Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 9 (1927)
- Issue
- Heft 3062 (8.9.1927)
- Date
- 1927-09-08
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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Nr. BOfiS Men, Donnerstag Wiener Morgenzettung 8- 'September 1927 Seite 8 Zer Banditen-zwerg. 61» Gelehrter des Straßenraubes.;\<m Joüet-iGefängnis vorn Chicago, das so viele;^fwynichc Ileberbmiditen in seinen Mcvuern geseh-en hat, sitzt zurzeit m Erwartung des letzten (langes cittcc der genialst'cn Verbrecher, Henri) I. Ferneres, genannt der Baniditcn^vcrg. Die mnsangreichcn Antlagcalten gegen ihn umfassen eine Reihe von <5 t r a fc c n t ä u D e r t i c n und ebensoviclc Uetzerfälle auf Banken, lvoltzei er fünf oder sechs M o r d c beging.?kach einer zehnjährigen, besspi-ellosen Verbreche rlaufbahn, bei der er seine Erftilge zumeist seinem ivisscnschafMch durchdachten Vorgehen zu verdanken hatte, stolperte Fernekes eiben über diese allzuweit getriebene „Wissenschaftlichkeit". Man erwischte ihn, als er in einer Bibliothek „FachsKMen" betrieb. Dieser merkwürdige Verbrecher ist ein ganz kleines schmächtiges Kerlchen, mit sanften, lachenden Augen und einem zarten loflmld. Mchdem er die Mittelschule absolviert und Atvsi Jahre Jus studiert hatte, beschloß er, Bandit zu werden. Mit 18 Jahren wurde er zum ersten Maile auf mehrere Monate verurteilt. Während seiner Strafzeit hatte er Muße, noue Plane auszuarlbeiten, und als er wieder sreikam, nahnr er sofort seine Tätigkeit wieder auf. Er raubte, stahl und mordete, sai? aber Mischoniurrch über wissenschaftlichen Werken, studierte Chemie und andere nützliche Wissenschaften. Auch die Theorie der KasseuschranGerstelbing beherrschte er aus dem ff. Außerdem konstruierte er besondere Waffen für Räuber, unter anderem einen Revolver mit Lautdärnpfer. Bezeichnend für die Planmäßigkeit und Gründlichkeit, mit der Fernekes vovgiug, lvar sein Ueberfall auf die Bank in Pearl River im Dezember 1922. Ein Jahr vor dem Ereignis zog ein kleiner, dunkelhaariger Mann, der sich Henry D a r ch e, Elektriker, nannte, mit Iran und Kind nach dem kleinen Ort und eröffnete in der Hauptstraße ein kleines Geschäft. Darche war kein anderer als der „Awergbmidit". Ein Jahr lang studierte er sorgfältig die Bank, die llkachbarschaft und Gepflogenheiten aller in Frage kommenden Personen. An einem Nachmittag erschien er mit zwei Pistolen und einem Gewehr mit abgesagtem Lauf. Zu seinenr Unglück widersctzten sich zivei Angestellte feinen Befehlen. Cr schoß sie kurzerhand rrieder, mußte aber dann fliehen, ohne den geplanten Raub ausgesülhrt zu haben. Einige Tage darauf verschwand Darche mitsamt seiner Familie aus Pearl Nrber. Nur die Privatdetektive der bekannten Prnikerton-Bureaus witterten sofort einen Zusarnmewhang Zwischen denr Verschwinden des airgeblichen Elektrikers und den: Ueberfall. Aus Fingerabdrücken stellte man. fest, daß Darche identisch war mit Fernekes. Der Zwerg blieb aber unauffindbar. Er tauchte wieder i m großen B-exbrech^v«- v i e t e l von Chi c a g o unter und verübte in jden nächsten Jahren teils allein, teils mit anderen, .nicht weniger als vierzehn Ueb erfülle auf Banken in und um Chicago. Zu seinen Verbündeten zählten die gefährkkchsten