Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 3064 (10.9.1927)
- Date
- 1927-09-10
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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tot. 9004 fO. September t067 Serres Mmr, SvmMag Erfüllt hat sich n-o ch keLne Fv-r d e rum^'de^Neger. - Aber die Tatsache der kontinental eit Konsslrd»dürung ist bedeutsam genug. In Hunderttausenden von Negern lebt heute schon „das afrikani sche Bewußtsein". Die.Europäer, in denen das „europäische BMtßltsein", diese für die Zukunft wichtigste geistige Einstellung, lebt, sind an den Fingern zu zählen. Vollmilch am Petroleum. Es sind Bestrebungen inr Gange, die Milchkühe für Werstüssig zu erklären. Und wenn es auch nicht gleich dahin kommen wird, so soll doch zumindest der Versuch gemacht werden, ihnen «ine starke Konkurrenz an den Hals zu hängen. Man hat, und das bezieht sich aF einen Ingenieur, — man hat also entdeckt, daß man, um Milch zu bekommen, nicht erst in einen Kuhstalt zu gehen nötig hat. In ewigen gesegneten Strichen unseres Planeten braucht man nur ein Loch in.die Erde zu Vohren. Was da heraushrommt, ist zwar noch nicht ohne weiteres Vollmilch. Es ließe sich aber welche daraus Herstellen. Die Folge davon dürfte sein, daß mir eines Tages nach der Petroleumkanne greisen, wenn wir Appetit auf Milch haben. ES ist nämlich die Absicht dieses Ingenieurs, der allerdings auch Schriftsteller ist, daß flch aus Petroleum ganz bequem Milch gewinnen ließe. Er schreibt in der „Assoc-adet Preß" etwa folgendes: .„Milch besteht zu 28 Prozent aus.Wasser. Petroleum hat einen größeren Fettgehalt. Alles, was nötig wäre, um aus Petroleum Vollmilch zu machen, ist, dem Petroleum das Werflüfsige Fett zu entziehen, sowie Wasser, Zucker und einige notwendige Mineralien hinzuzufügen, außerdem den QelgeschiMack zu entziehen. Der Prozeß wäre enbenso billig wie einfach. Man hat sich jetzt zu fragen: Ist es nun die Ansicht des Ingenieurs oder nur des Schriftstellers? Wenn es nämlich die Ansicht des Schriftstellers wäre, dann genügt, darüber ein schallendens Gelächter zu eröffnen. Hat dies aber der Ingenieur geschrieben, also ein ernst zu nehmender Mann, dann müssen wir ihm höflich ersuchen, uns zuerst einmal zu zeigen, wie jemand beim Petroleumllsinken dick und fett wird. Dann sind wir unter umständen bereit, eS ihm nachznmachen. Eine BerbrecheMnle. Das Geständnis des ZwsrMhrigen. In Mans eitle ist daS Gerücht vetbreitet, daß dort ein halbes Dutzend Ausländer regelrechte Verbrecherschulen unterhält, nM die hohe Kunst des Stehlens und Rau-- Heus dqzu prädestinierten Zöglingen pädagogisch einzuprägen. Ob dem so ist, bedarf noch der Bestätigung. Immerhin sind bereits viertzehn Jungen im Alter von zwölf bis sechzehn Jahren verhaftet worden, deren Handfertigkeit auf eine tüchtige Schulung schließen ließ. Ssie waren von den Lehrern des Jnstitus, also von jenen Ausländern, mit der Art Md Weife vertraut gemacht wmden, wie man (MterwaggonS ausplündert. - Und wenn sie sich damit tue erstens Lorbeeren verdient