Berliner Vereinsbote
- Journal
- Berliner Vereinsbote
- Volume
- 2 (1896)
- Issue
- Heft 6 (7.2.1896)
- Date
- 1896-02-07
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Vereins-! Am 4. Januar 1896 ist hierselbst unter dem Namen MUtterarisch-Gesellige Vereinigung“ ein Verein gegründet worden, der unter dem Protektorate Se. Ehrwürden des Herrn Rabbiner Höxter steht; die Vereinigung ist hauptsächlich aus ehemaligen Schülern und Schülerinnen der Religionsschule ״Beth Zion“ hervorgegangen, deren Director geaannter Herr ist, und bezweckt, ihren Mitgliedern geistige .Anregung ־zu-bieten und die Geselligkeit zu pflegen. Vornehmlich will die Vereinigung jedoch die jüdische Litteratur unter ihren Mitgliedern fördern und ihnen Gelegenheit geben, durch grössere Vorträge und daranschliessende Discussionen, in denen sie von einigen älteren Herren unterstützt werden, die Litteratur des Judentums ver- ■stehen und kennen zu lernen. Die Vereinigung wird sich bemühen, in Gemeinschaft mit gleichgesinnten Vereinen Hand in Hand zu gehen, anregend und begeisternd auf die heran wachsende Jugend zu wirken und sie wieder näher zu bringen den Idealen unserer Religion. Als Vorstand fungieren die Herren Martin Colin, i. Vorsitzender; Herinann Feiler/ '2. Vorsitzender und Kassierer; Adolf Gehr, Schriftführer. Sitzungen finden all wöchentlich Sonnabend im Restaurant Kaute/r, Burgstr. 13 statt. Gäste sind stets willkommen. Am nächsten Sonnabend, den 8. Februar er. abends •Sl/ä,Uhr hält Herr Rabbiner Höxter einen. Vortrag über .,Moses Mendelssohn“. Nach dem Vortrage findet ein geselliges Beisammensein statt. Wir begrüssen mit Freuden diesen neuen Verein und wünschen ihm Von Herzen Blüte und Gedeihen! Das vom/Verein ״Ahawas scholaum“ am 29. vor. Mts. veranstaltete7 Kränzchen ist als durchaus gelungen zu be-!zeichnen. Die vielen Teilnehmer vergnügten sich in!fröhlichster Laune an den Darbietxingen verschiedener Art,!^besonders verdienen die Gesangs vortrage der Damen Recha tHirschfeld und Clara Jaffe, sowie der Herren Opernsänger L i ch ton st ei n und Cantor S t ab i n s k y als wahrliaft künstlerische Leistungen anerkennend hervorgehoben zu werden. Herr Dr. Hertzog hielt die Festrede, in welcher er der Aufgaben des Vereins in beredten Worten gedachte. Ein von Herrn Selbiger verfasstes humorvolles Tafellied «trug wesentlich zur Hebung der frohen 'Stimmung bei. Der fertrag/Verstattete die Überweisung eines. namhaften Beträges an die Vereinskasse.. גן ... J t ן! ,,ן, ״ ' uru i .ו ״״ Ine ״Vereinigung WMMjOV veranstaltete am Mittwoch, 29. Januar in Cassels Hotel ihren dritten zahlreich besuchten Gesellschaftsabend. Während der Kaffeetafel, die durch deklamatorische und gesangliche Aufführungen vielen Genuss bereitete, machte das Vorstandsmitglied Herr Man es die Mitteilung, dass am nächsten Sonntag die Bibliothek des Vereins eröffnet werde. Die erste Anregung zur Gründüng der Bibliothv^ sei von Herrn Julius Rosenthal gegeben und auch die Durchführung dieser Idee von ihm zum grossen Teil bewirkt worden. Die Bibliothek' unifasse zwar erst 250 Bände, aber der Anfang sei gemacht und die Commission für geistige Interessen die Herren Eug. Cohn, Rawitz und Ph. A. Maries — werden ihr Bestes thun, um die Bibliothek zu einem wirklichen Kleinod des Vereins auszugestalten. Die Gesangs vortrage des Frl. Lilienthal, wie auch die Deklamation י