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Berliner Vereinsbote · 1897-10-01 · Heft 40 (1.10.1897) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Berliner Vereinsbote
Volume
3 (1897)
Issue
Heft 40 (1.10.1897)
Date
1897-10-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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!*rämHert Dresden 1674. Prämiiert Berlin 4879. Hirsch7 Schneider-Akademie Gegründet 1859. 24000 Schüler ausgebildet. Berlin C., Rotes Schloss No. 2. Grösste, älteste, besuchteste u. einzig preisgekrönte Fachlehranstalt der Welt. Am 1. und 15. jeden Monats beginnen die neuen Kurse in allen Abteilungen der Herren-, Damen- und Wäsche-Schneiderei, sowie im Skizzenzeichnen und Handelswissenschatten. Perfecta Ansbildung zu Direktricen, Zuschneidern u. Kon• fektlonären. Absolut sicherer Erfolg wird garantiert. Nach absolviertem Kursus kostenloser Stellennachweis. Prospekte gratis. Anmeldungen baldigst erbeten.-Die Direktion. Dampf Wäscher ei ״Sport44 Inhaber: Max Jaroezynski. -8. I>iaiFenbachstr. 33. — Tel. A. IV, 446.- Haas-, Leib- und Tisctiiräsclie sowie ganze Aussteuern. Princip: Sauberste Ausführung. Grösste Schonung. Prompteste Lieferung. MUSIK zu Hochzeitsu.Vereinsfestllehkeiten etc. Blas- und Streich-Orchester führt in anerkannt guter Weise aus Max Schmerl, Kapellmeister, Fehrbellinerstr. 18. sehen Waisenhauses, Schönhauser Allee 162, wurde zur Kenntnis der Versammlung gebracht. Des Herrn Julius Schill letztwillige Zuwendung in Höhe von 5000 Mk. an die Armencommission wurde vorbehaltlich der landesherrlichen Genehmigung angenommen. Zur Beschaffung von Teppichläufern für die neue Synagoge bei Trauungen wird ein Betrag bis zu 400 Mk. bewilligt. — Im Laufe des letzten Jahres sind in dem Gemeindehause Oranienburgerstr. 29 bauliche Veränderungen notwendig geworden, die einen Kostenaufwand von 1817,21 Mk. erforderten. Diese Summe wurde nachbewilligt. — Die Vorlage, betreffend die Sat- Zungen derFriedhofs-Commission führte eine längere Debatte herbei, deren Ergebnis 1. die Aufrechterhaltung des Anspruchs der Altersversorgungs-Anstalt auf einen Teil der Sammlungen auf dem Friedhofe war, 2. betreffs der Ehrenreihe sollen die bisherigen Beschlüsse, nach denen die Be- Stimmung darüber, soweit es sich nicht um Rabbiner handelt, von dem Vorstande getroffen werden, weitere Geltung haben. Dem Deutsch-Israelitischen Gemeinde-Bunde wurden bisher 600 Mark als jährlicher Beitrag gezahlt. Dieser Beitrag ist jetzt auf 2000 Mark erhöht worden. — Die Abrechnung über die Kosten für die innere Einrichtung des Hospitals wurde der Versammlung zur Kenntnisnahme vorgelegt. Die zunehmende Zahl der Censiten hat eine Vermehrung der Kassenboten notwendig gemacht. Ihre Zahl soll jetzt 12 betragen. Allerlei. Die in jüdischen Kreisen wohlbekannte Lehrenvitwe Frau Amalie Jaretzky feiert am nächsten Dienstag den 5. October ihren siebenzigsten Geburtstag; erwähnen«- wert ist, dass dieselbe 30 Jahre lang in der Keibelstr. 16 in ein und derselben Wohnung wohnt. — Im Concerthause, Leipzigerstr. 