstituiert: Herr Julius Isaae 1. Vorsitzender, Herr Oberlehrer Di*. Schäfer 2. Vorsitzender, Herr Dr. Hirsch Hildesheimer Stellvertreter der Herren Vorsitzenden, Herr Manklewiez Schatzmeister, und die Herren Bambus und M 01 z k i n Sehr!ftfiihrer. In dieser Sitzung wurden auf Vor-. schlag des Herrn Isaae vielfache Anregungen erörtert, die darauf abzielen, die Lesehalle zu fördern und das allgemeine Interesse unserer Glaubensgenossen für dieselbe zu gewinnen. Aus den gefassten Beschlüssen mögen folgende hervorgehoben werden': An jedem Tage wird ein Vorstands- Mitglied in der Lesehalle anwesend sein. Für Neuan- Schaffungen, besonders belletristischer Werke, die in der Bibliothek fast gänzlich fehlen, ist ein grösserer Betrag angewiesen worden. Mit der Propaganda behufs Gewinnung neuer Mitglieder wurde Herr Benas Levy betraut; derselbe hat die Bildung eines Agitations-Comitees freuiulliehst übernommen und «‘inen Aufrufzu erlassen in's Auge gefasst. Mit besonderer Befriedigung ist der Bericht entgegen genommen worden über den ausserordentlich gesteigerten ׳Besuch der Lesehalle und die Benutzung der Bibliothek, wodurch die Notwendigkeit der Erhaltung und Ausgestaltung dieser Institution ah\ besten erwiesen wird. Freilich bedarf es der Mitwirkung weiter Kreise, wenn die Aufgaben des Vereins ganz erreicht werden sollen, die darin gipfeln: aufklärend und belehrend über Juden und Judentum zu wirken, die Heibgtütner unseres Glaubens besonders bei der heran wachsende! r. Jugend zu erhalten und das jüdische Bewusstsein zu stärken. Der ״Verein selbständiger Handwerker jüdischen Klaubens zu Berlin“ hatte .am. Montag, 3. Februar er. eine Generalver- Sammlung," ■welche zahlreich besucht war, und die dem 'Verein ca. 20 neue Mitglieder zuführte. Nach teilweiser Erledigung' der Tagesordnung, die der vorgerückten Zeit wegen nicht ganz verhandelt werden konnte, ergriff Herr D. Wo]ff. Vorstandsmitglied des Vereins für Arbeitsnachweis, der mit (lern Verein in einzelnen Punkten seines Progräm ms Hand in Hand geht, das Wort! In längerer Rede schlug Herr D. W olff den Mitgliedern verschiedene y er- Besserungen ihrer Institutionen vor und betonte Besonders, dass der Verem es sich müsse angeleg m sein lassen, mehr an die Oeffentliehkeit zu treten und allgemein bekannt zu werden, denn nur dadurch könne man dem erstrebten Ziele sich nähern. Reicher Beifall lohnte ,die Ausführungen des Redners, dör versicherte, dass er gern seine schwache Kraft in den Dienst der guten Bache stellen wolle, um daran mitzuwirkeu, dass die Missstände, mit denen der jüdische Hand- Werker heute zu kämpfen habe, allmählich beseitigt werden. Wir verweisen auf die ״Empfehtungstafel jüdischer Handwerken" (Seite 6), die von nun an',ständig in unserem Blatte fortgeführt werden wird. Es ist Ehrenpflicht eines jeden Juden, die jüdischen Handwerker, die so unendlich unter der, feindlichen Strömung zu leiden haben, durch lieber- Weisung von Arbeiten in ihrem Berufe zu fördern, damit vermieden werde, dass sie sich dem Handel zuwenden. (Wir behalten uns vor, auf diesen Gegenstand demnächst ausfuhrlicher zurfmkzukommen.) Das vierte am 4. Februar er. im ■Königstadt-Casino abgehaltene Stiftungsfest des FrauenundJungfrauen-Wohlthätigkeits-Vereins ״Mathilde" nahm einen glänzenden Verlauf. Eine zahlreiche illustre Gesellschaft ■ hatte;. sichzu dieser Feier eingefunden. Mit einem von Herrn Dr. Lipschütz verfassten und von Fräulein Hoffmann mit innigem Ver- -ständniss vorgetragenen Prolog wurde das Fest eröffnet. Die Festrede, die ein rhetorisches Meisterstück genannt zu werden verdient, hielt Herr Rabbiner Dr. Lipscbütz. Nach einer kurzen Geschichte des Vereins, wobei der Redner der verewigten Begründerin Mathilde Caro ehrend gedachte, wurde die erfreuliche Tatsache erwähnt, dss der Verein dank der Rührigkeit des jetzigen Vorstandes, besonders der Frau Silber und des Herrn Ritter in den. letzten Wochen von 250 auf 520 Mitglieder augewachsen ist. Die Ansprache, die einen tiefen Eindruck auf alle Zuhörer machte, beschloss *.in mit Begeisterung aufgenommenes Hoch auf Se. Majestät den Kaiser, den Schirmherrn des Friedens, unseren allergnädigsten Förderer aller humanen Bestrebungen. Im weiteren Verlauf des Festes wechselten Tanz, humoristische und deklamatorische Vorträge mit einander ab, so dass für alt und jung der Genüsse genug geboten wurde. Eine hier ausgebildete G01lC01^Sä111^0]?lXl (Sopran) empfiehlt sich zu festlichen Arrangements bei massigem Honorar. . Offerten unter L. 83 an die Expedition des ״Berliner Vereinsbotea, Kaiserstr. 39/40 erbeten. Familien ■Nachrichten. Geburten: Ein Sohn: ■Horm R.-A. Eo^el. Herrn Max Cohn. Herrn Pan! Schlesinger. Eine Tochter: Herrn Max Wolif, Herrn R.-A. Gran. Verlobungen: Erl. Alice Joelsohn mit Hrn. Bruno Braun. Vermählungen: HerrHermann Sa- 1! 1 \ 1«-! u. Fra11 Anna geh. Piekardt. Herr Ernst Rosenstiel 11. Frau Tilly Meyer, Herr Adolf H1 *bürg und Frau Hedwig v 1 lartsrein.׳•^■; 3h C llr. Sally Speyer, Frau ,dläiMier geh. Roseni u Johanna Lasch geh. . I 1 «,rr S. L. Zuckermaiin, lieXathan geh. Ascher. . ."0עהל י mxö Irische Matzes n Pfund 1 <*i Abnahme von 5 Pfd. 1 Thcomatzcs .‘10 Pfgf. Ei / s HO Pfg., Honig 70 Pfg., sow ammtliche Oster-Waren empj f i Ir Samuel Gutkind Dragoner-Strasse 28. TAieVerlolnmg unserer jüngsten Tochter Rosa mit unserem Neffen Herrn Maximilian Stein beehren wir uns hierdurch ergebenst anzuzeigen. Berlin, im Januar 1896. L. Stein und Frau Kronprinzen - Ufer 19. Rosa Stein Maximilian Stein Bestes Gasglühlicht hell wie Sonnenlicht per Apparat Mark 3,50. Spiritasgltiltlicht per Apparat Mark 6,—. Gassparbrenner (D. R. G.-M.) für Treppen- und Fabrik- Beleuchtung ä Mark 1 ,״־•V Petroleum-Glanzlicht, grosser Effect, Glühkörper Z Stück Mk. 1.25 Meine Apparate lassen sich versenden. jPf \ Man fordere Prospect -Gl F. Fi itz, Berlin, Wilhelmstrasse 41. Verlobte. ttERitN. S. 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