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Berliner Vereinsbote · 1897-03-05 · Heft 10 (5.3.1897) · page 2

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Journal
Berliner Vereinsbote
Volume
3 (1897)
Issue
Heft 10 (5.3.1897)
Date
1897-03-05
Page
– (sequence 2)
Language
German
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/׳Forschriften zu würdigen wissen, die auf den Gebieten der Justiz und des Unterrichts nunmehr praktisch geworden sind, der wird in der Tendenz aller jener Verfügungen eine Analogie erblicken, die wenigstens nach dieser Riehtung hin die Einigkeit der Herren Minister mit unverkennbarer Deutlichkeit zeigt. Darum sollen wir angesichts solcher Thatsachen den letzten Rest von Optimismus fallen lassen und schnell uns sammeln zur kräftigen Unterstützung all' der Vereine und Parteien, die auf dem Boden der Verfassung stehen und mit uns das Bestreben haben, jenes Fundamentalgesetz staatlicher Cnltur und constitutionellen Verfassunglebens zur vollen Geltung zu bringen; lasst uns im nächsten Wahlkampf, über die Köpfe jener Parteifanatiker hinweg, die in engherziger Formendeutelei nörgeln und das Einigungswerk schädigen, mit all denen einig sein, welche für eine Zeit die Wege bahnen, in welcher jene Schranken der Gesetzgebung und Praktiken fallen, die einem integrierenden Teil der deutschen Bevölkerung bezüglich ihrer Pflichten die Gleichberechtigung in vollstem Umfange lassen, bezüglich der Rechte aber sie immer mehr und mehr zu beschränken suchen. Für eine solche Zeit lasset uns thätig sein und kein Opfer scheuen, einigt, sammelt Euch, in unitate rubor! Vereins-Schau. Der ״Verein für Arbeitsnachweis“, begründet von den ״Berliner Bnai-Briss-Logen“ hielt am 28. Februar seine erste General-Versammlung ab, die von dem stellvertretenden Vorsitzenden Herrn Eugen Rosenstiel geleitet wurde. Derselbe eröffnete die Versammlung und gedachte zunächst, indem die Anwesenden sich von ihren Plätzen erhoben, in bewegten Worten der hingebungsvollen Thätigkeit des verstorbenen Versitzenden Herrn Siegfried Leichtentritt für unseren Verein. Auf den in den Händen der Mitglieder befindlichen V ereins-Anzeigen. Für Inserate ist die Redaction nicht verantwortlich. Jüdische Gemeinde. Gottesdienst. Freitag, de» 5. Mär; in allen Synagogen ab<is. 6 Uhr. Kommdend, den « März in der alten Synagoge morg.' 8J/2 Uhr, in den übrigen Synagogen morgens 9 Uhr. Predigt Vorm. 972 Uhr: Alte Syn. Herr Rabb. Dr. Maybaum. IngendgottesdienstNachm 4Uhr: Kaiserstr .-Synagoge Herr Rab. Or. Stier. Adendgottesdienst 6 Uhr. 34 Min. Gottesdienst an den Wochentagen morgens in allen Synagegen 7 Uhr abends in der Alten u. Kaiserstr-Syn. 572 Uhr Neue u. Lindenstr.-Syn. 5 Uhr. Sitzung der Repräsentanten-Ver- Sammlung Sonntag, den 7. März Vormittag 11 Uhr im Sitzungssaale OranienburgerBtr. 30 H._ Jüd, Lesehalle und Volksblbliothek Münchener Hof, Spandauerstr. 11-13 für jedermann geöffnet: an Wochentagen (ausser Freitag) von 7—10 abends, Freitag, Sonnabend und Sonntag von 1—5 nachm. Bücher werden gewechselt: Sonntag, Montag, Donnerstag u Freitag in den Lesestunden■ ספרים מחזורים סליתים (Talasse in Wolle 11. Seide) Silbertressen תסלין HUUD empt. H. Engel’s Buchhdlg., Berlin C., Klosterstr. 