Berliner Vereinsbote
- Journal
- Berliner Vereinsbote
- Volume
- 3 (1897)
- Issue
- Heft 17 (23.4.1897)
- Date
- 1897-04-23
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Civilprozess-Ordnung um den vom Reichstage mit so grosser Majorität angenommenen Antrag nicht herumkommen und wird den Wunsch des deutschen Volkes nach Einführung der konfessionellen Eidesformel erfüllen müssen. Die ״Berl. Ztg.“ schliesst einen Artikel ״Der Eidu: .... Woher die Annahme, dass der Zwang zu konfessioneller Färbung des Eides die Eideswahrheit erhöhen werde? Sind nicht die mundfrömmsten Leute manchmal die grössten Sünder? Als der Eid noch ausschliesslich in konfessioneller Form geleistet wurde, hat das fromme und frömmlerische Volk sich wohl wenig genug um die Heiligkeit des Eides gekümmert. Schriftsteller, die durchaus für die konfessionelle Eidesablegung eintraten, wie Marx und Valentini, geissein scharf den Aberglauben, der die Heiligkeit des Eides umstiess. Da gab es zahlreiche Personen, die da meinten, das Empor heben der Schwurfinger werde wirkungslos gemacht durch das Einschlagen der Finger der linken Hand, und wiederum — besonders in Masuren — solche, die da glaubten, dass der Meineid ihnen nichts schaden könnte, wenn sie ein bestimmtes Zaubermittel im Herzen tragen. Nicht die Bezugnahme auf die bestimmte konfessionelle Firma, auch nicht der Zusammenhang mit der abgestempelten Religion macht die Heiligkeit des Eides, sondern die dem Schwörenden innewohnende Erkenntnis, dass es eine sittliche Pflicht ersten Ranges ist, der Wahrheit die Ehre zu geben, und ausserdem das Bewusstsein, dass die schwerste, entehrende Strafe desjenigen harrt, der als Zeuge wissentlich die Unwahrheit sagt. Die einfachste Eidesform: ״Ich schwöre“, wie sie in Frankreich und in Italien üblich ist, ist die beste, und nicht die konfessionelle Feierlichkeit wird die Achtung vor der Wahrheit und die Furcht vor ihrer Verletzung erhöhen, sondern die Verrnehrung der Bildung, die EUgleich eine Mehrung echter Sittlichkeit ist. ,,Juda s Töchter׳ Vereinigung jüdischer Frauen und Mädchen 1395 Mittwoch, 28, April, abends 8l/2_ Uhr präoise _in unserem Vereinshause Königstr. 29 I. Schluss-Geselligkeit. TDU Gäste (Damen) willkommen. Der Vorstand: Ida Ranft, Vorsitzende. Club der Abholebrüder. Mittwoch, 28. April, abends 9 Uhr, im Clublokal Königstr. 29, Gesellige Sitzung mit Damen. Der Senat. Vereinigung Monbijou. Nächste Sitzung: Mittwoch, den 28. April er. präoise s Uhr, in Cassel’s Hotel, Burgstr. 16., Vortrag. Das Erscheinen sämtlicher Mitglieder ist dringend erwünscht. Der Vorstand. Vereinigung jüdischer Frauen und Mädchen ״Juda’s Töchter”. Vorsitzende: Frau kehrend, Frl. Tonn. Montag, den 26. April 1897, Abends 872 Uhr präc.: in Cassels Hotel, Burgstr. 16. Geschäftliche Sitzung’ II m , Schluss des Wintersemesters 1896/97.!Tagesordnung. pr0granun für das Sommersemester 1897. Der Vorstand. I Jüdische Gemeinde. Fest-Gottesdienst. Donnerstag den SS April in allen Synag. abends 772 Uhr. Freitag, den S3. April ln der alten Synagoge morg. 81/2 Uhr, in den übrigen Synagogen morgens 9 Uhr. Dredigten Vorm. 972 Ohr Alts Syn. HerrRabb. Dr. Rosenzweig, Vorm. 10 Uhr: Neue Synagoge. Herr Rabbiner Or. Maybaum, Kaiserstr.-Synagoge, Herr Rad. Dr. Stier. Lindenstr.-Synagoge Herr Rab. Dr. Weisse, ~ Freitag, den SS. April in allen Synagogen abends 77z Uhr. Sonnabend, de« S4. April in allen Synagogen: Morgens 772 Ehr I Glottesdienst mit Seelenfeier, Vormittags 10 Uhr. II. Gottesdienst mit Seelenfeier. Dredigten Alte Syn. Herr Rabb. Dr. Maybaum, Neue Synagoge, Herr Rabbiner Dr. Stier, Kaiserstf.-Synagoge, Herr Rab- Dr. Weisse, Lindenstr.-Synagoge, Herr Sabbiner Dr. Rosenzweig, Um Ueberfüllung der Synagogen bei der Seelenfeier zu verhüten, wird der Vormittags-Gottesdienst am 8. Passahtage zweimal abgehalten und ist der Zutritt zum zweiten Gottesdienst nur gegen Vorzeigung von Eintrittskarten gestattet. Gottesdienst an den Wochenfügen in der Alten u. Kaiserstr.- Syn. morgens 672 Ehr u.abds. 67» Uhr. Neue undLindenstr.