hattendann wurden sie in das kom-! pllzierte Gewerbe des Personenverkehrs eingeführt, wo ihnen, zwei verschiedene Wege des Erfolges offen standen: a) die Handkoffer, b) die Brieftaschen. Zu einem späteren-. Kursus' gehörten die diversen Ladeneinbrüche und das geräuschlose Eindringen in die Wohnungen ftiner Leute. Was die letzten Heiden Arten betrifft, so nyrrden dazu nur die fähigsten Schüler verwendet. Es war natürlich eine ausgeMachtc Sachk, daß die Beute allenräl an die Lehrer ging, ©te wn^de nach dem freien Ermessen der Pädagogen verteilt, ganz vesttmtmt aber tzpr «ihrem alleinigen VottÄl. Alle diese Angaben staMiMen aus dem Munde eines Zwölfjährigen, der chegep einiger sogenannter Kerner Wlle PstMnpmmen wurde. Er hat zum Beispiel in eener Zägarrenfabrik etliche Fensterscheiben emgedvückt Md dabei natürlich ganze Kisten voll Zigarren Mtgenommen. Daber hat er noch bei einqm Obsthändler acht Stauden Bananen gestohlen, und darWar ist er am nächsten Tage gestolpert und verhaftet worden. Und waS nun die ausländischen Lehd^r dieses praktischen Erztzchnngsinstttuts betrifft, so vermutet natürVch uur die Marfeiller Kriuvinalpolizei, daß es sich mn Ausländer handelt. Die Marsoiller KriminglpoLlzei kann es sich nicht denken, daß französische Staatsbürger..sich doZu.he^zeben. Austritte ans de« Sndentnn» Paul Mühlrad, vevh., 3. Fsbr. 1697, Wien, 2. Bez., Raten- 'sterugasse 14; Gattin ölranka, geb. Mvgarch, 29. Juü 1900, Mttrowce, Wien, 2. Bezirk, Rotarstorngiaffe 14; Kind Mördersritz, 13. Februar 1923, Wien, 2. Bezirk, Rotensterrrgasso 14; Kind Herta Lucy, 10. Jänner 1922, Men, 2. Bezirk, »totalsterngasse 14; Paul David, ledig, 24. Juni 1903, Wen, 18. Bvztrk, Ladenburggasse 43; Dora Engel, tzeb. Buch, tarh., 16. September 1882, Wien, 18. Bezirk, Hofstattgasse 25; Kind Mama Bettina, 2. Oktober 1621, Wien, 16. ^zirck, Hosttattgaffe 2ü; Leopold Steiner, 6, September 1693, Wien, Vevh., Ö. Bezack, Seegass« 7r Kind Georg Franz Steiner, 2. Juni 1922, Men, 9. Bez., Seegasse 7; Julius Schlosser, 35. September 1604, Wien, l., 2. Bez., Lassallestratze; Aloista Emma Gflberbevg, geb. Mortui, 13. Apr^l 1668, Wien, Pfarre St. Leopold, verh., 9. Bez,. Seegasse 25; Franz Bah, 10. April 169S, Wien, verh., 16. Bez., Hippgasse 25/t; Ehavlotte Brunn, 11. August 1963, Wen, 9. Bez., Hahngasse 2«; Georg Spitzkopf, 4. Juni 1695, Men, t, Mauer bei Wien; Hugo Rostmbevg, 23. Mai 1886, Men, l., Mödling; Mhelm Ganz, 1. Juli 1612, Wien, Iv 6. Bez., Gumpendorfevstraße 91; Karl Vi'vtor Steiner, 13. IM 1607, Wien, l., Beamter, 3. Bez., Untere Weißgätberstraße 11; Edith Dtnitolspiel, 16. September 1912, Triest, 3. Bez., Schwarzenbergplatz 7; Faun'. Mre, 3. Dezember 1904, Men, L, 6, Bez., Lairngrubengasse 87; Pauline Horowitz, 8. Dezember 1898, Men, l-, 17. Bez., Hernalsevgürtel 43; Äegftied Pollok, . 88. April 1692, Wien, 1., 9. Bez., Nuhdorferstraße 4; Thomas Peter Oppenheim, 21. Ma'. 