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Berliner Vereinsbote · 1897-11-05 · Heft 45 (5.11.1897) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Berliner Vereinsbote
Volume
3 (1897)
Issue
Heft 45 (5.11.1897)
Date
1897-11-05
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Prämiiert Dresden 1874. Prämiiert Berlin (879. Hirsch’* Schneider ־Akademie Gegrflndat 1K0. 24000 Schaler ausgebildet Berlin C., Rotes Scbloss No. 2. Grösste, älteste, besuchteste u. einzig preisgekrönte Fach lehranstalt der Welt. Am 1. nnd 16. jeden Menate beginnen & neuen Kurse in allen Abteilnneen der Herren•, Damen• und W&sche-Sobnsiderei, sowie im Skizzenzeichnen und Handelswissenschaften, Perfecta Ausbildung zu Direktricen, Zuschneidern u. Konfektionären. Absolut sicherer Erfolg: wird garantiert. Nach absolviertem Kursus kostenloser Stellennachweis. Prospekte gratis. Anmeldungen baldigst erbeten. Die Direktion. Dampfwäscherei ״Sport“ Inhaber: Max Jaroczynski. -». öieffentoachstr. 33. — Tel. A. IV, 446.- Hans-, Leibnnd Tischwäsche sowie ganze Ausstellern. Princip: Sauberste Ausführung. Grösste Schonung. Prompteste Lieferung. 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Den scheidenden Freund, den Förderer geistigen Schaffens und den begabten wie begeisterten Jünger der Musik feierte Hans Land in schwungvollen, dem tiefen Herzen entquollenen Worten. Vereinsschau. Berlin. Das ״Comite für Chanukah - Bescherung“ erlässt folgenden beherzigwerten Aufruf: ״Beim Nahen der rauhen Winterzeit bitten wiederum eine Schar von mehr denn 1000 jüdischen Kindern, welche die Communalschulen besuchen, das allzeit milde Herz der Glaubensgenossen um Spendung der nötigsten Kleidungsstücke. Diese Gabe schützt nicht nur die kleinen Körper vor Kälte, sondern wirft auch in ihre jugendlichen Seelen einen Lichtstrahl, der^ihrem sonst freudlosen Dasein die Gewissheit bringt, dass sie von Nebenmenschen nicht ganz verlassen sind. Im vorigen Jahre erhielten am Chanukafeste laut unseres Berichtes vom Januar 1897 1016 Kinder Stiefel, Kleider, Wäsche und Lehrmittel. So wurde bitterste Not an vielen Stellen gelindert. Gleichzeitig gelang es, wie Lehrerkreise bezeugten, einen moralischen Einfluss auf die Schüler zu üben, indem die Würdigsten vorzugsweise bedacht wurden. Beide Erfolge ermutigten uns, alle Kinderfreunde, besonders die Frauen unserer Gemeinde, herzlich zu bitten, durch eine freundliche Gabe an Geld, Stoffen, Jugendschriften oder dergleichen dies Liebeswerk wiederum fördern zu helfen. Jede der Unterzeichneten nimmt Beiträge mit innigem Danke entgegen und erteilt bereitwilligst nähere Auskunft.“ Das Comite bilden die Damen: Frau Julie Neumann, Vorsitzende, Victoriastr. 31, Frau Max Benjamin, Königgrätzerstr. 8, Frau Julius Boehm, Behrenstr. 20, Frau M. Fiegel, Alexanderplatz 2, Frau Geh. Sanitätsrat Flatow, Schöneberger• Ufer 40, Frau Dr. Frankl, Schellingstr. 15, Frau Leopold Friedmann. Thiergartenstrasse 8, Frau Dr. Ginsberg, Karlsbad 7, Frau Dr. Grabower, Unter den Linden 29, Frau Commerzienrat Emil Jakob, Eichhornstr. 3, Frau Professor Dr. F. Liebermann, Bendlerstr. 10, Frau Dr. Maybaum, Hinter der Kath. Kirche 1, Frau Sanitätsrat Dr. Mühsam, Schöneberger Ufer 47, Frau Louis Oppenheim, Potsdamerstrasse 118a, Frau Helene Schönwald, Magdeburgerstr. 9. Frau Emma Sieskind, Wilhelmstr. 67a, Frau Sanitätsrat Stern, Potsdamerstr. 