Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 3064 (10.9.1927)
- Date
- 1927-09-10
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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4 <Ä Mev, Wie«« MSUgenzEltitNS ro. September 1967 Sette 7 YOIKSWIRTSCHAIT i^nSSSS Ae neue BorkriesssÄulvenko«fett«r der Rachsolgeftaatrn. Wie bereits gemeldet wirrdtz, soll in: Herbst eine Konst^uz der Nachfolgestaaten mrd der Caissc Commune stattfrnden, welche sich! Mit der Neuregelung der österreichischungarischen Papi er reuten, die sich im Besitze des Altanslandes befinden, befassen wird.! Wie nur «nunmehr erfahren, .ist diese Konforenz nunmehr endgültig für den 24. Oktober nach P arsis cinberufen worden. Außer der Frage der Papierrenten (die Angelegenheit der Goldtitres oder der. auf ausländische Währung lautenden Renten ist bekanntlich durch das Jnnsbru-cker Protokoll und den Prager .Akkord gelöst) soll in dieser Konferenz die Frage der Quotenablö sung behandelt werden. Es verfügen nämlich einzelne. Staaten, z. B. die Tschechoslowakei, über eine größere Anzahl von Titres, als ihrer Quote entspricht, andere Staaten., z. B. Ose sterrje.ich, Polen ustd Jugoslawien, über weniger Titres, als.die festgesetzte Quote auf.sie entfallen läßt. Nun soll die Konferenz die technischen und materiellen Modalitäten für einen Ausgleich in diesem Stand finden. Landbestemrung in Palösttna. Von Dr. Fritz Loewcirste'm (Jerusalem). Die zionistische Palästinaliteratur ist. arm an tviffenst^astlichen Monographien, die auf Grund wirklicher Sachkunde und auf Grund voll Untersuchungen über die Lage desbetreffenden Problems in anderen Ländern über Aufbausragen Klarheit zu schaffen, und LösungSwege zu zeigen geeignet sind. Dr. Granovskys vor zwei Jahren, erschienenes Buch „Probleme der Bodenpolitik in Palästina" war ein solches Werk-,, und derselbe Verfasser hat nunmehr eine Frage zum Gegenstand einer Monographie gemacht, die ebenfalls seinem eigentlichen Arbeitsgebiet angehört und das Problem der B o.d e n b e st e u e r n n g behandelt*) das bei uns zwar leincZwegs selten, berührt wird, aber bisher.kaum jemals ernsthaft geprüft worden ist. Oschcr und Werko sind in der zionistischen Diskussion gelegentlich borkommende Schlagworte, man wiederholt inuner wieder, daß diese Ars der Besteuerung die landwirtschaftliche Entwicklung hemmt, aber damit ist es im allgemeinen auch getan. Der Verfasser gibt zum erstenmal eure umfassende Darstellung der heute in Palästina geltenden Boden - g e-sa tz ge b u n g. Er beginnt, mit Recht mit einem historischen Kapitel, das zeigt, wie heute in Palästina im ganzen eine Bodengesetzgebüng in Kraft ist, die ziemlich unverändert auf den Koran und die erste Gesetzgebung zur Zeit der arabischen Eroberung zurückgeht. Ja, es ist interessant zu konstatieren, daß die alten Araber Differenzierungen der Steuer kannten, die heute nicht bestehen und die heute durchaus als Fortschritt anzusöhen wären, wenn sie eingeführt würden, wie etwa die verschiedene Besteuerung von bewässertem und unbewässextem Lande. Hier wie überall bedeutet die türkische Herrschaft einen entscheidenden Rückschritt, und d i e b r i t i s ch e M a n d a t s r e g i erupg hat leider auch auf diesem Gebiet bisher nur wenig m o difiziert, Einzelheiten gewiß verbessert, in der Hauptsache aber den primitiven Rechtszustand der türkischen Zeit unverändert gelaffen. Dann bespricht der Verfaffer systematisch und eingehend die bestehenden Bodensteuern: Zunächst den Osch er oder Zehnten. . Hier hat die Mändatsverwaltung in zwei Punkten unbedingt verbeffert, indem sie die