Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 3065 (11.9.1927)
- Date
- 1927-09-11
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2979076-2981905-2982153--31266-3019566- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Hr. 3065 Wen, Sonntag Wievrr Arorgenzeittmg Pi. Septemb-r 1027 Seite M JÜDISCHES LEBEN 6itte Berteiüigungsschrijt sSr SchwarMrth. Wie aus Paris gemeldet wird, bereitet die französische Liga für Menschenrechte die Veröffentlichung einer Schrift vor, die ausschließlich der Verteidigung Schwarzbart Hs gewidmet ist; sie wird eine Reihe von Aussätzen über die Pogrome in der Ukraine und über den Fall Schwarzbarth enthalten. Unter den Autoren dieser Aussatze befinden sich hervorragende Namen der französischen Literatur und - Publizistik, wie Romain Rolland, Darbrr-s^e, Victor Margueritte u. a. AichettKche Fndengemeinden in Rnmiinien. Die rumänischen Blätter befassen sich in letzter Zeit mit einem schon demnächst zur Beratung gelangenden Gesetzentwurf über die Reorganisation der jüdischen Gemeinden im ganze» r u man i scheu, Königreich. Der wichtigste Punkt dieses Gesetzentwurfes besteht in tk’- Bestimmung, daß auf dem ganzen Gebiet deS Königreiches Rumänien in jeder Stadt und in jedem Bezirk nur ei!n e jüdi fche Gemeinde bestehen fann. Durch diese Bestimmung werden vor allem die Juden Siebenbürgens und des Banats betroffen, wo es in den meisten Städten nach dem ungarischen Gesetz zwei jüdische Gemeinden und -zwar je eine orthodoxe und eine neokoge Gemeinde gibt. Diese Gemeinden werden nun nach dem neuen Gesetzentwurf verpflichtet Weüwn, sich zu einer einheitlichen Gemeinde zusammenzuschließen, In diesen neurumänischgn Gebiete» stößt der neue Gesetzentwurf unter den Juden beider Richtungen auf großen Widerspruch, da, abgesehen von rein fietatischcn Gründen — beide Gemeinden haben gesonderte Kultusünd Fürsovgean stallen, •— auch seit sechs Jahrzehnten eingewurzelte religiöse Anschauungen ein Zusammen»- wirken auf gemeinsamer Plattform große Erschütterungen nach sich ziehen müßte. Die Regierung, unterstützt vom Verband der Juden Altrumäniens, scheint jedoch nicht gewillt zu sein, teu separatistischen Wünschen der Juden in ,dxn ehemaligen ungarischen Landesteilen Rechnung zu tragen und dieinheitliche Judengemernde durchzu führen. Wie die Wische« Waisenkinder von Nen Schemen den Araber« halsen. Nach dem Erdbeben in Palästina, unter dem auch die arabische Stadt Ludd und ihre Umgebung schwer gelitten hatten, tvaren die Zöglinge der Kinderkolonie Ben Schemen (die aus dem Ko-wnoer Kinderhaus hervorgegangen ist) und ihre Begründer und Leiter Dr. Siegfried Lehmann aus Berlin, den Arabern zu Hilfe geeilt. Sie haben aus den Häusertrümmern die Verletzten geborgen und verbunden. Als Oberkommissär Lord P l u m e r vor kurzem das zerstörte Ludd besuchte, lud er Dr. Lehmann zu sich ein' und sprach ihm seine Anerkennung aus. Bor einigen Tagen erhielt Dr. Lehmann vom Gouverneur des Süddistrikts ein Schreiben, in Ivelchem es heißt: .Lch wurde vom Distriktsoffizier Volt R a m l e h über die schnelle und spontane Hilfeleistung unterrichtet, die Sie den vom Erdbeben betroffenen Bewohnern von Ludd und den umliegenden Dörfern haben zuteil werden lassen. Namens der palästinensischen Regierung danke ich