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Berliner Vereinsbote · 1897-05-14 · Heft 20 (14.5.1897) · page 6

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Journal
Berliner Vereinsbote
Volume
3 (1897)
Issue
Heft 20 (14.5.1897)
Date
1897-05-14
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Für 25—35 Mk.*) Mitglieder und deren Angehörige erhalten 5 pCt. T«rgfiat%<u1g; DJ© Mitgliedakarte ist erst bei Abnahme der angeferttgtea Garderobe Voranzeigen. erhält man bei mir einen eleganten Anzug nach Maass. — Für tadellosen Sitz und gute Arbeit Garantie. Max Rund, Berlin C., Alexanderstrasse 33, 1 Tr. VorrSthiges Lager in Stoffen neuester Muster• — Werkstatt im Hause. *) Durch die Erspamiss der Ladenmiete, sowie durch directen Bezug der Stoffe grösstenteils aus Fabriken, bin ich in der Lage, nicht die geistige und körperliche Pflege und Leitung zuwenden können, welche gerade für Kinder dieses Alters notwendig ist. Der Kinderhort ist für diejenigen schulpflichtigen Kinder bestimmt, welche in der Wohnung der Eltern entweder nicht den geeigneten Raum und die nötige Ruhe für ihre Arbeit finden, oder die der häuslichen Beaufsichtigung entbehren müssen. Die dringende Not- Wendigkeit, zeigte sich gleich beim Aufnahmetermin. Eine so grosse Zahl von Anmeldungen erfolgte, dass die Aufnähme bereits vor dem 1. Mai geschlossen werden musste; mehr als 40 zumeist recht begründeter Gesuche armer Eltern konnten seither leider wegen mangelnden Raums nicht mehr berücksichtigt werden. Nachdem wir in so augenfälliger Weise die Notwendigkeit de? Begründung eines jüdischen Kinderheims gezeigt haben, wird die Stätte, in der eine so edle soziale Hilfsleistung sich vollzieht, einer noch grösseren Sympathie, als sie schon jetzt gefunden hat, sicher sein, das stets hilfsbereite Herz unserer Glaubensgenossen wird sich den Kindern der Armen gewiss nicht verschliessen. Den Vorstand des Vereins bilden wie wir noch bemerken: Frau Dr. Maybaum, (Vorsitzende), Frau Stadtrat Weigert, (stellv. Vorsitzende,) Rektor Dr. Adler, (Schriftführer), Frau Marie Seligsohn, (stellv. Schriftführerin), Ludwig Ru88, (Schatzmeister), Frau Max Benjamin, (stellv. Schatzmeisterin.) Jedes Vorstandsmitglied ist bereit, Anmeldungen neuer Mitglieder sowie Spenden für das Heim entgegenzunehmen. Am Sonntag, den 2. Mai er. hielt der ״Israelitische Wohlthätigkeits-Verein ״Humanitas“, seine Monatssitzung ab, zu der etwa 80 Personen Herren und Damen erschienen waren. Um 82/ג Uhr eröffnet© der Vorsizende die Versammlung mit Begrüssung der Erschienenen und liess das Protokoll der Generalversammlung verlesen; hierbei entspann sich eine lebhafte Debatte bezüglich der Rechte und Pflichten der Mitglieder, und es wurde klar gelegt, dass der Verein als ein Institut bezeichnet werden kann, welches seinen Aufgaben vollständig gewachsen ist. Um die Ver- Sammlung zu überzeugen, wie weit der Ausbau des Vereins gediehen, erstattete der Vorsitzende einen längeren Bericht, welcher von dem rapiden Anwachsen der Mitgliederzahl, von den Leistungen unserer Krankeneinrichtuug und von der vorzüglich lobenswerten Behandlung unseres Vereinsarztes Dr. Caro Kenntnis giebt. Hierüber sehr befriedigt brachte Herr Baum ein Hoch auf den Vorstand aus. Sodann ergriff Herr Redacteur Flauter das Wort zu einem längeren sehr interessanten Vortrag, welcher das Thema ״Die Wohlthätigkeit bei den Juden“ behandelte. Redner entrollte ein anschauliches Bild davon, nach welcher Richtung und in welcher Weise die jüdische Wohlthätigkeit stets geübt wurde. Im Besondern erging sich der Redner über die Entwickelung des jüdischen Vereinswesens in Berlin. Der Vorsitzende dankte dem Redner für seine interessanten Ausführungen, und die Anwesenden erhoben sich zum Zeichen des Dankes von ihren Plätzen. Nachdem mau sich noch 1/2 Stunde unterhalten, schloss der Vorsitzende um 11V2 Uhr die Versammlung mit dem Wunsche aüf ein baldiges Wiedersehen. Da der Verein bei nur 1 Mark Beitrag monatlich freier Arzenei, Bandagen, ärztliche Behandlung für die ganze Familie und sonstige Unterstützungen gewährt, so dürfte das ein Ansporn sein, demselben beizutreten. Meldungen nimmt der Vorsitzende, Herr 8. Kunz, Rochstr. 15 entgegen. Danzig, den 6 Mai. Am vorgestrigen Tage traten hier Vertreter einer grösseren Anzahl westpreussisoher Synag'ogengemeinden zusammen und beschlossen einstimmig, einen Verband zu begründen. Es wurde auch bereits ein Statut angenommen und ein Ausschuss gewählt, unter dessen zwölf Mitgliedern sich drei Danziger Herren befinden. Herr Stadtrat Gustav Davidsohn, Vorsitzender des Vorstandes der Danziger 8ynagogengemeinde und Delegierter des Deutsch - Israelitischen Gemeindeverbandes, wurde zum Vorsitzenden des Verband-Ausschusses ernannt. Confiserie Landre Inh.: Herrmann Neufel dt." 62. Kommandantenstr. 62. Anerkannt gute Bezugsquelle für Confituren. Vorzügliches Confect a Pfd. 140 Mk. etc.l Hochfeine Pralines in den feinsten I Geschmacks-Sorten k Pfd. 1.40 M. etc | »Käufen von 1 M. an, Postj karten für?ammler Wurstwaaren L U engros כשר en detail q unter Aufsicht _ versendet p. 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