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Wiener Morgenzeitung · 1927-09-03 · Heft 3057 (3.9.1927) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
9 (1927)
Issue
Heft 3057 (3.9.1927)
Date
1927-09-03
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Nr. 3057 Wien, Samstag Wiener Morgenzeitung z. September 1927 Seite 7 Bühne und Kunst. Reue Saison im Sentfchen Bolkrihentet. Literarischer SchinödtSomr. Dü: Woche sängt gut vir — das Deutsche Vvlksthmler „macht" in Literatrrr und hat sich zu solchem Behufs ein Stück des Herrn Wilhelm Schmidtbonn zu sogenanntcr Uraufführung verschrieben. Besagter Schmidibonn hat schon mit einen» Graf von Gleichcir--Stück, das vor etwa fünfzehn Jahren in Berlin ödeste Langeweile verbreitete (es hatte nur de» einen Vorteil, daß es in jener Zeit der langen Kleider Gelegenheit gab, dir noch schwanken Beine einer damals „hoffnungsvollen" Schauspielerin, Loopvidi ne Konstantin, zu bewundern), den Beweis angetreten, daß er zu den unoriginellsten und platteste!» Wortschivützern gehört, welche „das Niveau des deutschen Theaters zu heben" berufjeu sind. Dieses Urteil haben seine späteven sogenannten Schauspiele und Komödien, noch „ausgebaut und vertieft". Und mit dem neuesten Stück dieses Herrn Schmidtborrn — es heißt „Der Pfarrer von Mainz" — macht das Deutsche Bottsthoater „Niveau". Entsteht die Frage: Wer snimmt eigentlich solche Stücke an? Und wenn sie schon durch eine unerfvrschliche Gottesfiigung angenommen sind, warum zahlt inan nicht Konventionalstrafe, woran man noch mehr verdient als an der Aufführung? Doch diese Fragen sind müßig, denn der Fall ist hoffnungslos; bleibt übrig, fest-u, stellen, daß besagter Pfarrer Von Mainz eln Seelensainercr von anno 1815 ist und ein armes Hürchen, das nichts dafür kann, zu Tode schwätzt; daß Frau Hcdwig Keller dazu verurteilt ist, das blödsinnige Zeug zu hairsmüllern, daß Ferdinand iDtuto zwei geschlagene Stunden lang, die zwei Jahre dauern, unentwegt „vibriert", daß «ihm teilt Herr Karl Me ix ner mehr als dilettantisch nachvibriert und 'Herr Eh m r n n resignierte Worte knarrt; daß eine unmögliche Regie das Stück ins Unendliche zerdehnt und daß es wackere Hausklatscher im Volkstheater gibt, gegen die das-Zischen der „Unbeteiligten" ntzcht auffommen 'cwntc. S>. S. Aus den Theatern. O p e r n t h e a t e r. Morgen, 6 Uhr, „Die Meistersinger von Nürnbe rg" mit Josef Kalenberg vom Opernhaus in Köln als Gast (Walther v. Stolzing). Burgihea te r. Morgen, 1A8 Uhr, „Das Käthchen von Heilbronn". Akademie th e a ter. Movgen, %8 Uhr, „SPiel tm Sch l o ß". D e u t j ch c § Volkst h e att e r. A-ls nächste Neuheit gelangt nächsten Samstag die Groteske „Das Lachkabinett^ von Marcel Gspieu, deutsch von Armin Friedmann, zur Erstaufführung. Wiener Kammerspiele. Heute Premiere von ,/Bi't'te, wer war zuerst da?", Lustspiel von Bms M i runde und Monezy-Eon, deutsch von Julius Elias. B ü r g e r t h e a t e r. Freitag, den 1b. September, wird das Bürgertheater wieder eröffnet. Ms Eröffnungsvorstellung gcilangt die Neuinszenierung der Operette ,/Musik im Mai" von Emil.Berte zur Aufführung. N a i m u u d t H e a i e r. Das Olmützer