Ihnen wärmstens für diese schnelle Hilfe." Ae Wischen BolMchnlen in Bietttz ans. Wie die Breslauer „Jüdische Zeitung" meldet, hat die polnische Regierung die zwei Volksschulen, die seit jeher von der Judenschaft unterhalten wurden, a-u f g e l ö st. Professor Bodenhekmer Wer die Mannakxpevition. Ein Bortrag auf dem Budapester Zoologontougretz. Aus Budapest wird uns berichtet: In der Freitagfijsunfl des zehnten ZooÜogeiikdngresses sprach ' Professor Dr. Fritz Bwdenh cime r aus De l Wwiw über das Thema „Das Tamarisken-Manna im zentralen Sinai". Redner hatte im Juli dieses Jahres im Aufträge der hebräischen Universität zu Jerusalem eine Spedition auf die Sinai-Halbinsel unternommen, "Um das eigenartige Uhünonren des sogenannten Danmnsken-NLauinäs zu klaren. Man nahm früher an, daß dieses Manna eine , physiologische Ausschwitzung der Tamariske sei. Ehrenberg, der bereits vor hundert Jahren das ALanna mit Tieren in Verbindung brachte, supponierte, daß das ALrnna. aus den Stichkanälen von Insekten ausstieße. Die Untersuchungen des Redners ergaben nun, baß das Manna das Exkrement von zwei Schildlausarten sei, die in den Monaten Juni und Juli auf den Tamarisken leben. Das Manna ist reiner Zucker, der aus den flüssigen AusscheLungen dieser Insekten infolge der ungeheuren Trockenheit der Luft in ihrer Umgebung entsteht. Irr ergiebigen Mannajahren kann ein einziger Landesbewohner, bis zu anderthalb Kilogramm Manna sammeln. Der Marbmger Kirchenkougretz >mü die Jndemnission. Vom t9. bis 28. September wird in Marburg in Deutschland derO„Kirchenlongreß", die internationale lutherische Tagung, stattfinden. Lallt den: Programm wird der MiffionSdirektor der Judenmission, P. von Harling, selbst in einer Spezlalkanferenz die Frage: „DaS heutige Judentum und das Eva nge li u m " üe handeln. gwüche Gelehrte ln Franlreich. Der Professor am Pariser Pasteur-Institut Dr. Schön, der gegenwärtig in. Riga weilt, äußerte sich in einer Unterredung, die ein jüdischer Journalist mit ihm hatte, über den Antei t der Juden an der wissenschaftlichen Är beit in Frank«ich. Die jüdischen GclehiNn in Frankreich — sagte Pros. Dr. Schön — können in zwei Kategorien geteilt werden. Der eine Teil ist in Frankreich geboren und bereits völlig assimiliert, während der andere zum größten Teilg aus Rußland stammt und noch immer in engster Achtung mit dem jüdischen Volk steht. Zur etfifin Kategorie gehören die jüdischen Professoren an der Sorbonne, wo fast die gesamte philosophische Fakultät jüdisch: .Hochschullehrer aufweist. Da ist zunächst einer der anerkanntesten Philosophen unserer Zeit, Professor Levi Brill. Ec entstammt einer Rabbinerfamilie, ist aber heute bereits völlig assimiliert. Ein airderer Jude, Prof. Braun schweig, dessen Spezialfach - die Spinoza-Philosophie ist, er und einer der berühmtesten Historiker der Gegenwart, Camille B loch, (sind gleichfalls völlig assimilierte Juden. Eng mit dlem Judentum und den: jüdischen Leben verknüpft ist der Professor für deutsche! Literatur und Äesthetik Viktor Basch. Er stammt-r'us Ungarn, sein Vater emigrierte nach Frankreich und wurde zur Zeit sdter französischen Revolution im Jahre 1848 zum Tode verurteilt. Prof. Viktor Basch, der auch einer der Präsidenten der Liga für Menschenrechteist, hat sich