Berliner Vereinsbote
- Journal
- Berliner Vereinsbote
- Volume
- 3 (1897)
- Issue
- Heft 1 (1.1.1897)
- Date
- 1897-01-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/3019627-3019628-3019629--398-3019839- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
von Sitte unjÄ Gebräuchen bis zum Beweise des Gegenteils aus andern geschichtlichen Quellen vollkommenen Glauben verdienen. Danach erscheint die Aufstellung, dass die Germanen von einer Strafbarkeit der Gotteslästerung nie etwas gewusst hätten, bei etwas gründlichem Zusehen wohl unhaltbar. Freilich dürfte in den Augen des Organs, mit dem ich mich nur auf Ersuchen der verehrlichen Redaktion der „Mittheilungen" befasst habe, Gründlichkeit ein Attribut jenes „Verlehrtentums" sein, dem es in seinem etwas langatmigen Wahlspruch den Krieg erklärt. Mittheilungen ans dem Verein zur Abwehr des Antisemitismus. Vereins-Schau. Dem seit einem Jahre zum Segen der armen Kinder wirkenden Israelitischen Volkskindergarten und Kinderhort. Gormannstr. 3 sind in Folge des Aufrufes viele unserer Mitbürger als Mitglieder beigetreten. Der Begründer des humanen "Werkes Herr Herrmann Abraham hat dem Vorsitzenden Herrn Sanitätsrat Dr. Ehrenhaus Ein Tausend Mark für die Zwecke des Vereins überwiesen. Am 28. u. 29. Dezbr. fand im Sitzungssaale der jüd. Gemeinde eine Versammlung der Rabbiner Deutschlands statt. Ueber die Verhandlung bringen wir einen ausführlichen Bericht. Die Vereinigung der Rabbiner Deutschlands aller Richtungen ist jedenfalls eine erfreuliche Thatsache. die der deutschen Judenheit gewiss zum Segen gereichen wird. Die seit längerer Zeit von den Vorständen der Synagogengemeinden „Schochare hatob" und „B'ne brith" geplante und vorbereitete Vereinigung wurde am Sonntag, den 27. d. M. in feierlichster Weise vollzogen. Die Gemeinde „Schochare hatobu vez'sammelte in dem von ihr bisher benutzten Betsaal ihre Mitglieder und Freunde, welche den Raum bis auf den letzten Platz füllend, in andächtiger Weise hier das Mincha beteten. Vor dem Oleinugebet hielt Herr Rabbiner Dr. Baneth eine alle Hörer aufs tiefste erbauende Predigt, welcher er als Text Wai'ehi binzoat etc. zu Grunde legte. Hierauf wurden die Thorarollen in feierlichem Aufzuge zum letzten Male an alter Stätte von den Vorstehern der Gemeinde „Schochare hatob" herumgetragen und dann erfolgte die Uebersiedelung nach dem neuen Heim, der nunmehr gemeinsamen Synagoge Grüner Weg 19. Auch hier wurde in erhebender Weige der Einzug durch Predigt und Gebet gefeiert, wobei wir nicht verfehlen wollen, neben der ergreifenden Rede des Herrn Dr. Baneth auch der herrlichen Gesangsvorträge des Herrn Cantors Masur zu erwähnen. Alle Teilnehmer dieser erhebenden Feier werden ihrer noch recht lange gedenken. Mögen auch die Hoffnungen, welche sich an die Vereinigung beider Gemeinden knüpfen, in Erfüllung gehen! Jüdische Gemeinde. föotteebtenfL f rtttrtg, fcett 1» lAttltat in allen Synagogen abds. 4I/4 Uhr. ^ottnttbenfr, bett 2. Qauuav in der alten Synagoge morg. 8V2 Uhr, in den übrigen Synagogen morgens 9 Uhr. •yftrröigt Vorm. 10 Uhr Kaiserstr.- Synag. Herr Rab. Dr. Maybaum. ^b*nl«BPtt*ei>mtrt4t Iii 50Min. <£30ttrftMro|Tt an den "Wochentagen morgens: Alte u.Kaiserstr.-Synagoge 7 Uhr, Neue und Lindenstr.