Steuer, ..pM. 12auf 10 Prozent herabsetzte und indem sie die Steuer- Verpachtung a u f h o b, die in der tmckischen Zeit den Fellachen wehrlos dem ausbeuterischen Steuerpächter auslieferte. Aber die Steuer ist) wie der Verfaffer mit genauen statistischen Tabellen nächweist, noch immer verhängnisvoll für die palästinensische Landwirtschaft. Die Steuer wird jedes Jahr von neuern für jederr Wirtschaftsbetrieh veranlagt, und zlvar entweder, so' länge die Errrte noch auf den^Halm steht, oder jedenfalls, bevor sie ausgedroschen ist. Der Steuerpflichtige muß eine Reihe von Wochen Ivarten, bis die Steuerkommisston zu ihm kommt, und ln der Zwischenzeit kann ihm die Ernte verderben. Die Statistik zeigt, daß die S.t e u e r e in sch ätzung fast immer weitden wirklichen Ertrag übersteigt, während Fälle,, wo mehr erzielt wurde als veranschlagt, so gut. wie nicht vorhanden sind. Vor allem aber bringt die heutige Form der Besteuerung die Produktionskosten nicht in Abzug, die Steuer wir dvom geschätzten Rohertrag bezahlt, und die überaus boweiÄräftigeu . Berechnungen Granovflys ergeben, daß in Wahrheit viel mehr als 10 Prozent, häufig mehr als 20 Prozent bezahlt werden. Zu diesen schjveren Mängeln, die für die ganze palästinensische Wirtschaft gelten, kommen die uns' speziell treffenden Momente. Die. Steuer muß nämlich auch v o n n e u er s ch I o s s e n e m Lande sofort bezahlt werden.. Die jüdischen Hiedsex, die noch jahrelang Zuschüsse branchen, che ihre Wirtschaft, self suppocting ist, müssen vom ersten Jcchr an von ihren unzureichenden Erilteerträgen^ Steuer zahlen. Neben dem Zehnten steht zweitens der Werko. Das ist eine Abgäbe für städtischen oder ländlichen Boden oder #) A. G rauovf -kY, Land TaMwn in PatLstine, Jerusaile-m, Miächar Wtnafia Publishing Eo. Ltd. 1037, Erlisch und" Hebräisch. Gebäude auf Grund einer vor vielen Jahren erfolgten einmaligen Einschätzung, die natürlich die inzwischen erfolgte außerordentliche Wertstcigcrung in keiner Weise berücksichtigt. Trifft der Oschcr zu stark, so ist beim Werko das Umgekehrte der Fall. Mer nach den laufenden Vestimnlungen tritt bei jeder Besitz Übertragung oder neuen Erschließung eine neue Abschätzung ein. Die Folge ist leicht einzusehen: die ganze Schwere der Steuer trifft die Juden. In Tel Atvrw zahlt man den Werko auf Grund einer beim Bau des Hauses erfolgten Schätzung, im benachbarten Jaffa zahlt der Araber für sein Haus so gut wie nichts. Kauft ein Jude von einem Amber Land, uni es einer intensiveren Bewirtschaftung zu unterziehen und es damit mich für die Steuerbehörde ertragreicher zu machen; so muß er vom ersten Jahre an auf Grund erneuter Schätzung Werko zahlen, während der Vorbesitzcr fast unbesteuert ausging. Zu diesen beiden Hauptsteucrn gesellen sich zwei tveniger wichtige Steuern, die aber bei Berücksichtigung der bereits unerträglich schweren Belastung der Landlvirtschaft durch die geuannten Hauptsteuern noch eine weitere Erschwerung bedeuten. Es handelt sich um die A g'h n a m genannte Viehsteuer und um die Nassem genannten Negistergebührcn. Wie man sieht, ist die palästinensische Landwirtschaft mit Steuern reichlich versehen, während die städtische Bevölkerung, so weit sie nicht Grundbesitz hat, steuerlich überhaupt nicht erfaßt wird. Wir haben es uns versagt, die übliche Buchbesprechung zu geben, da es uns angemessener erschien, an Hand eines Führers wie Granovsky die wirklichen Verhältnisse darzustellen, statt Kritik auf einemGebi.et zu üben, wo sachverständige Kritiker kaum vorhanden sind. Enthielte das Buch nur die Schilderung des ' gegenwärtigen