dem Zionismus angeschlossen und tritt oft als zionistischer Redner in öffentlichen Versammlungen auf. Weniger jüdische Gelehrte findet man in der naturwissenschaftlichen, Fakultät der Sorbonne. Einen hervorragenden. Platz nehmen hier die Brüder Bloch und Pros. Abraham ein. Hingegen rühmt / sich die medizinische Fakultät der Sorbonne, den angesehensten Arzt in Frankreich, den Juden Prof. -Ferdinand Bi dal i, zu ihren Lehrern zu zahlen. Im „College de Francs' unterrichtet der jüdische Professor der Mathematik Hadamar, die Professoren Mayer aus dem Elsaß, einer der besten französischen Physiologen und Nachan Lurje. Auch Pasteur-Institut zählt eine Reihe bekannter »jüdischer Professoren, die Brüder Fehrenbach, der eine «in Chemiker, der andere ein anerkannter Forscher der Tuberkulose, Prof. Besre'dka stammt aus Odessa, wo sein Vater ein jüdischer Lehrer war. Auch Prof. Dr. Weinberg, ein Bakteriologe von gutem Ruf, shainmt aus Odessa, wahrend der Internist Wohlmann aus Minsk stammt. Die letztgenannten jüdischen Gelehrten und Hochschullehrer nehmen ziemlich großen Anteil an dem jüdisch-gesellschaftlichen Leben in Paris. So war zum Beispiel Prof. BeSredka längere Zeit Präsident des „Ort" in Paris. Daß sehr viele Juden die bestehenden wissenschaftlichen Institute in Frankreich durch große Zuwendungen ständig fördern, ist begannt. . SCO. Todestag des „Maharil". Am IS. September 1927 (2'2. Elul 5687) werden 500 Jahre vergangen sein, seitdem Rabbi Jakob ben Rabbi Moses Mulm. Halevi, im jiddischen Schrifttum kurz der „Maharil" genannt, einer der berühmtesten, der Dezrsoren (Poskim), zu Worms sein Leben beschloß. Maharil war ungefähr 40 Jahre Rabbiner in Mainz als der Nachfolger seines Vaters Rabbi Moses ben N. Jekutiel Halevi. Später kam er nach Worms. Büh«e und Kunst. Raimunvtheater. Gastspiel des Olmützer tschechischen Theaters. Die junge, in der Tschechoslowakei »geschätzte Dramatikerin Olga Scheinpflugovä, im übrigen ein prominentes Mlttzli^> des Stadttheaters in den Weinbergen (Vynoihrady) hat in dem Stück „Der Ermordete" (Zabity) «in seltsam konstruiertes Problem zu gestalten versucht, ein Problem, mit dem man eigentlich irr der französischen Komödieam leichtesten, fertig wird: Die Frau eines Advokaten stürzt in eine Polizeiwachstube, um zu gestehen, daß sie ijhrsn Mann getötet hat. Ein Mord also — bis der Ermordete zum Entsetzen aller selbst erscheint. Mso nicht - der Gatte, sondern dessen Freund ivurde erschossen. Dann Schulü, ( Kerker, Sühne und Rückkchr ins Leben, von dem man nicht weiß, wie.es nun abrollen wird. Gute Regie des Herrn Korüelar, abgestimmtes Spiel des Gn-' sembles Frydova-Dohnalova, I. Kurandova, F. Salzer, F.Bnoucek. Als Lustspiel gab es Alfred Gavoirs „Unreife Früchte" (Nezzale ovoce), eine kindlich-naive Geschichte, in der die Kunst der Eheversorgung durch Jugend und Alter ad absurdum geführt wird — mit bravem, gesellschaftlich tünwandfreiem Happyend.' Fvau Korbelarova in der Hauptrolle dialogisierte statt mit Herrn Sa l zer nach beliebtem Rezepts —ld. Au neues Wisches Theater in Men. Wie wir erfahren, hat sich unter Führung des Regisseurs Schalom Br Ln» welcher früher bei der Wilwaer Truppe tätig wsar, enre neue Theatertruppe in Wien zusammengefunden, welche beabsichtigt, eine