10. ״Juda’s Töchter“ Vereinigung jüdischer Frauen und Mädchen 1895 < (Alte Vereinigung.) Mittwoch, den 10. März a. c., abends 872 Uhr ‘ in unserem Vereinsbanse Königstr. 29 1! Literarischer Abend, ' Vorbesprechung für eine Ersatzwahl. | Gäste (Damen) willkommen. > Der Vorstand, ' Frau M. Sachs, Vorsitzende. XjTrriijiii 111» 1» 111 truJLiimixxixxiiü^Axi Vereinigung jVfonbijou —111. Stiftungsfest. Sonnabend, 6. März, Theerbusch’sche Ressource, Oranienburgerstr. 18. I. Teil: Festouvert., Prolog,Festrede,Gesangsvortr.,Ansprachen. II. Teil: Ball. Aufführung einer Operette. Kaffeep. Damenspende. - )Zäheres die ausführlichen fesl-^rogramme. - Schriftliche Gesuche um Karten ä Mk. 1,50 sind zu richten an das Festcomit6: J. Wollt. A. Lescinsky. stud. H. Perlberger. E. Rosendorff. Wilhelmstr. 118. Klosterstr. 46. Kronpr.-Ufer 30. Jüdenstr. 18/19. Höhere Knabenschule (3 Vorschulklassen und Realschule.) Näheres durch den Vorsteher. - 8prechst. 11—1 Uhr. — Der israelitische Religionsunterricht wird in der Anstalt durch Herrn Rabbiner Dr. Grfinfeld erteilt. Dl*. Heim^annl. Verein ״Schomre schabbos“. Stellungsuchenden, die den Sabbath halten, wird Beschäftigung nachgewiesen und Unter* Stützung gewährt Beitrittserklärungen nimmt entgegen und Auskunft erteilt Louis Beoker, Linienstr. 71. Im Israelitischen Mädchenheim Gormannstrasse 3 erhalten junge jüdische Mädchen MM" Pension. "ME Der Pensionspreis beträgt monatlich 30 Mk. und 2 Mk. Nebenabgaben. Gesellschaft- und Musikzimmer, Bibliothek, Badeeinrichtung etc. Verein für jüdische Krankenpflegerinnen zu Berlin. Generalversammlung Sonntag:, den 7. März er., 12 Uhr Mittags, im Saale der Loge ״Hammonia zur Treue", Wilhelmstr. 111. Oer Vorstand Alb. Ph. Meyer, Vorsitzender. Koschere Pension junge Damen. Offerten sub ״K26״ Postamt Hackescher Markt. B m m n m :»׳ m m m: w: Vereinigung jüdischer Frauen und Mädchen I ״Juda’s Töchter”. Vorsitzende: Frau Bahrend, FrI. Tonn. | Montag, den 8. März 1897, Abends 8% Uhr präc.: 1 Sitzung | in Cassels Hotel, Burgstr. 16. 1 Referat. Geschäftliches. Geselligkeit. י Damen sind als Gäste willkommen. Vor Vomtand. § W M' rfCT» M WM. WWW. ,'Wm M'MM M"8 Selbständige Handwerker aller Branchen aus dem ״Verein selbständiger Handwerker jüdischen Glaubens, (Vorsitzender Bäckermstr. Joseph) weisen nach Goldmann, Apotheker, J. Baschwitz, Zahntechniker, Dragoners(!6 .־a. Friedrichstr. 1910. Dr. Seligmann, Zahnarzt, Münzstr. 16. Vereinigung Monbijou. Näohste Sitzung: Mittwoch, den 10. März er. in Cassel’s Hötel, Burgstr. 16., präcise 9 Uhr. Vortrag des Herrn cand. phil Julius Jaretzky: ״Leben im Ghetto.“ Gäste (Herren) willkommen. Der Vorstand. Verein für Arbeitsnachweis. Kloster-Strasse 44. _Farmpracher 5, 8368. Geschäfttstunden 9—1 und 3—8. Arbeitet, Handwerker, Lehrlinge und Kaufleute, männlichen und weiblichen Geschlechts, erhalten durch unseren Verein kostenlose Vermittelungen.

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