Nech-Szustandes, so wäre es schon ein bedeutungsvoller Beitrag zu unserer Palästinaliteratur. Mer der Verfasser gibt mehr. Er gibt einen umfassenden Vorschlag de lege ferenda. Er wägt sorgsam alle Moincntc gegeneinander ab: die fiskalischen Interessen, die Entwicklungslinien der palästinensischen Landwirtschaft, die, lute er mit vollem Recht betont, von der Regierung gefördert und. nicht behindert werden dürfte, die Bedürfnisse der jüdischen Kolonisation, deren das gesamte Land entwickelnde Tätigkeit nicht durch die Bodengesetzgebüng gehemmt werden darf, und das allgemeine kulturelle Niveau der palästinensischen Bevölkerung, das eine einfache und verständliche Besteuerung verlangt. Er zeigt, daß die Zeit für eine Moderne Einkommensteuer in Palästina noch nicht gekommen ist und — aus Grund von Vergleichen mit anderen orientalischen Ländern, schlägt er „E r t r a g s st e u e r n" vor, deren wichtigste eine L a n d st e u e r sein sollte. Diese lvürde nach seinem Vorschlag an Stelle der sämtlichen heute bestehenden Steuern zu treten haben, gegründet auf eine von Zeit zu Zeit sich wiederholende feste Schätzung des Wertes. Da aber eine solche Steuer erst nach vollendeter Katastrierung des Landes möglich ist, schlägt Granovfly die Maßnahmen vor, die schon jetzt zur Erleichterung der landwirtschaftlichen Bevölkerung ergriffen werden können. Am Schluß erörtert er die Maßnahmen, auf die die jüdische Kolonisation Anspruch zu machen hat, nämlich Steuerfreiheit in den ersten Jahren für neu erschlossene Gebiete und Gebührenfreiheit für gemeinnützige Unternehmungen, ' wie es insbesondere der Keren Kajemeth ist.. . Hoffentlich fütdet das wertvolle Buch von Granovsky vor allem auch in Regiermrgskrersen die notwendige Beachtung. —s-H—'-- Verband österreichischer Handelsvertreter. Zehn HandÄsveisende aller Branchen werden sofort teils für den Orient, teils für den Wiener Platz «benötigt. Auskünfte :m Verband jüdischer Kaufleute, 1. Bezirk, Ebifabethstraße 9, 1. Stock, Dür 10. Verband der jüdischen Kausteute und Gewerbetreibenden.. Die Rechtsschutz- und Steuerschutzstelle ist bereits "aktiviert und steht unter der Leitung des Rechtsanwaltes Dr. Ludwig E h r - Eich. Auskünfte täglich fron 9 bis 11 Uhr im Sekretariat, 1. Bezirk, Glüsabethstraße 9, 1. Stock, Dür 10. Anbote auf die tschechoslowakischen Staatsbahnen. Aus Prag wird gemeldet: Wie bereits berichtet wurde, hat ein amerikanisches Konsortium unter der Führung von yotvard Kelle y dem tschechoslowakischen. Staat ein Anbot auf Verpachtung der tschechoslowakischen Eisenbahnen gemacht. Dagegen hat die Gruppe für Reorganisierung und Erweiterung der Bahnen 150 Millionen Pfund Sterling angeboten und null sich auch verpflichten, die slowakische TnmsveroaMahn erbauen. Nunmehr meldet die „Prager Presse", daß dem Angebot der Kelley-Gruppe ein anderes amevi konisches vorangegangen ist daß i'iberd'.es auch ein Anbot tschechoslowakischen Kapitals in Verbindung 'mit Auslrindskapitäl vorliegt. Ob überhaupt an die Verpachtung der tschechoslowakischen Staatsbahnen gedacht werden kann, würde erst, so fügt das. Blatt hinzu, prinzipiell entschieden werden. Liquidation der Molinari A.-G. Aus Breslau wird gemobdet: Die nach dem Zusalmurelibrnch des bekannten HmrdolHauises MMnari begründete I. Molinari Ä.