48, findet, wie seit mehreren Jahren, ein Festgottesdienst zu den hohen Feiertagen statt. Als Cantor fungiert Herr M. Halpern, dessen vorzügliche Leistungen als Vorbeter noch vom vorigen Jahre hinlänglich bekannt sind. Herr H., ein Schüler Seidemanns, verfügt über eine schöne Tenorstimme, die bei den religiösen Gesängen, sowohl den älteren, als auch den neueren von Lewandowski, Sulzer, Weintraub u. a., vortrefflich zur Geltung kommt. Herr Ludwig Riess, der Veranstalter dieses Gottesdienstes, hat mit der Wahl des Herrn H., der auch in vielen jüdischen Vereinen als Concertsänger mit gutem Erfolge aufgetreten ist, eine gute Acquisition gemacht. In ein grosses Dilemma bringt, so lesen wir im ״Vorwävts“, die antisemitische Zeitung ״Frei-Deutschland“ den getreuen Teil ihrer Anhängerschaft. Während das Blätteben an der Spitze die Parole ausgiebt: ״Kauft nicht bei Juden“, bringt es auf der vierten Seite der Nummer 213, 214 und 215 vor den Annoncen in fetter Schrift die folgende Aufforderung. ״Wir bitten unsere Gesinnungsgenossen, den unten verzeichneten Geschäftsleuten ihre Kundschaft zuzuwenden, da wir grundsätzlich nur Anzeigen unredlicher christlicher Geschäftsleute veröffentliehen; beim Einkauf wolle man sich auf die Anzeigen in unserer Zeitung berufen.“ Ob und inwieweit der schwere Vorwurf der Unredlichkeit, den das Blatt seinen Inserenten macht, thatsächlicli begründet ist, wagen wir. fährt das genannte Blatt fort, natürlich nicht zu beurteilen; immerhin sollten ״Schriftleiter“ und Verleger von ״Frei-Deutschland“ bedenken, dass sie beide sich der Begünstigung von Eigentumsvergehen schuldig machen, wenn sie grundsätzlieh nur Anzeigen unredlicher christlicher Geschäftsleute veröffentlichen. Auch kann dieser fatale Grundsatz dem Antisemitenblatt ebenso wenig zum Vorteil gereichen, wie der Umstand, dass der Verleger die Zeitung fast ausschliesslieh von Lehrlingen }!erstellen lässt. Für die ״hartbedrängte Lehrerfamilie“ gingen bei uns ein von: J. 11.!3,— Mk , 8. .1. 3.— Mk., Herrn Eugen Hirschberg, Victoria- Strasse 17, 10.— Mk.. Herr Blumenfeld, Gr. Frankfurterstr. 80 4.— Mk., Herrn S. M. Wiener, Schillingsfcr. 2!) 8,— Mk., Herrn Lewy, Frieden- Strasse 123 8,— Mk.. Hr. J. Kosenberg, Heiligegeiststr. 8Ü 3,— Mk., U11genannt 5 Mk.. Herrn Max Wiener 2 Mk.. zusammen 36,— Mk. Im Ganzen bis jetzt 57.05 Mk. — Indem wir den edlen Gebern den tiefgefühlten Dank der notleidenden Familie übermitteln, bitten wir um Ueberweisung von Spenden, deren Weiterbeförderung wir gern übernehmen. ״Hachnassath Orchim“ וי״כ״ Fest-GotteSdieDSt ר״ה״! und Predigt von Festgottesdienst in Buske’s Fest- Rabbiner Dr. Rochotz sälen. Grenadierstr. 88. j in der einstmaligen Synagoge des Billets, von Mk. '2.— au sind; Vereins ..Ahawas scholaum־־ beim Cassieror Hm. Rasenthaler׳Strasse 11*12. S. Holländer j Einlasskarten daselbst und bei Alte Schönhauserstrasse 10 II Koffmann zu haben. ' Alte Sehönhauserstr. 101. Jeder versuche! tg Berlins billigste Quelle. WurstVersandgeschäft ^H. Loewy, beblu» c endetail. Uut. Aufsicht, engros.? ינהאבער בל ישראל כשר Central-Marlctlialle, Stand 167. Täglicher Nachnahme-Versand von: en detail Sro* Pfd. 1,60 Ia. Spickgans ff. schier 1,20 ״ Gänseschmalz gar. rein 1,10 ״ Gänseliesen (Flum) frisch ״ 90, — ״ Gänsehautfelt .,sauber“ ״ n 1,10 ff. Schlack- ״.Salamiwurst I. ״ 80,— ״ Ia. Mettwurst, extrafein ״ 80'— ״ feinste!«herwurst Ia. ״ 1 ״,— Poln.)Räucher- ,.pikant“ ״ 80,— ״ Schlesische) wurst. ״prop “ ״ 60— ״ Dampf-u.Schalentwurst ״ 1,20 ״ Mortadeller ״hochfein“ ,, 50,— ״ Ia. Speisekernfett, geschm. ״ 45.— ״ Rinderfett, geschmolzen ״ 8 Paar 25 Pf. 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