126, Frau Arnold Weiss, Schöneberger Ufer 23. Wie alljährlich veranstaltet der jüdische ״Frauen- Unterstützungs-Verein“ auch in diesem Jahre einen Oyklus von Vorträgen, deren erster am Montag den 1. November im Bürgers aale des Rathauses stattfand. Ehe die Vorlesung begann, stattete der Vorsitzende des Vereins allen, die sich um das Zustandekommen der Vorträge bemüht, besonders Herrn Dr. Karpeles, sowie den städtischen Behörden für die bereitwillige Ueberlassung des Rathaussaales, den Dank des Vereins ab, zugleich mit der Bitte, sich der guten Sache des Vereins weiter zu widmen. Hierauf begann Herr Dr. Ludwig Fulda seine Vorlesung, Seine Gaben, ״Lästige Schönheit“, dramatisches Gedicht in einem Aufzug, zwei kleinere Gedichte, ״die Beneidenswerten“ und ״Schulreminiscenzen“, sowie eine reizende graziöse Novelle: ״Eine Duellgeschichte“, hielten die zahlreich Erschienen bis zum letzten Wort in grösster Spannung und entfesselten durch ihren gemütvollen Humor zeitweise stürmische Heiterkeit. Hoffentlich verbürgt dieser Erfolg, den die erste Veranstaltung hatte, auch fernerhin die grössten Erfolge für diesen so rührigen Verein, dessen ganzes Streben dem Wohlthun gewidmet ist. Der ״Verband ehemaliger Schüler und Schülerinnen Dr. 0. Lipschütz“ beging am 19. Oktober in Elbertins Klubhaus sein Simchat-Thora-Fest. Dasselbe nahm einen allseitig befriedigenden Verlauf, wozu wesentlich die feierliche Ernennung des allverehrten Protektors dieses Vereins Dr. O. Lipschütz zum Ehrenpräses und gleichzeitige Ueberreichung eines entsprechenden Diploms beitrug. Der Gefeierte nahm diese Ehrung mit Dank an und versprach dem Verein auch fernerhin beraten und fördernd zur Seite zu stehen. Zu einer würdigen Feier gestaltete sich die auf Donnerstag den 26. Oktober von der Vereinigung für Frauen und Mädchen iuda’s Tochter einberufene Abschiedsfestsitzung für Fräulein Rosa Tonn. Dieselbe wurde durch einen Musikvortrag eingeleitet, worauf Herr A. R. Hartmann in kurzen Worten ein Bild von der Gefeierten entwarf, wobei er nicht verfehlte, auf die stete und jedem gegenüber bethätigte Liebenswürdigkeit, auf die seltene Begabung in jüdischen wie auch in organisatorischen Gelegenheiten sowie auf das felsenfeste Interesse für die Sache im Allgemeinen und den Verein im Besonderen, welches unter Hintenansetzung alles persönlichen stets das Leitmotiv der nunmehr aus Berlin Scheidenden gewesen ist, hinzu weisen. Wenn auch Frl. Tonn ihre Person immer in den Hintergrund gerückt hat, so hat doch dasjenige, was sie segensreiches geschaffen hat, dieselbe nicht nur an die Spitze des Vereins, sondern auch in den Vordergrund der Berliner jüdischen Frauenbewegung überhaupt gestellt. Juda’s Töchter, so schloss der Redner, werden ihrer langjährigen Führerin stets ein ehrendes Andenken bewahren und wo Edeldenkende den Namen Judas Töchter nennen werden, wird man sich gern mit dankbarer Anerkennung der hervorragenden Verdienste, die sich Fräulein Rosa Tonn in diesen Namen erworben hat, erinnern. In ihrer Erwiderung suchte die Gefeierte das Verdienst um die Gründung und die Förderung der Vereinigung dem Verein resp. dem Gesammtvorstande zuzusprechen, und dankt© den Vereinsschwestem für das stets bewiesene Wohlwollen, sowie für die immer bethätigte Mitarbeit. Am Sonnabend überreichte eine Deputation bestehend

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