-G., die, nvic bereits gemeldet wurde, seit längerer Zeit sich ebenfalls in Schwierigkeiten befindet, hat sür Ende September eine außerordentliche Genemlversammlnna einberufen, auf deren Tagesordnung nunmehr auch die BeschlnHfassung über die Auflösung der Gesellschaft und die Bestellurrg von Liquidatoren fteht. Es ist also $u erwarten, daß das bevühmte Handelshaus in absehbarer Zeit vollkommen von der BiMsiäche verschwinden wird. Konversion der englischen Kriegsanleihen. Me aus London gemÄdet wird, hat das englische Schatzamt betreffs der füllig werdendem vor allem «ms dem Kfiege horrührerwe« f Glaatsschnl'den zrvei überaus wichtige Finarrzoperatlonen ange-! kündig!. Durch die erste Maßrrahme sollen I^Prozentigv Schatzj amveisungen ausgegebvn werden, deren Fälligkeit ettf das Jahr; 1 n:vi werden soll. Der Betrags ist urrboschränkt. Der I MinlX'stausga'veprcis ivurde mit 99.0 Pfund Sterling in Aussicht genonnnen. Durch die zweite Maßnahine sollen die im .Jahre 192.S fnlHo werdenden Kriegsanleihe u um gewandelt mcr- 'den. Der Termin, an welchem die Konvertierung vovgenommen werden soll, wird in der näckistcn Woche bekanntgegeben. Verkürzte Arbeitszeit in den englischen Baumwollspinnereien. Aus London wird berichtet: Ueber Beschluß des Geiieralkoinitees der Baumwollspinncr-Vcrennigung in einer außerordentlichen Verlannnlung in Manchester sollen sämtliche amerilairischen baninwolleverarbeitcndcn englischen Spiimereie-n vom 10. Sopiomber an bis znm 31. Oktober jeden Samstag und Montag die Arbeit ruhen lassen. NationaNsierung der Rohölprodultion in Argentinien. Wie ans Buenos Aires gemeldet wird, hat die a.rge.nrinijchc Kammer, die erst jüngst ein Gesetz über die Nationalisierung der Bergwerke angenoinmen hat, jetzt auch eineu Entwurf bekchlosscn, wodurch der Staat das alleinige Recht zur Ausb-utung der Petrolemnfnndstälteu im Lande erhält.. Wiener Börse. Freundlich. Die neuerlich: Festigung der Tendenz auf dem Prager Markte und die damit im Zusammenhang stehenden Meinnngskänse für Prager Rechnung sowie günstige Meldungen von der Berliner Börse schufen auf dem hiesigen Aktieninarkt eine freundliche Stlmmnug. Diese setzte sich Nicht bloß bei den tschechoslowakischen Werten durch, die bis 51111» Schluß lebhaftem Interesse begegneten, sondern auch bei österreichischen Papieren. In fast allen Kulissen waren Knrserhöhnngen zii konstatieren, in erster Linie kam diese dem Montanmarkt zugute, wobei auch die uiMrischen We^te sich bessern konnten. Aber auch Bankasktien, Staatsbahn, Juli- ■ *\ süd, Elektrizitätsu.v.te u nd Petroleumaktien erhöhten sich. p: Jnit Schranken übermog ebenfalls die Kursbesserung. Gegend Schluß rvar der Verkehr, nachdenl die Kaufordres anfgearbcitet mareil, wieder ruhiger, doch behaupteten sich die' Kurse. Die freundliche Stimmung des Mtiennlärktes kam' auch den in den letzten Tagen stark vernachläßigten Renten zugute, von denen Februar- und Märzrente sich, bessern konnten. Aus. dem Anlageinärkte notierten Rudolfs schuld' 2.70, Rudolfsvahn Prioritäten 10.60, Oesterveichrsche Eisenvahnanleihe 4.30. Kassa k u rs.e: Kroat. Escompte 11, Bosii. Landes.- bank 15.60, Banwerein 30.16, Bode,Kredit 125.70, Oesterr. Kredit 65.20, Anglovank 5.60, Niedöst. Eskompte 24.60, Merkurvank 30.75, Nationakbank 248.25, Donau Daiupfschi 119, Nordbahn 1186, Leoven-Bordernbxrger 25.50, Prag- Duxer 70.25, Gösser Brau 187, Ä. E. G. Union 39.85, Per- Elsektr. 53.25, Elin 37, Mener Gas 61.60, Siemens 26.25, Steweag >29.80, Stetvieag Anteilscheine 5, Oesterr. Telephon 15.25, Trifailer 66.40, Steir. Magnesit 67.50, Flesch 11.25, Hunianic 27, Fiat 22.50, Denes L Friedma.nn 29, Heid. Mafch. 6, Oesterr. Hofherr. 