-Syn.TVaUhr, abends in allen Syn. 4 Uhr. Sitzung der Repräsentanten-Versammlung Sonntag, den 3. Januar Vorm. 11 Uhr im Sitzungssaale Oranienburgerstr. 30 II. Israel. Synag.-Gem. ,,Adass Jisroel.'* Grottesd. in der Synag. Gipsstr.!2a. Freitag, denl. Januar Ab- 4,10 Uhr Sonnab. den 2. JanuarMorg. 8 Uhr. Pedigt. An den Wochentagen. Morgens 7 Uhr. Abduls 3:V4Uhr. „Verein. Schochare Hatob und B'ne Brith Gemeinde" Sonnabend, den 2. Januar Beginn d. Gottesdienstes 8lj3 Uhr Synaprogo Grünur Weg 19. Predigt Herr Rabb. Dr Baneth. „Juda s Töchter" Vereinigung: jüdischer Frauen und Mädchen alter Verein gegründet 1895. Mittwoch, den 6. Januar 1897 unserem Vereinshause Königstr. 29.1. abends Sll.2 Uhr Geschäftliche Sitzung. (Nur für Mitgliedor.) Der Vorstand, Frau M. Sachs, Vorsitzende. Verein Schomer laboker umischan Abelim zur Unterstützung armer Leidtragender. Stiftungsfeier am Sonntag, den 3. Januar Nachmittag 4 Uhr Alte Synagoge Heideroutergasse. Festpredigt: Herr Rabbiner I>r. Weisse. Der Vorstand. Vereinigung Monbijou. Mittwoch, den 6. Januar §f£~ präcise 9 Uhr in Cassel'* Hotel, Burgstr. 10. - Gesellseliafts-Abend. Vortrag des Herrn Rabbiner Dr. Lud. A. Rosenthal-Stargard „Judentum und Vaterlandsliebe.44 Hierauf KaÖ'eepauso und Tanz. Der Eintritt ist nur segen Gastkarten gestattet. Karten sind nicht mehr zu haben. Der Vorstand. Litterarisch- Gesellige Vereinigung. Montag, den 4. Januar in Cassel7* Hotel, Burg.stra.sso 16. Aus Anlass des Stiftungstages Fest-Sitzung Festrede: Herr Martin Colin. Eintritt nur gegen Gastkar*1^ □TP^D 2niTPlD lPIDD 'Talasse in Wolle u. Seide'i Silbertressen »*?Dn nin»Dj>mpi H. Engel's Buchhdlg., BcrUn~CL Klosterstr. 10. Meine Wohnung befindet sich Weinbergsweg 8 II. Simon Dubowsky, Cantorl. der Synagogen-Gemeinde f'Adass Jisroel) und ^HID Jüd. Lesenalle und Volksbibliothek Münchener Hof, Spandauerstr. 11-13 für jedermann geöffnet: Wochentags 1—4. Sonnabend 2—5. Sonntag 10—2 Louisenstädtischer jüdischer Frauen-Verein. Zum Besten hilfsbedürftiger Glaubensgenossen findet Mittwoch, den 6. Januar 1897 in Kellers Festsälen, Köpnickerstr. 96/97 ein J00^1f^a%fi0ife-C0ttctrt u- 9an}~Xran;<$eit statt. Mitwirkung hervorragender erster Künstler. Billets fc. 1 Mk. sind bei Frau Scholem Sebastianstv. '20 u. abend* an der Casse zu haben. Verein für Arbeitsnachweis. gegründet von den Berliner B'ne Brith Logen. Kloster-Strasse 44. _Fernsprecher 5. 3366. Geschäftsstunden 9—1 und 3—6-_ Arbeiter, Handwerker, Lehrlinge und Kaufleute, männlichen und weiblichen Geschlechts, erhalten durch unseren Verein kostenlose Vermittelung. Der Vorstand. Vereinigung jüdischer Frauen und Mädchen „Juda's Töchter". Vorsitzende: Frau Behrend, FrJ. Tonn. Montag, den 4. lanuar 1897r Abends 8' > Uhr präc: im Hotel Münchener Hof. Spandauerstrasse 11-13, Geschäftliche Sitzung- §pflF"* Zur Feier der Wiederkehr ihres Gründungstages, des 30. lanuar, veranstaltet die Vereinigung am Sonnabend, den 30. Januar 1897 in den Festsälen der Theerbuch'schen Ressource, Oranienburgerstr. 18, ihr n. Stiftungsfest. Oer Vorstand. Selbständige Handwerker aller Branchen aus dem „Verein selbständiger Handwerker jüdischen Glaubens" (Vorsitzender Bäckermstr. Joseph) weisen nach Goldmann, Apotheker, J. BäschwitZ, Zahntechniker, Dragonerstr. 6a. Friedrichstr, 131c. Dr. Seligmann, Zahnarzt, Münzetr. 16.