Tschechische Schauspisl eröffnet heute abends sein achttägiges Gastspiel mit Frant'rsek.Langers. Komödie „Grand Hotel Nevada". Sonntag, »»achmi ttags 3 Uhr, „Das Kame'l .geh t durch das N a d e l öh r", abends „U n s er P fa r r e r bei den Reiche n". Joha n n-S t rauh-Thea ter. Morgen geht die Revueopcrette „Die Lady vom Lido" auch als Nachmittagsvorstellung in Szene. - Thea ter.an der Wien. Die neue Operette „Die goldene M e i st e r i n" von Julius Brummer und Alfred Orünwald, Mu!stk von Edmund Eysler, gelangt Freitag, den i). September, zur ersten Aufführung. Theater i n der I o > e s st a d t. Montag findet die 25. Aufführung des Schauspiels „Peripherie" von Frantisek Langer statt. Die Opernwoche. Sonntag, den 4. September: „Die Meistersinger von Nürnberg" („Walther v. Stolzing" Herr Josef Kalenberg vom Opernhaus in Köln als'^Gast). Montag (Thoatergemeinde, Serie C, rot): Aida. Dienstag: Im Abonnement:' „Der Ring des Nibelungen I.": „Das Rheing old." Mittwoch: Im Abonnement: „Der Ring des Nibelungen II.": „Die Walküre." Donnerstag (Theatergemeinde,. Serie >E, gelb): „Wiener Walzer , „Die Prinzessin von Tragant", „Die Puppenfee"; im Nedoutenfaal gelangt zur Aufführung: „Die Hochzeit des Figaro." Freitag: Im Abonnement: „Der Ring des Nibelungen HI": „Siegfried." Samstag: Im Abonne» „ ment: „To'sca." Sonntag, den 11. September: „Der Ring des Nibelungen IV.": „G ö t t e r d ä m m e r u n g." Die erste Novität des Burgthcaters in der jetzt begonnenen Saison ist die'englische Komödie „Das Wirtshaus zum Pechvogel" von Afhley Dukes, die, von Albert Heine inszeniert," Samstag, den 10. September, in Szene geht. — Direktor Herterich hat Donnerstag bei der Aufführung von Grillparzers „Der Traum eil» Leben", mit der die neue Spielzeit eröffnet wurde, einen Unfall erlitten;Vbei> einem Sprung auf der Bühne stürzte er unglücklich und verstauchte sich die Hand; er spielte seine Nolle zu Ende und führt auch die Direktionsgeschäfte weiter. „Earmen" chinesisch. In Schanghai wurde vor kurzem eine chinesische Barbeitung der „Carmen" aufgeführt. Da das spanische Stierkä-inpfermmeu den Chinesen unverständlich bleiben mußte, waren Aendevungen vorgenommen worden. Carmen wurde zu einem Wäschermädchen, Don Jose zu einem S t r a ß e n h ä n d l e r. Für oen Stierkämpfer Escamillo hatte man einen S chwe rtschlu cke r gesetzt, >der zum Schluß seinen Rivalen tötet und dann am Verschlucken feiner eigenen Schwerter stirbt. . Ein Preis für einen Aüenteurerroman. Aus Paris wird gemewet: Maurice Dekobra, der. Verfasser erfolgreicher Gefellschaftsromane, hat einen jährlichen Preis von 3000 Francs für den besten A b e n t e u r e r r o m a n gestiftet. Mit der Verwaltung ist das Pariser Comite de la Societe des GenS de Lettres ,beauftragt. k 3808 Kilometer tögltttj legen im regelmäßigen Dienst die Flugzeuge der Polnischest Luftverkehrs-A.