des Frl. Löwenstein entzückten die Zuhörer und rissen sie zu stürmischein Beifall fort. Der Vorsitzende Herr Bernha rd Wolff toastete auf Herrn J. Rosen111 al, der sich um den Verein ausserordentliche ■Verdienste erworben hat, zur Zeit jedoch aktiv an der Thätigkeit desselben nicht teilnehmen' kann, da er auf ein Jahr Berlin verlassen hat. Tn unserer nächsten,Nummer kommen wir noch auf die Bibliothek »161* ״Vereinigung Monbijou“ zurück. (Siehe Inserat i.,.Seite) Der Verein ״Judas Töchter“ feierte am Donnerstag, 31.. Januar, in den Neuman 11 sehen Festsälen sein erstes Stiftungsfest. Eine imposante Versamiiilimg war ersehie 11 en. um dem jungen Verein, der während seines kurzen Bostehens schon. Grosses ° geleistet .hat, ihre Glückwünsche auszusprechen. Fürwahr*, man muss Vagen, »lass diese Feier auf die Beteiligten einen erhebenden!Eindruck gemacht hat. Endlich' '• einmal, haben sich ״Juda's Töchter“ aus der Lethargie aufgerafft, in die das weibliche Geschlecht Israelis verfallen schien, und haben ihren Schwestern zagerufen: ״Kommet her, helfet uns die Ideale und die der Vergessenheit anheim gefallenen Schätze Israels ans Licht zu ziehen: schliesst euch uns an, dass es in Juda wieder hell werde.“ Nach einem schön empfundenen und verstandnissvoll vorgetragenen Chorgesang, dem sich der von einem Vereinsmitgliede gesprochene Prolog anschloss, legte di♦» Vorsitzende Frl. Tonn in ■meisterhafter, zu Herzen gehender Ansprache die Zwecke, Tendenzen und erzielten Erfolge der Versammlung klar. Noch viele Redner, unter ihnen Herr Dr. Hirsch Hildesheimer ■ und Herr W. Bambus, beglückwünschten den Verein zu seinem Ehrentage, und auch wir schliessen uns aus vollem Herzenden 'Wünschen •mit dem Ausrufe an: Der Herr segne die Bestrebungen des Otto Cirund &C0. Irmenschildep-Fabrikfe» V hscher-Briicke 25. FERNSPRECHER: AMT I?*99. METALL; ff QU- I XBUS iüCHSTASC■' J Mmw^uiicwmycRct 16la»-A«tz tr*iVtr fitdan L 5|>|>en ׳KWäiüensadn!^) ft!«tfieftlfw Hs$erffv911Sitf*a» tfiitfl«» Versand nach aussirhalbin Kisten vcs50(1{1d!00flaselotu # gezrn Nachnahme des Betrages. T •y 1 W f f 1 M IM rMÜRNBERer^~ Abtheilunä ,Berlin.. rxxrxx x n xxxxrxxxrxxxx 1 xxttitit inrr rx r 1 rrm * N N M N N N N N N N N M N N N Berliner Privatpost u. Spedition, Act -Ges. Der Betrieb der Postftbteilung erstreckt sich 'auf die Beförderung von Briefen, Karten, Kartenbriefeu, Drucksachen, Waarenproben. Geldanweisungen, Einschreibebriefe etc und Incasso von Quittung«*n. Briefe nach den Vororten dürfen nicht geschlossen sein. I)ic Befördernng erfölgt durchschnittlich innerhalb 8■ Stunden. Bis 4 Uhr aufgegebene Sendungen gelangen noch an demselben Abend zur Ausgabe, die bis zur späten Nachtstunde den Kästen entnominellen .Briefschaften kommen mit der ersten 'Morgenbestellung״ in den Besitz der Adressaten. Unsere Briefkästen haben gelbe Farbe. N M N M H N N N N M N M H M nu'nxxirii immrmm nn nrnrnmn Lowinsky Dämpfwäscherei für Haus- und Hötel-Wäsche BERLIN O., Alexander-Strasse 26 gewährt den Mitgliedern der in der■''Vereinstafel aufgeführten Vereine Rabatt. Speciaiitat: Gardinenwäsche. - .WW- Freie Abholung und Zusendung. "WM pernsprech-AnschlMSS VH, 1854, Für Berliner u. Charlottenhurgei Grundstücke haben wir durch unsere Hypotheken-Ahtheihmg erststellige Hypotheken-Kapit&lien günstigst zu vergeben. Aron Meyer,™“!if l\ Subdirection und General-Agent» ir. 1k