1918, Dresden, 1., 9. Bez., Liechtensto.ivstrasro 15/7; Ludwig Lojos Schwarz, 15. Jnni 1872, Mrmend, 1., Gesthästssilhier, 1. Bez,, Ebendorferstraße 3; Elsa Wien, 10. September. D-taWettkr. Gestern herrschte wieder-warmes, klares Sommerwettet. Die Voraussage kündigt wieder eme Wetterverschlechterung an. Sie laßt unb est ändigeS Wet ter mit reichlicher Bewölkung und zeitmeifem Regen ermatten. Gfpekaanto in Wiener Schaken. Jmi gegcmoürtigen Schuljahr wird laut Beschluß des gemeindeiÄMchen Ausschusses für allgemeine Verwaltungsangslegenheften an den Mener Bürgerschulen und allgemeinen Mittelschulen als Freigegenstand außer dem Französischen, Englischen und der Stenographie als Fretzgegenstand auch Esperanto, sowie Violine gelehtt werden. Esperanto wurde bereits im abgelaufenen Schuljahr probeweise an Kehn Schulen unterrichtet. MgeillMrtrgen Schuljahr «erden 24 Esperantokurse abgehatten werden. ^emesterbegintt a» der Technischen .fchchischnie. Dre Inskriptionen M das Stuürejayr 1927/23 JRmöfett an der Techni schen Hochschule in Wien .in der Zeit vom W. September bis 8. Oktober L I. statjt. Sine fremde Wohnung verlauft. Einen originellen Betrug fiihtte der 26jä!httge Zeichner Isidor Josef Bauer aus. Er wohnte als Untermieter bei Hans Skouptz in RudolMeim, Zwölfergasse 3, gab sich für Pen Wohimngsinhaber aus und verkaufte die .Wohnung an die Fabrikantensgatttn Stepyame.Pittner, Er ließ sich von der Frau eine Angabe von 100 Sch illing einhändigen und versuchte wüttere 500 Schilling von ihr zu verlaangen. Er wurde verhaftet und dem Laudesgerichte eingeliesert. M an nmnnt an, daß Bauer noch ähnliche Betrügereien ausgeführt hat. Verhaftung eines HoteldiedeS. In einem großen Wiener Stadthotel wurde gestern ein exotisch ausschender Mann in dem Auaenblick von einem Zimmerkellner überrascht, als er nach AMprengung dreier Koffer ein Fremdenzimmer verlassen wollte. Der Mann wurde verhaftet ^und gab im Sitt^vWtsbiurvau ian, Nllftmv Talon zu heißen und aus St ä mV ul M sein. Obwohl 'der Bechaftere 'weitere Straftaten in Abrede stellte, ^tvurdo er Wevwiesen, aM 5. d. M. in einem Kvtzüen Stadthoteb einen ähnlichen Diebstahl versucht zu haben. Auch dort wurde er, che er feine Beute in Sicherheit bringen konnte, perschlrucht. Der Mann ist auch dringend verdächtigt, vor einigen Taglen. in einem dritten Stadthotel rn dem von dem Dozenten Dr. Felix Somarh aus Zürich bewohnten Zimmdr emen Liederkoffer geöffnet und Juwelen im Werre von 6800 Schrveizer Franken gestohlen zu haben. Aus dem bei dem Verhafteten Vorgefundenen Paß geht hervor, daß er in der letzten Zett vielfach Reisen m das Ausland unternommen hat, weshalb der . Verdacht naheliegt, daß der Polizei ern rnijernationaler Hoteldieb ln tße Hände gefallen ist. Die Kvrriespondez Mit den ausWMschen Behörden wurde ein- Mieitet. &n xmt&m :m ^^»5^ IM Messepalast wurde gestern der kW internationaler Taschendieb bekannte 44jährige Moses Äosenbaum verhaftet, weil er DrMsten Alses Geretich rm .GediMge eine gokdene Uhr samt Ketteim Wette von 500 Lire gezogen hatte- Rosenbaumi, der wiederyoll wegen TaschendiwstaWS vvrbestraft ist, veEßte zuletzt in Mailand «ine Strafe von 14 Monaten. In