-G. „Aerolot", Wie»», 1. Bezirk, Tegetthoffstraße 7, Telephon 71-0-84, zurück. Passagiere, Waren und Briefe werden schnell und sicher befördert Gerichtssaal. Wae Hattnng der Bundes für ft» verschulden feinet Beamten. WM die Dittchfichvungsverordming nicht erraffen wird. Der gewesene Börsenrat Konunerzialrat Ernst S t r a ß e r hatte gegei» den österreichischen Bundesschatz einest Schadenersatzanspruch rmt der Begründung geltend gemacht, eine von ihm an den Verwaltungsgerichtshof gerichtete Beschwerde sei durch Verschulden des Referenten abschlägig bcschieden worden, ohne daß überhaupt in die Materie eingegangen worden wäre. Nach dem Syndikatshaftungsgesetz müsse der Bund für den dadurch entstandenen Schaden aufkommen. Tein Beschwerdeführer wurde nämlich vom Finanzministerium ohne Angabe von Gründen die weitere Ausübung des Bankgewerbes untersagt und dieser Bescheid beim Magistratischen Bezirks- <tnti hinterlegt. An dem Tor seiner Villa wurde in seiner Mvesenheit ctit .Avisozettel angeheftet, der sehr leicht von» Winde hätte verweht werde»» können, und nur durch.Zufall zur Kenntnis Straßers gelangte. Später wurde, wie es in der Klage heißt, eine zweite Zustellung versucht, wodurch Straßer über die Rekurstermine voltkömuren in Jrr- ' turn geführt tvurde und die notwendigen Schritte nicht rechtzeitig einleiten konnte. Aus diesem Grunde-habe er sich an den Verwaltungsgerichtshof »nit der Beschwerde gewerrdet, daß ein derartig wichtiges Schriftstück nicht in so laxer Weise behandelt werde»» dürfe. Diese Beschwerde wurde vorn Verwaltungsgerichtshof unter Verhängung einer Mntwillensstrafe gegen den Beschtverdesührec und dessen Anwalt von 100 Schilling zurückgewiesen. Ein derartiger Beschluß konnte nach Auffassung des Beschwerdeführers nur durch eine Berletz'ung der Arntspflicht des Referenten des Vevwaltungs'gerrchts- 'h'v fe s zustandekornme»». ' Konunerzialrat Straßer hat mm beün! Ocherlandesger» cht seinen diesbezügliche»» Schadenersatzanspruch in der vorläufigen Höhe von 1100 Schilling geltend gemacht, wurde j^och ab ge w iese»», »veil die Richter des Verwaltungsgerichtshofes »licht als Richter im Sinne des Syndikatshaftungsgesetzes anzilsehen seien. Für die übrigen Beamten könne der Staat nicht haftbar gemacht werden, weil die Durchführungsverordnung zu Artikel 23 der Bundesverfassung, die eine solche Haftpflicht statuiert, noch nicht erlassen sei. Gegen diesen Beschluß des Oberlandesgerichtes hat Straßer »»U»»mehr den Rekurs an den Obersten Gerichtshof ergriffen. Eine Falfchmünzerbande. Nach dreitägiger Verhandlung wurde gestern das Urteil in einem Prozeß gefällt, in dem sich eine internationale »»ale Falschmünzerbande vor einem Schöffensenat unter Vorsitz des OLGR. Dr. Werner zu verantworten hatte. Drei Brüder, Arnold Weiß;, He»nr»ch Weiß und Karl Weiß »varen »vegen des Verbrechens der Münzverfälschung, begmrgen durch die Erzeugung falscher Dvei- »narl'stücke in Berlin und von Halbschillingstücken in Wien angeklagt. Die Mutter der drei Angeklagten, di- 67jährige Edel Wcidie 20jährige Schwester, Kamilla Janda, u»»d der 28jährige Versicherungsbeamte Franz Haniger hatten sich wegen Mitschuld an diesem Verbrechen zu verantworten. Die drei'BriUrer standest überdies wegen B etruges u nd Heiratsschwindels vor den Scho', fett. Die Famiile verübte zuerst in Berlin ihre Fäl schnugen. Als ihnen aber dort der Boden zu heiß ftforb , zöge»» sie nach Wien und errichteter» in Floridsdo^, eine komplette