10.60, Lokomvtiv Sigt 10.30, Srmlneringer 14.75, Waffen 30.25, Ung. Waggon 05, Waagncr 7.65i Karpathen 28.25, KosManos 89, Semperit 17. Wiener Warenbörse. Die gestrige Börse wies guten Besuch auf und zeigte sich f>ür eine Anzahl Artikel reges Juteresse. Kaffee. Die'VerhanUnngen über eine Anleihe von 37 Millionen Dollar des brasilianischen Kafsecverteiidigungskomijees, in' dem bokanniülich die brg'siliamsche Regierung die Major'ckäl besitzt, sollen dem Wischlnß nahe fein. Diese Summe wird zum Amkauf von ungefähr 3 Millionen Sack Kaffee Verwendung finden, und hätte ldas Komitee durch diese Transaktion^ die Möglichkeit, auf die Preisgestaltung ontscheidcndsn Einstuß auszuüben. An der'Wiener Börse war der Kaffecmarkt fest und notierte Sant-os fancy S. 595 bis S. 61fr (+ 5), Sau tos extra Prime S. 550 bis S. 570 (-!- 5), Santos Prime S. 540 bis G. 560 (+ 5), Santos Superior S. 510 bis S. 530 (-1- 5), Rio VII S. 455 (4- 5) per 100 Kilogramm ab Wien. Gewürze, Kakaovrodutte und Reis. Das G<chäft wickelte sich in engen Grenzen zu den Notierungen der Vorbörse ab. Tee. Es ^bestand Nachfrage nach guten Mittelforlen und werteten: Gehlon Orange Peceo S. 1300, Java Orange Pecco S. 1190 (-i- 30), Lapsang Souchong'S. 1025, Panjbng Souchong S. 980 per 100 Kilogramm prompt ab Wien. Zucker. Prornpte Wiener Lagerware verbilligte sich um S. 0.50 per 100 Kilogramm, während Ternrinware, Lieferung November-Dezember, ihren Preisstand um S. 0.50, bzlv. Tfchechenkronen 2.50, erhöhte. Das tschechoslowakische Eiseirbahnministevium hat eine Herabsetzung der Zuckertari'fe vorgenönrmen. Die Sätze für Exportrafsiiiade wurden um 8 >bis 20 Prozent ermäßigt. Auch die Rübentarife wurden herabgesetzt. An der Wiener Börse notierten: T s ch e ch o is II o w a t i s ch c prompte Kristalle 247.50, Lieferung . November-Dezember 232.50 (4- 2.50), prompte Würfel 270, Lieferung November-Dezember 252.50 (4- 2.50) in Tschechenkronen ab Grenze Lundienburg, unverzollt und unversteuert; österreichische Kristalle, Lieferung November-Dezember, S. 82.50 (4- 0.50), Würfel S. 86.50 (4- 0.50), frachtftei Wciggon Wien, versteuert; Wiener Lager -Kristalle S. 89 (— 0.50) -und -Würfel S. 95 (— 0.50) per 100 Kilogramm- Am Südfr >üch te nmark t bestand rege Nachfrage nach Kevasunda Hafelnußkernen zu S. 360 (4- 10), Bariinandsln zu S. 645 ( 4- 10), Sultaninen, Kiup-Carobnrner, in Kisten, neue Ernte, zu S. 310 (4- 10). Calaniata Kmngfeigen notierten S. 93. Vernachlässigt waren Sardinen, die S. 76 )>er Mste zu 100 Dosen, Vi El. prompt ab Wien, werten. Wie verlautet, beabsichtigen die Wiener Sardlnen-Jnte resse nten die Gründung eines Sardine nhändler-Verbaitdes, um geeignete Maßnahmen gegen den Rückgang des Savdineukonsums treffen zu können. Oele und Fette. Der Markt war nicht einheitlich. Schweinefett» nordamerik. pure lard. Tierces, notierte Dollar 34 (— 0.40) prompt ab Hamburg oder Triest, Duda-Pester Ware S. 385 (4- 5) ab Budapest, Wiener Schwasrrefett S. 285 unverändert prompt ab Wien. K n o ch e n f e t t, hell, rast., 98 Prozent, wurde zu S. 355 (— 5), . Wiener Talg n zu S. 129 (4- 1), I zu S. 133 (+ 1), Premier ins, lechn., zu S. 145 (ch 1) per 100 Kilogramm prompt a&, Wien dem Markte entnommen. Chemikalien. Gesucht war französisches Harz, Marke W. W., zu S. 1>10 (ch 4), Knochenleim, Prirna, zu S. 205 (ch 10), hingegen ermäßigte sich der Preis von Schellack orange T. N. ans S. 900 (— 50). Textil ce u. Die an der Nesv Yorker Banmwolllbörse <wfo«te sprunghafte Steigerung um 10 Dollar per Ballen hat sich Per in einer durchfchnibtlicheil Erhöhung von 3 bis 5 Puivkt^i für Ba-lnmvollgarne, Baimuvollzwirii mdd rohe BauamaollgeWÜtt aMgedvückt. Bon Rohhäuten verteuerten sich RvWDOe maeMch MN S. 0.50 ans S. 31.50 per Stück, die-«chersn ÄWs» i < >■ i’, )’ , r l.‘ : i, * I,:;;; 's, 1 f i; } d ’f <• V k .4 V z i v * | :■ ■ü >