Bev-' drecher und Revolverhelden des mittleretl Westens. Unter diesen wählte er zuletzt ein Dutzend der verwegensten Gesellen aus, um mit ihnen gemeinsam eine der größten Banken von Chicago, die einen Tagesbestand von zwei Millionen Dollar Hatte, zu plündleen. Der Plan war bis in die kleinste Einzelheit ausgedacht. Zwei große Behälter mit A m m o u i a k g a s lunrden auf ein Auto verladen und sollten in die Bank geschafft und dort geöffnet werden, so daß die Angestellten betäubt oder getötet würden, während die mit Gasmasken versehenen Banditen ungestört plündern könnten. Einige Tage vor der Ausführung des Uetzerfalles glaubte Fernekes, um sicher zu gehen, seinen Plan noch e i n e r l e tz t e n 1k e b e r p r üf u n g unterziehen zu müssen. In der Bibliothek des Technikums war er so in seine Studien vertieft, daß er nicht merkte, wie sich einige stämmige Kerle für ihn interessierten. Als sic sich auf ihn warfen, versuchte er, seinen Revolver zu ziehen, aber z u s p ä t. Einige Minuten darauf saß er gefesselt aus dem Pvlizeibureau. Eine junge Bibliothekarin lvar mißtrauisch geworden und hatte die Polizei verständigt. Selbst im Gefängnis ergab sich der verschlagene „Zwergbandit" keineswegs in sein Schicksal. - Es gelang ihm, eine Bombe ins Gefängnis schmuggeln zu lassen. Mit dieser sprengte er emo gairzv Ecke des Gebäudes, in dom die schwersten Verbrecher untergebracht waren, in die Lust. Nur durch die Tapferkeit eines Beamten, der allein gegen die anstürrnenden Gefangenen standhielt, bis Verstärkung eintraf, wurde die Flucht des „Zwerghanditen" und vieler anderer Verbrecher verhindert. Er wird nun dem Galgen kaum mehr entgehen. E Einladung an die Messebesncher. Die SeidenhLuser S. W'rllheim, I., BaueriiiimM 2c, nutz I., Tuchlaubon 8, laden alle Messebesuchcr zur Besichtigung des reichsontierte-n SÄdenllrgers ein. Es gelange» alle Arten Seide zu fabelhaft billigen Preisen pn Verkaufe. WiedovverkÄuftr werden spoAiell auflnevksam gemacht, daß in den Soideiihäusern Mllheim große Posten Seide auf Traustklage r irusjerst billigen Preisen verkauft werde». E Für die Schule! Dc>l--Na--Schulst!iestl uuerre'icht! Größen M—80 S. 9.60, Gvösjeil 01—05 S, 12.60, Größen 90—39 ©. 16.50. Eplra-Qualität S. 2.— mehr. Ärmm-Gxtra weitere S. 2.— mehr. Extm-O.ua lflüi auch mit eirigebaukcul Gerson- Gmnnliabsatz oi>ne Preisa'uMlag. Siehe Inserat Seide 10. Ser chiiij »er welsche« Sprache. Aus London ird uns berichtet: Las englisch:' Uv-crrichtsministerium entsandte eine Kommission zum Stutzi»ni der Entwicklung der welschen Sw rache und Literatur im Wege des Schulunterrichtes. Die Kommission, der die hervorragendsten pädagogischen Autoritäten von England und Wales angehörten, gab einen 338 Seiten langen Bericht heraus, der dringende Reformen verlangt. Der Bgricht betont, daß die Individualität, einer jeder Nation ihr natürliches Recht bildet und die Sprache der äußere Ansdruck dieser Jndividualstät sei. Mit dem Verlust der Sprache gehe auch der wichtigste Teil des Volkscharakters verwren. Irl der Sprache und Literatur seien die kostbarsten Züge des nationalen Lebens verkörpert. Die Verdrängung dev welschen Sprache würde einen schweren Verlust für die Zivilisation bedeuten. Der Bericht schließt mit einer Reihe von Vorschlägen zum systematischen Ausbau der vollständigen Nationalisierung und Modernisierung des Unterrichts in der welschen Sprache von der Volksschule bis zur Universität. Die gesamte! englische Presse zollt den Vorschlägen der Kommission ungeteilten Beifall. Wohnungen aus der SteiuzeU. Die Ausgrabungen im Klampenborger Walde. dem allen Nardlandstonristen wohlbekannten K l a m-pe nbvrg.