Falschmünzerwerkstätte, die von der Polizei ausgehoben tvurde. Der Gerichtshof verurteilte Heinrich Weich zu vü«er Jahren schweren Kerkers, Ar »old Weiß zu zwei Jahren schwere n Kerkers; das Verfahren gegen Karl Weiß mußte artsgeschieden »verdxn. Franz Haniger wurde zu ei nein Jahr schweren Kcvkers verurteilt, Kamilla Janda bedingt mit zweijähriger Bewährungsfrist zu einem Monat strengen Arrest, Edel Weiß wurde freigesprochen. Jet verprügelte Hausherr. Die Schlacht in der Wnichküche. Aus der gespairnter» Atnrosphäre vor de»» Wahlen entwickelte sich im Hau.se Leystraße 3, das einem Herrn Adolf Drucker gehört, eine regelrechte Schlacht in der Waschküche, wobei auf der einen Seite Hausherr und! Hausbesorger, auf der arrderen Seite zahlreiche | Mietparteien unter Führung des Hausvertrauensmar»nes, des Monteurs Leopold Gärtner, standen. Nebst Beschmipfullgei» wie „Polnischer S a u j u d", die hauptsächlich von Fra-nen vorgebracht wurden, regnete es auch Prügel in Masse. Dein .Hausbesorger Joha»»n W i e s in e»e r lmirde sogar ein Zahn ausgeschla?- g e n und Hmicherr und Portier trugen zahlreiche blaue Flecken davon. Gestern hatten sich die Ehepaare P o d a n y und Kl einen t, sowie der Monteur Gärtner teils wegen Ch renbeleid igung, teils wegen leichterer Körperverletzung vor dem Beziriksrichtec Doktor Wilfinger zu verantworten. Die Beischuldigten stellten jedes Verschulden in Abrede. Niemand wollte die beiden Kläger auch nur beschimpft, geschweige denn tätlich angegriffen haben. Zahlreiche Haus- Parteien sagten zugunsten der Angeklagten aus. Hingegen blieben der Hausbesitzer und Hausbesorger bei ihrer Darstellrnlg. Es sei traurig, sagte lde>r Hausherr, daß man in seinem eigenen Hause nicht nur kein Recht hat, sondern noch dbendrein von den Parteien verprügelt wird. Frau P o d a n y wurde auf Grund des Beweisverfahrens wegen Ehrenbeleidigung zu 20 Schilling Geldstrafe oder 24 Stunde»» Arrest, Gärtner wegen leichter Körperboschädigung gu 60 Schilling oder 48 Stunden Arrest verurteilt. Die übrigen drei Angeklagten wurden f r e i g e s p r o ch e n. Beteine, Borttüge und Betsammlungen. Histadruth Hauoar Hamlsrachi (2. Bezirk, Praterstraße 43). Heute um 4 Uhr nachmittags Sichah ktalith. Referent: Schimeon S ch e u e r m a n n. Sonntag ZentvaIiwanderung. Ziel: Tafelberg. Treffpunkt: Stadtnahnhattestelle Schottenrtng, 8 Uhr früh. Erscheinet pünktlich und in Wandevtracht! — Hebräischer Kindergarten, Wien, IX. Die Einschreibungen für den unter 'der Leitung des Frl. Ruth Rückhaus stehend^: hebräischen Kindergarten im 9. Bezirke, sowie für den Hebraischkurs für Boilksschüler f'V'bert täglich von 11 bis 1 Uhr, 9. Bezirk, Hahngasse 24, Dür 7, statt. Die Ausnahme in den Kindergarten kann nach Wahl für ganz- oder. ^halbtägige Beschäftigungszeit erfolgen. — Zionistische Jugendörgamsation Brigittenau» 20..Bezirk, Jägerftrahe 30/9. Morgen Sonntag, Vz2 Uhr nachmittags, Ausflug nach Nußdorf. Bei Rogenwetter 3 Uhr Zusammenkirnst. iraBBBBnaBRRIlBnanBnflBBBHBnMBHBBHBBBRMMHBBMEiBHaHHMHHBHWMHHMBiHnra TOIKSWIBTSCHAFT Sie Fürsorgeabgabe bei Srvortliesetungen. Eine Deputation des Borbandes jüdischer KanfLeutv und