jüdische Sprechbühne in Men zn eröffnen. Zu diesem Zwecke wiurde der Theatersaal im Gtablissc-lnent Reklame, 2. Bez., Pvaterstvaße 34, luo sei»wrzeit das Intime Theater bestand, genrietet. Der größte Teil des Ensembles der neue» Bühne besteht ans Mitglieder» der früheren „Freie» jüdischen Volksbühne", ivelche unter der Führung von Jsak Deutsch große' künstlerische Er-» folge errungen hat. Die Truppe soll durch hervorragende jüdische Darsteller aus Dem Ausland ergänz» tverden. Das neue. Theater, welche d?n Namen jüdische Künstler spiele" führen wird, beabsichtigt, ebenso wie die eben erwähnte jüdische Volksbühne" es seinerzeit getan Hai, daS mrÄerne jüdische Drama in künstlerisch hochwertigem Sinne zu pflegen. Me uns mitgeteilt wird, soll die Eröffmmg der „Jüdischen Künstler, spiele" gegen Ende Se ptember erfolgen. Fsaak Lrntsch' Schansvielerlnbttitnm. Bor kurzem feierte am jüdischen Theater zu Buenos Aires in Argentinien, wie uns von dort berichtet wird, der Schuaspieelr Isaak Deutsch das 20jährige Jubiläum feinte Zugehörigkeit zur jüdischen Bühne. Aus diesem Anlaß wurde Lemr K o b r i n s Schauspiel „Der 'Dorfsjing" in Deutsch' Jnzsenierung gegeben. Deutsch selbst spielt« die Hauptrolle, die zu seinen besten schauspielerischen Leisrungeir gehört, und wurde stürmisch gefeiert; den Höhepunkt des Abends bildete der Betrag jüdischer Lieder durch Deutsch, der als Interpret des jüdischeil Volksliedes rühmlichst bekannt ist. Sowcir der Bericht über den Ehrenabend eines jüdischg-M Schauspielers, dessen Name mit Wie» unzertrennlich verbundM bleibt. Dnltsch, stier aus Rußland stammt, kam vor »neh: aE 15 Jahren nach Wieir und gehörte dein Ensemble der hiesigeir jüdischen Bühne an; seine schöne Tenorstimnre machte thn bald zum Liebling des jüdischen Theaterpnblikums. In ihm aber lebte ein brennender Ehrgeiz: «in gutes, im besten Sinn« europäisches jüdisches Theater zu schaffen, das an die Stelle der ärmlicheil jüdischen Bühnenkunft eine neue Kunst setzen sollt«, die höchsten Ansprüchen Genüge tut. Jahrelang arbeitete er cm der Durchführung dieser Pläne, unterstützt von einem Kreise üonx Menschen, die sich um den fLevein „Freie jüdische Volksbühne" in Men gruppierten. Im Jahre 1920 führte er gemeinsam mit dein Schauspieler und Regisseur Egon Brecher, der damals an den Jarnobühneii wirkt«, die Idee, ein jüvisches Theater von hohem künstlerischnr Wert zu schaffe», in die Tat um. Es entstand die ständige „Freie jüdische Volksbühne" in einem kleinen Hofgelaß in der Unteren Augartenftraße- Und in diesem winzigcil Rauin, auf winziger Bühne, wurden lünstlerische Leistungen ersten Ranges geboten, für die Deutsch das Enstmble den szenischnr und geistigen Rahn>«n in unermüdlicher Arbeit zufammenfügte. Er war es, der Paul Borat off (Beu Zwi) der jüdischerr Bühne gewann uüd er lvar es, der d«m jüdischen Theater den Weg i!n die künstlerische und literarische Oeffeutlrchkoit lbahirte. Ein Gastspiel der „Freren jüdischeu VoWbühn«" an den Jarnobühnen war eine künstlerische Sensatioil für Men. Damals wurde Men der jüdischen Thsaterkunst gewonnen. Es folgte ein Jahr wertvoller kArMt sin Jarnos Lustspieltheater, voll von Erfolgen; doch die Ungunst wirtschaftlicher Berhültuiss« ließ den schönen Bau zusamnicnbrechsn. Nach vergeblichem