« r Wakd bei Kopenhagen wurden während der letzten Jahre unter 8er Leitung des dänisch:n Archäologen Doktor Eri? Westerby mehrere aus der früheren Steinzeit stammende Wohnplätze ans gegraben. fleber die Vor kurzem beendeten Arbeiten u»rd die Zahlreichen ans Tageslicht gebrachten Funde berichtet Dr. Westierby in einem eben erschienenen, hochintcrcsfanteir Werke, Im früheren Sternalter lagen große Gebiete Dänemarks niedriger wie jetzt. Der Oervsund bildete damals einen kleinem. . Fjord, der sich in die morastigen Wälder bei, Klampenborg hineinjschnitt. Längs den Usern dieses Fjordes befanden sich mehrere Niederlassungen der Steinzeitmenschen. Bier solche sind von Doktou Westerby aufgedeckt worden; die vine liegt unweit der Eisenbahin^- statiou Klampenbo-vg, eine andere auf denr sogenannten ,Moks-> üerg", einenr kleinen Hügel im Wälde, welcher in der Steinzeit eine Insel bildete. Auf dem „Moksberg" wurden die reichsten Funde gemacht, und Mär in einer Tiefe von 1—16 Meter. Wie die Untersuchungen ergaben, lag Mer einer Sandschicht ans dev Eiszeit Sand mü> Schlamm mit Meerwasserfchalen gemischt; es handelt sich also hier um eine Fjordablagerung aus der Zeit, in der sich das Land fenftc. Die StLiltzeitftrn.de stammen alle aus einer Periode, welche etwa 6000 Jahre in der Zeit zurückliegt. Im ganzen wurde» nicht weniger als 170.000 Stück Flintspäne und mehrere tausend Stuck Mntgeräte oder Teile solcher gefunden. An Flintgeräten wurden sowohl Aexte, Messer, Bohrer und Pfeilspitzen <m den Tag gebracht. Noch interessanter sind die gesundeneu Gegenstände, welche aus Horu Und Knochen verarbeitet sind, Dieses Material erguet sich bedeutend besser als die Flintsteine zur kunstfertigeren Be- und Verarbeitung. Viele hübsch verarbeitete Knochenspitzen sotvie Harpunen aus Knochen oder Horn mit Haken .und Einschnitten zur Befestigung der AngelschE Wurden gefunden, auch andere Geräte zur Ausübung dev Jagd und Fischerei. Einige der Knochengeväte sind mit eingeritzteN 'Ornamenten versehen. Au Schmicck'g c.genstünde» fand Wan unter anderem zahlmiche durchlöcherte Ti^rzähne. Bon besonderem Interesse sind auch die geftrndenen Reste von Mahlzeiten? darunter befinden sich einige tauseltd iKnochenstücke, die von Kronhtrscheri, Rehen, Wildschweinen, Wölfen und Füchsen und Seehunden stammen. Als Ha-us-tisr der Stoinzeitmeuschen ^im Klampendorger Walde kommt ausschließlich der Hund i» Frage. Die Bewohner der aufgedeckben Niederlassungen haben Kultur§escdicdte cler tzleurstt vis Krisis der europäischen Seele von der schwarzen Pest bis zum Weltkrieg Von EGON FRIEDELL Erster Band: i Einleitung s Renaissance n Reformation 1927, XII, 411 Seiten Lex.-8°. Geheftet Mk. 12 -, In Ganzleinen Mk. 1b—, In Halbleder handgebunden Mk. 28 — „Diese Kulturgeschichte wird zu den meistgelesenen Büchern gehören.... Da steht kein Satz, der nicht wissenschaftlich .belegt* werden könnte. Da ist nicht eine Stelle, die hohl klänge. Nie verliert der Leser das völlige Vertrauen zu seinem Führer.