Gewerbetwibsstvor beim Stadtrat BrÄtner. Im Hinblick darauf, daß die Fürsorgeabgabe auf die Konkurrenzfähigkeit der österreichischen Industrie im Export von verminderndein Einfluß ist, erschien gestern eine Deputation des Verbandes der jüdischen Kaufleutc und Gewerbetreibenden in Wien, bestehekld aus den Herren Konunerzialrat Theodor Jellinek, A. M. Ehrlich (Oesterreichisch-orientalischen Handelskammer) und Industrieller Benno Deutsch bei Stadtrat Breitner. Die Deputation machte dem Finanzreferenten der Geineinde Wien entsprechend dem Beschlüsse der letzten Vorstandsitzung ihres Verbandes den Vorschlag, daß die Fürsorgeabgabe bei Exportlieferungen in, der gleichen Weise ausgeschaltet werden solle, wie dies bei den Zöllen durch das Vormerk- und Veredlungsversahren und bei der Waren Umsatz st euer durch das Refundierungsverfcchren durch den Bund bereits geschieht. Die Deputation überreichte Stadtrat Breitner ein ausführliches Expose, in >dem sie eingehende Vorschläge über die DurchführungslnögUchkeiten ihres Antrages macht. Stadtrat Breitner ließ sich eingehend über die Anträge der Deputation informieren und versprach, dem Verband eine schriftliche Erledigung zugehen zu lassen. Ser Ausbau bet Tiroler Wasserkräfte. Wir erfahren von unterrichteter Seite: Im Eilrvernehmen mit der bisherigen Konzessionsträgerin für die Westtiroler WasserkrKfte, der Continentalen Gesellschaft für angeirmndte Elektrizität in Basel, soll die KoNlZ-esfiVtt von der Tiroler Landesregierung jetzt an bte; Tsiroler Wasserkraft A. G. (Tiwag) übertragen »verden. Zunächst würde der Ausbau der! Oetz-Wasserkräfte, etwa 125 Millionen KWH, 25 Millionen SchällinO erfordern. Sie Ssierreichische gegen die tschechoslowakische Bleististindustrle. Wie »vir erfahren, zieht die österrnchische Bundesre- .gierung in Erwägung, durch eine Verordnung auf Grund des Gesetzes gegen den unlauteren Wettb.e«- lverb den Zwang zur Bezeichnung der örttiichen Herkunft vor» Bleistiften sestzusetzen. Nun hat doch die tschechoslowakische Bleistiftiridustrie ein großes Interesse daran, daß diese Verordnung nicht in Wirksamkeit tritt. Die Koh-J-Noor-Bleistiftfabrik L. u. C. Hardtmuth in Budlveis hat deshalb an die tschechoslowakisch^österreichische Handelskammer in Prag eine Zuschrift gerichtet, in der es heißt: „Der Verordnungsentwurf kennzeichnet sich» als ein Verfttch zum Schutz der Interessen eine Ä für die österreichische Wirtschaft vollkommen belawgbo s e n In du st r»e z w e»g e s.. Abgesehen davon, daß die beabsichtigte Verordnung im Widerspruche mit dem abge- : schlosse neu Handelsvertrag steht, verstößt sie auch nach unserer Ansicht gegen den Brünner Staatsvertrag, in hvielchem im Verkehr Mschen. Oesterreich und dev Tschechoslowakei geg eüseitige GewerbefreiheitvereiiEart wurde. Die geplante Verordnung würde in unzulässige» Weise diese Gewerbefreiheit beschränken. Wir glauben auch, daß die österreichische Regierung sich auf das Gesetz gegeü den unlauteren WettbÄverb gar nicht stützen kann, da keine der in Oesterreichl vertvetenen auskändiWu Bleistiftfabriken sich, gegen das genannt Gesetz vergangen hat."

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