Men weilte er zur Durchreise nach Patts, wohin erMM Besuche femer Gattkrn fahven wollte. RrLenbamn wur^ dem' LandesgerM eingeitejert. Töttich-r MvtoprqvunM eittts Remffahrers. . Auf der SÄMnerinastraße trainieren gegemvürtlg für Pas am Smtntag statkftndende S fc mmler ingrenu e n des österreichischen Automobilklubs. zahlreiche Motolrradfahper und Äutomobllisten. Unter den Traimerenden befand sich auch der bÄannte Wiener Motorradfahrer Otto Putz, der w-iedeHvkt aV Rennfahrer Siege errungen hatte. In folge oer 'Feuchtigkeit der Straße durch den letzten Regen Ettet feine Maschine ms Schleudern Und Putz.fiel so unglücklich gegen das die StÄitze einfaßende Esl f en g e -» lande r. Laß er sich Mchrfache Brüche der -Wirb el-! sä u He zuzog, an denen 25Wrige nach wenigen Minuten stärB'. * Tod im Balk. Gestern MittagsMrKe die WWttüe KonünMn Paula F-ranrt Rauchstmgvchrevgaffee 26 wcWhafft im Arbetterstrandbadie, als sie knapp nach dem' Mittagessen in daS Wasser stieg, plötzlich bewußtlos zusammen. Sie fotofte jtofbrt OVvrgen, doch verschied sie noch! hosr Eintreffen der Retmngs- Gesellschaft an den Folgen eines .Herzschlages.' alle he-.ßen mögen — wie -gesagt, mit einen leichten Anstrich." — ,-Wenn das Ihr Vorhaben' ist. gnädige Gräfin," erwiderte Gellert mit einer tiefen Verbeugung, „jo -rate ich Ihnen, lieb« einen Anstreicher zu nehmen." Damit empfahl er ftcfi. ®in amerikanisches Monte Carlo. An der Küste von Kuba, in der Pähe von Habana, wird nach einer Meldung der „Tincks", in nächster Zeit eine Anlage nach dem Vorbild von Monte Carlo ins Leben gerufen werden. Zu diesem Zweck hat sich bereits eine aus amerikanischen Hotelbesitzern und kubanischen Finauzleuten bestehlende Gesellschaft gebildet, die ein Gcländc von fünf englischen Meilen OMnfront,, und im Gesamtansmaß von 2090 Acres angevaust hat. Auf diesem Tprraiu sollen Hotels, Spielsäle und andere Baulichle^eii errichtet werden, deren Gesarntkostell man auf zwölf Millionen Dollar beziffett. Da Kuba als „nasses"' Land auch sonst manche Vorzüge gegenüber dem „trockenen" Amettka bieret. rechnet man mit einem sehr starken Besuch vor allem aus den Vereinigten Staaten. Ern 50ayjShriger Jndianertempel. Bei Erdarbeiten im Innern von Pa n-nma stieß man aus Ueberreste alter Tempelanlagen. Die AuSgrabungsaroeiten sördetten die Grmtdmauern eines Tempels zutage, dessen Alter von den Fachleuten auf etwa 3 000 Jahre v. Chr. angesetzt wird. In einem Graba wurde das Skelett eines Häuptlings oder Königs gefunden, mit einer Rüstung auS vergoldetem Kupfer und einem Brustparrzer aus reinem Gold. Ein zahnloser Regerstqmm. Gi-n Dozent -dar -UmiveMät Johmmcsbuvg, Dr. C. M Dole, berichtet über eine Forschungsreise, die er zum Studium, der Neger sprachen in das Gebiet von Novd-Mhodesia unternommen -hat. Er fand dott einen Negerstamm, die Baila, bo' dem es Sitte ist, sämtliche Vorderz'ähne im Ober- und Unter kiefer bei den Prüfungszeremonien der Heranwachsenden Jugev auszuschlagen. Die Sitte >'.st allerdings in -letzter Zeit nicht rnekft ganz streng befoilgt -worden, und als die BaÄas bei einem Teilnehmer der Fors-chungsexpeditton ein falsches Gebiß sahen, waren viele von 'chnen sehr daraus erpicht, auch so ettvas zu bekommen. Dr. Dole hat eine Menge Aufträge auf künstl-ich-e Gebisse nach Johannesburg -mitgebracht, Wirt der Zusicherung, daß pro Stück ein paar Ochjen als Bezahl-u-ng geliefert würden. DaS Eigentums riecht an der Briefmarke. ' Die Frage, wem das Eigentum an einer postalisch bereits verwendeten Briefmarke zusteht, solange der Drrei noch nicht in Händen des Empjklngevs ist, dürste bis jetzt noch nicht eindeutig geklütt sein. Die englische Hostbeh'örde hatte sich dieser Tage mit der Frage zu beschäftigen, da per Inhaber eines großen Geschäftshauses mit internationalen Beziehungen sich beklagte, daß Briefe auS exotischen Ländern mehrfach ohne die Matten an seine Firma gelangten, obwohl sie offensichtlich frankiert gÄvesen waren. Ein Antrag auf Einleitung emeS Bevfah^ns wegen Diebstahls wurde vom Giettcht ab ge lehnt. Die Post ihrerseits gab zwar zu, daß die Postbemmjen vorschriftswidrig handeln, wenn sie Bttefmatten vor der Bestellung entfernen, lehnte aber einen Schadensersatz ab. Die Frage ist nun, ob das Gettcht einen,Ziviftrozeß zulaflen wird. Sladioprogramm europäischer Stationen v. / /. bis 17, September Berlin, Welle 484 (566, 1250). So.: 11.30: Konzert; 17: Konzert; 20.30: Livdettonzert; W:30: Tanzmusik. Mo.: 17: Konzert; 20^0: Konzert. Di.: 17: Konzert; 19.30: Oper: Der Vampyr. Mi.: 17: Konzert; 21: Gesänge und Rezitationen; 22.30: Mandolinerckonzert. Do.: 17: Konzert; 20.10: Hörspiel; 22.30: Tanzmusik. Fr.: 17: Konzert; - 20.30: Symphoniekonzert; 22.30: Konzert mit Gesang. Sa.: 17: Konzert; 20.30: Hörspiel; 22:30; Tanzmusik. Königsberg, Wette 329,7, So.: 11.30: Konzert; 16: Konzert; 20: Konzert; 22.15: Tanzmusik. Mo.: 11.30: Konzert; 16.30: Konzert; 20.15: Cellokonzert. Di.: 11.30: Konzert; 16.30: Konzert; 20.45: Orchestettonzert nnt Gesmig. Mi.: 11.30: Konzert; 16.30: Konzert mit Gesang; 20.15: Konzert; 32.16: Konzert und Tanzmusik. Do.: 1-1.30: Konzert; 16.30: Konzert; 20.30: Hallo! Die 1000. Sendung.. Fr.: 11.30: Konzert; 16: Konzert mit Gesang; 17: Konzert; 20:06: Symphonittonzert; 21.30: Konzert. Sa.: 11.30: 16.30: Konzert; 20.16: Hörspiel: Die Frau ohne Kuß. Neue Thermalquellen an der syrischen Grenze Palästinas. Wie der arabische ,^Zarnru!r" michterlt, hat sich währenddes totztem Erdbebens m Palästma der Goden i-m Norden von A4 Cha ma gespalten, welches Gebiet von jeher wegen seimer berßen Bäder und isbines Reichtums an vevschiedenen MmevaLeli - beka-nnt ist. MS dem Boden qnMt jetzt Heißeres Wasser. Die Gegend liegt schon auf -stvischem Gebiet und sbcht unter svanzSstfchem Mandat. Dm nächste Folge dieser NaturertzHeumng wird wohl sein, daß die Bewöllerung an der palästmenW)- siyttschsn 'Grenze, i>ie seit jeher die palästimntstschen Warmheilquellen auifzchuchen pflegte, nunmehr ihre eigenen Warmbäder haben wird. Im übrigen erscheint der Besitz dieses Bodenstttches -noch immer sbviMg. Laut 'den letzten