“ Franz Blei in der „Liter. Welt" Zu beziehen und auf Wunsch gern zur Ansicht in der Buchhandlung R. Löwit Wien, I., Rotenturrastraße 22. Telephon 71-4-25. Telephon 71-4-25. E Las neue Problem: ein teures Telegramm oder ein billiger ausMWer Lilktlwstbrlel? Ern Telegramm nach Polettn kostet für zehn Worte &70 Schilling, ein Expreßbrief 1.10 Schilling; der Luftpostbrief, der in einigen Stunden nach Ausgabe in Wien denr polnischer»?ldressaten zugestellt wird, nur —.60 Schilling. Aufgabe bei allen Postämtern; anr Abfliigstage bis 7 Uhr 20 Min. morgens beim Hauptpostamt. Erfolg A iMsiwse Narconl-lautspreclier Ununterbrochene Vorführung Rotunde, Stand 6871, Ring IV. Telephon 5748. anjchetziene ec bau noch gar nicht gekannt, sondern sich so gut wie mir inöglich durch Jagd »nd Fischerei ernährt. Die Auffassung des Dr. Westerby geht dahin, das; die Funde alle aus einer bisher so gut wie unerforschtx>n Perio^ der dänischen Steinzeit stammen, nämlich aus einer Zeit, welchnach der „Maglemose-Kultur" folgte und der sogenannten „Erlebölle-tlkultur" voranging. Dr. Söesiprby Verficht im Gegensatz zu anderen. Horschenr, die Ansicht, daß die „Maglemofe^Knltur" und die unmittelbar ptnf diese folgende Kultur nicht als eine be-» sonders baltische bezeichnet 1 verden dürstn, sondern vielmehr mit der sog«mnnten R e n n t i e r k u l t u r W c st e n r o v a s in nap-m Zusammenhang stehen. Sine Selbftmordepidemie in der Zfitlti. Aus Konstantinopel wird uns berichtet: Der neue Polizeipräsident von Konstantinopel erließ, an sämtlich^ Zeitungien eine Verordnung, laut welcher der Abdruck von Nachrichten und Bildern über Selbstmöroer aus den ersten Seiten verboten wird. Bilo.-r von Selbstnsördcrn dürfen überhaupt nicht gebracht werden und Nachrichten über Selbstmorde dürfen nur i in I n - nern des Blattes unauffällig veröffentlicht werden. ' Das Uebertveten dieses Verbots wird mit schweren Strafen verfolgt. Der Polizeipräsident erklärte, zu dieser strertgen W!as;<- nah-me gezivnngen zu sein, weil in der Türkei in. der letzten Zeit eine wahre SeWMordepibemie ausgebwchen sei. Fast aus jeder Stöbt und auch aus kleineren Städten korninen täglich iMeldnngen über Dutzende von »Selbstmorden. Die meisten Selbstmörder {tauben im jugendlich an «Alte r. Er glaube, daß die Veröffentlichung der Selbstmordberichte in großer Aufmachung viel zu dieser Psychose bcigetragen habe. '! Wiien, 8. September. Das Wetter. Gestern herrschte war^rnes, te^es Wetter. Die /Voraussage lautet: Im Westen Oesterreichs Trübung und Riegen, im Osten leichte vorübergehende Trübung, iM Süden nach, kurzer Trübung mit leichten Niederschlägen 'wieder Besserung. Vor! jeinsm! Streik K^normiMr. Die Angestellten der Wiener Kinochieater haben die Forderung nach einer lüprvH entigen Lohnerhöhuna gestellt, die von beit Unternehmern aber mit Rücksicht aus die Lage im Kinogeiverbe nicht bewillkgt wurde. Die gegeirwLEge Entlohnung der Kinompssker betragt für eine vierstündige Arbeitszeit S 5.66 bis 6.90. In der gestrigen Vcrtraumismiännersitzung wurde beschlossen, ein kn^srsstiges Ultimatum zu stellen, bei dessen