־ Syn. morgens 7 Uhr, und abends 6 Uhr. Sitzung der Repräsentanten-Ver- Sammlung Sonntag, den 25. April Vorm. 11 Uhr im Sitzungssaals Orantenburgerstrasse 3811. Religionsschule des Israel. Synagogen-Gemeinde ״Adass JisroeL“ Das Sommersemester beginnt am Sonntag, 25. April. Anmeldungen für die 9 Knaben- und Mädchen- Klassen und den Bar-Mizwah-Cursus werden täglich (8—9 u. 3—4) vom Dirigenten Dr. Meier Hildesheimer, in seiner Privatwohnung, (Gipsstr. 12a,) und am Sonntag (8—1) und Mittwoch (2—5) im Schullokale, Gipsstrasse 23a, entgegengenommen. Reltglonsschule der Wolffaoh. Ez.-Chajim-Gemeinde. Aufnahme b. Hm. Rab. Dr. Grünfeld, Prenzlauerstr. 25, tfigl. 8—10 u. 3—5. Der Vorstand. Verein ״Freunde der Taubstummen Jedide-Jlmim“ Zu der am Sonntag, den 25. April d. J., Vormittags ll Uhr ln Berlin, Unter den I*inden 4a . (im Lokale des Brüdervereins) stattfindenden ordentL Generalversammlung laden wir hierdurch die geehrten Mitglieder des Vereins höfliehst Tagesordnung: 1. Bericht über die Thätigkeit des Vereins. 2. Die Entlastung der Kassen- Verwaltung nach Anhörung des Berichtes der Revisoren. 3. Festsetzung des Etats. 4. Ergänzungsw.desVorstandes. 5. Wahl der Revisoren. 6. Vereinsangelegenheiten. Berlin, im April 1897. Der Vorstand. Geh. Sanitätsrat Dr. Marouse, Vorsitzender. Synagoge N’we seholaum Anmeldungen z. Religionsunterrieht für Knaben u. Mädchen u. Barmizwah bei Rabbiner Dr. Grünfeld. Prenzlauerstr. 25. (Arme Kinder unentgeltlich.) Religionssschule. Das neue Halbjahr an unserer Schule, (Gartenstr. 170, Gemeindeschule,) beginnt wied. am 28. April, Nachm. 3 Uhr. Anmeld, nimmt der Dirigent täglich in seiner Wohnung (Kronprinzenufer 191.) von 1-2 Uhr Nachm, u. Sonntag, den 25; April Vorm. 11—12 Uhr im Schullokal entgegen. _Dr. Salo Stein, Dirigent. Religionsschule des Louisenstädt. Brüdervereins, Annenstr. lb. I. Das Sommerhalbjahr beginnt Mittwoch, d. 28. April, Nachm. 3Uhr. Anmeld, nimmt Herr Pred. Bleichrode, Sonntag, d. 25. April, Vorm. 10—12 Uhr. im Schullokal entgegen. Barmizwah-Unterrichtunentgeltlich. _ Religionsschnle Beth Zion. 1. Gemeinde-Schule, Linienstr. 162. Beginn des Sommersem. am Sonnabend, d. 24. April. Anmeld, für die 6 Knabenu. 6 Mädchenkl. u. d. Bar Mizwah-Untemeht nimmt der Direktor, Herr Rabbiner Höxter, am Sonnabend u. Mittwoch Nachmittag von 2—5 in der Schule, sowie täglich in seiher Wohnung, Gipsstr. 28 b, entgegen. I. ReligionsBchule der jüdischen Gemeinde Hinter der Garnison-Kirche 2 Das Sommer-Semester wird am Sonntag, den 25. April eröffnet. Meldungen zur Aufnahme für die Knaben- sowie fürdie Mädchenklassen werden v. dem Dirigenten Herrn Dr. Kirschstein in seiner Wohnung, Elsasserstr. 6, woehentäglich von 12-1 Uhr und ausserdem im Lokale der Anstalt nach Eröffnung des Semesters in der Unterrichtszeit, Sonntag Vorm, bis 1 Uhr und Mittwoch Nachm. vron35־Uhr entgegengenommen. XL Religionsschule der jüdischen Gemeinde SW., Lindenstrasse 48/50. Das Sommer-Semester beginnt Sonntag, den 25. April. Meldung, werden von dem Dirigenten Herrn Dr. Apolant jeden Sonntag von 9-12 Uhr und Mittwoch von 3-4 im Schullokale Lindenstr 48/50 eiltgegengenommen. III. Religionsschule der jüdischen Gemeinde W., Derffiingerstrasse 18 a Das Sommer-Semester beginnt Sonntag, den 25 April. Aufnahmen wird der Dirigent Herr Rabbiner Dr. Weisse an folgenden Tagen vollziehen: a. im Schullokale W., Derfflingerstr. 18 a Mittwoch, den 14. April, Nachmittag 5 bis 6 Uhr, Mittwoch, den 21. April. Nachmittag 5 bis 6 Uhr, b. in seinerWohnung Orantenburgerstr. 33 täglich von 11 bis 12 Uhr. IV. Religionsschule der jüdischen Gemeinde NW., (Moabit) Gerhardstr. 4/5. Das Sommer-Semester beginnt Sonntag, den 25. April. Anmeld. fürdieKnaben-u.Mädchenklassen werden vom 13.-21. April Wochentäglich von 11-12 Uhr u. nach Eröffnung des Unterrichts jeden Sonntag von 11-12 Uhr und jeden Mittwoch von 5-6 Uhr durch den Dirigenten Herrn 80 minariehrer Marcuse im Schullokale entgegengenommen. Berlin, im April 1897. Der Vorstand der jüdischen Gemeinde. ססרים מחזורים טליתים (Talasse in Wolle u. Seide) Silbertressen ]תפלי smpt. H. Engel s Buchhdlg., Berlin C., Klosterstr. 10.