VertvLgen mit 'den: Emir Kabdalloh soll All Chama Palästina zufallen, wo-, die ScheW von Transljowanien allerdings Protest ein« haben, >der bisher noch nicht erledigt -ist. Me lauge mau huugern kann. Nach dem fürchterlichen Erdbeben in Palermo hat man nach fünfundzwcmKig Tagen einen Lebenden ausgegraben, einen dreißimahttgen Mann, der die gar^e Zett über nur von den Tropfen Wasser gelebt hat, me von dem auf den Trümmern liegenden Schnee durchttäuselten. Der Mann war schwach, aber nicht in Lebensgefahr. Die Rettung war einem reinen Zufall zu danken. Der vor dem Unglück wohlbeleibte Mann war zum Skelett abgemagert .Sehr interessant -rst, daß auch er, wie so Viole der' in Mesiina Geretteten, die Dauer seiner Ketterzeit viel geringer veranschlagt hatte als sie war; er glaubte nur zwölf Tage unter den Trümmern gewesen zu sein! Seine erste Freude galt dein Licht; er hatte gefürchtet, die Sehkraft verloren zu Haben. Prag, Welle 348,2. So.: 11: Konzert; 17: Konzert; 19: Oper: Lohengrin. Mo.: 12.10: Konzert; 17: Konzert; 20.10: Lustiger Abend. Di.: 10:50: Konzert; 12.10: Konzert; 17: Kammermusik; 20.10: Blasmusik und Tamburrzzachor; 81.10: Konzert; 22.20: Konzert. Mi.: 10.50: Konzert; 18.10: Konzert; 17: Konzert; 19.15: Oper: Dalibor. Do.: 10.50: Konzert; 12.10: Konzert; 17: Jazz; 19.30: Symphonisches Konzert. Fr.: 10.50: Konzert; 12.10: Konzert; 17: Konzert; 20.10: Blasmusik; 20.40: Hörspiel; 21-.10: Konzert mit Gesang. Sa.: 10.60: Konzert; 12.10: Konzert; 17: Kammermusik; 20.10: Hörspiel: Gräfin Mariza. Bratislava, Welle 300. So:: 11: Milttärkonzert; 17: Konzert. Mo.: 18.15: Konzert; 20: Lustiger Abend. Di.: 17.45: Konzert mit Gesang. Mi.: 17: Konzert mit Gesang. Fr.: 18: Konzert; 19.36: Konzert; 20: Operettenabcnd. Sa.: 18.16: Slowakische Volkslieder. Warschau, Welle 1111. So.: 17.35: Konzert; 20: Konzert. Mo.: 18: Tanzmusik; 20.30: Kammerkonzert. Di.: 17.15: Konzert; 20.30: Operette: Frasquitä. Mi.: 17.15: Äongert; 20.80: Konzert. Do.: 18: Tanzmusik; 20.30: Konzert. Fr.: 18: Konzert: 20.30: Konzert. Sa.: 17.15: Konzert; 20:80: Konzert. Zagreb» Welle 310. So.: 16.30: Konzert; 20.30: Heitere Abendmusck; 22: Konzert. Gellert als Erzieher. Die Gräfin Festetitsch suchte einen Erzieher für ihren sechsijähvigeu Sohn, -und es wunde ihr für d-icle Stellung der später so lberühmte Dichter Gellert empfohlen. Die Grästn Lud den Dichter zu sich ein, trug ihm ihr Anliegen vor und stellte ihm recht angenehme Bedingunaen. Zürn Schluffe aber sprach sie in rvegrversendem Tone: „Eins ledoch bitte ich mir ans: Sie sind ein gelehrter Alarm. Machen Sie keinen gelehrten Pedan-ten au8 meinem Sohne. Ich verlange nichts als einen leichten Anstrich von Sprachen, Mathematik, Geschichte, Geographie, Chemie, Astrorrom-re, Dipl-ornalie und wie die Dinge oq; VS E Post nach Polen befördern Sie am sichersten und schnellsten a-ll» Lmf-tp^st. Ein Brief kostet 60 Groschen. Die Luftpost kann bei En Postämtern und am Aöflugtage bis 7:20 früh beim Hauptpvstamte arlfgegeven werden. Bisher 305.000 Briefe befördert, I @