Ablehnung die Mnomnstker in Streik treten würden. BrseftaUbenaVstug vvm! MessegebäuÄe Rotrurve. Bei günstiaer Witterung »Verden heute um 3 Uhr nach-- Mittags vom Klub der Wiener BvieftäubenKüchter in de^ Nähe «des Päbillons der Kleintserausstellung Kirla 800 Vrieftarrben hochgelassen. Diese Tauben fliegen zu ihren Wiener und Klosterneüburger Schlägen snrück. Der 8. Septentll-rr im Tiprdthenm'. Heute sind alle Anstalten und Mteilnngen des Toroihleums rn nornrälem Betrieb. ^er T«sesstuvz ves Proftssors D^. Sachs. Von der Tiroler Gendarmlerie ging gestern dem Sichier» h>ntsbureau ein Berscht Wer die Auffindung und die BerrwgMckung dses Wiener Univedtsprostssovs D». Oiw Sachs zu. Nach dem Absturz waren SnnÄnen lallt geworden, die eilt Vevbrechien üNutnraßten und sich darauf stützten, daß die Uhr des Toten fahllte. An der Frmdflerre der Leiche würden rrunm'eh'r oeln Bericht zufolge die Splitter des Uhrglases entdeckt. Denijzusvlge scheint das RanbMovdgerücht aufgeklärt en sein. Ott Prater vevsschMMde«. i Me noch nicht 16jährige HcmsgMlfln Josefme M. rst seit denr! 14. d. M. ans der elterlichen Wohnung ver-- mißt. Sie ging am Abend mit ihrem IZMvtgen Bruder i'M Prater spazieren, wo sich den beiden ein ungefähr 24 Jahre alter Bursche, den das Mädchen von frühes her zu kennen schien, anschloß. Die drei kehrten in einem Mrtshaüs ein, ans deM dann die HanSaehilstn nnt denr Burschen gegen 9 Uhr abends verschmrno. Die LevensUtMtt. Im Ottakringer Walde wurde anr Dienstag ein Mann »erhängt aufgefunden. Er ist der öOjöjhrige Vertreter Jvstzf S<rfrr, Mondschehrgasse mohrchafi. Er hat wegen geschäftlich^ Mißhelligkeiten Selbstmord verübt. — .Gestern vö^- Mttags hm sich die 31jährige Hattsgehilfln Antonie Zeidin ge r in der Penzingerstraße mlt Leuchtgas vergiftet. Amnestie türkischer Deserteure. Das tüMsche Konsulat teilt mit, daß dem von der Kampr-er in Angora angenommenen Gesetz zusvlge Perslmpn der Jahrgänge 1881 bis inklusive 1899, die aus irgend-- emeni! Grunde ihrer Militärpflicht nicht nackigekoiMnen sind, außer Berfolgun g gesetzt rverdeu und von der Erfüllung ihrer Militärdienstpfncht befreit sind. Die sn den Jalflen 1900 und 1991 Geborenen sind straffrei, falls sie ihrer Militärpflicht vollfiländig nachkoMmen. Die in den Jahren 1881 bis 1899 geborenen Wehrpflichtigen sind Verpflichtet, sich innerhalb sechs Monaten mit eillem MrkltäLanswieis des zuständigen NekvlltiernngSamtes zu Vorsehtzn. Eine ulltergeheude Sprache. Die letzten Reste der keltischen Sprache, die Jahrhunderte hindurch auf der in der irrischen See gelegenen Infel Man gesprochen wurde, sind dem Verschwinden nahe. Durch die fortschreitende Entwicklung unsererr Zeit hat das sogenamrte „Mmrr" jede Geltung im öffentlichen Leben des Volkes selbst verloren. Die Heranwachsende Jugend lernt nur noch Englisch, und während eine statististhe Feststellung im! Jahre 1991 noch etwa 6900 „ManxläNojer" auf der Insel zählte, «var diese Zahl zehn Jahre später auf 2599 gesunken, und im letzten Jahre auf etwas miehr als 809. Tro h der auch von England unterstützten Bestrebungeu, die ankeltische Sprache ans der Krsel zu etharten, ist daher anzrmehkMr, daß in einem weiteren 'Jahmjchnt diefer Zweig der MkeMchen Sprüche vWg MMvurSen.ist. - ■■ ■ '-i .