Bemühen, ihn doch irgendwie wksder ^aujzurichten, ging Deutsch nach Argentinien. Dort hat er jetzt sein Bühnenjubiläum gefeiert. Es Ware undankbar, aus diesem Anlaß nicht zu gedenkew wie viel für das jüdische Wien Z^aak Deutsch bedeutet. —". Aus den Theatern. Bur igitch-L-a t e x. Morgen, Hß Uhr, ,/§-st<her"; hierauf „Die Sprache der Bö-geil". <Dhe<rtevgomein»de, Serie C, rot.) ’ ' Akade m ietheater. Movgen> Uhr^Sch ii e l i m Schiloß". O pernt heate r. Morgen, Uhr, „DT-e Bo he me". Stadtthcatcr. Die Premiere der neuen großen AusstattungSrevue in 50 Wildern „Al'les aus Li-ede" von Karl Farkas und Ernst Marischta, Mwsik von RaTph Benatzky und Robert Stolß, findet Freitag, den 30. September, statt. Deutsches Votksthea«ter. Ws nächste Neuheit wird Georg Kairsers Lustspiel „Die Papier mühte" voribereitet, das Ha-ns Schweikart in Szene setzt, >der als Regisseur und Schauspieler in den Beribaud des Dänischen Volkstheaters tritt. Rä imundtheatc r. Das Olmützer Tschechische Schauspiel 'bringt heute Z. Stepaneks und G> Vrbskys Spiel aus dem Leben der tschechischen Legiionare Transport Nr. 20". Nachmi-ttags 3 Uhr „Unser Pfarrer bei den Reichen", das morgen zur Wiederhblung gelangt. Dienstag ^Jacsuell-ine", Mttwoch „Der Mustergatte". Kammerfp iele. Die Vorstellungen von ,-Bijt«, wer war' zu e-r st da'beginnen ab ' morgen bereAs um %8 Uhr. Der erste offene Durchfall der neuen Saison rvar denr Deutschen Valkstiheater beschivden, dessen gestrige Premiere „Das^ Lachkabinett" vom größten Teil des Publikums mit energischem Zischen abgolehnt wurde, gegen das der den Schauspielern geltende Bevfall nicht ausitommen konnte. Der Durchfall war übrigens verdient. Wir kommen auf die Angelegenheit noch zurtta. —tz. Montparimsse auf dem Parkring. Kollettivausstell-rmg Rudolf Otto Zwickels in den Künftlerräumen des Cafe Stad'tpark, 1. Bezirk, Ecke Wollzeile-Rinq. Eröffnung heute mchmittags. Täglich sBei freiem Eintritt zu sehen. „Das Märchen vom Stor^ von Max Leo Deutsch und Harrs Spirk gelangte am 1. September im Variete Colosseum in der Schanzstmße zur erfolgreichen Erstaufführung und wird unter der Rsgre von Hans Winterberg fortlaufend gespielt. Die Neue Schule für Bewegmrgskunst im Palais 1. Bezirk, Süvgevstraße 16, mit praktischen und theoretischen Kursen, wird unter der Gesamtleitung von Hilde Holger und Grote Kol!» ma nn am 1. -Oktober eröffnet. Glisabetl, Berguer filmt die heilige Johanna". Aus Berlin wird berichtet: Elisabeth Bergner, die zurzeit in Spanien silmt, wird in einer Verfilmung von Shaws „Heiliger Johanna" die Hauptrolle übernehmen. Eine Riesenstiftung für Musik. Airs. Edward Bol in Philadelphia hat dom Curtis Institute os M-usic zwölfeinhalb Milli orten Dollar gestiftet. Der Direktor des Instituts, Joses H-oflma n n, hat ein mustergültiges Programm ausgestellt, um die jährlichen Zinsen von 750.000 Dollar nutz« bringend zu verivonden. Lehrer von Ruf sollen arMstellt werden, Mustkinstrumente stohon zur freien BenutzuiU zur Verfügung, U-irbenÄttolte erhalteri weitgehende Hilfe. Besonders Begabt sollen ihre Lehrer im Sommer auf Reisen begleiten; alle Koste» trägt das Institut. Unter den Lehrern findet man Namen, wie: Marcella Sembvich, Atoriz Rosenthat, Carl Flesch, Ear-los Salzedo, Felix Salmon und Louis Bailly.